Welt & Politik Supreme Court: Wer ist Amy Coney Barrett?

00:40  27 september  2020
00:40  27 september  2020 Quelle:   dw.com

Nein, Amy Coney Barrett hat nicht gesagt, dass es unangemessen ist, Antonin Scalia während der Präsidentschaftswahlen 2016 zu ersetzen.

 Nein, Amy Coney Barrett hat nicht gesagt, dass es unangemessen ist, Antonin Scalia während der Präsidentschaftswahlen 2016 zu ersetzen. Die Medien nehmen dies vorhersehbar aus dem Zusammenhang, um eine Heuchelei-Anklage zu erheben, falls sie nominiert wird. Newsweek veröffentlichte ein Stück mit der Überschrift : "In Resurfaced Clip sagt Amy Coney Barrett, es wäre für Obama unangemessen gewesen, einen SCOTUS-Richter zu ernennen, der das Kräfteverhältnis auf den Kopf stellen könnte." Business Insider, schrieb , Amy Coney Barrett hatte zuvor Richter missbilligt, die das Kräfteverhältnis am Obersten Gerichtshof "dramatisch umdrehe

In jedem Fall dürfte Amy Coney Barrett den Supreme Court auf Jahrzehnte hin konservativ prägen, denn die Richterinnen und Richter am Obersten Gericht US-Präsident Donald Trump will die Juristin Amy Coney Barrett zur Nachfolgerin der liberalen Ruth Bader Ginsberg im Obersten Gerichtshof der

Amy Coney Barrett soll höchste Richterin in den USA werden. Der Senat muss den Vorschlag von Trump noch gutheissen. Donald Trump hat sich entschieden: Die konservative Juristin Amy Coney Barrett soll Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten Gericht der

US-Präsident Donald Trump will die Juristin Amy Coney Barrett zur Nachfolgerin der liberalen Ruth Bader Ginsberg im Obersten Gerichtshof der USA machen. Sie gilt als erzkonservativ, aber auch freundlich und großzügig.

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Sie ist Abtreibungsgegnerin und tief religiös - und könnte bald als neue Verfassungsrichterin am Supreme Court die Rechtssprechung in den USA entscheidend mitprägen: Amy Coney Barrett. US-Präsident Donald Trump nominierte sie am Samstag als Nachfolgerin der kürzlich verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg.

Trump wird Amy Coney Barrett vor dem Obersten Gerichtshof der USA benennen: Berichte

 Trump wird Amy Coney Barrett vor dem Obersten Gerichtshof der USA benennen: Berichte © Richterin am US-Berufungsgericht Amy Coney Barrett wäre die jüngste Richterin am Obersten Gerichtshof und ihre ... Richterin am US-Berufungsgericht Amy Coney Barrett wäre die jüngste Die Gerechtigkeit am Obersten Gerichtshof und ihre Ernennung auf Lebenszeit würden wahrscheinlich das US-Recht für Jahrzehnte prägen.

Supreme - Court -Streit - Trump wird wohl Richterin Barrett nominieren. Die Hinweise auf die Nominierung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett zur Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten Gericht der USA verdichten sich.

Die Katholikin Amy Coney Barrett ist als Abtreibungsgegnerin bekannt. WashingtonDie Hinweise auf die Nominierung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett zur Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten Gericht der USA verdichten sich.

Während Ginsburg als feministische Ikone gefeiert und gehasst wurde, steht die Katholikin Barrett nicht nur für das konservative, sondern auch für das strenggläubige Amerika. Ihre Nominierung dürfte den Kulturkampf in den USA weiter anheizen. Denn Barrett votiert nicht nur vehement dagegen, dass Frauen entscheiden, ob sie eine Schwangerschaft austragen oder nicht, sondern auch gegen die als Obamacare bekannte Krankenversicherung für alle und gegen die Ehe für Homosexuelle. Stattdessen setzt sie sich für Waffenbesitz und ein tradiertes Familienbild ein.

Das "Reich Gottes" als ultimatives Ziel

Vor allem Demokraten bangen, dass Barrett ihre religiösen Überzeugungen in ihre Arbeit als Oberste Richterin einfließen lassen könnte. In ihrer Zeit als Jura-Professorin an der katholischen Universität Notre Dame sagte sie in einer Vorlesung, eine Karriere in der Justiz sei immer nur ein "Mittel zum Zweck" und das Ziel sei es, "das Reich Gottes aufzubauen". Dieser Satz steht bis heute in der Kritik.

Amazon hat gerade einen riesigen geheimen Laufschuhverkauf

 Amazon hat gerade einen riesigen geheimen Laufschuhverkauf Die mehr als 20-jährige Personal Trainerin des verstorbenen Obersten Gerichtshofs, Ruth Bader Ginsburg, würdigte sie, als sie am Freitag im US-Kapitol lag den Boden und drei Liegestütze vor ihrem Sarg.

