Welt & Politik OB-Stichwahl am Sonntag: Amtliches Endergebnis der Kommunalwahl in Köln steht fest

17:05  23 september  2020
17:05  23 september  2020 Quelle:   ksta.de

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Am 27. September treten Henriette Reker und Andreas Kossiski zur Stichwahl an. © Csaba Peter Rakoczy Am 27. September treten Henriette Reker und Andreas Kossiski zur Stichwahl an.

Schon früh hat sich am Wahlsonntag abgezeichnet, dass Oberbürgermeisterin Henriette Reker an diesem Abend keinen Wahlsieg feiern würde. Die Hochrechnungen zeigten schnell, dass die Amtsinhaberin im ersten Wahlgang keine Mehrheit hinter sich bringen konnte. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erzielte sie 45,05 Prozent der Stimmen, ihr Herausforderer Andreas Kossiski (SPD) 26,77 Prozent. Für die Kölner bedeutet das, dass sie am Sonntag, 27. September 2020, noch einmal über ihr künftiges Stadtoberhaupt abstimmen können, sowohl an der Urne im Wahllokal, als auch per Direkt- oder Briefwahl.

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Amtliches Endergebnis der Kommunalwahl in Köln

Die Wahlausschuss hat das amtliche Endergebnis der Kommunalwahl festgestellt. Es gibt keine Änderungen zu den bisherigen Auszählungen. Die Grünen bleiben demnach bei der Wahl zum Stadtrat Sieger mit 28,5 Prozent. Die SPD liegt mit 21,6 Prozent hauchdünn vor der CDU mit 21,5 Prozent.

Danach folgen die Linke (6,5 Prozent), die FDP (5,3), Volt (fünf), AfD (4,4), Die Partei (2,5), Klima-Freunde und Ratsgruppe Gut (je zwei) und Freie Wähler (0,6).

Auch die Sitzverteilung im Rat bleibt wie kurz nach der Wahl verkündet. Die Grünen sind die stärkste Fraktion des Gremiums mit 26 Sitzen. SPD und CDU folgen mit je 19 Sitzen. Weder Grün-Rot noch Grün-Schwarz hätte also eine alleinige Mehrheit im Rat, der aus 90 Mitgliedern plus der Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister besteht.

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Das Stadtoberhaupt, das am kommenden Sonntag in der Stichwahl zwischen der von Grünen und CDU unterstützten parteilosen Amtsinhaberin Henriette Reker und dem SPD-Kandidaten Andreas Kossiski ermittelt wird, hat im Stadtrat ebenfalls eine Stimme.

Die Linke habe sechs Sitze, die FDP fünf, Volt und AfD je vier, Die Partei, Klima-Freunde und Ratsgruppe Gut je zwei. Der Einzelmandatsträger der Freien Wähler komplettiert den Stadtrat.

Linke in Köln verzichtet auf OB-Empfehlung

Die Linke verzichtet auf eine Empfehlung für die Oberbürgermeister-Stichwahl am kommenden Sonntag. Das hat die Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen. Dass die Partei „zur Wahl von Henriette Reker aufrufen könnte, stand nicht zur Diskussion“, teilten die Vorsitzende der Linken, Angelika Link-Wilden, am Mittwoch mit. Dafür seien die inhaltlichen Differenzen und „unsere Kritik an ihrer bisherigen Amtsführung zu groß“.

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Eine Empfehlung zugunsten des Sozialdemokraten Andreas Kossiski lehnte die Versammlung ebenfalls ab. Zwar habe es auf Einladung der SPD ein Gespräch über eine mögliche Unterstützung gebeben. Jedoch habe „das vorläufige Festhalten der SPD am U-Bahn-Tunnel auf der Ost-West-Achse“ einer Wahlempfehlung im Wege gestanden; ebenso die „fehlende Bereitschaft, die Rhein-Energie im Sinne des Bürgerbegehrens auf Klimaneutralität bis 2030 festzulegen“.

