Welt & Politik Vor nächstem Gipfel mit Merkel am Dienstag : Länder signalisieren keine einheitliche Linie in der Corona-Strategie

17:05  27 september  2020
17:05  27 september  2020 Quelle:   tagesspiegel.de

Corona-Experte Drosten: "Masken werden wir so schnell nicht los"

  Corona-Experte Drosten: Auf ihn hören die Deutschen während der Pandemie: Christian Drosten. Der Virologe entwickelte den weltweit ersten Corona-Diagnostiktest. Im Interview mit der DW warnt er davor, dass ein schwieriger Winter bevorsteht. © picture-alliance/dpa/C. Gateau Provided by Deutsche Welle Warnung vor steigenden COVID-19-Infektionszahlen dw.com Weitere Videos ansehen TEILEN TEILEN TWITTERN TEILEN E-MAIL Als Nächstes anschauen Belarus: Gewalt gegen Regierungskritiker dw.com Lage auf Lesbos bleibt angespannt dw.

Müller: Länder brauchen eine Corona - Strategie . In der Sendung "maybrit illner" forderte Berlins Bürgermeister Müller eine gemeinsame Strategie der Länder im Corona-Herbst.

Kanzlerin Merkel rief die Bevölkerung nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten dazu auf, "wo immer es möglich ist auf Sozialkontakte zu verzichten". Dazu fanden die Länder in den Beratungen aber keine einheitliche Linie , bundesweite Schulschließungen sind in Deutschland vorerst weiterhin

Die Forderungen nach einer Höchstgrenze für private Feiern werden lauter. Sachsen und Sachsen-Anhalt wollen hingegen schärfere Maßnahmen vermeiden.

Wollen weiter ihren Weg in der Corona-Krise verfolgen: Reiner Haseloff (l) und Michael Kretschmer © Foto: imago images/photothek/Florian Gärtner Wollen weiter ihren Weg in der Corona-Krise verfolgen: Reiner Haseloff (l) und Michael Kretschmer

Vor dem nächsten Corona-Gipfel der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeichnet sich keine einheitliche Linie ab. Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt und Sachsen, Reiner Haseloff und Michael Kretschmer (beide CDU) widersprachen in der "Bild am Sonntag" Forderungen nach Verschärfungen. Dagegen wollen die Kommunen eine bundeseinheitliche Höchstgrenze für Teilnehmer an privaten Feiern.

FDP-Parteitag: Hauptsache Krawall

  FDP-Parteitag: Hauptsache Krawall Die FDP hat ein paar gute Ideen, doch denen hört sie auf ihrem Parteitag nicht mal selbst zu. Stattdessen geht es nur darum, dass alle anderen doof sind. © Emmanuele Contini/​Getty Images Da spricht eine Partei, die sich darüber Gedanken macht, was Wie schade. Wie schade, dass man nach diesem Parteitag glauben könnte, der FDP fiele nichts Neues ein. Nicht einmal neue Beleidigungen. "Wer ist schädlicher für dieses Land: Olaf Scholz oder Peter Altmaier?" fragt Nicola Beer in ihrer Eingangsrede.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Deutschen zur Mithilfe bei der Eindämmung der Corona -Krise aufgerufen. Im Klartext: Ohne das Wort Ausgangssperren in den Mund zu nehmen, schließt Merkel diese aber auch nicht aus. Bund und Länder haben sich auf kleine Lockerungen verständigt.

Der Corona - Gipfel dauerte jedenfalls deutlich länger als geplant. Die Verhandlungen waren ganz Vor dem Gipfel hatten sich neun EU-Staaten für die Ausgabe sogenannter Corona -Bonds stark Jetzt sollen sich die Finanzminister der Euroländer darüber beugen und in den nächsten Wochen konkrete

Das Robert-Koch-Institut sieht in privaten Zusammenkünften den Hauptgrund für den derzeitigen Anstieg der Infektionszahlen.

Der nächste Bund-Länder-Gipfel zum Thema Corona ist für Dienstag geplant. Im Vorfeld hatte die Nationalakademie Leopoldina angesichts steigender Infektionszahlen verbindliche einheitliche Regeln von der Politik gefordert.

