Welt & Politik US-Militär: Deutsche Politiker kritisieren USA wegen möglichen Truppenabzugs

01:45  07 juni  2020
01:45  07 juni  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

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Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat den möglichen US- Truppenabzug aus Deutschland kritisiert . Der CDU- Politiker reagierte auf einen Bericht des "Wall Street Journal". Dort hieß es unter Auch laufe die Zusammenarbeit "bestens", wie immer wieder von US - Militärs bestätigt werde

Röttgen kritisiert möglichen US - Truppenabzug - AFP/Archiv. Das Wichtigste in Kürze. Der CDU- Politiker reagierte auf einen Bericht des «Wall Street Journal». Dort hiess es unter Berufung auf US -Regierungsvertreter, US -Präsident Donald Trump wolle voraussichtlich im September 9500 der

Soldaten auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in Bayern. Etwa 34 500 US-Militärs sind dauerhaft in Deutschland stationiert. (Archivbild) © imago images/R. Wittek Soldaten auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in Bayern. Etwa 34 500 US-Militärs sind dauerhaft in Deutschland stationiert. (Archivbild)

Trump will offenbar 9500 US-Militärs aus Deutschland abziehen. "Einen sachlichen Grund" könne er dafür nicht erkennen, sagte etwa Norbert Röttgen. Die Linke allerdings begrüßt den Plan.

Deutsche Politiker kritisieren USA wegen möglichen Truppenabzugs

US-Präsident Donald Trump hat nach Angaben aus seiner Regierung den zügigen Abzug von tausenden US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. 9500 von den derzeit in Deutschland dauerhaft stationierten 34 500 US-Militärs würden bis September abgezogen, sagte ein Mitarbeiter aus der Regierung am Freitag in Washington. Ein Teil der Soldaten werde nach Polen und in andere Staaten von Verbündeten verlegt, ein anderer Teil kehre in die USA zurück.

Was ist der Insurrection Act von 1807 und gibt er Trump wirklich die Macht, Truppen in den USA zu mobilisieren?

 Was ist der Insurrection Act von 1807 und gibt er Trump wirklich die Macht, Truppen in den USA zu mobilisieren? © TheWrap Donald Trump Präsident Trump gab am Montag bekannt, dass er die DC National Guard einsetzen werde, und versprach, das Militär zu mobilisieren, um die Proteste im ganzen Land nach dem Tod von George Floyd zu beenden, was er unter der Insurrection Act von 1807. Das Insurrection Act von 1807 ist eine Ausnahme vom Posse Comitatus Act, der es dem Präsidenten verbietet, das Militär in innerstaatlichen Strafverfolgungssituationen einzusetzen.

Medienberichten zufolge will US -Präsident Donald Trump zwischen 5.000 und 15.000 Hören sie hier die Audio Aufnahme des Artikels: US -Regierung will offenbar Truppen aus Deutschland abziehen. Auch Der Spiegel berichtete über Truppenabzugs -Pläne und berief sich auf eigene Informationen.

Truppenabzug aus Deutschland? Bartsch: "Sie sollen die US -Atombomben gleich mitnehmen". Der CDU- Politiker Wadephul argumentierte: "Die Pläne zeigen erneut, dass die Trump-Administration eine elementare Führungsaufgabe vernachlässigt: die Einbindung der Bündnispartner in

Das Wall Street Journal berichtete, die Entscheidung stehe auch im Zusammenhang mit Trumps Ärger über die aus seiner Sicht zu geringen deutschen Militär-Ausgaben. Die US-Truppen sind in Deutschland in mehreren Bundesländern stationiert - die meisten in Rheinland-Pfalz und in Bayern.

Aus dem Auswärtigen Amt und auch aus dem Verteidigungsministerium gab es zunächst keine Stellungnahmen. "Einen sachlichen Grund für den Abzug vermag ich nicht zu erkennen", kritisierte Norbert Röttgen (CDU), der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, gegenüber der Funke Mediengruppe. Unionsfraktionsvize Johann Wadephul sah am Samstag in den Plänen einen weiteren Weckruf an die Europäer, ihr Schicksal selbst entschiedener in die Hand zu nehmen. "Die Pläne zeigen erneut, dass die Trump-Administration eine elementare Führungsaufgabe vernachlässigt: die Einbindung der Bündnispartner in Entscheidungsprozesse", sagte Wadepuhl.

Röttgen kritisiert möglichen US-Truppenabzug aus Deutschland

  Röttgen kritisiert möglichen US-Truppenabzug aus Deutschland Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat den möglichen US-Truppenabzug aus Deutschland kritisiert. "Ein solcher Abzug wäre unter jedem Gesichtspunkt sehr bedauerlich", sagte Röttgen am Samstag den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Einen sachlichen Grund für den Abzug vermag ich nicht zu erkennen", hob Röttgen weiter hervor. Der CDU-Politiker reagierte auf einen Bericht des "Wall Street Journal". Dort hieß es unter Berufung auf US-Regierungsvertreter, US-Präsident Donald Trump wolle voraussichtlich im September 9500 der derzeit 34.500 in Deutschland stationierten US-Soldaten abziehen.