Neue Wahlplakate in Köln

Der Wahlkampf für die Stichwahl zwischen Oberbürgermeisterin Henriette Reker und ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski ist in vollem Gange. Die beiden Kontrahenten werben in der gesamten Stadt mit zahlreichen neuen Großplakaten um die Aufmerksamkeit der Wähler. Die parteilose Amtsinhaberin erreichte bei der OB-Wahl am vergangenen Sonntag 45,05 Prozent, SPD-Spitzenkandidat Andreas Kossiski 26,77 Prozent.

Weil keiner der Kandidaten die im ersten Wahlgang erforderliche absolute Mehrheit aller Stimmen auf sich vereinte, sind die Kölnerinnen und Kölner nun erneut zur Entscheidung aufgerufen. In dem zweiten Durchgang am 27. September kommt es nur noch darauf an, wer von den zwei Bewerbern das bessere Ergebnis erzielt.

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Henriette Reker reagiert kämpferisch auf Kossiskis „Ruhestand“-Aussage

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat eine Kampfansage ihres SPD-Herausforderers Andreas Kossiski mit Verweis auf dessen Alter pariert. „Die Zeiten, in denen ältere Herren darüber bestimmen, wann Frauen zuhause sitzen und wann nicht, sind vorbei. Ich habe noch viel vor, keine Sorge“, twitterte die parteilose Politikerin am Dienstag. Zuvor hatte Kossiski (62) im „Kölner Stadt-Anzeiger“ erklärt, er werde Reker (63) „in den Ruhestand schicken“.

Die Amtsinhaberin lag bei der Wahl am Sonntag mit 45,1 Prozent der Stimmen in der Gunst der Wähler zwar deutlich vorn, die absolute Mehrheit verfehlte sie allerdings. Der Landtagsabgeordnete Kossiski erreichte mit 26,8 Prozent den zweiten Platz. In der Stichwahl am 27. September kommt es nun zum Duell.

Andreas Kossiski will 100-Tage-Programm vorlegen

SPD-Herausforderer Andreas Kossiski zeigte sich am Montagmittag bei einer Pressekonferenz angriffslustig. „Ich werde die Kölner überzeugen, dass ich der bessere Oberbürgermeister bin und Frau Reker in den wohlverdienten Ruhestand schicken“, sagte er. Die Wahl am Sonntag habe gezeigt, dass es in Köln einen Wechselwunsch gebe. Er wolle die mit der Amtsinhaberin unzufriedenen Wähler von CDU und Grünen ebenso überzeugen wie die Wähler anderer demokratischer Parteien.  „Ich halte die Arme weit offen für alle, die den Wechsel wollen“, sagte Kossiski. Er kündigte an, am Ende dieser oder am Anfang kommender Woche ein Programm für seine ersten 100 Tage als Oberbürgermeister vorzustellen. Die Themen Bildung, Bauen, Sicherheit und Mobilität seien zentrale Bausteine.

Kommunalwahl in NRW: SPD verliert Düsseldorfer Rathaus an CDU

  Kommunalwahl in NRW: SPD verliert Düsseldorfer Rathaus an CDU Oberbürgermeister Thomas Geisel gesteht seine Niederlage ein. In Bonn geht das Amt der Rathauschefin an die Grünen. Reker bleibt OB in Köln. SPD verliert Düsseldorfer Rathaus an CDUDer Düsseldorfer SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel hat seine Niederlage bei der Stichwahl eingestanden. Geisel beglückwünschte seinen Herausforderer Stephan Keller (CDU) am Sonntag zu dessen Sieg. Für Keller stimmten nach Auszählung aller Stimmbezirke 56,0 Prozent der Wähler, Geisel kam auf 44,0 Prozent, wie die Stadt mitteilte.Die parteilose Politikerin Henriette Reker bleibt Oberbürgermeisterin von Köln.

Wie wurde in den Kölner Wahlkreisen gewählt?

