Welt & Politik Alexej Nawalny: Gerhard Schröder zweifelt an Sichtweise der Bundesregierung

12:35  30 september  2020
12:35  30 september  2020 Quelle:   spiegel.de

Sprecherin: Nawalnys Vermögen in Russland eingefroren

  Sprecherin: Nawalnys Vermögen in Russland eingefroren Ein russisches Gericht hat offenbar das Vermögen des russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny eingefroren, während dieser wegen einer Vergiftung in der Berliner Charité behandelt wurde. Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch sagte am Donnerstag in einer Videobotschaft, betroffen von der Maßnahme seien ein Teil von Nawalnys Wohnung in Moskau und seine Bankkonten. Nach Jarmyschs Angaben erfolgte die richterliche Anordnung am 27. August. Zu diesem Zeitpunkt lag Nawalny in der Berliner Charité im Koma. Der bekannte Kreml-Kritiker war am 22.

Nawalny -Anschlag Alter weißer Schröder . Vielleicht hilft der Blick zurück: Gerhard Schröder war zu seiner Zeit einer der letzten politischen Straßenfußballer, das hat mir oft imponiert. • Kremlkritiker: Nawalny laut Bundesregierung mit Nervenkampfstoff vergiftet.

Wegen der Vergiftung von Alexej Nawalny erwägt die Bundesregierung einen Baustopp für die russische Pipeline. Hören sie hier die Audio Aufnahme des Artikels: Gerhard Schröder drängt auf Fertigstellung von Nord Stream 2.

Deutschland verlangt von Russland, den Giftanschlag auf Kremlkritiker Nawalny aufzuklären. Ex-Kanzler und Putin-Freund Gerhard Schröder spricht in dem Zusammenhang von "Spekulationen".

  Alexej Nawalny: Gerhard Schröder zweifelt an Sichtweise der Bundesregierung © Kay Nietfeld / dpa

Altkanzler Gerhard Schröder sieht die Verantwortung für die Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok noch nicht als geklärt an. "Was gegenwärtig gemacht wird, sind ja wesentlich Spekulationen, weil (...) gesicherte Fakten gibt es ja nicht", sagte der heutige Verwaltungsratschef der Pipeline-Gesellschaft Nord Stream 2 in einer neuen Folge seines Podcasts "Gerhard Schröder - Die Agenda".

Rechtsextremismus und Rassismus: Weitere 16 Verdachtsfälle bei der NRW-Polizei aufgetaucht

  Rechtsextremismus und Rassismus: Weitere 16 Verdachtsfälle bei der NRW-Polizei aufgetaucht Nach der Aufforderung von NRW-Innenminister Herbert Reul, rechtsextreme und rassistische Umtriebe in der Polizei zu melden, sind weitere Hinweise eingegangen. © Foto: dpa/Roland Weihrauch Ein Polizeischild steht vor dem Polizeipräsidium Essen. Die nordrhein-westfälische Polizei geht weiteren 16 Hinweisen auf rechtsradikale oder rassistische Äußerungen in den eigenen Reihen nach. Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Donnerstag dem Innenausschuss des Landtags berichtet. So seien fünf NRW-Polizisten mit rechtsgerichteten Äußerungen in dem Internetforum „net4cops“ aufgefallen.

Der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist zur Behandlung in der Berliner Charité eingetroffen. Die Bundesregierung hofft nun auf eine baldige Genesung des 44-Jährigen in Deutschland. Man setze darauf, "dass die Behandlung in der Charité zu einer Besserung seines Zustands führt und eine

Die Bundesregierung hält es für gut möglich, dass auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ein Giftanschlag verübt wurde. Die Bundesregierung fordere jedenfalls "volle Transparenz" bei der Aufklärung des Vorfalls. "Der Verdacht ist, dass Herr Nawalny vergiftet wurde

Nawalny war im August während eines Inlandsflugs in Russland zusammengebrochen und wurde später zur Behandlung in das Berliner Krankenhaus Charité gebracht. Wochenlang lag er dort in einem künstlichen Koma, wurde inzwischen aber entlassen und hält sich weiter in Berlin auf. Russland weist alle Vorwürfe zurück, in den Fall verwickelt zu sein.

Schröder bezeichnete die deutsche Forderung an Russland, den Fall aufzuklären, zwar als berechtigt. Er forderte die Bundesregierung aber auch auf, den russischen Behörden auf dem Weg der Rechtshilfe Informationen zur Verfügung zu stellen. "Das ist ein ganz normaler Vorgang, über den wir uns gar nicht lange unterhalten müssen", sagte er. Russland hat inzwischen drei Rechtshilfeersuchen an Deutschland gestellt.

Merkel besuchte Nawalny in der Charité

  Merkel besuchte Nawalny in der Charité Der Fall Nawalny zeigt immer mehr Elemente eines Polit-Thrillers. Nach SPIEGEL-Informationen besuchte Bundeskanzlerin Merkel den russischen Oppositionspolitiker heimlich an seinem Krankenbett in der Berliner Charité. © Christophe Gateau / dpa Mit einer ungewöhnlichen Geste hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Solidarität der Bundesregierung mit Alexey Nawalny unterstrichen.

Nach dem Giftattentat auf Alexej Nawalny verdichten sich nach SPIEGEL-Informationen die Hinweise, dass der Kreml involviert gewesen sein könnte. Die Zusammensetzung des Giftstoffes ist für die Bundesregierung der wichtigste Hinweis darauf, dass Russlands Präsident Wladimir Putin in den

Gerhard Spörl. Bundesaußenminister Heiko Maas hat die Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny mit einem chemischen Kampfstoff als "Problem für die ganze Staatengemeinschaft" bezeichnet und Russland erneut mit Sanktionen gedroht.

Schröder hat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während seiner Zeit als Kanzler eng zusammengearbeitet und ist bis heute gut mit ihm befreundet. Der frühere SPD-Chef hat nach dem Ende seiner politischen Laufbahn mehrere Führungsaufgaben in der russischen Energiewirtschaft übernommen. Neben seinem Posten bei Nord Stream 2 ist er Aufsichtsratsvorsitzender des staatlichen russischen Energiekonzerns Rosneft sowie Aufsichtsratschef der bereits bestehenden Ostsee-Pipeline Nord Stream.

Nachdem die Vergiftung des Oppositionspolitikers Nawalny von einem Speziallabor der Bundeswehr nachgewiesen worden war, hatten unter anderen die Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz und Norbert Röttgen, einen Baustopp oder gar einen Abbruch des Pipeline-Projekts Nord Stream 2 ins Gespräch gebracht.

Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben sich inzwischen aber dagegen ausgesprochen. Schröder begrüßte das: "Ich hoffe, die Bundesregierung bleibt bei dieser Position, denn sie ist im Interesse Deutschlands."

Alexej Nawalny: Russland weist Vorwurf an Wladimir Putin zurück .
Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny hat im SPIEGEL den Vorwurf erhoben, dass Wladimir Putin hinter dem Giftanschlag auf ihn stecke. Der Kreml bezeichnet dies als "unbegründet und inakzeptabel".Kremlkritiker Alexej Nawalny macht den russischen Präsidenten Wladimir Putin für seine Vergiftung verantwortlich. Die Regierung in Moskau weist nun die Anschuldigung, die Nawalny im Interview mit dem SPIEGEL geäußert hatte, scharf zurück.

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