Welt & Politik Guterres warnt vor neuem "Kalten Krieg"

19:20  22 september  2020
19:20  22 september  2020 Quelle:   dw.com

UN-Chef: Zeit für nationale Pläne zur Finanzierung der weltweiten COVID-19-Impfstoffbemühungen

 UN-Chef: Zeit für nationale Pläne zur Finanzierung der weltweiten COVID-19-Impfstoffbemühungen © Reuters / MIKE SEGAR DATEIFOTO: Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, während eines Interviews mit Reuters im UN-Hauptquartier in New York Von Michelle Nichols und Stephanie Nebehay NEW YORK / GENF (Reuters) - Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, sagte am Mittwoch, es sei an der Zeit, dass die Länder Geld aus ihren nationalen COVID-19-Wiederherstellungs- und Reaktionsplänen verwenden, um den globalen Impfplan der Weltgesundheitsorganisation zu fina

UN-Generalsekretär António Guterres warnt vor einer Aufteilung der Welt und gefährlichen Großmachtkonflikten um Macht und Einfluss. Im Exklusiv-Interview mit dem ZDF spricht Guterres von einem neuen Kalten Krieg - dieses Mal zwischen den USA und China.

Welt hat UN-Generalsekretär António Guterres vor einer Art neuem Kalten Krieg gewarnt . Sie sei „in vielen Hinsichten ähnlich dem, was wir im Kalten Krieg erlebt haben“ und bedürfe „Kommunikationsmechanismen und Kontrolle, um Eskalation zu verhindern und sicherzustellen, dass

China und die USA bewegten sich in eine "gefährliche Richtung". Es müsse alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden, sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres zum Auftakt der Generaldebatte.

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"Unsere Welt kann sich keine Zukunft leisten, in der die beiden größten Volkswirtschaften die Erde spalten", sagte Generalsekretär Antonio Guterres zum Auftakt der UN-Generaldebatte in New York. Es müsse alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu vermeiden. Dies würde eine technologische und wirtschaftliche Kluft entstehen lassen, die sich zu einer militärischen Kluft ausweiten könnte. Guterres warnte vor einem "Kalten Krieg" zwischen den USA und China.

Tritt die Welt in einen neuen Kalten Krieg ein?

 Tritt die Welt in einen neuen Kalten Krieg ein? Die Vereinten Nationen feiern ihr 75-jähriges Bestehen, als die Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg, die sie geschaffen hat, auf wackeligen Fundamenten steht. Der -Multilateralismus ist in ernsthafter Unordnung, wie der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon festgestellt hat.

Der Fall des in Großbritannien vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat zu einer Eiszeit im Verhältnis zwischen Russland und westlichen Staaten

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Der UN-Generalsekretär warb in seiner Rede angesichts der enormen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zudem für eine bessere internationale Zusammenarbeit. Populismus und Nationalismus seien an der Aufgabe gescheitert, das Virus einzudämmen. Dies gelte auch für egoistisches Vorgehen bei der Entwicklung eines Impfstoffes: "Ein solcher 'Impf-Nationalismus' ist nicht nur unfair, er besiegt sich selbst".

Für eine aktive Bekämpfung von COVID-19 erneuerte Guterres zudem seine Forderung nach einer weltweiten Waffenruhe, die bis zum Jahresende Realität sein müsse. "Uns bleiben 100 Tage. Die Uhr tickt."

Generaldebatte weitgehend virtuell

Die UN-Generalversammlung zum 75. Jubiläum der Vereinten Nationen fällt ganz anderes aus, als lange im Vorfeld geplant war. Die Generaldebatte, für gewöhnlich das größte diplomatische Spitzentreffen der Welt, findet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie weitestgehend virtuell statt. Während Guterres persönlich im UN-Hauptquartier sprach, werden die Vertreter aller 193 Mitgliedstaaten - darunter weit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs - mit vorab aufgezeichneten Video-Reden zugeschaltet. In der Halle der UN-Vollversammlung ist jedes Land nur durch den jeweiligen UN-Botschafter vertreten.

Guterres ruft zum 75. Jahrestag der UNO zu besserer Zusammenarbeit auf

  Guterres ruft zum 75. Jahrestag der UNO zu besserer Zusammenarbeit auf Zum 75. Jahrestag der Vereinten Nationen hat UN-Generalsekretär António Guterres die Welt zu einem stärkeren Zusammenhalt und einer besseren Zusammenarbeit aufgefordert. "Niemand will eine Welt-Regierung - aber wir müssen zusammenarbeiten, um die Führung der Welt zu verbessern", erklärte der UN-Chef am Montag zum Auftakt der virtuellen Feier des Jahrestages. Im Moment gebe es leider "zu viele Herausforderungen" und "ein Defizit an multilateralenDie Zeremonie im Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York stand unter der Überschrift "Die Zukunft, die wir wollen, die Vereinten Nationen, die wir brauchen: Bekräftigung unseres gemeinsamen Bekenntnisses zum Multilateralismus".

