Welt & Politik Kamala Harris: Die Frau, die ihn stärker macht

11:31  12 august  2020
11:31  12 august  2020 Quelle:   zeit.de

Joe Biden wählt Senatorin Kamala Harris als seine Laufkameradin

 Joe Biden wählt Senatorin Kamala Harris als seine Laufkameradin "Sie waren beide gleichzeitig Generalstaatsanwälte. Er hatte enormen Respekt vor ihr und ihrer Arbeit. Ich habe viel darüber nachgedacht, als ich diese Entscheidung getroffen habe. Es gibt keine Die eigene Meinung, die ich mehr schätzte als die von Beau, und ich bin stolz darauf, dass Kamala bei dieser Kampagne dabei ist ", sagte er. In einem Tweet sagte Harris, es sei ihr eine Ehre, sich Biden anzuschließen, und sie werde "alles tun, um ihn zu unserem Oberbefehlshaber zu machen".

Kamala Harris wurde, als sie ein Kind war, von den Eltern zu den Demonstrationen von San Francisco geschleppt. Acht Jahre alt war sie, als Joe Biden 1973 erstmals für den Senat In Wahrheit ist Harris weit weg vom progressiven Flügel ihrer Partei, eine Frau der moderaten Mitte, passend zu Biden.

Kamala Harris hat Joe Biden im Vorwahlkampf hart angegriffen. Doch der kann verzeihen und macht sie zu seiner Vize - wegen oder trotz ihrer Beliebtheit?

Joe Biden zieht mit Kamala Harris in den Wahlkampf. Rhetorisch und analytisch ist sie ihm überlegen. Doch mit der Senatorin bekommt seine Kandidatur Richtung und Profil.

Kamala Harris © Brian Cahn/​imago images Kamala Harris

Seltsame Zeiten sind dies, in denen die zweitwichtigste Nachricht eines epischen amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfes digital daherkommt, ohne Fanfaren und ohne lange Reden, nahezu ohne Bilder sogar, einfach nur per Text.

Hier ist der Grund, warum Joe Biden Kamala Harris als seinen Vizepräsidenten

 Hier ist der Grund, warum Joe Biden Kamala Harris als seinen Vizepräsidenten Harris auswählte, der Anfang dieses Jahres erfolglos für die Nominierung zum demokratischen Präsidenten kandidierte. Er war seit Monaten die Spitzenreiterin bei Bidens Wahl, weil sie einfach Sinn machte. Bedenken Sie: * Sie wurde aufgrund ihres eigenen Angebots für 2020 auf der nationalen Bühne überprüft. * Sie hat Erfahrung in der Regierung - sowohl als kalifornische Generalstaatsanwältin als auch als US-Senatorin seit 2017.

Mit Senatorin Kamala Harris haben sich Biden und seine Berater jetzt für eine Frau entschieden, die von Anfang an zu den heißen Favoritinnen zählte. Das macht sie zu einem Risiko für Biden. Schließlich wird sich nicht nur Donald Trumps Wahlkampfteam auf Harris ' Vergangenheit stürzen.

Joe Biden und die US-Senatorin Kamala Harris geben sich die Hand bei einer Präsidentschaftsdebatte im Jahr 2019Foto: Lucas Biden hatte angekündigt, auf jeden Fall mit einer Frau als „running mate“ bei der Präsidentenwahl am 3. November gegen Amtsinhaber Donald Trump

Die wichtigste Nachricht, das war bereits Anfang März: Joe Biden, Wochen zuvor abgeschlagen und scheinbar aussichtslos, wird nach seinem Sieg bei den Vorwahlen von South Carolina zum Kandidat der Demokraten. Die zweitwichtigste ist nun jene, dass Kamala Harris, 55, Senatorin aus Kalifornien, an Bidens Seite in den Wahlkampf gegen Donald Trump und dessen Vizepräsidenten Mike Pence ziehen wird – Monate, nachdem sie noch vor der ersten Vorwahl kläglich aus dem Präsidentschaftswahlkampf ausgestiegen war.

