Welt & Politik Detroit: Sie wollen ein anderes Amerika

14:35  18 oktober  2020
14:35  18 oktober  2020 Quelle:   zeit.de

Detroit beendet Leihe: Seider verlässt Mannheim

  Detroit beendet Leihe: Seider verlässt Mannheim Nationalspieler Moritz Seider verlässt die Adler Mannheim nach einer vorübergehenden Rückkehr vorzeitig wieder. Das NHL-Team Detroit Red Wings habe die Leihe aufgrund der Unsicherheit über den Saisonstart in der DEL beendet, teilten die Adler am Donnerstag mit. © imago images Wird nun an den schwedischen Klub Rögle BK verliehen: Nationalspieler Moritz Seider. Anfang August hatte Detroit den Verteidiger an die Mannheimer verliehen. Ursprünglich sollte Seider, der im vergangenen Sommer an sechster Stelle vom NHL-Team aus Detroit gedraftet worden war, bis zum Start des Trainingscamps in Detroit bei den Adlern bleiben.

Detroit Will Breathe unterstützt offiziell keinen der beiden Kandidaten, auch wenn sie Trump als tatsächliche Gefahr bezeichnen. Taylor glaubt aber weder daran, dass Trump das Weiße Haus einfach verlässt, noch daran, dass seine Stimme im Wahllokal einen Unterschied macht.

Detroit [. dɪˈtɹɔɪt] ist eine Großstadt im Südosten des US-Bundesstaates Michigan. Sie liegt direkt an der kanadischen Grenze, am Detroit River zwischen dem Lake St. Clair und dem Eriesee. Detroit ist 370,02 km² groß und hatte 2016 laut Schätzung des U. S . Census Bureau ca.

Seit George Floyds Tod protestieren Aktivisten in Detroit fast täglich gegen Rassismus. Dennoch werden viele nicht wählen gehen. Auch wenn das Donald Trump helfen könnte.

Es sind nicht viele gekommen an diesem Samstag, doch Tristan Taylor stört das nicht. Knapp 100 Menschen haben sich im St. Hedwig Park im Südwesten Detroits versammelt, um gegen rassistische Polizeigewalt zu protestieren. "What do we want?" – "Justice!" – "When do we want it?" – "Now!" – "Justice! Now!", dröhnt es aus den Megaphonen. Taylor trägt kurzen Afro, falsche Chucks und ein Black-Lives-Matter-Shirt. Er hält eins der Megaphone, ruft und singt und streckt die Faust in die Höhe. Zwischendurch nimmt er einen Schluck aus der Flasche seines Energydrinks. Es sind weniger Demonstrierende geworden, nach George Floyds Tod Ende Mai war Taylor noch mit Tausenden marschiert. Doch für ihn ist es nur die Ruhe vor dem Sturm, und der kommt nach der Wahl am 3. November. "Dann werden wir alle auf der Straße sein."

In letzter Zeit gab es nur wenige positive Anzeichen für Patricks Verteidigung in Detroit.

 In letzter Zeit gab es nur wenige positive Anzeichen für Patricks Verteidigung in Detroit. DETROIT - Verteidigung sollte Matt Patricks Visitenkarte sein, als er von den Detroit Lions engagiert wurde. © Zur Verfügung gestellt von The Canadian Press Das macht die Lage des umkämpften Trainers umso rätselhafter. Vier Spiele in seiner dritten Saison bei den Lions zeigt das Team von Patricia keine wirklichen Anzeichen von Fortschritt, und es ist insbesondere die Verteidigung, die Detroit zurückhält.

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Für Taylor und viele andere steht fest, dass diese Wahl nichts verändern wird. Die Demokraten und Joe Biden hoffen auf die Stimmen der schwarzen Wählerinnen und Wähler. 78,6 Prozent der Menschen in Detroit sind schwarz. Hillary Clinton verlor den Bundesstaat Michigan 2016 knapp an Donald Trump, auf Detroit aber konnte sie zählen, in der Stadt im Südosten des Staates gewann sie. Die Stadt wählt traditionell demokratisch. Auch insgesamt wählte eine Mehrheit der Schwarzen Clinton. Gereicht hat das vor vier Jahren für Clinton dennoch nicht. Denn gleichzeitig blieben mehr als vier Millionen Obama-Wähler zu Hause, mehr als ein Drittel von ihnen Schwarze.

