Welt & Politik Internationale Konferenz berät über Hilfe für Libanon

09:15  09 august  2020
09:15  09 august  2020 Quelle:   rp-online.de

Explosion in Beirut: Welt reagiert auf tödliche Explosion in der libanesischen Hauptstadt

 Explosion in Beirut: Welt reagiert auf tödliche Explosion in der libanesischen Hauptstadt © [Gaby Maamary / Reuters] Die Explosion hat Schockwellen in der Stadt ausgelöst, einen Großteil des Hafens abgeflacht, Gebäude beschädigt und eine riesige Pilzwolke in den Himmel geschickt [Gaby Maamary / Reuters] Die Staats- und Regierungschefs von World haben dem Libanon nach einer massiven Explosion, bei der mindestens 50 Menschen getötet und mehr als 2.700 in der Hauptstadt Beirut verletzt wurden, Unterstützung angeboten.

An diesem Sonntag berät die internationale Gemeinschaft fünf Tage nach der Explosion im Vor der Konferenz hat Bundesaußenminister Heiko Maas ein deutsches Soforthilfepaket im Mehr zum Thema - Internationale Hilfe nach Explosion im Libanon : Viele Länder schicken Helfer nach Beirut.

Am Sonntag finden in der Republik Belarus Präsidentschaftswahlen statt. Rund 6,8 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme für einen der fünf Kandidaten abzugeben. Ein Toter und Hunderte Verletzte bei Protest in Beirut – Konferenz berät über Hilfe für Libanon .

Beirut. Auch Tage nach den verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist die Wut vieler Libanesen groß. Am Samstag stürmten sie ein Ministerium. Es wurden Neuwahlen angekündigt und es gibt es internationale Geberkonferenz.

 Am Samstag gingen Tausende Libanesen in Beirut auf die Straßen. © - Am Samstag gingen Tausende Libanesen in Beirut auf die Straßen.

Chaos und Gewalt zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten haben die Spannungen in der libanesischen Hauptstadt nach der verheerenden Explosion im Hafen weiter erhöht. Bei den Zusammenstößen wurde nach Angaben der Sicherheitskräfte ein Polizist geötet. Mehr als 200 Menschen seien verletzt worden, meldete das libanesische Rote Kreuz. Die Ankündigung von Premier Hassan Diab, dem Kabinett vorgezogenen Neuwahlen vorzuschlagen, konnte die Wut der Demonstranten nicht besänftigen. Die internationale Gemeinschaft berät am Sonntag fünf Tage nach der Explosion im Hafen Beiruts in einer Videokonferenz über Soforthilfe für das Krisenland.

Beiruts Explosion trifft Nahen Osten

  Beiruts Explosion trifft Nahen Osten Beirut. Viele Mächte buhlen im Libanon um Einfluss. Die gewaltige Detonation im Beiruter Hafen könnte nicht nur das Land am Mittelmeer selbst verändern. Sogar der Erzfeind zeigt in der Katastrophe Solidarität. © JOSEPH EID Französische Rettungskräfte im verwüsteten Hafen von Beirut, drei Tage nachdem eine massive Explosion die libanesische Hauptstadt erschüttert hatte. Der Libanon mag ein kleines Land sein - doch schon allein wegen seiner geografischen Lage nimmt er im Nahen Osten eine zentrale Rolle ein.

Der libanesische Ministerpräsident Siniora bittet auf der internationalen Geberkonferenz um Hilfe zum Wiederaufbau seines Landes. Der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora hatte zum Auftakt der Konferenz die direkten Schäden der israelischen Bombardements auf mehrere Milliarden

Ein Toter und Hunderte Verletzte bei Protest in Beirut – Konferenz berät über Hilfe für Libanon . Libanon : Mehr als 100 Verletzte bei Protesten in Beirut – Libanons Premier kündigt Neuwahlen an. Demo gegen Corona-Beschränkungen zieht durch Stuttgart.

Geleitet wird das kurzfristig einberufene Treffen von UN-Generalsekretär António Guterres und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron, wie Kreise von Macrons Präsidialamt berichteten. Es gehe darum, der schwer getroffenen Bevölkerung direkt zu helfen, ohne dass es dabei zu Unterschlagungen komme. Nötig seien medizinische Hilfe, Nahrungsmittel und der rasche Wiederaufbau von Schulen oder Krankenhäusern. Ein Betrag für die internationale Hilfe wurde nicht genannt - die Einschätzung der UN sei noch nicht fertig.

US-Präsident Donald Trump habe bereits mitgeteilt, dass er teilnehme, hieß es in Paris. Auch der jordanische König Abdullah II., Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und der britische Premier Boris Johnson haben demnach zugesagt, ebenso wie EU-Ratspräsident Charles Michel. „Wir sind alle bereit, zu helfen“, sagte Michel am Samstag bei einem Treffen mit dem libanesischen Staatschef Michel Aoun. Deutschland und Italien sind den Angaben zufolge ebenfalls vertreten, Namen von Vertretern blieben aber zunächst offen.

