Welt & Politik Coronakrise: Schweden leitet Kehrtwende in der Coronakrise ein

17:00  05 april  2020
17:00  05 april  2020 Quelle:   handelsblatt.com

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Die Schweden werden sogar ermuntert, nach draußen zu gehen und die Frühlingssonne zu genießen. Doch es wächst der Zweifel im Land, ob der Den gemeldeten Infektionen zufolge ist die Epidemie in Schweden nicht schlimmer als in den Nachbarländern. Bis gestern wurden 2.272 Fälle registriert.

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Schweden geht bisher mit freizügigeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vor. © dpa Schweden geht bisher mit freizügigeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vor.

Während die halbe Welt im Lockdown-Modus ist, fiel Schweden mit seinem Sonderweg im Kampf gegen das Coronavirus besonders auf. Doch das ist jetzt vorbei.

Viel ist in den vergangenen Tagen über Schwedens Sonderweg bei der Bekämpfung des Coronavirus berichtet worden: Keine Ausgangssperren, kaum Kontaktbeschränkungen, keine generellen Schulschließungen, geöffnete Geschäfte und Restaurants. Appelle statt Verbote war die Strategie, die die schwedische Regierung seit Ausbruch der Coronakrise eingeschlagen hat. Doch jetzt steuert das Land angesichts rasant ansteigender Zahlen von Infizierten und Todesopfern um.

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„Wir werden mit tausenden Toten rechnen müssen“, erklärte der sozialdemokratische schwedische Ministerpräsident Stefan Löfvén am Samstag in einem Interview mit der Tageszeitung „Dagens Nyheter“. Und er betonte, dass die Coronakrise noch lange andauern wird. „Wir müssen mit Monaten rechnen, nicht Wochen“.

Obwohl kein Verantwortlicher bisher öffentlich von einer Abkehr des schwedischen Sonderwegs gesprochen hat, bereitet die rot-grüne Minderheitsregierung einen Kurswechsel vor. Am Samstag präsentierte sie eine Gesetzesvorlage, nach der sie schnelle Entscheidungen ohne vorherige Anhörung im Parlament treffen kann – eine Art Ausnahmegesetz. Erst nach lautstarken Protesten der Opposition schwächte sie den Gesetzesvorschlag ab: Zwar kann sie weiterhin zunächst ohne parlamentarische Zustimmung neue Restriktionen im Zusammenhang mit der Coronakrise wie etwa Ausgangssperren erlassen.

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Aber das Parlament hat danach die Möglichkeit, die Maßnahme wieder zu kippen oder abzuschwächen. Schon in der kommenden Woche soll das Gesetz durchs Parlament gebracht werden. Bereits vor zwei Wochen hatte die Regierung ein Gesetz auf den Weg gebracht, dass ihr die Schließung aller Schulen ermöglicht. Bislang hat sie davon keinen Gebrauch gemacht. Doch Regierungschef Löfvén hat unmissverständlich klar gemacht, dass „wenn nötig“, auch in Schweden weitere Restriktionen kommen können.

Während die meisten europäischen Länder auf das Coronavirus mit restriktiven Maßnahmen wie Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen reagierte, appellierte Löfvén bis zuletzt an die Vernunft seiner Landsleute. „Fahrt nicht über Ostern weg, bleibt zuhause“, wiederholte er immer wieder.

Wer allerdings in der vergangenen Woche durch die Stockholmer Innenstadt ging, konnte schnell feststellen, dass all die Appelle an das Verantwortungsbewusstsein des Einzelnen nicht überall auf offene Ohren stießen. Zwar hatten einige Geschäfte freiwillig geschlossen, doch in vielen Restaurants saßen immer noch dicht gedrängt viele Gäste. Auch in den Parks genossen viele Schweden die erste Frühlingssonne.

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Schweden mit hoher Sterberate

Deshalb erließ die schwedische Regierung vergangene Woche neue Kontaktbeschränkungen: Mittlerweile dürfen sich nur noch 50 statt wie zuvor 500 Menschen versammeln, Restaurants und Cafés nur noch am Tisch oder außer Haus servieren. Und seit Mitte der Woche gilt ein absolutes Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen. Der Grund: Allein in Stockholm wurde das Coronavirus in jedem dritten Pflegeheim nachgewiesen. Die Zahl der Todesopfer unter den Bewohnern ist überproportional hoch.

Insgesamt hatte Schweden bis Sonntag 6443 Infizierte. 373 Menschen sind an Covid-19 gestorben. Damit liegt die Sterberate in Schweden deutlich höher als in den Nachbarländern Dänemark (4269 Infizierte/161 Todesopfer), Norwegen (5550/62) und Finnland (1882/25). Zum Vergleich: In Italien stieg die Zahl der Toten von Freitag auf Samstag um vier Prozent, in Schweden um zwölf Prozent.

Und auch die drei nordeuropäischen Nachbarn haben niedrigere Sterberaten als Schweden. Sie hatten schon vor Wochen restriktive Kontaktbeschränkungen eingeführt und die Schließung von Schulen, Kindergärten, Restaurants und Geschäften angeordnet. In Finnland wurde sogar die gesamte Region um die Hauptstadt Helsinki abgesperrt. An den Ein- und Ausfahrtstraßen der Großstadtregion kontrolliert die Polizei.

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Dabei geht es etwa um Arbeitslose, Studierende, Asylbewerber oder auch Kurzarbeiter, die ihr Kurzarbeitergeld bis zur Höhe des früheren Nettoverdienstes mit einer Tätigkeit in der Landwirtschaft aufstocken können. Mehr: Was die Coronakrise für den Arbeitsmarkt in Deutschland bedeutet.

Die Regierung bekam - in der Umfrage von dieser Woche - von jedem zweiten Befragten ein „Sehr gut“ und von jedem Dritten ein „Gut“. Besonders gut schneiden Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ab. Sie sind am häufigsten in den Medien zu sehen.

In Dänemark, wo Kindergärten und Schulen seit Anfang März geschlossen sind, will Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nach übereinstimmenden Medienberichten am Montag eine schrittweise Lockerung der Restriktionen bekanntgeben. Vermutlich sollen die Schulen zumindest teilweise wieder geöffnet werden. In Schweden waren Grundschulen und Kindergärten die ganze Zeit geöffnet.

Ziel des schwedischen Wegs war und ist es, den Anstieg der Infiziertenzahlen abzubremsen. Anderenfalls, so warnen Gesundheitsexperten wie der Chefepidemiologe der schwedischen Gesundheitsbehörde, Anders Tegnell, könne es zu einer „völligen Überlastung“ des auch schon vor der Coronakrise unter akutem Personal- und Materialmangel leidenden Gesundheitssystems kommen.

Mehr: Schwedens Sonderweg im Kampf gegen das Coronavirus: Ermahnungen statt Verbote.

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