Für Biden ist es enorm wichtig, diese Stimmen zurückzuholen. Bei den Vorwahlen gelang Biden dank der Stimmen der schwarzen Wählerinnen und Wähler ein Sieg in South Carolina und damit ein Comeback, das ihm die Nominierung seiner Partei einbrachte. Und Barack Obama ist bei vielen Schwarzen im Land immer noch sehr populär. Biden versucht das auszuspielen, indem er auf seine acht Jahre an Obamas Seite verweist. Eine Garantie für Wählerstimmen ist das aber nicht.

NFL-Hammer! Jets entlassen Star-Running-Back Bell

  NFL-Hammer! Jets entlassen Star-Running-Back Bell Die New York Jets entlassen Le'Veon Bell. Der Running Back enttäuscht mit seinen Leistungen und verärgert Headcoach Adam Gase. © Bereitgestellt von sport1.de NFL-Hammer! Jets entlassen Star-Running-Back Bell New York Jets haben Le'Veon Bell entlassen.Damit endet eine 19-monatige Zusammenarbeit, die von Enttäuschungen und leeren Versprechungen geprägt war. Der Running Back, der 2019 als Free Agent zu den Jets kam, hatte mit Trainer Adam Gase nie ein gutes Verhältnis. Gase sprach sich sogar von Anfang an gegen die Vertragsunterzeichnung aus.

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Tristan Taylors Stimme etwa wird der Demokrat nicht bekommen. "Joe Biden ist ein furchtbarer Kandidat", sagt Taylor. Aber doch vielleicht das kleinere Übel im Vergleich zu Donald Trump? In solchen Kategorien denkt Taylor nicht. Seit er 17 ist, ist er politisch aktiv. Selbst Barack Obama hat er vor acht Jahren nicht gewählt. Für ihn ist das System kaputt, und Joe Biden wird es nicht reparieren. Deswegen wird Taylor gar nicht wählen gehen. Er ist überzeugt, dass nur ein radikaler Wandel die Machtverhältnisse verändern würde. "Und autoritäre Führer sind doch noch nie freiwillig gegangen", sagt er in Anspielung auf Donald Trump und lacht ein Lachen zwischen Zynismus und Resignation.

Taylor ist bei Weitem nicht der Einzige mit dieser Haltung, Aktivistinnen wie Shishi Rose und Bea Guevara schreiben auf Instagram und Twitter über das Nichtwählen und den Druck auf schwarze Bürger, wählen gehen zu müssen. Wie viele ihnen folgen, könnte für Joe Biden bei der Wahl einen entscheidenden Unterschied machen. In Detroit ist Tristan Taylor einer der Gründer der Gruppe Detroit Will Breathe, Detroit wird atmen. Es ist eine neue, lokale Bewegung, radikaler als Black Lives Matter. "I can’t breathe", ich kann nicht atmen, rief George Floyd vor seinem Tod immer wieder, während der weiße Polizist Derek Chauvin ihm mehr als acht Minuten lang sein Knie auf den Hals drückte. Es wurde der Ruf einer neuen Bewegung gegen das amerikanische Trauma Rassismus.

Dr. Fauci sagt, wie man COVID zu Hause vermeidet

 Dr. Fauci sagt, wie man COVID zu Hause vermeidet © Bereitgestellt von Daily Mail MailOnline-Logo Eine Frau, die einen Flug mit roten Augen aus Las Vegas erwischt, wurde traumatisiert, nachdem ein Pastor aus North Carolina angeblich im Flugzeug auf sie uriniert hatte . Alicia Beverly war am Montag von Las Vegas nach Detroit, Michigan, geflogen, nachdem sie eine Mädchenreise in Sin City genossen hatte. Sie hatte auf dem Delta-Flug neben ihrer Schwester geschlafen, als plötzlich eine warme Flüssigkeit auf sie spritzte.

Entdecken Sie Detroit , die Motor City in Michigan - Autos, Musik Städtereise Detroit - Architektur und Kultur in Amerikas Motor City . Detroit liegt im Nordosten der USA direkt an Bekannt als Motor City ist Detroit das Zentrum der amerikanischen Autoindustrie, aber auch ein musikalisches Zentrum.

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Direkt nach Floyds Tod Ende Mai hatte es nicht nur einen angemeldeten Massenprotest in Detroit gegeben, sondern auch weitere inoffizielle, mit Tausenden Teilnehmenden. Detroits Bürgermeister rief daraufhin eine Sperrstunde aus und verfügte, dass ab 20 Uhr niemand mehr auf die Straße dürfe. Tristan Taylor wollte das nicht akzeptieren. Der 37-Jährige ignorierte die Sperrstunde und wurde gemeinsam mit mehr als 120 anderen verhaftet. Als er am nächsten Morgen entlassen wird, ist er ein Trend auf Twitter: #FreeTristan. Fünf Monate später ist er einer der Köpfe von Detroit Will Breathe. 100 Tage lang protestierte die Bewegung jeden Tag auf Detroits Straßen. Als Barista in einer Bäckerei arbeitet Taylor erst einmal nicht mehr. Die Bewegung ist sein Job.

