Welt & Politik Kritik und Lob für Moschee-Aufdruck auf Kölner Fußballtrikot

12:50  13 august  2020
12:50  13 august  2020 Quelle:   rp-online.de

Indiens Modi startet Bau eines Hindu-Tempels an der Stelle der zerstörten Moschee

 Indiens Modi startet Bau eines Hindu-Tempels an der Stelle der zerstörten Moschee Zahlreiche Sicherheitsbeamte bewachten Ayodhya, das von Tausenden von Menschen überfüllt ist und nur wenige Masken gegen das Coronavirus trägt, obwohl soziale Distanzierungsmaßnahmen zur Begrenzung seiner Ausbreitung nur etwa 200 Menschen versammeln werden am Hauptveranstaltungsort. Der Gebetsgesang hallte durch die Stadt, die sich etwa 687 km südöstlich der Hauptstadt Neu-Delhi befindet, als Anhänger und Mönche ihre zahlreichen alten Tempel zur Feier drängten.

Neben dem Dom sieht man auch eine Moschee . Offenbar zu viel für einen Fan, der seinen Austritt "aus der Glaubensgemeinschaft 1. FC Köln" erklärte. Der Bundesligist 1. FC Köln hat die Kündigung eines Mitglieds öffentlich gemacht, das sich über die Darstellung einer Moschee auf dem Trikot des

Mehr lesen:Frankreich will Wahlen auf der Krim nicht anerkennen - Kritik auch aus Berlin.

Köln. Unionspolitiker haben den Bundesligisten für das Design seines neuen Trikots harsch kritisiert. Lob gab es hingegen von der katholischen Kirche. Auch in den sozialen Medien gehen die Meinungen auseinander.

 Das Kölner Rheinenergiestadion. © Thomas Faehnrich Das Kölner Rheinenergiestadion.

In der Diskussion um die Abbildung der Ditib-Zentralmoschee auf dem Trikot des 1. FC Köln erntet der Fußballclub Kritik von Politikern. Der Moschee-Aufdruck sei „unpassend", sagte CSU-Innenexperte Michael Kuffer der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). Man dürfe die Moschee nicht mit dem Wahrzeichen Kölner Dom gleichsetzen. Das sei „schlicht kultureller Nonsens", so Kuffer.

Klingenburg ist zurück in Köln und spürt das Vertrauen

  Klingenburg ist zurück in Köln und spürt das Vertrauen René Klingenburg hat einen neuen Verein gefunden: Der Mittelfeldmann spielt künftig wieder für Viktoria Köln. © imago images René Klingenburg lief zuletzt für Dresden in der 2. Liga auf, nun geht es für ihn zurück zur Kölner Viktoria. Zuletzt hatte Klingenburg das Trikot von Dynamo Dresden getragen. Nach dem Abstieg in die 3. Liga war der 26-Jährige aber auf Vereinssuche - und ist nun fündig geworden. Die Kölner Viktoria nahm den gebürtigen Oberhausener unter Vertrag.

Kritik kommt von CDU/CSU, SPD und den Grünen. Der Verband beteuert immer wieder, es handle sich um eine unpolitische Vereinigung. Ist der deutsch-türkische Moscheenverband Ditib ein verlängerter Arm Erdoğans? Kritik kommt von CDU/CSU, SPD und den Grünen.

Nach den Moschee -Angriffen in Neuseeland hat die Terrormiliz Islamischer Staat Vergeltung angekündigt. Die Tötungsszenen aus den beiden Moscheen spornten jedoch die Anhänger des IS an, ihre Religion und ihre Glaubensbrüder zu rächen.

CDU-Innenexperte Christoph de Vries sagte der Zeitung, unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit übe der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan durch den Moscheeverband Ditib einen „unheilvollen Einfluss auf türkischstämmige Bürger in Deutschland aus". Die Liste der Verfehlungen der Ditib, die von der türkischen Religionsbehörde kontrolliert und finanziert wird, sei lang. Sie umfasse Kriegsverherrlichung, Spionage durch Ditib-Imame, Einflussnahme bei türkischen Wahlen und Hetzpredigten gegen Christen und Juden. Ditib sei „eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in Deutschland".

Wolfgang Bosbach (CDU), ebenfalls Innenexperte seiner Partei, rät derweil zu mehr Gelassenheit. Der Verein habe lediglich die "Silhouette der Stadt" abbilden wollen - „und zu der gehört seit einiger Zeit auch die markante Bauform der Moschee", sagte er der Zeitung.

