Welt & Politik Merkel kritisiert Trumps Jerusalem-Entscheidung

21:05  07 dezember  2017
21:05  07 dezember  2017 Quelle:   sueddeutsche.de

Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an

  Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an Die USA werden ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Verfolgen Sie Trumps Rede im Livestream. Die USA erkennen Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels an. Das teilte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch in einer Ansprache in Washington mit. Er bezeichnete dies als einen «lange überfälligen Schritt», um den Friedensprozess im Nahen Osten voranzubringen.Die Arabische Liga hat die geplante Entscheidung von Trump vorab scharf verurteilt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Donald Trumps Entscheidung kritisiert , Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Libyens Ministerpräsident Al -Sarradsch sprach sich für eine Fortsetzung des Friedensprozesses in der Region aus.

Merkel kritisiert Trumps Jerusalem - Entscheidung : Trump erkennt Jerusalem als Hauptstadt Israels an Die USA werden ihre Botschaft von Tel Libyens Ministerpräsident Al -Sarradsch sprach sich für eine Fortsetzung des Friedensprozesses in der Region aus.

US-Präsident Trump hat mit seiner Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, Proteste und Demonstrationen in mehreren arabischen Ländern ausgelöst. Auch Kanzlerin Merkel ist skeptisch. © REUTERS US-Präsident Trump hat mit seiner Entscheidung, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, Proteste und Demonstrationen in mehreren arabischen Ländern ausgelöst. Auch Kanzlerin Merkel ist skeptisch.

• Bundeskanzlerin Merkel wünscht sich eine Wiederbelebung der Debatte über eine Zwei-Staaten-Lösung für den Nahen Osten.

• Sie kritisiert die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen.

• In mehreren arabischen Ländern kommt es zu Protesten und Demonstrationen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Donald Trumps Entscheidung kritisiert, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Die Bundesregierung sei mit dem Alleingang des US-Präsidenten "nicht einverstanden", sagte sie nach einem Treffen mit dem libyschen Ministerpräsidenten Fajis al-Sarradsch in Berlin.

Araber fordern Anerkennung Palästinas

  Araber fordern Anerkennung Palästinas Mit seiner Entscheidung legalisiere Donald Trump die Besetzung Ostjerusalems durch Israel, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister des Staatenbündnisses in Kairo. Damit bezog sich Gheit auf die Besetzung und spätere Annexion Ostjerusalems durch Israel im Sechstage-Krieg 1967. Mit seiner Entscheidung legalisiere Donald Trump die Besetzung Ostjerusalems durch Israel, sagte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Ahmed Abul Gheit, bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister des Staatenbündnisses in Kairo.

Entrüstung in arabischer Welt: Merkel kritisiert Trump in Jerusalem -Frage. Israel jubelt, die arabische Welt schäumt – und auch in Europa schlägt die Entscheidung von US-Präsident Trump , Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, hohe Wellen: Kanzlerin Merkel distanziert sich

Stehen in der Jerusalem -Frage Seite an Seite: Russlands Präsident Putin und der türkische Präsident Erdoğan. Auch Gastgeber Erdoğan bekräftigte seine Kritik an Trumps Entscheidung : Er warf der US-Regierung vor, Gewalt von israelischer Seite Vorschub geleistet zu haben.

Sie wünsche sich eine Wiederbelebung der Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung, in deren Rahmen auch der Status von Jerusalem verhandelt werden müsse.

"Es darf keinen einseitigen Beschluss geben", sagt al-Sarradsch

Mit Blick auf ein mögliches stärkeres Engagement Europas oder Deutschlands im Nahost-Friedensprozess sagte die Kanzlerin, die EU könne sich dabei zwar mit einbringen, aber alleine werde Europa keine Lösung für die Region finden. Dazu seien auch die USA notwendig. Deutschland halte sich hier an die einschlägigen UN-Resolutionen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini hatte angekündigt, die EU wolle versuchen, eine aktivere Rolle im seit Jahren festgefahrenen Nahost-Friedensprozess übernehmen zu wollen.

Palästinensische Fatah ruft zu weiteren Protesten im Jerusalem-Streit auf

  Palästinensische Fatah ruft zu weiteren Protesten im Jerusalem-Streit auf Nach der Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hat die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zu weiteren Protesten gegen Israel aufgerufen. Die Palästinenser sollten die "Konfrontation aufrechterhalten und auf alle Punkte ausweiten, an denen die israelische Armee präsent ist", hieß es in dem am Samstagabend veröffentlichten Aufruf. Die Arabische Liga forderte die USA derweil zur Rücknahme ihrer umstrittenen Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels auf. Als weiteres Zeichen des Protests gegen die US-Entscheidung sagte Abbas am Samstag zudem ein Treffen mit US-Vizepräsident Mike Pence ab.

> Abbas kritisiert Trumps Jerusalem - Entscheidung . 15. Januar 2018, 05:41 Uhr. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-Präsident Donald Trump als "Ohrfeige des Jahrhunderts" kritisiert .

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump , Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, deutlich kritisiert . Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte, die "Bundesregierung unterstützt diese Haltung nicht

Libyens Ministerpräsident Al-Sarradsch sprach sich für eine Fortsetzung des Friedensprozesses in der Region aus. Libyen unterstütze die palästinensische Sache - "es darf keinen einseitigen Beschluss geben", sagte er. Das Vorgehen Trumps bedrohe den Frieden in der Region und führe zu mehr Konflikten.

In mehreren arabischen Ländern hat es nach der weltweit kritisierten Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Donald Trump Proteste und Demonstrationen gegeben. Unter anderem in den Hauptstädten von Ägypten, Tunesien und Jordanien waren am Donnerstag mehrere hundert Menschen auf die Straße gegangen, um friedlich gegen die US-Politik im Nahen Osten zu protestieren.

Israel schließt nach Raketenbeschuss Grenze zum Gazastreifen .
Israel hat als Reaktion auf wiederholten Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen die beiden Grenzübergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen. Wie lange die Übergänge gesperrt bleiben sollen, teilte das Militär am Donnerstag nicht mit. In der Nacht waren erneut Raketen aus dem Gazastreifen nach Israel abgeschossen worden. Zwei Flugkörper wurden vom Raketenabwehrsystem Eiserne Kuppel abgefangen, eine Rakete schlug auf unbewohntem Gelände ein. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin nach eigenen Angaben Angriffe auf drei Einrichtungen der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas.

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