Der Aktivist Tristan Taylor wird nicht wählen gehen. Joe Biden, sagt er, sei ein furchtbarer Kandidat. © Cydni Elledge für ZEIT ONLINE Der Aktivist Tristan Taylor wird nicht wählen gehen. Joe Biden, sagt er, sei ein furchtbarer Kandidat.

"Diese Wahl wird auf der Straße entschieden"

Detroit Will Breathe unterstützt offiziell keinen der beiden Kandidaten, auch wenn sie Trump als tatsächliche Gefahr bezeichnen. Taylor glaubt aber weder daran, dass Trump das Weiße Haus einfach verlässt, noch daran, dass seine Stimme im Wahllokal einen Unterschied macht. Auf der Straße hingegen schon.

Trumps republikanische Vision ist Amerika zuerst, am meisten und am dunkelsten

 Trumps republikanische Vision ist Amerika zuerst, am meisten und am dunkelsten (Bloomberg Opinion) - Noch bevor Hillary Clinton 2016 eine Niederlage einräumte, war der Aphorismus „It's Trump's Party Now“ von denjenigen, die von The begeistert und bestürzt waren, endlos recycelt worden Donald " Body-Snatching " die GOP und transformiert ihre Vision von Amerika.

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„Erdtemperatur seit 2000 um drei Grad angestiegen“. Klimawandel ist ein Magazin aus Detroit : Become Human. Es gehört zu der Green Earth-Reihe und ist Magazin Nr. 19. Ihr könnt es im Park auf einer Bank, während des Kapitels Farbtöne mit Markus finden.

Allison Laskey sieht das ähnlich. "Diese Wahl wird auf der Straße entschieden", sagt die 36-Jährige, während sie Flugblätter, die noch gefaltet werden müssen, an ein paar Leute verteilt und sich selbst einen Stapel greift. Auch Laskey will nicht für das demokratische Duo Joe Biden und Kamala Harris stimmen. Die Vizepräsidentschaftskandidatin nennen sie hier nur "top cop". Harris ist für sie als Staatsanwältin in Kalifornien der oberste Bulle von allen gewesen, die Kandidatin selbst hatte sich einst als "top cop" bezeichnet. Harris gilt, anders als es Trump immer wieder sagt, nicht als linke Demokratin. Ihre Bilanz als Staatsanwältin ist kontrovers. Einerseits unterstützte sie unter anderem Pläne, Menschen Jobs zu verschaffen, statt sie zu inhaftieren. Eine Initiative, die Todesstrafe in Kalifornien abzuschaffen, unterstützte Harris hingegen nicht.

Rassismus, das Thema ihrer Generation, wie Laskey es nennt, würden weder Biden noch Harris angemessen thematisieren. Die 36-Jährige hat Community Engagement studiert, sie beschäftigt sich damit, wie das Gemeinwesen funktioniert und wie Bürgerinnen und Bürger an Entscheidungen beteiligt werden. Sie bezweifelt, dass sich das politische System in den USA so wandeln kann, dass die Armen und Unterdrückten Gehör finden. "Dafür müssen sich die Strukturen grundsätzlich verändern", sagt Laskey. Momentan würden ausschließlich Menschen mit dem gleichen, akzeptierten Weltbild gefördert, die die eigene Macht erhalten. Wie ein neues, gerechteres System aussehen kann, das sagt Laskey nicht.

Whitmer wirbt Wochen nach der Entführung für Biden in Michigan.

 Whitmer wirbt Wochen nach der Entführung für Biden in Michigan. Die Gouverneurin von Michigan, Gretchen Whitmer, verbrachte ihr Wochenende damit, von Tür zu Tür zu gehen, um von den Wählern im Oakland County ihres Bundesstaates zu hören. Es war Teil einer Wahlkampagne in einem Ring von Vorstädten rund um Detroit - ein entscheidendes Gebiet in einem Schlachtfeldstaat, das Präsident Trump 2016 nur mit einem hauchdünnen Vorsprung gewann. © Kredit: CBSNews 1603110515858.png "Die Gesundheitsversorgung für alle ist mir sehr wichtig", sagte ein -Wähler aus Michiga

Allison Laskey glaubt, die kommende Wahl werde auf der Straße entschieden, nicht in der Wahlkabine. © Cydni Elledge für ZEIT ONLINE Allison Laskey glaubt, die kommende Wahl werde auf der Straße entschieden, nicht in der Wahlkabine.