Harris wuchs in Oakland auf, ihr Vater Donald Harris, eingewanderter Jamaikaner, war Wirtschaftsprofessor in Stanford, ihre Mutter Shyamala Gopalan, aus Indien eingewandert, war Medizinerin, Spezialistin für Brustkrebs. Nach nordamerikanischem Verständnis ist Harris schwarz, wenngleich keine Afroamerikanerin – sie kann also eine historische Figur werden, die erste Frau und die erste Schwarze, welche die Vizepräsidentschaft der USA übernehmen kann und anschließend womöglich noch mehr. Natürlich ist dies nicht ausgemacht, da zuvor vier Wahlen zu gewinnen und jede Menge Fehler zu vermeiden und also ein sehr langer Weg zu gehen sind; doch es ist seit gestern nicht mehr auszuschließen, dass diese Kamala Harris zuerst Vizepräsidentin und dann Präsidentin werden wird.

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 Kolumbianische Wahlkommission startet Untersuchung der Duque-Kampagne In einem extremen Ergebnis könnte der Kongress auch Duques Präsidentschaft für ungültig erklären, gemäß den Verfahren zur Untersuchung und Verfolgung politischer Verbrechen.

Kamala Harris – Die Frau an Joe Bidens Seite. Kamala Harris tritt im November als Vizepräsidentschaftskandidatin zusammen mit Joe Biden gegen Donald Trump an. Sie ist die Tochter eines Jamaikaners und einer Inderin und zur Zeit Senatorin des Bundesstaats Kalifornien.

Für Harris habe er sich teils entschieden, weil "sie zu führen bereit" sei, schrieb Biden in einer E-Mail an Unterstützer. Zudem "versteht sie den Schmerz, den so viele Menschen in unserer Nation gerade erleiden". Sie könne die Partnerin sein, die ihm dabei helfe, seine Versprechen einzulösen

Kamala Harris wurde, als sie ein Kind war, von den Eltern zu den Demonstrationen von San Francisco geschleppt. Acht Jahre alt war sie, als Joe Biden 1973 erstmals für den Senat kandidierte. Einer ihrer stärksten Auftritte im Wahlkampf kam, als sie die Geschichte einer Zweitklässlerin erzählte, die per Bus in eine Schule gebracht werden sollte, in der weiße Kinder nun schwarze Kinder tolerieren sollten; der Politiker Joe Biden sei damals gegen diese Busse, das für die Bürgerrechtsbewegung so wichtige "busing", gewesen.

"Und dieses kleine Mädchen war ich", sagte Harris, und Biden konnte nur schweigen; was hätte er auch sagen sollen?

Dass Harris sich später für diesen Angriff nicht entschuldigte, dass sie stattdessen darüber lachte, führte dazu, dass einige männliche Biden-Berater Harris für "zu ehrgeizig" erklärten; Biden allerdings schrieb sich Ende Juli auf einen Stichwortzettel: "talentiert", "großartige Hilfe im Wahlkampf", "trage ihr nichts nach". Offenbar meinte er das ernst.

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-Demokraten sagen, das Weiße Haus rührt sich nicht in der Pattsituation gegen Coronaviren "Wir haben der Regierung erneut klar gemacht, dass wir bereit sind, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, sobald sie diesen Prozess ernst nehmen. Das Leben und der Lebensunterhalt des amerikanischen Volkes als das Leben unserer Demokratie auf dem Spiel steht ", fügten Pelosi und Schumer hinzu.

Harris und Biden sollen sich gut verstehen. Der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, hat Kamala Harris als Vize nominiert. Die US-Senatorin aus Kalifornien ist damit die erste nicht-weiße Frau , die je für die Position nominiert wurde.

Kamala Harris ist die Nächste, die sich um die demokratische Präsidentschaftskandidatur bewirbt. Doch manches, was in der demokratischen Partei Konsens Wer ist diese Frau , die nichts Geringeres will, als den Präsidenten bei den Wahlen im November 2020 aus dem Weißen Haus zu vertreiben?

In ihrem eigenen Wahlkampf kam Harris auch deshalb nicht weit, weil sie ihre Kampagne organisatorisch nicht in den Griff zu bekommen schien. Die eigene Schwester bekam gewichtige Aufgaben und mischte kräftig mit. Allerdings: wenig lief rund. Und während Elizabeth Warren für ökonomische Gerechtigkeit kämpfte und Bernie Sanders für Klimaschutz und Krankenversicherungen, war bei Harris nicht ersichtlich, was sie mit all der angestrebten Macht eigentlich anfangen will. Bereits zwei Monate vor den ersten Vorwahlen gab sie auf.