Israels Libanon-Hilfsangebot wird wahrscheinlich keinen Abnehmer finden

 Israels Libanon-Hilfsangebot wird wahrscheinlich keinen Abnehmer finden © JACK GUEZ Obwohl sich Israel und der Libanon technisch im Krieg befinden, wurde das Rathaus von Tel Aviv in Solidarität mit den Menschen in Beirut in den Farben der libanesischen Nationalflagge beleuchtet Die katastrophale Explosion Für einige ist es eine Geste des guten Willens, für andere eine reine Heuchelei: Es ist unwahrscheinlich, dass Israels Angebot humanitärer Hilfe für den Libanon nach der massiven Explosion in Beirut aufgegriffen wird.

Der meistgefürchtete Newsletter der Republik erscheint jeden Freitag: Jetzt abonnieren! Lesen Sie auch auf unserer Webseite. Ein Toter und Hunderte Verletzte bei Protest in Beirut – Konferenz berät über Hilfe für Libanon .

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Macron hatte am Donnerstag bei einem Besuch in der libanesischen Hauptstadt internationale Hilfe in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber auch Reformen in dem Mittelmeerstaat gefordert.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kündigte vor der Konferenz ein deutsches Soforthilfepaket im Umfang von zehn Millionen Euro an. „Die Menschen in Beirut brauchen unsere Hilfe, und sie brauchen Anlass zur Hoffnung“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Und weiter: „Ich freue mich sehr, dass ich heute von Seiten der Bundesregierung weitere zehn Millionen Euro für Soforthilfemaßnahmen zusagen kann.

Tausende Demonstranten protestierten im Zentrum Beiruts zunächst friedlich gegen die Führung des Landes, die sie für die Explosion mit mehr als 150 Toten und mehr als 6000 verantwortlich macht. Dann schlug der Protest jedoch in Gewalt um. Einige Demonstranten versuchten, Absperrungen zum Parlament zu durchbrechen und warfen Steine. Die Sicherheitskräfte setzten massiv Tränengas ein. Augenzeugen berichteten auch, sie hätten Schüsse gehört.

Millionen-Hilfen für den Libanon

  Millionen-Hilfen für den Libanon Der Papst appellierte an die Hilfsbereitschaft und die Teilnehmer der virtuellen Geberkonferenz für den Libanon zeigten sich großzügig: Verschiedene Staaten sagten Hilfsgelder, Sach- und Lebensmittel zu. © picture-alliance/AP Images/Ministry of Emergency Situations Provided by Deutsche Welle Zu Beginn der Videokonferenz richtete der Mit-Initiator, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, eindringliche Worte an die insgesamt mehr als 30 Teilnehmer. Es sei wichtig, dem Libanon ein Zeichen "globaler Unterstützung" zu senden.

Hilfe für die Menschen in Syrien steht im Mittelpunkt einer Konferenz der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, die in Brüssel begonnen hat. Rund 13,5 Millionen Menschen bedürfen der Unterstützung. Die Zahl der Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens überschritt inzwischen die

Südkorea richtet erstmals eine Konferenz zur amphibischen Kriegsführung aus. Hochrangige Militärvertreter aus über 20 Nationen beraten über Strategien und Neuerungen. Für den Fall einer Eskalation gegen Nordkorea hofft Seoul auf ein internationales Netzwerk.

Einige Demonstranten stürmten das Gebäude der Bankenvereinigung. Andere drangen in das Außen-, das Wirtschaft- und das Energieministerium ein, wie lokale Medien meldeten. Der getötete Polizist habe Menschen helfen wollen, die in einem Hotel im Zentrum Beiruts festgesessen hätten, erklärten die Sicherheitskräfte. Dabei sei er von „randalierenden Mördern“ angegriffen worden.

Diab reagierte mit seinem Vorschlag für Neuwahlen auf den massiven Druck auf die Regierung, die von vielen Libanesen für die Detonation verantwortlich gemacht wird. Einen möglichen Termin für Neuwahlen nannte er nicht. Die nächsten Wahlen ständen eigentlich 2022 an. Es scheint unwahrscheinlich, dass Diabs Ankündigung die Wut der Menschen besänftigen kann. Viele Libanesen klagen, Wahlen hätten bisher an den realen Machtverhältnissen in dem Land wenig verändert.

Bereits im vergangenen Oktober hatten Massenproteste gegen die Regierung begonnen. Die Demonstranten fordern weitgehende politische Reformen. Sie werfen der politischen Elite Korruption vor und beschuldigen sie, das Land rücksichtslos auszuplündern.

Die Wut ist auch deswegen so groß, weil offenbar über Jahre große Mengen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen lagerten. Dies soll die gewaltige Explosion verursacht haben. Die Ermittlungen laufen jedoch noch.

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Eine französische diplomatische Quelle sagte, Macron habe seine Botschaft zwei Tage nach der Hafenexplosion am 4. August, bei der ganze Stadtteile zerstört, 172 Menschen getötet und getötet wurden, den politischen Parteien des Libanon bei einem Besuch in Beirut übermittelt 250.000 obdachlos gemacht. Die libanesische Regierung ist seitdem unter wütenden Straßenprotesten zurückgetreten, obwohl sie bis zur Bildung einer neuen Regierung im Hausmeister-Modus bleibt.

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