Dass Wahlen Strukturen verändern können, das sieht Laskey jedoch auch. Auf lokaler Ebene will sie gegen ein Gesetz stimmen, das Zwangsräumungen erleichtern würde. Auf nationaler Ebene jedoch findet sie ihre eigene Stimme unwichtig. Sie will ihre Zeit lieber dafür aufwenden, dass alle abgegebenen Stimmen am 3. November auch richtig gezählt werden – und nimmt dafür in Kauf, dass ihre Entscheidung, nicht wählen zu gehen, Donald Trump den Sieg bringen könnte. 

Es wäre ein hoher Preis. Der einzige Kandidat, den sie vielleicht unterstützt hätte, wäre Bernie Sanders gewesen, "aber auch er thematisiert Rassismus nicht entschieden genug". Laskey ist sehr ruhig und unaufgeregt für die Radikalität, mit der sie über die Politik in ihrem Land spricht. Fast fröhlich wirkt sie, als sie für das Foto die Black-Lives-Matter-Maske passend zum T-Shirt aus der Jeans zieht. Für sie haben die Unruhen der vergangenen Monate auch etwas Gutes. Das gespaltene Land mache ihr zwar Sorge, aber ängstige sie nicht: "Wenigstens liegen die Missstände jetzt offen da und wir versuchen nicht länger, sie zu überdecken." 

Detroit ist seit Jahren ein Beispiel für diese Missstände. Das Viertel, durch das die Demo an diesem Abend zieht, gehört nicht zu den ärmsten Vierteln der Stadt. Doch reich ist hier niemand. Die Vorgärten sind unaufgeräumt und vermüllt, die Farbe blättert von vielen Veranden ab, drinnen flimmern fast überall Fernseher. An den Kreuzungen, an denen Fahrradfahrer die Autos anhalten, damit der kleine Korso vorüberziehen kann, sind kleine Eckläden, Tankstellen, viele verrammelte Geschäfte. Auf das bessere Leben warten in Detroit viele Menschen, oft vergeblich. Die Arbeitslosigkeit in der 670.000-Einwohner-Stadt ist durch die Corona-Pandemie auf 10,2 Prozent gestiegen. Davor lag sie zwar niedriger, aber auch mit einer geringeren Arbeitslosigkeit lebten mehr als 36 Prozent der Menschen in Armut. Das jährliche Durchschnittseinkommen liegt in der Stadt lediglich bei knapp 30.000 Dollar, im Rest des Landes sind es fast 69.000 Dollar. Das war auch unter Obama schon so. "Washington verändert für die Menschen in Detroit nichts", sagt Tristan Taylor.

Der folgenschwere Absturz eines Rekord-Quarterbacks

  Der folgenschwere Absturz eines Rekord-Quarterbacks Star-Quarterback Kirk Cousins, Ex-Rekordverdiener der NFL, läuft bei seinen Ansprüchen hinterher. Sein Vertrag stürzt die Minnesota Vikings ins Dilemma. © Bereitgestellt von sport1.de Der folgenschwere Absturz eines Rekord-Quarterbacks Sein Auftritt war ein Offenbarungseid - aber eines musste man Kirk Cousins lassen.So fahrig er beim 23:40 der Minnesota Vikings gegen die zuvor sieglosen Atlanta Falcons im US Bank Stadium noch zu Werke gegangen war, so fokussiert wirkte der Star-Quarterback  hinterher in seiner Analyse.

Aktivisten von Detroit Will Breathe bei einem Protestzug am vergangenen Wochenende © Cydni Elledge für ZEIT ONLINE Aktivisten von Detroit Will Breathe bei einem Protestzug am vergangenen Wochenende

Detroit Will Breathe sucht deswegen auch nicht vorrangig nach einem politischen Kompromiss. Sie wollen sich Gehör verschaffen. Dazu sprechen sie zwar mit dem Bürgermeister und lokalen Politikern – aber zu ihren Bedingungen. "Wir müssen für den Wandel sorgen", sagt Taylor, "und mit unserer Bewegung geben wir den Menschen eine Option: die Macht des Kollektivs." Mit der örtlichen Black-Lives-Matter-Bewegung koordiniert sich Detroit Will Breathe nur sporadisch. Ihr Ansätze seien schlicht unterschiedlich, sagt Taylor. BLM sei eher auf der politischen Ebene unterwegs, er und seine Mitstreiter auf der Straße.