Der bereits zuletzt von einem einheitlichen Kurs der Bundesländer abgewichene Haseloff sagte der "Bild am Sonntag", "in Sachsen-Anhalt verfolgen wir weiter unseren eigenen Weg." Die Infektionen in seinem Bundesland würden zwar leicht nach oben gehen, sie seien aber noch nachverfolgbar. Deshalb gebe es keinen Grund für Verschärfungen.

Kretschmer: Freiwilligkeit statt Zwang

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer sagte dem Blatt, er setze auf Freiwilligkeit statt Zwang. "Ich setze auf die Eigenverantwortlichkeit der Menschen, die sich jetzt im Herbst verstärkt disziplinierter verhalten werden und müssen."

Reform des Asylsystems in der EU: Wer nicht aufnimmt, soll bei der Abschiebung helfen

  Reform des Asylsystems in der EU: Wer nicht aufnimmt, soll bei der Abschiebung helfen Die Asylpolitik der EU ist gescheitert. Die Kommission macht nun Vorschläge für ein besseres Management der Zuwanderung - wenn die Pläne angenommen werden. © Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa Migrantinnen und Migranten auf Lesbos rufen bei einem Protest Parolen und halten ein Schild mit der Aufschrift: EU, rette uns bitte. Die EU-Kommission will das System zur Aufnahme und Überprüfung des Anspruches auf Asyl reformieren. Sie verspricht ein vorhersehbares und verlässliches Management der Zuwanderung, wenn die Mitgliedstaaten und das Parlament die Vorschläge annehmen.

Die Corona -Krise bringt für Deutschland und die EU massive wirtschaftliche Belastungen. Eine Analyse, ob Deutschland anderen Ländern in der Währungsunion überhaupt die strukturelle Möglichkeit Der nächste Gipfel ist für Ende Juli anberaumt. Eine Einigung ist dort nicht zu erwarten

Denn " Corona ist wieder auf dem Sprung zu einer exponentiellen Entwicklung", meinte Söder weiter. Die Ministerpräsidenten-Konferenz wird eine wichtige Die mangelhafte Schutzwirkung von Alltagsmasken (und auch von chirurgischen Masken) als Schutz vor Infektionen mit Viren ist in der

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus lagen zuletzt wiederholt bei mehr als 2000 täglich, nachdem sie sich davor wochenlang bei unter 1000 Fällen eingependelt hatte. Am Sonntag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1411 Neuinfektionen zwar weniger Fälle, dies dürfte aber daran liegen, dass am Sonntag nicht alle Gesundheitsämter Fälle melden.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

RKI-Präsident Lothar Wieler bestätigte den Eindruck, dass viele der aktuellen Corona-Infektionen in Deutschland auf private Zusammenkünfte zurückzuführen sind. "Die Menschen stecken sich derzeit hauptsächlich im privaten Umfeld an, also auf Partys, Hochzeitsfeiern, Beerdigungen, auch im Gottesdienst", sagte er der "Welt am Sonntag". Der private Bereich spiele "die große Rolle".

Vergifteter Kremlkritiker: Behörden beschlagnahmen Nawalnys Wohnung in Moskau

  Vergifteter Kremlkritiker: Behörden beschlagnahmen Nawalnys Wohnung in Moskau Die Behörden in Russland gehen resolut gegen den vergifteten Kremlkritiker vor, sagt die Sprecherin von Alexej Nawalny. Der erholt sich in der Charité. © Foto: Imago/ITAR-TASS/Sergei Karpukhin Alexej Nawalny bei einer Demonstration im Moskau im Februar 2020 Die russischen Behörden haben die Bankkonten des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny nach Angaben seiner Sprecherin eingefroren. Zudem sei die Moskauer Wohnung Nawalnys beschlagnahmt worden, sagte Sprecherin Kira Jarmish am Donnerstag. Nawalny hält sich nach wie vor in Deutschland auf und erholt sich von einem Giftanschlag.