Köln hat gewählt, die Wahlkreise wurden bis weit nach Mitternacht ausgezählt. Welcher Kreis setzt auf Rot? Welches Veedel auf Grün? Sehen Sie in unser Grafik, wie die einzelnen Wahlkreise gewählt haben.

Wahlbeteiligung so hoch wie lange nicht mehr

Bei der Kommunalwahl haben mehr Kölner abgestimmt als vor sechs Jahren. Die Wahlbeteiligung betrug nach Angaben der Stadt 51,4 Prozent, bei der Kommunalwahl 2014, die gleichzeitig auch eine Europawahl war, waren es 49,7 Prozent.

Interview mit Andreas Kossiski

Der OB-Kandidat der SPD hat die Partei mit einem unerwarteten Erfolg vorerst aus einem Tief geholt. Was sagt er selbst zu seinem Abschneiden bei der Wahl in Köln?

Ratswahl in Köln ausgezählt

Überraschend stark hat die europäische Bürgerbewegung Volt abgeschnitten: Hochrechnungen zufolge erreichte sie auf Anhieb rund fünf Prozent. Womöglich könnte sie sogar als Bündnispartner in Frage kommen. „Das ist ein wahnsinniges Ergebnis, wir sind überwältigt“, sagt Co-Vorsitzende Rebekka Müller. Enttäuscht von ihrem Ergebnis ist die FDP, auch bei der Linken waren die Reaktionen verhalten.

KW-Koeln-Sitze-Stadtrat-01 © KSTA KW-Koeln-Sitze-Stadtrat-01

Das sagt Henriette Reker zur Stichwahl in Köln

Laut Hochrechnungen hat Henriette Reker nicht ausreichend Stimmen für eine absolute Mehrheit geholt. Am 27.September wird es zur Stichwahl zwischen ihr und Herausforderer Andreas Kossiski kommen. Beide haben also zwei weitere Wochen Wahlkampf vor sich. Wir haben im Rathaus mit Henriette Reker gesprochen.

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Große Freude bei den Grünen in Köln

Erste Prognosen sahen die Partei in Köln bei der Ratswahl bei 29 Prozent – Wahlsieger. „Wir können Geschichte schreiben. Wir sind die stärkste grüne Fraktion in Köln aller Zeiten. Und wir sind sogar die stärkste Fraktion in der Stadt“, wurde Parteichef Frank Jablonski nachgerade epochal, angesichts einer Steigerung von rund zehn Prozentpunkten im Vergleich zur Kommunalwahl 2014.

Andreas Kossiski © Max Grönert Andreas Kossiski

Hochrechnung: Henriette Reker verpasst absolute Mehrheit

In Köln verdichten sich die Anzeichen für eine Stichwahl zwischen Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) und ihrem SPD-Herausforderer Andreas Kossiski. Reker lag bei der OB-Wahl nach einer Hochrechnung des WDR am Sonntag mit 45,1 Prozent der Stimmen zwar klar vorne, die absolute Mehrheit hat sie aber demnach knapp verfehlt. Der Landtagsabgeordnete Kossiski erhielt der Hochrechnung zufolge 26,9 Prozent der Stimmen.

Erste Prognose: Henriette Reker unter 50 Prozent

Laut einer ersten Prognose des WDR holt Kölns amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker bei der Kommunalwahl 48,5 Prozent der Stimmen. SPD-Kandidat und Herausforderer Andreas Kossiski landet bei 24 Prozent. Stand jetzt wird es in Köln eine Stichwahl geben. Bis 18 Uhr haben 50,6 Prozent der Bürger ihre Stimme abgegeben.

Sehen Sie hier unseren Live-Stream aus dem Kölner Rathaus:

Rekord bei Wahlbeteiligung in Köln

Schon vor Schließung der Wahllokale verkündete Wahlleiterin Dörte Diemert einen Rekord bei der Wahlbeteiligung. Bis 17 Uhr lag diese bei 45,1 Prozent und damit deutlich höher als bei den vergangenen Wahlen auf kommunaler Ebene. Bei der OB-Wahl 2015 waren es um die gleiche Zeit noch 35,7 Prozent, bei der Kommunalwahl 2014 41,6 Prozent.