Donald Trump will Amy Coney Barrett - eine Mutter von sieben Kindern - für den offenen Posten im Verfassungsgericht der USA nominieren. Tatsächlich hatte er die streng religiöse Katholikin Barrett schon auf seiner Liste, als er seinen zweiten Richter in dem so wichtigen Gericht installierte.

Die Konservative Amy Coney Barrett gilt als aussichtsreichste Bewerberin um die Nachfolge der verstorbenen Ruth Bader Ginsburg an der Spitze des höchsten US-Gerichts. Die bisherige Vorstzende am Supreme Court , Ruth Bader Ginsburg war am Freitag vergangener Woche an den

Eine heftige Debatte löste Barrett auch 2017 aus, als sie zur Richterin am Bundesberufungsgericht nominiert war und zur Anhörung im Senat erschien. Die demokratische Senatorin Dianne Feinstein warf ihr vor: "Wenn man Ihre Reden liest, kommt man zu dem Schluss, dass das Dogma in Ihnen lautstark lebt." Barrett entgegnete: "Wenn Sie mich fragen, ob ich meinen katholischen Glauben ernst nehme: Ja, das tue ich. Obwohl ich betonen möchte, dass meine Kirchenzugehörigkeit oder mein Glaube die Erfüllung meiner Pflichten als Richterin nicht beeinflussen würde."

Barrett-Unterstützer in Jacksonville, USA: Mit ihrer Nominierung wäre die deutliche Mehrheit im Supreme Court katholisch © Paul Hennessy/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa/picture-alliance Barrett-Unterstützer in Jacksonville, USA: Mit ihrer Nominierung wäre die deutliche Mehrheit im Supreme Court katholisch

In einem anderen Zusammenhang sprach Barrett davon, von "Anfang bis Ende" Fälle nur nach rechtsstaatlichen Grundsätzen zu entscheiden.

Wer ist Amy Coney Barrett, die Kandidatin des Obersten Gerichtshofs von Trump?

 Wer ist Amy Coney Barrett, die Kandidatin des Obersten Gerichtshofs von Trump? © Amy Coney Barrett ist eine konservative Juristin mit akademischen und Berufungsgerichten [Datei: R ... Amy Coney Barrett ist eine konservative Juristin mit akademischen und Berufungsgerichten [Datei: Rachel Malehorn / Wikipedia] Washington, DC - Nur wenige Menschen in den USA haben den Namen Amy Coney Barrett vor dieser Woche gehört.

Amy Coney Barrett : Die Jura-Karriere sei für sie nur "Mittel zum Zweck". (Quelle: Matt Cashore/Notre Dame University/Reuters). Die Richter werden auf Lebenszeit ernannt. Von den neun Sitzen im Supreme Court werden nach ihrem Tod nur noch drei von klar liberalen Richtern gehalten.

Supreme Court : Trump will Ginsburg-Nachfolgerin nominieren. Die Hinweise auf die Nominierung der konservativen Juristin Amy Coney Barrett zur Nachfolgerin der verstorbenen Richterin Ruth Bader Ginsburg am Obersten Gericht der USA verdichten sich.

Der "Dogma"-Satz genoss bei Barretts Anhängern bald Kultstatus. Das Original "The dogma lives loudly within you" wurde sogar auf Tassen und T-Shirts gedruckt.

Was Barretts Haltung in Punkto Schwangerschaftsabbrüche bedeutet, ist noch unklar. Feministinnen haben größte Sorge, dass sie mithelfen könnte, das Grundsatzurteil des Supreme Court im Fall Roe v. Wade zu kippen. Darin hatten die Obersten Bundesrichter 1973 entschieden, dass die US-Verfassung das individuelle Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch schütze.

2016 äußerte Barrett an der Jacksonville University die Erwartung, die Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen bleibe "im Kern erhalten", werde aber durch Einschränkungen abgeschwächt. "Es geht um die Frage, ob Leute noch sehr spät abtreiben können und ob Kliniken mit Restriktionen versehen werden können."

An Obamacare übte sie bereits öffentlich Kritik. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden befürchtet deshalb, dass mit ihrer Stimme diese Krankenversicherung abgeschafft werden könnte.

USA: Im Eiltempo zum Supreme Court

  USA: Im Eiltempo zum Supreme Court Nur eine Woche nach dem Tod der liberalen Richter-Ikone Ruth Bader Ginsburg nominiert Donald Trump die konservative Abtreibungsgegnerin Amy Coney Barrett für das höchste US-Gericht. Statt Konsens sucht Trump Streit. Im Eiltempo zum Supreme CourtEs soll jetzt vor allem schnell gehen. US-Präsident Donald Trump steht am Samstag hinter seinem Pult im Rosengarten des Weißen Hauses, um Amy Coney Barrett für den vakanten Platz im obersten Gericht der USA zu nominieren. Nur eine Woche nach dem Tod der liberalen Richter-Ikone Ruth Bader Ginsburg, noch bevor sie in dieser Woche beerdigt werden wird.

