Welt & Politik Merkel: Gebot der Stunde - Kontakte reduzieren

15:25  24 oktober  2020
15:25  24 oktober  2020 Quelle:   dw.com

Angela Merkel: Reden, reden, reden

  Angela Merkel: Reden, reden, reden Angela Merkel ist oft vorgeworfen worden, ihre Politik zu wenig zu erklären. Nun kommuniziert sie auf allen Kanälen. Auch das zeigt, wie ernst sie die Lage einschätzt. © Kay Nietfeld/​dpa Angela Merkel verteidigt in der Bundespresskonferenz den beschlossenen Lockdown light. Eines kann man Angela Merkel derzeit bestimmt nicht vorwerfen: dass sie sich rarmachen würde. Am vergangenen Mittwoch erläuterte sie nach einer Konferenz mit den Ministerpräsidenten die gerade vereinbarten Maßnahmen für einen Lockdown light in einer Pressekonferenz. Am Tag danach gab sie im Bundestag eine Regierungserklärung dazu ab.

Und das Gebot der Stunde heißt für uns alle: Kontakte reduzieren . Viel weniger Menschen treffen", sagte sie in ihrem Videopodcast. Merkel hatte sich bereits mit den Beschlüssen der vergangenen Runde mit den Ministerpräsidenten vor eineinhalb Wochen unzufrieden gezeigt.

Und genau das sei jetzt eingetreten, konstatiert „Daily Secrets“, denn die EU sei heute Dank Frau Merkel so zerrissen wie nie und die Bundesrepublik Deutschland beginne mehr und mehr einer Bananenrepublik zu gleichen. Mission erfüllt!

Bundeskanzlerin Merkel ruft die Bürger nochmals dazu auf, sich möglichst selten mit anderen Menschen zu treffen. Es gelte "noch dringender" das, was sie letzte Woche gesagt habe, so Merkel in ihrem neuen Podcast.

Kanzlerin Angela Merkel fordert die Bürger in Deutschland abermals zur Mithilfe auf © 2020 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung Kanzlerin Angela Merkel fordert die Bürger in Deutschland abermals zur Mithilfe auf

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat Bundeskanzlerin Angela Merkel alle Bürger in Deutschland ein weiteres Mal eindringlich zu einer Reduzierung der Kontakte aufgefordert. Es gelte heute "noch dringender" das, was sie vergangene Woche gesagt habe - und zwar "Wort für Wort", so Merkel in ihrem neuen Video-Podcast. Das Gebot der Stunde heiße "Kontakte reduzieren", unterstrich die Kanzlerin.

Coronavirus: Merkels Theorie der Gerechtigkeit

  Coronavirus: Merkels Theorie der Gerechtigkeit In der Bundespressekonferenz versucht die Kanzlerin, das Warum der neuen Corona-Einschränkungen zu erklären. Es gebe nur zwei Alternativen, um absolute Gerechtigkeit herzustellen. © Filip Singer/Pool/Getty Images Merkel sagt in der Bundespressekonferenz, sie wolle noch einmal das Warum der Maßnahmen erläutern. Merkels Theorie der GerechtigkeitNur einmal verliert Angela Merkel den Überblick.

„Risikogebiet Deutschland - Schaffen wir die Wende?“ lautete das Thema des jüngsten „Maybrit Illner“-Talks. Das Fazit: Vor allem die Regierung braucht eine Wende, und zwar in Bezug auf den Tonfall, in dem sie mit der Bevölkerung über die Pandemie redet.

«Es ist und bleibt das Gebot der Stunde , die Bevölkerung zu schützen und unseren Krankenhäusern wertvolle Zeit für die Behandlung der Patienten zu verschaffen.» In der Telefonkonferenz war beschlossen worden, die Beschränkungen wegen der Corona-Krise bis mindestens 19.

Vor einer Woche hatte Merkel an dieser Stelle in einem dramatischen Appell die Bürger zur Mithilfe aufgefordert. Die Videobotschaft rief viele Reaktionen hervor. Eine Woche später habe sich die Pandemielage noch weiter zugespitzt, wies Merkel jetzt darauf hin. "Für mich gilt das, was ich Ihnen letzte Woche gesagt habe, noch Wort für Wort (...) Und so folgt jetzt noch einmal der Podcast vom vergangenen Samstag", so die Kanzlerin.

Appell von letzter Woche abgespielt

Dann wird ihre Ansprache vom vorigen Samstag abgespielt. Darin hatte Merkel dazu aufgerufen, Kontakte außerhalb der eigenen Familie deutlich zu verringern und darum gebeten, auf Reisen und Feiern, die "nicht wirklich zwingend notwendig" sind, zu verzichten.

Mit diesem ungewöhnlichen Schritt wolle die Kanzlerin unterstreichen, wie ernst die gegenwärtige Situation in der Corona-Pandemie sei, teilte ein Sprecher der Bundesregierung ergänzend mit.