Einen Rekord gab es bei den erste Wahlen unter Corona-Bedingungen auch bei den Briefwählern. Bis 17 Uhr gaben 220.129 Wähler ihre Stimme per Post ab. Diemert sprach von einer „unglaublich hohen Zahl“. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es um die gleiche Zeit noch 140.000. Bis Sonntag hatten diesmal 251.197 Bürger Briefwahlunterlagen beantragt. Trotz der hohen Briefwahlbeteiligung gab es an mehreren Wahllokalen lange Schlangen. Teilweise mussten Bürger bis zu 40 Minuten warten, um ihre Stimme abzugeben.

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Lange Schlangen vor den Wahllokalen in Köln – Was passiert nach 18 Uhr?

Wahlparty Grüne © Eduard Bopp Wahlparty Grüne

Die langen Schlangen vor den Wahllokalen in Köln könnten Probleme bereiten: Bürger, die kurz vor Wahlschluss noch schnell ihre Stimme abgeben wollen, können in der Regel auch wählen, wenn sie in der Schlange stehen, aber die Wahlzeit um 18 Uhr bereits überschritten ist. Die Stadt habe den Wahlvorständen dringend empfohlen, die Menschen noch wählen zu lassen, wenn sie sich vor 18 Uhr bereits auf dem Grundstück vor dem Wahllokal befunden haben, sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann. Das letzte Wort habe in dieser Frage allerdings der zuständige Wahlvorstand, der autonom entscheiden kann.

Theoretisch könnte das bedeuten, dass die Wahl in einigen Wahllokalen einige Minuten länger dauert als in anderen. Oder es könnte bedeuten, dass in einem Wahllokal um Punkt 18 Uhr die Wahl beendet wird, in einem anderem jedoch noch wartende Wähler zugelassen werden. Schürmann hält dies aber jedoch für ein theoretisches Problem. Die Erfahrung habe gezeigt, dass es zwar in den Vormittagsstunden zu Schlangen vor den Wahllokalen komme, am Abend dagegen nicht.

45,1 Prozent Wahlbeteiligung bis 17 Uhr

Bis 17 Uhr haben 45,1 Prozent der wahlberechtigten Kölner ihre Stimmen abgegeben, darin enthalten sind noch nicht alle Briefwähler, sie werden laut der Stadt jede Stunde prozentual dazugerechnet. Im Jahr 2014 waren es zu diesem Zeitpunkt 41,6 Prozent, bei der OB-Wahl 2015 35,7 Prozent.

40,2 Prozent Wahlbeteiligung bis 16 Uhr

Rund 40 Prozent der Kölner Bürger haben bis 16 Uhr ihre Stimmen abgegeben.

35 Prozent Wahlbeteiligung bis 15 Uhr

Bisher haben 35 Prozent der 825.497 wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner ihre Stimme abgegeben. Das teilte die Stadt Köln mit.

29,6 Prozent Wahlbeteiligung bis 14 Uhr

29,6 Prozent der 825.497 wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner haben bis 14 Uhr ihre Stimme abgegeben. Das teilte die Stadt Köln mit. Nicht eingerechnet sind dabei Stimmabgaben via Briefwahl. Die Stadt Köln macht in sozialen Netzwerken darauf aufmerksam, dass auch ohne Wahlbenachrichtigung gewählt werden kann. Es wird lediglich der Personalausweis, Führerschein oder Reisepass benötigt.

Was verdienen Kölner Politiker?

Kommunalpolitiker sein ist in Köln kein Beruf, sondern ein zeitaufwendiges Hobby, das mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt wird. Doch wie hoch ist diese? Wir haben die unterschiedlichen Gehälter, Entschädigungen und Vergütungen aufgelistet.

