Welt & Politik Mehr als 10.000 Corona-Tote in Deutschland seit Pandemie-Beginn

09:15  24 oktober  2020
09:15  24 oktober  2020 Quelle:   msn.com

Coronavirus: Die Krise der Krisenkanzlerin

  Coronavirus: Die Krise der Krisenkanzlerin Angela Merkel gelingt es kaum, die Länder zusammen zu halten: Ihre Mahnungen haben sich abgenutzt. Auch deshalb mussten Regeln und Appelle schärfer werden – eine Spirale. © Hannibal Hanschke/​Reuters In Orten mit zu vielen Corona-Infizierten gilt wie hier in Berlin bald eine Sperrstunde. Die politischen Fronten in der Corona-Krise verlaufen derzeit zwar weiter entlang bekannter Koordinatensysteme: Parteizugehörigkeit, Ost und West, Länder mit vielen Infektionen gegen solche mit wenigen, Föderalisten gegen Zentralisten – doch neuerdings entbrennen Konflikte entlang all dieser Brüche und zwar gleichzeitig.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist erstmals seit Beginn der Pandemie auf mehr als 10 . 000 verzeichnete Fälle binnen eines Tages gestiegen. Wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag mitteilte, wurden am Vortag 11.287 neue Ansteckungsfälle erfasst.

Lesen Sie jetzt „Erstmals mehr als 10 000 Corona -Neuinfektionen in Deutschland “. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona - Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Die Zahl der Todesopfer der Corona-Pandemie in Deutschland hat die symbolische Marke von 10.000 Fällen überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mitteilte, wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. Dies waren 49 neue registrierte Todesfälle seit dem Vortag. Zugleich setzte sich die hohe Welle der täglichen Neuinfektionen fort. Die Regierungschefs der Bundesländer werden sich möglicherweise am kommenden Freitag mit einer weiteren Verschärfung der Corona-Maßnahmen befassen.

In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Laut Robert-Koch-Institut wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet. © Ina FASSBENDER In Deutschland sind seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 10.000 Menschen an den Folgen der Infektion gestorben. Laut Robert-Koch-Institut wurden bis Freitag insgesamt 10.003 Todesfälle verzeichnet.

Nach den Angaben des RKI vom Samstag stieg die Zahl der erfassten Ansteckungsfälle im Vergleich zum Vortag um 14.714 und damit auf einen neuen Höchstwert. In diese Zahl sind allerdings Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren.

Lage teils dramatisch: Corona in Europa

  Lage teils dramatisch: Corona in Europa Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Ländern Europas sind die Infektionszahlen so hoch wie nie zuvor. Die Lage ist zum Teil ernst. Das zeigt ein Blick auf Deutschlands direkte Nachbarländer. © Christian Ohde/Imago Images Provided by Deutsche Welle Wie gravierend die Corona-Lage ist, musste jedem spätestens klar geworden sein, als Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag in ihrem Videopodcast einen eindringlichen Appell an die Menschen in Deutschland richtete: "Ich bitte Sie: Verzichten Sie auf jede Reise, die nicht wirklich zwingend notwendig ist, auf jede Feier, die nicht wirklich zwingend notwendig ist

Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona - Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden. Seit Anfang September schwankt die Zahl der Corona -Tests pro Woche zwischen 1,1 und 1,2 Millionen - mit ganz leicht steigender Tendenz.

7.7.1 Situation zu Beginn der Pandemie . 7.7.2 Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen im Die höchste tägliche Gesamtkapazität für Corona -Patienten wurde am 23. So hatte Italien vor der Pandemie 5.000 Betten, das Vereinigte Königreich 4.100 und Deutschland zunächst 28.000 März, die Anzahl der Intensivbetten in Deutschland kurzfristig zu verdoppeln.[118] Anfang August meldet

Am Donnerstag und Freitag hatte das RKI täglich registrierte Neuinfektionen von jeweils mehr als 11.000 Fällen bekanntgeben - schon damit waren alle bisherigen Werte in Deutschland seit Beginn der Pandemie übertroffen worden. Ohne die Technikpanne hätte das Institut am Freitag einen noch höheren Wert ermittelt - dafür wäre aber die am Samstag veröffentlichte Zahl niedriger gewesen.

Die Gesamtzahl der registrierten Coronavirus-Infektionsfälle in Deutschland seit Pandemie-Beginn wurde vom RKI am Samstag mit 418.005 angegeben. Das Institut hatte die Corona-Lage in Deutschland bereits am Donnerstag als "sehr ernst" eingestuft. Die zuletzt erfassten Neuinfektionszahlen liegen sehr deutlich über den Spitzenwerten vom Frühjahr. Allerdings wurde damals auch weniger getestet.

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Seit Beginn der Pandemie veröffentlicht das Robert Koch-Institut für Deutschland Zahlen zu den bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Später kamen Angaben zu Todesfällen und tägliche Schätzungen zur Zahl genesener Patienten hinzu. Aus der Kombination dieser drei Werte

Nach offiziellen Angaben hat Großbritannien die Zahl von 10 . 000 Toten als Folge der Corona -Infektion überschritten. Der an dem Coronavirus erkrankte

Die deutschen Krankenhäuser sehen sich für die neue Corona-Welle gut gerüstet. "Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem "Mannheimer Morgen". Derzeit gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben nicht notwendiger Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten.


Video: Neuer Grenzwert: Söder will Corona-Maßnahmen weiter verschärfen (SAT.1)

"Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden", sagte Baum. "Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird."

Damit die Lage aber nicht außer Kontrolle gerate, müsse jeder Bürger selbst vorbeugend tätig sein und der Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) folgen, nicht notwendige Kontakte zu vermeiden, sagte Baum. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach appellierte an die Menschen, freiwillig ihre direkten sozialen Kontakte drastisch einzuschränken. Ansonsten drohten "immer neue Zwangs-Lockdowns", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) warb eindringlich bei der jungen Generation um Verständnis für die Corona-Restriktionen: "Ich sehe, was viele von Euch schon leisten, weil Ihr verzichtet, weil Ihr anpackt, weil Ihr Eure Eltern, Eure Großeltern und Eure Nachbarn unterstützt", sagte er dem Nachrichtenportal "Watson". "Wenn wir vernünftig sind, zusammenhalten und aufeinander achten, kriegen wir das gemeinsam schon hin", betonte der Bundesfinanzminister. Er verstehe alle, "die jeden Tag voll auskosten wollen", er verstehe "die Ungeduld".

Aufgrund einer Bund-Länder-Vereinbarung von Mitte Oktober gilt derzeit die Regelung, dass in Corona-Hotspots eine Sperrstunde für Gaststätten ab 23.00 Uhr und Ausgabeverbote für Alkohol verhängt werden. Nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (SPD) sollten aber schon in den nächsten Tagen mögliche neue Schritte ins Auge gefasst werden. Die Länderchefs müssten bei ihrer regulären Konferenz am kommenden Freitag darüber beraten, "ob weitere Schritte erforderlich sind", sagte Schwesig der "Bild"-Zeitung.

dja

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