Welt & Politik Söder strikt gegen weitere Lockerungen von Corona-Maßnahmen

09:41  02 august  2020
09:41  02 august  2020 Quelle:   msn.com

Markus Söder will Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

  Markus Söder will Testpflicht für Urlaubsrückkehrer Corona-Infektionen bei Reisenden machten ihm "große Sorgen", sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder. Mit Blick auf Menschen, die in Risikogebieten waren, müsse der Staat seine Möglichkeiten ausweiten. © Getty Images/AFP/P. Kneffel Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat seine Forderung nach verpflichtenden Corona-Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt. Zugleich richtet Bayern an mehreren Autobahn-Grenzübergängen zu Österreich freiwillige Teststationen ein, ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg.

CSU-Chef Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen und für höhere Bußgelder ausgesprochen. © Peter Kneffel CSU-Chef Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen und für höhere Bußgelder ausgesprochen. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte er der "BamS".

CSU-Chef Markus Söder hat sich angesichts der steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen gegen weitere Lockerungen und für höhere Bußgelder ausgesprochen. "Wir müssen damit rechnen, dass Corona mit voller Wucht wieder auf uns zukommt", sagte Söder der "Bild am Sonntag". Die steigenden Fallzahlen in Deutschland machten ihm "große Sorgen". "Ebenso die Urlaubs- und Familienheimkehrer, die aus den verschiedenen Teilen Europas zurückkommen", fügte er hinzu.

Der kalkulierte Wutausbruch

  Der kalkulierte Wutausbruch Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul schießt gegen Markus Söder als möglichen Kanzlerkandidaten. Mit wüsten Äußerungen über Söder will Minister Reul Laschet beispringen. © Fabian Strauch NRW-Innenminister Reul teilt kräftig gegen Söder aus (Archiv). Es ist ein bemerkenswertes Interview, das NRW-Innenminister Herbert Reul jüngst dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ gegeben hat. Um nicht zu sagen: eines mit ordentlich Wumms. In dem Gespräch knöpft sich der CDU-Politiker nicht etwa den politischen Gegner vor.

Der bayerische Ministerpräsident warnte, "wenn wir nicht aufpassen, kann bei uns wieder eine Situation wie im März entstehen". Gefragt sei "absolute Wachsamkeit", deshalb sei "jetzt nicht die Zeit für neue Lockerungen oder naive Unvorsichtigkeit". Das Virus bleibe eine Daueraufgabe, "die uns permanent unter Stress setzt".

Viele Menschen seien im Umgang mit dem Virus leider leichtsinniger geworden, sagte Söder weiter. Dazu gehörten auch die "extremen Lockerer und Verschwörungstheoretiker, die alle Maßnahmen schnellstens aufheben wollten". Jeder, der Corona unterschätze, sei widerlegt worden.

Die zweite Welle sei "praktisch doch schon da", sagte der bayerische Ministerpräsident. "Sie schleicht durch Deutschland. Es gilt daher, noch aufmerksamer zu sein und rasch und konsequent zu reagieren. Je schneller wir handeln, desto geringer sind die Folgen."

Söder: Fans in Stadien "das falsche Signal"

  Söder: Fans in Stadien Bayerns Ministerpräsident Markus Söder denkt angesichts steigender Corona-Infektionen nicht über Lockerungen nach. Fußballfans in Stadien wären "das falsche Signal".Die Anzeichen, dass die Bundesliga wie schon nach dem Restart mit Geisterspielen beginnt, verdichten sich.

Vor diesem Hintergrund lehnte Söder Fußballspiele mit Zuschauern zum Start der neuen Saison ab. Er bezweifle, dass im August weitere Lockerungen beschlossen werden könnten. "Geisterspiele ja, aber Stadien mit 25.000 Zuschauern halte ich für sehr schwer vorstellbar." Das wäre das falsche Signal und auch der Bevölkerung schwer zu vermitteln, "wenn man dafür Unmengen von Testkapazitäten aufbrauchen würde".

Die Deutsche Bahn forderte Söder dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Fahrgäste die Maskenpflicht einhalten. Wer dagegen verstoße, müsse die Konsequenzen tragen. Söder forderte hier höhere Bußgelder. Er habe Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gebeten, darüber mit der Bahn zu sprechen.

Auch Rückkehrer aus einem Risikogebiet, die sich einem Corona-Test verweigerten, sollten mit einem Bußgeld belegt werden, meinte Söder. "Wir müssen die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen." Gebraucht würden zudem Testkapazitäten nicht nur für Urlaubsheimkehrer, sondern auch für das Lehrpersonal und Schüler zum Schulstart. Dazu kämen Serientests für Alten- und Pflegeheime sowie Erntehelfer.

jpf/mkü

Keine Unterstützung für Rückkehr der Fans .
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich gegen eine schnelle Rückkehr von Zuschauern bei den Spielen der Fußball-Bundesligen ausgesprochen.

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