Neuer Teil-Lockdown: Machen die Deutschen das mit?

  Neuer Teil-Lockdown: Machen die Deutschen das mit? Mehr als vier Stunden haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten verhandelt - und dabei drastische Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen. Doch wie werden die Bürger darauf reagieren? © Jan Huebner/imago images Provided by Deutsche Welle Mit neuen, harten Regeln wollen Bund und Länder von Montag an bis Ende November versuchen, die schnell steigenden Corona-Infektionszahlen wieder unter Kontrolle zu bringen. "Wir müssen uns der Welle entgegen stemmen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den Beratungen.

Haigerloch (dpa) - Einen Tag vor den wichtigen Landtagswahlen in drei Bundesländern hat Kanzlerin Angela Merkel ihre Flüchtlingspolitik noch einmal verteidigt. Beim Wahlkampfabschluss der CDU Baden-Württemberg rechtfertigte die CDU-Vorsitzende die Entscheidung vom September, Tausenden

Reiter: Zum Beispiel ein bedingungsloses Grundeinkommen, das ist ein Gebot der Stunde . Statt ein Hilfspaket nach dem anderen zu schnüren, wäre es zielführender, jeder und jedem ein monatliches Fixum zukommen zu lassen. Das wäre eine gute Möglichkeit, den Zusammenhalt in der Gesellschaft

Mehr als 10.000 Todesfälle

Die Zahl der Todesopfer der Corona-Pandemie in Deutschland überstieg inzwischen die symbolische Marke von 10.000. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte, wurden im Zusammenhang mit einer COVID-19-Erkrankung insgesamt bislang 10.003 Todesfälle registriert. Dies waren 49 Tote mehr als einen Tag zuvor.

Gleichzeitig setzt sich die hohe Welle der täglichen Corona-Neuinfektionen fort. Nach Angaben des RKI stieg ihre Zahl im Vergleich zum Vortag um 14.714 und damit auf einen neuen Höchstwert. In diese Zahl sind allerdings Infektionen eingerechnet, die am Vortag aufgrund einer technischen Panne bei der Übermittlung der Daten noch nicht erfasst worden waren. Am Donnerstag und Freitag hatte das RKI jeweils von mehr als 11.000 neuen Fällen gesprochen.

Altmaier warnt vor Herunterfahren der Wirtschaft

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sprach von einer dramatischen Lage und warnte zugleich vor einem weiteren Herunterfahren der Wirtschaft. "Einen neuen flächendeckenden 'Lockdown' darf es nicht geben und ich halte ihn auch nicht für erforderlich", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Deutschland verhängt eine teilweise Sperrung, um die Ausbreitung von COVID zu kontrollieren

 Deutschland verhängt eine teilweise Sperrung, um die Ausbreitung von COVID zu kontrollieren Berlin - Angesichts der zunehmenden -Coronavirus--Infektionen kündigten deutsche Beamte am Mittwoch neue Beschränkungen und eine teilweise Sperrung für den Monat November an, um zu versuchen, die Ausbreitung von COVID-19 wieder unter Kontrolle zu bringen. Ab Montag sind Bars, Kinos und Clubs geschlossen, Restaurants dürfen nur noch geliefert und ausgeführt werden, und Personen dürfen sich nur in Gruppen von höchstens 10 Personen mit Mitgliedern eines anderen Haushalts im Freien treffen.

"Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Entscheidung, die deutschen Grenzen in der Flüchtlingskrise 2015 nicht geschlossen zu haben, abermals verteidigt.

Merkel hatte bei einer Videokonferenz des CDU-Präsidiums Ende September nach Angaben aus Teilnehmerkreisen vor einem deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland gewarnt. Wenn diese sich wöchentlich so weiterentwickelten, werde es zu Weihnachten

Peter Altmaier am 5. Oktober beim © John MacDougall/AFP Peter Altmaier am 5. Oktober beim

Der CDU-Minister rief Bund und Länder dazu auf, "in größerer Einmütigkeit in den nächsten Tagen notwendige Beschlüsse zu fassen". Deutschland könne sich nicht länger Flickenteppiche von Regelungen leisten und müsse eine unkontrollierte Ausbreitung des Virus verhindern. "Wir haben dringenden Handlungsbedarf - sowohl zum Schutz der Gesundheit als auch, um den Erholungsprozess der deutschen Wirtschaft nicht zu gefährden", betonte Altmaier.

se/fab (dpa, kna, rtr, afp, bundesregierung.de)

Deutschland Coronavirus: Bundeskanzlerin Angela Merkel verhängt im November eine teilweise Sperrung .
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich bereit erklärt, eine teilweise zweite Sperrung einzuführen, um die steigenden Coronavirus-Fälle im Land zu kontrollieren. © Pool / Getty Images Europa / Getty Images Bundeskanzlerin Angela Merkel wartet auf Delegierte auf der Balkankonferenz der Bundesregierung in der Kanzlei am 28. August 2014 in Berlin.

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