So kommt es in Wahlkämpfen mit großen Teilnehmerfeldern manchmal, so erging es diesmal auch Bewerbern wie Michael Bloomberg, Corey Booker oder Kirsten Gillibrand. Harris aber, einst Generalstaatsanwältin in Kalifornien und Mitglied in gleich drei Ausschüssen im US-Kongress, erwies sich allen in ihrer Partei als wortgewandte Juristin – die in Anhörungen so genüsslich bösartig nachfragte, die für Trump nur noch wenige Sätze übrig hat, hingerotzt wie jenes "That’s why dude gotta go". Ein typischer Harris, "darum muss der Typ weg".

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Wird es wieder eine Frau sein, die sich im Kampf ums Weiße Haus gegen Immobilien-Milliardär Donald Trump stellt? Kalifornien-Senatorin Kamala Harris (52) wird bei den Demokraten als neue Geheimwaffe gegen den skandalgebeutelten US-Präsidenten gehandelt.

Bidens Verkündung führte nicht nur zu neuen Spendenrekorden, sondern war auch eine gekonnte Operation. So etwas ist im Washington dieser Tage und überhaupt im Amerika von heute eine Kunst.

Nichts sickerte durch, bis am Dienstagnachmittag ein kleines bisschen eben doch durchsickerte: Zunächst hatte zunächst die Abgeordnete Karen Bass einen höflichen Anruf des Kandidaten bekommen, eine Absage. Dann die Abgeordnete Tammy Duckworth: charmante Worte, doch leider ebenfalls nein. Spannend war das, Washington hyperventilierte wieder, und gegen 15 Uhr Ortszeit begann die Polit-Gemeinde auf Twitter mit Harris zu rechnen, wusste aber immer noch nichts. Man spekulierte halt vor sich hin. Bis Joe Biden es aussprach, via SMS an seine Unterstützer, um 16.14 Uhr: "Joe Biden hier. Große Nachrichten. Ich habe Kamala Harris als meine Stellvertreterin ausgewählt. Gemeinsam, mit dir, werden wir Trump schlagen." Dann folgte ein Tweet: "Ich habe die große Ehre, ankündigen zu dürfen, dass ich Kamala Harris als meine Vertreterin ausgewählt habe – eine furchtlose Kämpferin für den kleinen Mann, eine der besten Staatsdienerinnen." Und Harris antwortete: "Joe Biden kann das amerikanische Volk einen, weil er sein Leben damit verbracht hat, für uns zu kämpfen. Und als Präsident wird er ein Amerika bauen, das unseren Idealen gerecht wird. Ich fühle mich geehrt, als Nominierte unserer Partei für die Vizepräsidentschaft an seine Seite zu treten."

Angesichts des sich abzeichnenden BIP-Rückgangs müssen die USA mehr Einwanderung zulassen.

 Angesichts des sich abzeichnenden BIP-Rückgangs müssen die USA mehr Einwanderung zulassen. Dies sind die -Ergebnisse einer -Studie , die kürzlich in The Lancet vom Institute for Health Metrics and Evaluation, Teil der School of Medicine der University of Washington, veröffentlicht wurde. Zwei Länder, die mit diesem demografischen Dilemma konfrontiert sind, die USA und China, konkurrieren um die weltweit führende wirtschaftliche Supermacht. Beide sind mit sinkenden Fruchtbarkeitsraten konfrontiert.

Hohe Kunst des politischen Managements war das. Auch deshalb, weil Biden in den vergangenen drei Wochen ziemlich zauderhaft gewirkt hatte, äußerst unentschlossen. Gleich zwei Mal hielt er den selbstgesetzten Termin für diese wichtigste Personalie nicht ein – ließ aber zugleich die Namen der Favoriten durchsickern. Ein unangenehmes Sperrfeuer für alle Kanidatinnen, ohne die Möglichkeit der öffentlichen Selbstverteidigung. Sie mussten sich zurückzuhalten, konnten sich kaum wehren.

Vergessen, seit gestern. Und gedreht.

Diese Nominierung ist ein politischer Coup, und es könnte nun durchaus sein, dass Biden jene zehn Prozentpunkte Vorsprung, die er landesweit in den jüngsten Umfragen auf den Amtsinhaber hat, nun auf 13 oder gar 15 Punkte ausdehnen kann und danach schlicht uneinholbar sein wird.

