Welt & Politik Nawalny kritisiert Altkanzler: „Schröder ist Putins Laufbursche“

10:45  07 oktober  2020
10:45  07 oktober  2020 Quelle:   ksta.de

Merkel besuchte Nawalny in der Charité

  Merkel besuchte Nawalny in der Charité Der Fall Nawalny zeigt immer mehr Elemente eines Polit-Thrillers. Nach SPIEGEL-Informationen besuchte Bundeskanzlerin Merkel den russischen Oppositionspolitiker heimlich an seinem Krankenbett in der Berliner Charité. © Christophe Gateau / dpa Mit einer ungewöhnlichen Geste hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Solidarität der Bundesregierung mit Alexey Nawalny unterstrichen.

Nawalny kritisierte in diesem Zusammenhang auch Altkanzler Gerhard Schröder . Ihn nannte er einen " Laufburschen Putins ". "Er ist immerhin der ehemalige Kanzler des mächtigsten Landes in Europa", sagte Nawalny . "Jetzt ist Schröder ein Laufbursche Putins , der Mörder beschützt".

Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat Altkanzler Gerhard Schröder heftig kritisiert . Über Schröder sagte Nawalny weiter: "Er ist immerhin der ehemalige Kanzler des mächtigsten Landes in Europa. Jetzt ist Schröder ein Laufbursche Putins , der Mörder beschützt."


Video: Sergej Lawrow: Nawalny-Gift-Vorwürfe skandalös (Euronews)


Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny hat Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) als einen „Laufburschen“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnet. Nawalny sagte der „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe), es sei „sehr enttäuschend“, dass der frühere Bundeskanzler erklärt habe, es gebe noch keine gesicherten Fakten zu dem Giftanschlag auf ihn. „Er ist immerhin der ehemalige Kanzler des mächtigsten Landes in Europa“, sagte Nawalny. „Jetzt ist Schröder ein Laufbursche Putins, der Mörder beschützt“.

Vergifteter Kremlkritiker: Merkel besuchte Nawalny in der Berliner Charité

  Vergifteter Kremlkritiker: Merkel besuchte Nawalny in der Berliner Charité „Kein geheimes Treffen“: Putin-Widersacher Nawalny hat am Krankenbett Besuch von der Kanzlerin bekommen. „Ein persönliches Treffen“, sagt die Bundesregierung. © Foto: dpa/AP/Instagram/Navalny/Uncredited Alexej Nawalny als Patient in der Charité Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den vergifteten Kremlkritiker Alexej Nawalny während dessen Behandlung in der Berliner Universitätsklinik Charité besucht. Das bestätigten Regierungssprecher Steffen Seibert und Nawalny selber am Montag. Zuvor hatte der „Spiegel“ über das Treffen berichtet.

: Nawalny bezeichnet Altkanzler Schröder als " Laufbursche Putins ". Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat Altkanzler Gerhard Schröder heftig kritisiert . Jetzt ist Schröder ein Laufbursche Putins , der Mörder beschützt." Er habe keinen Zweifel daran, dass

Nawalny nennt Schröder einen „ Laufburschen Putins “. Stand: 08:50 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten. Auch will er einen Baustopp der Gaspipeline Nord Stream 2 und kritisiert Altkanzler Schröder mit deutlichen Worten. 0 Kommentare.

Gerhard Schröder © dpa Gerhard Schröder

Schröder leitet den Verwaltungsrat der Nord Stream 2 AG, der Projektgesellschaft für die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, bei der der russische Energiekonzern Gazprom formal einziger Anteilseigner ist. Zudem ist er Aufsichtsratschef des größten russischen Ölkonzerns Rosneft. Kritiker werfen ihm vor, in seiner Position Lobby-Arbeit für den Kreml zu betreiben.

Nawalny: „Schröder wird von Putin bezahlt“

Nawalny sagte der „Bild“-Zeitung, Schröder werde „von Putin bezahlt“. „Ich weiß nicht, welche verdeckten Zahlungen er von Putin bekommen hat“, fügte Nawalny hinzu, dessen Stiftung immer wieder Fälle von Korruption in Russland aufdeckt. „Es gibt eine offizielle Bezahlung und ich habe keine Zweifel, dass es auch verdeckte Zahlungen gibt. Das ist meine persönliche Meinung als Anwalt, der Rosneft und Gazprom mehrere Jahre lang untersucht hat.“

Alexej Nawalny: Gerhard Schröder zweifelt an Sichtweise der Bundesregierung

  Alexej Nawalny: Gerhard Schröder zweifelt an Sichtweise der Bundesregierung Deutschland verlangt von Russland, den Giftanschlag auf Kremlkritiker Nawalny aufzuklären. Ex-Kanzler und Putin-Freund Gerhard Schröder spricht in dem Zusammenhang von "Spekulationen".Altkanzler Gerhard Schröder sieht die Verantwortung für die Vergiftung des Kremlkritikers Alexej Nawalny mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok noch nicht als geklärt an. "Was gegenwärtig gemacht wird, sind ja wesentlich Spekulationen, weil (...) gesicherte Fakten gibt es ja nicht", sagte der heutige Verwaltungsratschef der Pipeline-Gesellschaft Nord Stream 2 in einer neuen Folge seines Podcasts "Gerhard Schröder - Die Agenda".

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Nawalny war im August vergiftet worden – nach übereinstimmenden Erkenntnissen der Bundesregierung und der Schröder sei einmal der Kanzler des mächtigsten Landes in Europa gewesen. Jetzt sei er ein Laufbursche Putins , der Mörder beschütze, betonte Nawalny .

Er habe zwar „kein Dokument, auf dem schwarz auf weiß steht: Hier, Herr Schröder, das ist ihre Aktentasche voller Geld“, sagte Nawalny. „Aber ich habe keinen Zweifel daran, dass Schröder verdeckte Zahlungen bekommt.“

Nawalny war am 20. August auf einem Flug vom sibirischen Tomsk nach Moskau zusammengebrochen. Zwei Tage später wurde er auf Drängen seiner Familie und Unterstützer zur Behandlung in die Berliner Charité gebracht. Ein Speziallabor der Bundeswehr wies nach, dass Nawalny mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde.

Am Dienstag bestätigte auch die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) diesen Befund. Moskau weist den Verdacht zurück, staatliche russische Stellen könnten Nawalny gezielt vergiftet haben.

Nawalny machte in der „Bild“-Zeitung erneut Putin persönlich für die Tat verantwortlich. „Ich glaube, dass das ein direkter Befehl von Putin war und erwarte nicht, dass es jemals eine echte Ermittlung geben wird“, sagte der Kreml-Kritiker dem Blatt. Bisher gebe es in Russland noch „nicht mal den Versuch, es so aussehen zu lassen, als würde man ermitteln“. (afp)

Fall Nawalny sorgt für neue EU-Sanktionen gegen Russland .
Die EU-Außenminister beschlossen Strafmaßnahmen wegen der Vergiftung des Oppositionellen Nawalny in Russland. Der Dialog mit dem Kreml zu anderen Krisenherden soll aber weitergehen. Aus Brüssel Bernd Riegert. © Instagram @Navalny/Reuters Provided by Deutsche Welle Der deutsch-französische Vorstoß hatte Erfolg. Nach ihrer Tagung beschlossen die EU-Außenminister in Luxemburg, Sanktionen gegen russische Geheimdienstmitarbeiter vorzubereiten, die mit der Vergiftung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny zu tun hatten.

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