Saison 2020/2021: Mit diesen Trikots spielt der 1. FC Köln bei Auswärtsspielen

  Saison 2020/2021: Mit diesen Trikots spielt der 1. FC Köln bei Auswärtsspielen Der Verein hat am Samstag das neue Auswärts- und Ausweichtrikot präsentiert.Das Ausweichtrikot, das in einem knallgelben Farbton gehalten ist, breche hingegen radikal mit der Tradition und knüpfe zugleich an einen Klassiker an, heißt es vom FC, denn 20 Jahre nach der Premiere laufen die Kölner – falls sie auf das Trikot ausweichen müssen – wieder in Gelb mit grünen und roten Akzenten auf.

Zuvor ist Erdogan vor seinem mit Spannung erwarteten Auftritt in der Kölner Zentralmoschee von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet empfangen und mit deutlichen Worten kritisiert worden. Er habe in dem etwa einstündigen Gespräch am Flughafen Köln/Bonn Rechtsstaatlichkeit in der Türkei

Neben der Moschee soll der Komplex auch einen Basar und die neue zentrale Verwaltungsstelle der Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V Der Journalist und Autor Günter Wallraff, der in der Nachbarschaft der neuen Moschee in Köln wohnt, gibt die Schuld an der Verzögerung

Das Trikot zeigt die Skyline Kölns mit Dom und Rhein sowie der Moschee. Die Debatte darum war ins Rollen gekommen, nachdem ein Fan seinen „Austritt aus der Glaubensgemeinschaft 1. FC Köln" erklärt hatte, weil er sich nicht mit Muslimen und Moscheen identifizieren könne. Der Verein veröffentlichte die Kündigung und quittierte sie auf Twitter mit den Worten: „Diese Kündigung bestätigen wir gern." Weiter heißt es: „Hadi tschüss". Das türkische Wort "Hadi" bedeutet: "Auf geht's". Zugleich verwies der FC auf seine Charta, die „Toleranz, Fairness, Offenheit und Respekt - immer und überall" einfordert. In den sozialen Medien wird der Verein für diesen offenen Umgang von vielen Nutzern, auch Anhängern anderer Vereine, gelobt.

Lob kam auch von der katholischen Kirche. Stadtdechant Robert Kleine sagte dem kirchlichen Internetportal domradio.de am Mittwoch, der FC habe ein Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus gesetzt. „Wenn wir Fans haben, die so ein enges Bild haben, dann müssen wir sie auch ziehen lassen." Neben Kirchen und der Moschee hätte man auch noch die Synagoge abbilden können, betonte der Stadtdechant. Das muslimische Gotteshaus steht nach seinen Worten für den Islam und nicht nur für den deutsch-türkischen Verband Ditib, der die Kölner Moschee betreibt.

1. FC Köln bedankt sich bei rassistischem „Fan“ für Kündigung

  1. FC Köln bedankt sich bei rassistischem „Fan“ für Kündigung Köln. Der 1. FC Köln hat die rassistische und homophobe Kündigung eines Anhängers „gern“ bestätigt. Der „Fan“ hatte sich über die Kölner Zentralmoschee, die auf dem neuen Auswärtstrikot zu sehen ist, echauffiert. © Thomas Faehnrich Das Kölner Rheinenergiestadion. Bundesligist 1. FC Köln hat sich bei einem Fan für die Beendigung seiner Mitgliedschaft „bedankt“. Der Anhänger hatte seine Kündigung eingereicht, weil auf dem neuen Trikot, das das Kölner Stadtbild zeigt, auch die Zentralmoschee in Ehrenfeld zu sehen ist.

Lob gleicht dem Ambra: Ein wenig daran riechen und ein kleines Stück davon ist sehr angenehm; hält man aber einen ganzen Klumpen Vor die Nase Lob ist eine listige, versteckte, feine Schmeichelei, die Spender und Empfänger anders befriedigt. Dieser nimmt sie als Preis für seine Verdienste an, und

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan soll in Deutschland die Kölner Zentralmoschee offiziell eröffnen. Der NRW-Ministerpräsident Laschet wird entgegen ersten Berichten nicht dabei sein. Die Linke fodert, Erdoğans "Machtdemonstration" zu verhindern.

Im Netz und seitens der AfD hatte es Einwände gegeben, wonach die Ditib etwa homophobe Positionen vertrete und damit auch der Vereinscharta widerspreche. Die Kritik wies der FC zurück. Die Moschee als Teil der Kölner Skyline stehe symbolisch für die große türkische Community in Köln, schreibt der Bundesligist. „Das gilt unabhängig davon, wie man politisch zum Betreiber der Moschee steht."

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Der NRW-Minister Karl-Josef Laumann nennt private Corona-Tests „sinnvoll“.Der NRW-Gesundheitsminister vertritt die Gegenteilige Auffassung: Es sei „sinnvoll“, Corona-Test durchführen zu lassen, damit negativ getestete Schüler „schnell wieder in die Schule zurückkommen“ könnten, erklärte der CDU-Politiker am Mittwoch vor Journalisten in Düsseldorf.

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