Einer von ihnen ist an diesem Abend auch Peatmoss, 27 Jahre alt und Transgender. Peatmoss geht am Rand der Gruppe, spricht mit jedem Nachbarn kurz, lacht viel, klopft auch an Fliegengitter, um zu schauen, ob jemand Interesse an der Bewegung hat. Peatmoss fällt auf in der Gruppe, der Blazer mit den großen Schulterpolstern ist grellbunt. Den Job an einer örtlichen Universität hat Peatmoss aufgegeben, um sich ganz der Bewegung widmen zu können. Die queere Wohngemeinschaft, in der Peatmoss lebt, zahlt die Miete aus Solidarität mit, das Essen wird aus den Abfällen der Supermärkte organisiert. Peatmoss ist nicht ganz so frustriert, wenn es um das Wählen geht, aber auch nicht überzeugt davon. Für eine Person, die schnell spricht und offen gegenüber jedem ist, zögert Peatmoss lange mit einer Antwort. "Ich werde schon wählen gehen", sagt Peatmoss schließlich – ergänzt aber sofort, dass es nicht eine Sekunde um Joe Biden ginge. Er sei nicht der Kandidat, für den Peatmoss an jeder Ampel an den wartenden Autos vorbeijoggen und Flugblätter durch die offenen Fenster verteilen würde.

Frau, die bei einem Bestattungsunternehmen lebend gefunden wurde, stirbt im Krankenhaus von Detroit

 Frau, die bei einem Bestattungsunternehmen lebend gefunden wurde, stirbt im Krankenhaus von Detroit DETROIT - Eine 20-jährige Frau aus einem Vorort von Detroit, die für tot erklärt wurde, um im August lebend in einem Bestattungsunternehmen gefunden zu werden , ist gestorben, sagte der Anwalt, der ihre Familie vertritt Montag. Timesha Beauchamp starb am Sonntag im Kinderkrankenhaus in Detroit, sagte Geoffrey Fieger in einer Pressemitteilung. Beauchamps Familie, die in Southfield lebt, rief am 23. August 911 an, weil sie anscheinend an ernsthaften Atemproblemen litt.

Peatmoss hat den Job an der Uni aufgegeben, um zu demonstrieren. © Cydni Elledge für ZEIT ONLINE Peatmoss hat den Job an der Uni aufgegeben, um zu demonstrieren.

"Wir greifen zu allen Mitteln"

Irgendwann hofft Peatmoss, wieder in den Job zurückkehren zu können. Nicht nur, weil es eine finanzielle Notwendigkeit wird, sondern weil Psychologie zu unterrichten Spaß macht. Aber dafür müsse sich noch viel ändern. Und bis das nicht passiert, wird weiter protestiert. Als ein Polizeiwagen eine Parallelstraße entlangfährt, hebt Peatmoss den Mittelfinger in Richtung des Autos. Der Streifenwagen fährt weiter, ohne die Gruppe anzuhalten.

An diesem Abend kommt es zu keinen Zusammenstößen, die kleine Demo bewegt sich friedlich durch die Nachbarschaft. Es dämmert, die bunten Wandbilder an vielen Hauswänden sind kaum noch zu erkennen. Die Schlaglöcher auf den Straßen auch nicht. Die Sanitäter und die selbst ernannten Sicherheitsleute, die mit Helmen, Arm- und Knieschützern am Rand der Demo mitlaufen, haben nichts zu tun. Die meisten Anwohner, die aus ihren Häusern kommen, nehmen die Flugblätter an, machen Fotos und vielleicht eine aufmunternde Geste.

Es ist kein Tag der Eskalation. Sperrstunde, Tränengas, Ausschreitungen – das alles hat Detroit schon erlebt, in den ersten Wochen nach George Floyds Tod. Bis zur Wahl sind es keine drei Wochen mehr. Was dann passiert, weiß niemand. Die Umfragen sehen Joe Biden vorn. Aber an ein Ergebnis noch in der Nacht glauben viele hier nicht, wegen der vielen Briefwahlstimmen. Und weil der Präsident Donald Trump heißt. Detroit Will Breathe will jedenfalls nicht zurückweichen. Egal, was kommt. "Wir greifen zu allen Mitteln, die der Situation angemessen sind", sagt Tristan Taylor. Sie sind bereit. Für eine lange Nacht am 3. November. Und einen langen Kampf danach.

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