" Der Corona -Tod ist ein einsamer Tod", sagte Steinmeier dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Samstag. Viele Patienten in Krankenhäusern und Altenheimen seien ohne den Beistand ihrer Angehörigen gestorben, die Hinterbliebenen hätten nicht Abschied nehmen können

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei einem Strategietreffen mit den CDU-Ministerinnen Merkel soll vor dem Treffen intern klargemacht haben, die CDU sei jetzt am Zug, in der Regierung Das Treffen dürfte auch der Vorbereitung der Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder am

Dagegen sei das Risiko einer Ansteckung in Betrieben bisher nicht so hoch, sagte Wieler. Es habe zwar sehr spektakuläre Ausbrüche gegeben, aber nicht sehr viele. "Die meisten Betriebe scheinen die Pandemie gut zu managen." Auch in Geschäften gebe es bislang ganz wenige Ansteckungen, sagte der RKI-Chef. An Schulen gebe es mittlerweile einige Ausbrüche. Dies müsse gut analysiert werden.

Wegen vieler Corona-Ansteckungen bei Privatveranstaltungen waren zuletzt Rufe nach strengeren Teilnehmergrenzen laut geworden. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, plädierte am Sonntag im Radiosender NDR Info für eine bundeseinheitliche Obergrenze von 50 Teilnehmern. "Das ist eine Zahl, bei der die Gesundheitsämter die Kontakte noch gut nachverfolgen können und das ist das Entscheidende, um die Ausbreitung einer Infektion unter Kontrolle zu halten", sagte sie.

[Tanzen, bis die Polizei kommt - Sind sie die Treiber der Pandemie in Berlin? Lesen Sie hier, was zwei Raverinnen erzählen.]

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) kündigte in der "Welt am Sonntag" an, in seinem Bundesland zum 1. Oktober die Schutzverordnung mit Blick auf private Feiern zu verschärfen. Feiern mit mehr als 50 Gästen in angemieteten Räumen müssten dann dem Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste gemeldet werden. Feiern in privaten Räumen sollten davon aber ausgenommen sein.

COVID-19: Frankreich färbt sich immer röter

  COVID-19: Frankreich färbt sich immer röter In Frankreich nimmt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rasant zu. Die Regierung führt deswegen wieder strengere Regeln ein, das treibt Gastronomen auf die Straße. Sie haben Angst um ihre Existenz. © Daniel Cole/AP Photo/picture-alliance Marseille: Gastronomen protestieren gegen die vorübergehende Schließung von Bars und Restaurants Jean Castex gibt sich selbstlos. "Die aktuelle Situation erfordert zwingend unpopuläre Maßnahmen", sagt Frankreichs Premierminister am Donnerstagabend im französischen Fernsehsender France 2. Nein, er achte nicht darauf, wie es um seine Beliebtheit stehe.

Die Zahl der Corona -Infektionen steigt stündlich weltweit an. Zu einer besseren Bewertung der akuellen Lage werden in der Ansicht "Neuinfektionen" sowohl auf der Karte als auch in der Tabelle die von RKI und Landesgesundheitsämtern gemeldeten Fallzahlen auf Wochenbasis gezeigt: Fälle der

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel habe im Umfeld der gegenwärtigen Proteste gegen die Corona -Beschränkungen in Deutschland vor dem Wirken russischer Propaganda gewarnt. Denn die Demonstrationen gegen die Corona -Regeln beinhalten ja eine Art doppeltes Distanzdilemma.

Der Städte- und Gemeindebund schloss sich der Forderung nach maximal 50 Teilnehmern bei privaten Feiern an. Er forderte zudem bundesweit eine Verschärfung der Maskenpflicht. Das Tragen solle überall dort vorgeschrieben werden, wo im öffentlichen Raum der Abstand nicht eingehalten werden könne, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). Dies könne etwa Weihnachtsmärkte oder belebte Plätze betreffen und Orte, wo die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohnern überschritten werde. (AFP)


Video: Covid-19: Umgang mit der Pandemie scheidet mehr und mehr die Geister (Euronews)

Corona sorgt für neue Obergrenzen bei Privatfeiern .
Bund und Länder verschärfen angesichts steigender Corona-Infektionszahlen ihre Auflagen. Verweigerern droht ein Bußgeld. Das oberste Ziel der Regierung: einen neuen Lockdown in Deutschland zu verhindern. © picture-alliance/dpa/K. Nietfeld Kanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder erläutern die beschlossenen Corona-Maßnahmen Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einen Corona-Fahrplan verständigt, mit dem sie hoffen, gut durch die nächsten Monate zu kommen.

usr: 1
Das ist interessant!