Welt & Politik Polizei in Belarus nimmt hunderte Menschen bei Frauenprotesten fest

20:05  19 september  2020
20:05  19 september  2020 Quelle:   msn.com

Durchsuchung im Raum Neubrandenburg: Bundeswehrsoldat unter Terrorverdacht

  Durchsuchung im Raum Neubrandenburg: Bundeswehrsoldat unter Terrorverdacht Im Raum Neubrandenburg wurden Räume eines Bundeswehrsoldaten durchsucht. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat. © Foto: dpa/Felix Gadewolz Spezialeinsatzkräfte des Landeskriminalamtes stehen vor einem Haus bei Neubrandenburg. Wegen Extremismusverdachts haben Polizeiermittler am Montag bei Neubrandenburg Wohn- und Büroräume eines 40-jährigen Soldaten durchsucht. Seit den frühen Morgenstunden seien etwa 70 Beamte im Einsatz gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Harald Nowack von der für solche Fälle zuständigen Staatsanwaltschaft in Rostock.

Bei neuen Frauenprotesten gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko haben Polizisten am Samstag in Minsk hunderte Menschen festgenommen. © - Bei neuen Frauenprotesten gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko haben Polizisten am Samstag in Minsk hunderte Menschen festgenommen.

Bei neuen Frauenprotesten gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko haben Polizisten am Samstag in Minsk hunderte Menschen festgenommen. Die Sicherheitskräfte stellten sich den Frauen in den Weg und zerrten sie in Einsatzfahrzeuge, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Rund 2000 Frauen nahmen an dem Protestzug unter dem Titel "Glitzermarsch" teil und trugen die rot-weißen Fahnen der Protestbewegung sowie glitzernde Accessoires.

Fall Nawalny: "Immer das gleiche Muster"

  Fall Nawalny: Der ehemalige deutsche Botschafter in Russland, Rüdiger von Fritsch, analysiert im DW-Interview, welches Verhaltensmuster der Kreml im Fall Nawalny anwendet und erklärt, wie man mit Moskau Klartext reden kann. © picture-alliance/dpa/Tass/A. Geodakyan Provided by Deutsche Welle DW: Russlands Oppositionspolitiker Alexej Nawalny wurde mit einem Nervenkampfstoff vergiftet, daran hat man in Berlin keine Zweifel. Das russische Außenministerium fordert Beweise und droht mit einer "Verschlechterung der deutsch-russischen Beziehungen" und gar mit einer "gravierenden Beeinträchtigung der internationalen Situation".

Zeitweise ging den Beamten der Platz für weitere Festnahmen aus, sodass rund zehn Frauen wieder freigelassen wurden. Sanitäter versorgten mehrere der Festgenommenen. Die Opposition hat für Sonntag erneut zu Massenprotesten aufgerufen.

Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August gehen die Belarussen zu Zehntausenden gegen den seit 26 Jahren mit eiserner Hand regierenden Präsidenten auf die Straße. Die größten Versammlungen finden dabei an den Sonntagen statt. Die Demonstranten werfen Lukaschenko Wahlfälschung vor und fordern Neuwahlen. Dabei lassen sie sich auch von dem gewaltsamen Vorgehen der Sicherheitskräfte nicht abschrecken.

Die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja lobte die "tapferen Frauen von Belarus" in einer vor der Demonstration veröffentlichten Botschaft. "Sie demonstrieren, obwohl sie ständig bedroht und unter Druck gesetzt werden", sagte die Oppositionelle. Tichanowskaja war kurz nach der Wahl nach Litauen geflohen.

„Müssen zusammenstehen“: FC startet mit Dom-Andacht in die neue Saison

  „Müssen zusammenstehen“: FC startet mit Dom-Andacht in die neue Saison Der traditionelle Gottesdienst stand im Zeichen der Pandemie.Auch hier ging es nicht ohne Einschränkungen: Aufgrund der Pandemie konnten nur knapp 180 Personen im Dom teilnehmen. Der 1. FC Köln wurde durch  Vizepräsident Carsten Wettich und die Geschäftsführer Horst Heldt und Alexander Wehrle vertreten.

Bereits am vergangenen Wochenende waren die Sicherheitskräfte in Minsk auch mit großer Härte gegen tausende Frauen vorgegangen, die friedlich gegen Lukaschenko demonstrierten. Videoaufnahmen im Internet zeigten, wie maskierte Beamte Demonstrantinnen brutal in Kleinbusse stießen. Die Bürgerrechtsgruppe Wiasna berichtete damals von mehr als 40 Festnahmen.

fwe/yb


Video: Gewalt gegen belarussische Demonstrantinnen (Euronews)

Guterres warnt vor neuem "Kalten Krieg" .
China und die USA bewegten sich in eine "gefährliche Richtung". Es müsse alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum Auftakt der Generaldebatte. © UNTV/AP/picture-alliance Provided by Deutsche Welle "Unsere Welt kann sich keine Zukunft leisten, in der die beiden größten Volkswirtschaften die Erde spalten", sagte Generalsekretär Antonio Guterres zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York. Es müsse alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

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