UN-Generalsekretär António Guterres mahnte, einen „ Neuen Kalten Krieg “ abzuwenden… PUTIN WARNT VOR ATOMKRIEG: "Könnte unseren Planeten zerstören" - Продолжительность: 1:31 WELT Nachrichtensender 23 877 просмотров.

Der Fall des vergifteten Ex-Doppelagenten Sergej Skripal hat zu einer Eiszeit im Verhältnis zwischen Russland und den westlichen Staaten geführt.

Trump attackiert in UN-Rede China und WHO

US-Präsident Donald Trump nutzte seine Videobotschaft für einen neuen Frontalangriff auf China und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit seinen altbekannten Schuldzuweisungen. "Wir müssen die Nation zur Rechenschaft ziehen, die diese Seuche auf die Welt losgelassen hat - China", sagte Trump in seiner Videobotschaft.

Donald Trump meldet sich per Videobotschaft aus dem Weißen Haus zu Wort © UNTV/AP/picture-alliance Donald Trump meldet sich per Videobotschaft aus dem Weißen Haus zu Wort

Die Regierung in Peking habe die weltweite Ausbreitung des "China-Virus" nicht gestoppt, wiederholte er seine Position. "Die chinesische Regierung und die Weltgesundheitsorganisation - die praktisch von China kontrolliert wird - haben fälschlicherweise erklärt, dass es keine Beweise für eine Übertragung von Mensch zu Mensch gäbe." Er forderte: "Die Vereinten Nationen müssen China für dessen Handlungen zur Rechenschaft ziehen." So habe China zu Beginn der Pandemie seinen Bürgern erlaubt, ins Ausland zu reisen "und die Welt zu infizieren".

Vermächtnis des Iran-Irak-Krieges hallt noch 40 Jahre später wider

 Vermächtnis des Iran-Irak-Krieges hallt noch 40 Jahre später wider © [Francoise de Mulder / Roger Viollet über Getty Images] Soldaten bemannen einen Panzer zur Vorbereitung auf die Schlacht 1980 während des Iran-Irak-Krieges [Francoise de Mulder / Roger Viollet via Getty Images] Bagdad, Irak - Ein Kiefer, verschiedene Knochen und einige persönliche Gegenstände - Plastiktaschenkamm mit gebrochenen Zähnen, Erkennungsmarken und Metallarmbanduhr - gehörten zu den Überresten, die kürzlich von einem im Iran-Irak-Krieg getöteten Mann entdeckt wurden .

Vorsichtsmaßnahmen wie im Kalten Krieg seien wieder notwendig, sagte Guterres am Donnerstag vor Journalisten in New York. Zuvor hatten die USA und mehr als 25 Staaten sowie die NATO rund 140 russische Diplomaten ausgewiesen, als Reaktion auf einen Nervengiftanschlag auf den

Stattdessen habe man sich zum Sieger im Kalten Krieg erklärt und Vorteile aus Russlands Schwäche gezogen. Jüngste Äußerungen Putins ließen das Bestreben erkennen, Spannungen abzubauen und eine neue Grundlage für eine Partnerschaft zu schaffen.

China reagiert empört

Der chinesische UN-Botschafter Zhang Jun wies die Vorwürfe umgehend zurück. Sie würden "jeder Grundlage entbehren", sagte der Diplomat im UN-Hauptquartier in New York, bevor er die Videoansprache des chinesischen Präsidenten Xi Jinping ankündigte. Notwendig seien mehr Solidarität und Kooperation als "Konfrontation". Präsident Xi warnte in seiner Ansprache vor einer "Politisierung" des Kampfes gegen das Coronavirus. Einen neuen "Kalten Krieg" wolle China nicht.

Inmitten der Corona-Pandemie hatten sich die Beziehungen zwischen den USA und China zuletzt weiter massiv verschlechtert, der Konflikt berührt mittlerweile fast jeden Aspekt der Beziehungen zwischen den beiden Großmächten.

qu/haz (dpa, afp, epd)


Video: UN-Menschenrechtsrat: Belarus weist Gewaltvorwürfe zurück - Manöver an Grenze zu Polen (Euronews)

-Rivalitäten fordern die UNO heraus, da 75 Jahre seit der Gründung von .
vergangen sind. [1 UN-Foto über EPA] Die Staats- und Regierungschefs der -Welt kamen am Montag praktisch zum 75. Jahrestag der United Nations zusammen, als die Coronavirus-Pandemie und die wirtschaftlichen Störungen die Wirksamkeit und Solidarität der Organisation in Frage stellten, die nach den Schrecken gegründet wurde des Zweiten Weltkriegs.

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