Welt & Politik Mann gehörte Gruppierung Uniter an: Verfassungsschutz-Chef beschäftigte wohl rechtsextremen Leibwächter

11:04  18 september  2020
11:04  18 september  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

Rangers-Gruppe, die wegen der rechtsextremen Beziehungen des Reservisten untersucht wird, hat die Rolle bei der Suche nach "illegalen Einwanderern" angeführt.

 Rangers-Gruppe, die wegen der rechtsextremen Beziehungen des Reservisten untersucht wird, hat die Rolle bei der Suche nach Die Eine kanadische Ranger-Gruppe, die wegen Verbindungen zwischen einem ihrer Mitglieder und zwei rechtsextremen Milizgruppen untersucht wird, hat dies seit Jahren auf ihrer Website angekündigt Teil seiner Mission ist es, Kanada vor illegaler Einwanderung zu schützen. Ein Experte sagt, dass die Sprache der Einwanderung die Botschaft rechtsextremer Organisationen widerspiegelt und das Interesse von Mitgliedern extremistischer Gruppen an den Canadian Rangers verstärken könnte.

Trotz aller Sicherheitsprüfungen: Ein Personenschützer von Verfassungsschutz-Chef Haldenwang soll einer mutmaßlich rechtsextremen Gruppierung angehört haben.

Hatte er einen mutmaßlich rechtsextremen Personenschützer? Verfassungsschutz-Chef Thomas Haldenwang. © Foto: Imago Hatte er einen mutmaßlich rechtsextremen Personenschützer? Verfassungsschutz-Chef Thomas Haldenwang.

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, hat nach Informationen des „Focus“ einen Leibwächter mit möglicherweise rechtsextremem Hintergrund beschäftigt.

NRW-Minister zu rechtsextremen Polizisten: „Wir werden das aufarbeiten – radikal und bis ins kleinste Detail“

  NRW-Minister zu rechtsextremen Polizisten: „Wir werden das aufarbeiten – radikal und bis ins kleinste Detail“ Nach der Entdeckung fünf rechtsextremer Chatgruppen bei der Polizei laufen die Ermittlungen. Die ersten Erkenntnisse nennt NRW-Innenminister Reul „abscheulich“. © Foto: dpa Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, appelliert an die Polizisten, rechtsextreme Chats zu melden. Das Ausmaß rechtsextremer Chatgruppen in der nordrhein-westfälischen Landespolizei ist nach Darstellung von Landes-Innenminister Herbert Reul (CDU) noch nicht absehbar. Bislang seien 30 Polizisten vom Dienst suspendiert worden, 14 davon mit dem Ziel, sie aus dem Dienst zu entfernen.

Der Mann gehöre der unter Rechtsextremismus-Verdacht stehenden Gruppierung Uniter an, berichtete das Magazin am Freitag unter Berufung auf Angaben aus dem Bundesinnenministerium. Ihm sei es gelungen, trotz aller Sicherheitsüberprüfungen Personenschützer Haldenwangs und anderer Spitzenbeamter des BfV zu werden, wurde ein Regierungsbeamter zitiert.

Haldenwang wollte sich auf Anfrage des „Focus“ zu dem Fall nicht äußern, wie das Magazin schreibt. Leibwächter beim BfV schützen die Spitze des Amtes bei öffentlichen Auftritten und kennen auch deren Privatleben und familiäres Umfeld. Sensible Informationen über Personen und geheime Aktionen seien eventuell an Uniter abgeflossen, sagte der Regierungsbeamte zu „Focus“.

"Focus": Verfassungsschutzchef hatte mutmaßlichen Rechtsextremen als Leibwächter

  Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), Thomas Haldenwang, hat nach Informationen des "Focus" einen Leibwächter mit möglicherweise rechtsextremem Hintergrund beschäftigt. Haldenwang wollte sich auf Anfrage des "Focus" zu dem Fall nicht äußern, wie das Magazin schreibt. Leibwächter beim BfV schützen die Spitze des Amtes bei öffentlichen Auftritten und kennen auch deren Privatleben und familiäres Umfeld. Sensible Informationen über Personen und geheime Aktionen seien eventuell an Uniter abgeflossen, sagte der Regierungsbeamte zu "Focus".

Das BfV hatte Uniter dem Magazin zufolge erst im Juni von einem Prüffall zu einem Verdachtsfall hochgestuft. Grund seien „hinreichend gewichtige tatsächliche Anhaltspunkte für rechtsextremistische Bestrebungen der Organisation“. Laut „Focus“ sammelt Uniter gezielt vertrauliche Informationen aus Sicherheitsbehörden.

Ferner soll der Verein im Verbund mit rechtsradikalen Chatgruppen Todeslisten politischer Gegner erstellt haben. Der Verein war in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, weil Uniter-Gründer André S. Anhänger in rechtslastigen Chatgruppen auf angeblich drohende Katastrophen vorbereitete. S. war Berichten zufolge noch bis vor nicht allzu langer Zeit Soldat der Bundeswehr-Eliteeinheit KSK. (AFP)


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