Einen zusätzlichen Bundesstaat kann Harris ihm nicht liefern; Kalifornien wählt ohnehin demokratisch. Doch Harris war kompetent, als es wichtig war, nämlich in den vergangenen acht Wochen der Black-Lives-Matter-Bewegung. Rhetorisch stark ist sie immer, aber bei diesem Thema fand sie nun zu gedanklicher Tiefe, zu Konzepten für eine Polizeireform, auch zu Mitgefühl. Ganz klar: Biden zielt mit dieser Entscheidung auf die Stimmen von Frauen und Schwarzen.

Natürlich begannen die Republikaner umgehend mit der Attacke, stellten Harris-Versprecher aus der Vergangenheit aufs Neue online. Präsident Trump, der über einen Kulturkrieg gegen die "linken Faschisten" die Wahl zu gewinnen versucht, sortierte auch Harris genau dort ein, bei den Radikalen, bei denen, "die unser Land zerstören wollen". Harris sei seine "erste Wahl" gewesen, twitterte er, "sie liebt es, Steuern zu erhöhen".

Facebook wirbt für die Verwendung von KI, um schädliche Inhalte zu erkennen.

 Facebook wirbt für die Verwendung von KI, um schädliche Inhalte zu erkennen. Angesichts eines Ansturms von Social-Media-Posts, die mit Fehlinformationen und schädlichen Inhalten gefüllt sind, hat Facebook am Dienstag begonnen, sich auf künstliche Intelligenz zu verlassen, um seine Bemühungen zu verstärken, zu bewerten, ob Posts gegen seine Richtlinien verstoßen und sollte gekennzeichnet oder entfernt werden.

In Wahrheit ist Harris weit weg vom progressiven Flügel ihrer Partei, eine Frau der moderaten Mitte, passend zu Biden. Und die gesamte Partei stützte sie gestern. "Wir stehen hinter ihr" wurde zum populären Hashtag, #Wehaveherback. Barack Obama, Bernie Sanders und alle Frauen, die es beinahe geworden wären, lobten und priesen Harris und Biden – diese Geschlossenheit konnte Hillary Clinton vor vier Jahren nicht einmal in der Wahlnacht genießen.

Es war darum einer dieser Momente, die alle neutralen Beobachter und sowieso die Partei des Kandidaten zum zunächst schweigenden und bald lobenden Staunen bringen, denn Biden sendet damit mehrere Signale zugleich: Er will eine starke Partnerin, eine, die allerlei besser kann als er selbst, vor allem reden, schlagfertig und selbstironisch sein. Die Frau hat mehr Charisma als der Mann, mehr Schärfe, Klarheit, Dynamik, und der Mann dürfte all das wissen und wünschen – seine Kandidatur hat Richtung und Profil bekommen.

Und Biden scheint keine Furcht vor wegweisenden Entscheidungen zu haben: Kamala Harris hat nun (natürlich nur im Falle eines Wahlsieges) die besten Chancen, die erste Präsidentin der amerikanischen Geschichte zu werden – automatisch, falls Biden in den kommenden vier Jahren etwas zustößt, oder in vier Jahren, falls Biden nur ein Übergangspräsident sein will, wie er angedeutet hat, oder spätestens in acht Jahren.

In Wahlkämpfen, die nach den Gesetzen endloser Fernsehserien inszeniert werden, passiert vieles, das für Sekunden laut und gewichtig wirkt, aber eine Woche doch vergessen ist. Die Nachricht vom Dienstag wird wirken, weil Joe Biden Weichen gestellt hat: Kamala Harris ist ab sofort das Gesicht und die Zukunft der Demokraten.


Video: Bis aufs Blut? (Euronews)

The Latest: Sarah Palin bietet Harris .
Ratschläge für Laufkameraden an. Sie warnte Harris auch, dass "Yahoo-Laufkampagnen Sie mit ihrer eigenen egozentrischen Agenda ersticken werden" und forderte Harris auf, "mit Amerika in Verbindung zu bleiben, während Sie lächeln und Täuschungen ignorieren". Handler versuchen dich zu verändern. “ McCain und Palin wurden 2008 von Barack Obama und seinem Laufkameraden Biden besiegt.

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