Viele Wählerinnen und Wähler halten sich an Corona-Maßnahmen

Die Stimmung am Wahltag ist weit weniger angespannt, als man es von der ersten großen Wahl während der Corona-Pandemie hätte erwarten können. Die Appelle im Vorfeld zeigen offenbar Wirkung: Viele Leute bringen ihre eigenen Stifte mit, das Tragen der Maske im Gebäude vergisst niemand. Auch Sicherheitsabstände scheinen für fast alle inzwischen Normalität zu sein. Deshalb fühlt sich die Kommunalwahl fast an wie jede andere Wahl, nur eben mit rot-weißem Absperrband vor der Wahlkabine.

23,8 % Wahlbeteiligung bis 13 Uhr

23,8 Prozent der 825.497 wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner haben bis 13 Uhr ihre Stimme abgegeben. Das teilte die Stadt Köln mit. Nicht eingerechnet sind dabei Stimmabgaben via Briefwahl.

Teilweise lange Schlangen vor Kölner Wahllokalen

Vor den Kölner Wahllokalen haben sich teilweise lange Warteschlangen gebildet. Grund dafür sind wohl unter anderem die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Wählerinnen und Wähler werden aufgefordert, einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten, eine Maske sowie einen eigenen Kugelschreiber neben den Wahlunterlagen und Ausweis mitzubringen.

Beispielsweise vor dem Leonardo-da-Vinci-Gymnasium in Nippes, in dem sich mehrere Wahllokale befinden, hat sich gegen 13 Uhr eine Menschenschlange gebildet. Drei Dutzend Bürgerinnen und Bürger warten vor dem Gebäude am Leipziger Platz geduldig darauf, ihre Stimme abzugeben. Ob die langen Warteschlangen auch auf eine hohe Wahlbeteiligung schließen lassen, ist noch unklar.

Wer ist Henriette Reker?

Henriette Reker (parteilos) ist Kölns amtierende Oberbürgermeisterin und steht auch 2020 wieder zur Wahl. Doch wer ist sie eigentlich? Lesen Sie hier das Portrait.

Henriette Reker und Andreas Kossiski geben ihre Stimmen ab

Schlange vor Wahllokal (1) © Matthias Heinekamp Schlange vor Wahllokal (1)

Die amtierende Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Herausforderer der SPD Andreas Kossiski haben ihre Stimme abgegeben. Reker will ihr Amt verteidigen, Kossiski gerne neuer Oberbürgermeister Kölns werden.

Reker Stimmabgabe Heinekamp © Matthias Heinekamp Reker Stimmabgabe Heinekamp

Im Rede-Duell des „Kölner Stadt-Anzeiger“ machten die beiden Kandidaten ihre Wahlkampf-Positionen klar. Schauen Sie hier noch einmal die ganze Diskussion im Video.

17,8 Prozent Wahlbeteiligung bis 12 Uhr

17,8 Prozent der 825.497 wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner haben bis 12 Uhr bereits ihre Stimme abgegeben. Das teilte die Stadt Köln mit. Nicht eingerechnet sind Stimmabgaben via Briefwahl. Die Stadt mobilisiert seit Wochen Kölnerinnen und Kölner, um eine hohe Wahlbeteiligung zu erzielen. In sozialen Netzwerken hat sie dafür etwa das Hashtag #wählejonn etabliert. Bei der Kommunalwahl 2014 lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 49,7 Prozent, 2009 bei 49,1 Prozent.

Briefwahl-Unterlagen noch nicht abgeschickt – und nun?

Briefwahlunterlagen müssen am Wahltag bis spätestens 16 Uhr beim Wahlamt der Stadt Köln, Dillenburger Straße 68 - 70, 51105 Köln eingegangen sein.

Ausschließlich am Wahltag können die Briefwahlunterlagen zwischen 12 Uhr und 16 Uhr auch im Briefwahlzentrum abgegeben werden.