US - Truppenabzug aus Syrien. : "Das ist ein schrecklicher Fehler". Die US -Regierung hatte am Mittwoch überraschend den Truppenabzug aus Syrien verkündet. Die Bundesregierung wirkt überrascht und äußert sich dann kritisch, ebenso Frankreich und Großbritannien.

Medienberichten zufolge plant die US -Regierung einen massiven Truppenabzug aus Deutschland. Dietmar Bartsch würde das begrüßen. "Die Bundesregierung sollte ihn dankend annehmen und zeitnah einen Komplettabzug der US -Soldaten mit der Trump-Administration vorbereiten.

Auch aus der Opposition kam Kritik: "Wer so agiert, kann nicht in Brüssel mit der Attitüde auftreten, Verbündete an ihre Verpflichtungen zu erinnern", sagte der verteidigungspolitische Obmann der Grünen, Tobias Lindner, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Präsident Trump agiere wie ein "transatlantischer Geisterfahrer". "Vermutlich weiß der Präsident der Vereinigten Staaten gar nicht, dass Deutschland der Dreh und Angelpunkt logistisch und in der medizinischen Versorgung für die US-Armee ist - auch und besonders für Einsätze im Nahen und Mittleren Osten", sagte die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, der Zeitung.

Linke: "Muss als Chance begriffen werden"

Die Linkspartei begrüßte die US-Ankündigung dagegen. "Der US-Truppenteilabzug muss als Chance begriffen werden", twitterte Fraktionschef Dietmar Bartsch. "Die Bundesregierung sollte ihn dankend annehmen und zeitnah einen Komplettabzug der US-Soldaten mit der Trump-Administration vorbereiten." Die US-Atombomben sollten dann ebenfalls Deutschland verlassen.

FOKUS 1-Deutsche Politiker kritisieren USA wegen möglichem Truppenabzug

  FOKUS 1-Deutsche Politiker kritisieren USA wegen möglichem Truppenabzug DEUTSCHLAND/USA/TRUPPENABZUG (FOKUS 1):FOKUS 1-Deutsche Politiker kritisieren USA wegen möglichem Truppenabzug* Unionspolitiker werfen Trump fehlende Abstimmung mit Partnern vorn

Über 32.000 US -amerikanische Truppen sind in Deutschland stationiert. Donald Trump lässt nun durch das Pentagon errechnen, wie hoch die Kosten eines Abzugs sein würden. Trump lässt Kosten eines möglichen Truppenabzugs aus Deutschland prüfen.

Amerikanische und deutsche Militärs zeigten sich verwundert über die Obergrenze, da man sich aus Sicht der Strategen damit selbst in seinen Möglichkeiten limitiere. Die USA nutzen Deutschland wie eine Art Brückenkopf für Militärmissionen und Übungen in ganz Europa.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Fritz Felgentreu, gab sich auf Twitter zunächst gelassen: "Das können die USA entscheiden, wie es für sie sinnvoll ist. Um Druck aufzubauen, eignet sich das Thema nicht." Die spannende Frage sei, wohin die Soldaten kämen. "Nach Hause oder weiter nach Osten?"

Nach Angaben aus der US-Regierung geht die Abzugs-Entscheidung auf eine monatelange Arbeit von Generalstabschef Mark Milley zurück. Ein anderer Mitarbeiter aus der Regierung sagte der Nachrichtenagentur Reuters, das Vorhaben sei jüngst von Trumps Nationalem Sicherheitsberater Robert O'Brien abgesegnet worden. Die USA hätten im September mit der Ausarbeitung eines Plans begonnen und ihre Strategie nun fertiggestellt. Trump hat in der Vergangenheit wiederholt kritisiert, Deutschland investiere nicht genug Geld in die Nato. Die Mitglieder des Militär-Bündnisses haben vereinbart, bis 2024 ihre jeweiligen Wehrbudgets in Richtung von zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu steigern.

Vor etwa einem Jahr hatte Trump erklärt, er wolle 1000 oder 2000 Soldaten nach Polen verlegen, die möglicherweise aus Deutschland abgezogen würden. Diese sollten in Polen als Schutz vor Russland dienen.

DC Bürgermeister: Trump behandelte Militär "wie Spielzeugsoldaten", um Amerikaner einzuschüchtern .
Washington, DC, Bürgermeister Muriel Bowser (D) beschuldigte Präsident Trump am Montag, das US-Militär als "Spielzeugsoldaten" zu benutzen, um Amerikaner in ihrer Stadt "einzuschüchtern". © Getty Bürgermeister von DC: Trump behandelte Militärs "wie Spielzeugsoldaten", um Amerikaner einzuschüchtern. Bowser hat Trump wiederholt geschlagen, weil er beschlossen hatte, am 1. Juni Gewalt anzuwenden, um Demonstranten von den Straßen rund um die St.

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