Supreme Court : Wer ist Amy Coney Barrett ? US-Präsident Donald Trump will die Juristin Amy Coney Barrett zur Nachfolgerin der liberalen Ruth Bader Ginsberg im Obersten Gerichtshof der USA machen. Sie gilt als erzkonservativ, aber auch freundlich und großzügig.

Die Hinweise, wer die vakante Stelle am Obersten Gericht der Vereinigten Staaten übernehmen soll, verdichten sich: US-Präsident Donald Trump werde die erzkonservative Richterin Amy Coney Barrett als Nachfolgerin der verstorbenen Ruth Bader Ginsburg nominieren, heißt es in übereinstimmenden

Zwischen Karriere und sieben Kindern

Was sie glaubt, das lebt sie auch - zumindest zum Teil: Mit ihrer Familie wohnt sie in South Bend, einer kleinen Universitätsstadt im Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Barrett ist siebenfache Mutter, zwei ihrer Kinder stammen aus Haiti und sind adoptiert. Sie hat einen Sohn mit Down-Syndrom, den sie jeden Morgen im Huckepack die Treppe ihres Hauses heruntertragen soll.

Barrett gilt privat als überaus freundlich. Trotz übervollem Terminkalender engagiert sie sich ehrenamtlich an der Schule ihrer Kinder. Von ihren Kollegen wird sie als großzügig und gastfreundlich beschrieben, auch einfache Kirchenmitarbeiter schwärmen von ihrer Art. "Nicht jeder mit ihrem Bildungsniveau reagiert so auf die Menschen", wird eine Sozialarbeiterin im britischen "Guardian" zitiert.

Laut Medienberichten soll sie den People of Praise angehören, einer charismatischen Erneuerungsbewegung innerhalb der katholischen Kirche, die sich für tradierte Rollenbilder einsetzt. Barrett als ausgesprochene Karrierefrau dürfte dem nicht ganz entsprechen.

Nimmt ihren katholischen Glauben sehr ernst: US-Richterin Amy Coney Barrett © Robert Franklin/AP/picture-alliance Nimmt ihren katholischen Glauben sehr ernst: US-Richterin Amy Coney Barrett

1972 in New Orleans, Louisiana, dem alten Süden der USA, als ältestes von sieben Kindern geboren, machte sie zunächst ihren Bachelor-Abschluss in Englischer Literatur. Danach studierte sie Jura an der renommierten University of Notre Dame, wo sie bis 2017 auch lehrte. Zudem arbeitete sie für den mittlerweile verstorbenen konservativen Verfassungsrichter Antonin Scalia, von ihm soll sie auch die juristische Position übernommen haben, die Verfassung wörtlich zu interpretieren, wie zur Zeit ihrer Entstehung.

Trump hofft auf Unterstützung - auch nach der Wahl

Trump äußerste sich im Vorfeld enthusiastisch über Barrett ("Weltklasse, brilliant, großartig"). Als 2018 ein Posten im Supreme Court freigeworden war, hatte er sie bereits auf seine Liste potentieller Kandidaten gesetzt. Mit ihrer jetzigen Nominierung dürfte er sich vor allem die Zustimmung der konservativen Basis seiner Partei gesichert haben. Die Republikaner hoffen zudem, dass die Tatsache, dass sie eine Frau ist, auch liberale Senatoren überzeugt, sie als Nachfolgerin von Ginsburg zu wählen.

Auch für die Zeit nach der Präsidentschaftswahl könnte Trump mit Barrett vorgesorgt haben. Er hatte selbst bereits gesagt, dass der Ausgang der Abstimmung vor dem Obersten Gerichtshof landen könnte, falls er nicht seinem Sinne ausfällt. Eine konservative Mehrheit und wohlgesonnene Richter könnten ihn dann unterstützen.

In jedem Fall dürfte Amy Coney Barrett den Supreme Court auf Jahrzehnte hin konservativ prägen, denn die Richterinnen und Richter am Obersten Gericht werden auf Lebenszeit ernannt.

Autor: Stephanie Höppner

Amy Coney Barrett unterzeichnete die Erklärung zum Recht auf Leben von 2006 in der Zeitung .
Die Kandidatin des Obersten Gerichtshofs von Präsident Trump, Amy Coney Barrett, fügte ihren Namen einer Liste hinzu, die eine Erklärung in einer Zeitungsbeilage von 2006 gegen "Abtreibung auf Abruf" und das "Recht" unterstützt zum Leben ", nach mehrere Berichte. © Greg Nash Amy Coney Barrett unterschrieb 2006 in der Zeitung die Erklärung zum Recht auf Leben. Die Erklärung, die in der South Bend Tribune erschien, wurde von einer Gruppe namens Saint Joseph County Right to Life gesponsert.

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