Wichtig: Rote Wahlbriefe können jedoch nicht in einem Wahlraum der Urnenwahl abgegeben werden.

Hier lesen Sie mehr: Interaktive Grafik: So haben die Kölner in den vergangenen Jahrzehnten gewählt

Schutzmaßnahmen

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Stadt ein besonderes Hygiene- und Schutzkonzept entwickelt, um alle Beteiligten so gut wie möglich zu schützen. So müssen die Wähler in den Wahllokalen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen – die Wahlhelfer werden hingegen mit Face-Shield genannten Gesichtsvisieren ausgestattet. Für weitere Sicherheit sorgen bei der Direktwahl und im Briefwahlzentrum Plexiglasscheiben.

Hier lesen Sie mehr: So sieht das Kölner Hygienekonzept für die Kommunalwahl aus

Kölner müssen drei Kreuzchen machen

Die Wahl des Stadtrates, der Oberbürgermeisterin oder des Oberbürgermeisters sowie der neun Bezirksvertretungen ist das wichtigste Mitwirkungsrecht der Kölner Bürger. Nachdem auf Landesebene entschieden wurde, dass die Amtszeit der Oberbürgermeister in NRW wieder genauso lang wie die der Stadt- und Gemeinderäte sein soll, wird der Wähler mit gleich drei Stimmzetteln konfrontiert. Bei der OB-Wahl ist das Verfahren ganz einfach: 13 Kandidatinnen und Kandidaten stehen auf dem Stimmzettel(hier lesen Sie mehr), auf dem man sein Kreuzchen machen kann.

Hier lesen Sie mehr: So funktioniert die Kommunalwahl in Köln

8 Uhr: Wahllokale öffnen – Wähler sollen Stifte mitbringen

Kossiski Stimmabgabe Roll © Alexander Roll Kossiski Stimmabgabe Roll

In den Wahllokalen in Köln kann in der Zeit von 8 bis 18 Uhr gewählt werden. Um 18 Uhr veröffentlicht der WDR eine Prognose. Eine erste Hochrechnung zu der OB-Wahl soll es zwischen 18.30 Uhr und 18.45 Uhr geben. Ergebnisse werden zwischen 20 Uhr und 20.30 Uhr erwartet.

Die erste Hochrechnung für den Stadtrat wird aller Voraussicht nach gegen 19.30 Uhr geben, Ergebnisse erst gegen Mitternacht.

Wähler in Köln sollen Stifte mitbringen

Die Stadt weist die Wähler darauf hin, dass sie eigene Kugelschreiber von zu Hause mitbringen sollen, um auf dem Stimmzettel ihre Kreuze zu machen. Sollte jemand seinen eigenen Stift vergessen, stehen allerdings auch frisch desinfizierte Stifte zur Verfügung.

In jedem Wahllokal wird die Stadt Handdesinfektionsmittel bereitstellen und dafür sorgen, dass die Flächen regelmäßig desinfiziert werden. Alle Räume sollen gut durchlüftet sein. An den Eingängen wird es eine Kontrolle geben, um sicherzustellen, dass die maximal zugelassene Personenzahl im Wahllokal nicht überschritten wird.


Video: Italien stimmt über die Verkleinerung seines Parlaments ab (Euronews)

Kommunalwahl in NRW: Wenn der grüne Traum Wirklichkeit wird .
Im einst roten Nordrhein-Westfalen holen die Grünen die Oberbürgermeister-Sessel in Bonn, Aachen und Wuppertal. Das zeigt, welche Schlüsselrolle der Partei im Land inzwischen zufällt. Wenn der grüne Traum Wirklichkeit wirdDer grüne Traum ist Wirklichkeit geworden. Katja Dörner hat geschafft, was es noch nie in Nordrhein-Westfalen gab: Sie hat am Sonntag mit 56 Prozent für die Grünen einen Oberbürgermeister-Sessel in einer Großstadt erobert. Und dann auch noch in Bonn, der früheren Bundeshauptstadt.

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