Welt & Politik Neue Informationen über Attentat bei Paris

20:25  17 oktober  2020
20:25  17 oktober  2020 Quelle:   dw.com

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Nach dem brutalen Mord an einem Lehrer hat die Staatsanwaltschaft weitere Details bekanntgeben. Der mutmaßliche Täter ist demnach Russe tschetschenischer Herkunft und war in Frankreich als Flüchtling registriert.

Trauer und Entsetzen am Tag nach dem tödlichen Angriff in Conflans-Sainte-Honorine © Charles Platiau/Reuters Trauer und Entsetzen am Tag nach dem tödlichen Angriff in Conflans-Sainte-Honorine

Der 18-Jährige sei 2002 in Moskau geboren worden und sei russischer und tschetschenischer Herkunft, sagte Staatsanwalt Jean-François Ricard. Er habe seit dem Frühjahr einen Flüchtlingsstatus in Frankreich und sei bisher geheimdienstlich nicht aufgefallen.

Anis Amri: Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen weist alle Vorwürfe zurück

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Er wurde demnach von der Polizei kurz nach der Tat erschossen. Der Mann war mit einem Messer und einer Softair-Pistole bewaffnet - in der Nähe des Tatorts in dem Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine fand die Polizei außerdem ein rund 30 Zentimeter langes blutverschmiertes Messer.

Unter Polizeischutz: Trauernde vor der Schule, an der der ermordete Lehrer unterrichtet hatte © Bertrand Guay/AFP/Getty Images Unter Polizeischutz: Trauernde vor der Schule, an der der ermordete Lehrer unterrichtet hatte


Video: Lehrermord aus islamistischen Beweggründen: Weitere Festnahmen (Euronews)

Das Opfer, ein 47-jähriger Geschichtslehrer, hatte zahlreiche Wunden am Oberkörper und Kopf und wurde enthauptet aufgefunden, wie Ricard sagte. Er sei auf dem Weg nach Hause von der Schule gewesen. Der Täter habe ihm aufgelauert. Der Staatsanwalt führte aus, dass dem Angriff bereits Drohungen gegen den Lehrer und die Schule vorausgegangen waren. Die französische Anti-Terror-Staatsanwalt ermittle und habe mehrere Menschen in Gewahrsam genommen, darunter Familienmitglieder des mutmaßlichen Täters.

"Ich muss die Braut küssen" - Piers Morgan verrät, dass er mit Paris Hilton verheiratet ist

 In den seltsamsten Nachrichten der Woche hat Piers Morgan enthüllt, dass er mit Paris Hilton verheiratet ist. © Bereitgestellt von Extra.ie Ernsthaft. Er machte die schockierende Ankündigung während eines Gesprächs mit dem Klatschblogger Perez Hilton über Good Morning Britain. © Zur Verfügung gestellt von Extra.ie Piers Morgan hat bekannt gegeben, dass er „technisch“ immer noch mit dem amerikanischen Reality-Star Paris Hilton verheiratet ist.

Nach Angaben aus Gerichtskreisen wurde auch der Vater eines Schülers des Opfers festgenommen. Der Lehrer hatte Anfang Oktober im Rahmen der Debatte über Meinungsfreiheit und die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen der Satirezeitung "Charlie Hebdo" im Unterricht entsprechende Zeichnungen gezeigt. Daraufhin veröffentlichte ein Vater Posts in sozialen Netzwerken, beschwerte sich bei der Schulleitung und machte gegen den Lehrer mobil. Er soll auf youtube dazu aufgerufen habe, den Lehrer "auszuschalten".

Solidarität mit dem Ermordeten vor der Schule: © Bertrand Guay/AFP/dpa/picture-alliance Solidarität mit dem Ermordeten vor der Schule:

Kurz nach der Tat wurde ein Foto des Opfers im Netz gepostet. "Ich habe einen ihrer Höllenhunde hingerichtet, der es gewagt hat, Mohammed herabzusetzen", zitierte der Staatsanwalt aus dem Tweet. Der Tweet ist mittlerweile gesperrt. Laut Polizei ist unklar, ob die Nachricht vom Angreifer selbst verschickt wurde.

Nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron handelt es sich bei dem Angriff "eindeutig" um einen "islamistischen Terroranschlag".

qu/uh (dpa, afp)

Zehntausende nach Attentat bei Kundgebungen für Meinungsfreiheit in Frankreich .
Nach dem islamistischen Anschlag auf einen Geschichtslehrer nahe Paris haben zehntausende Franzosen an Kundgebungen für Meinungsfreiheit teilgenommen. Im Januar 2015 hatten Islamisten einen Anschlag auf die "Charlie Hebdo"-Redaktion in Paris verübt und dabei zwölf Menschen getötet. fwe

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