Welt & Politik Donald Trump verharmlost erneut Covid-19: "Ich hatte es, hier bin ich"

01:40  25 oktober  2020
01:40  25 oktober  2020 Quelle:   spiegel.de

Trump und Biden stellen sich Wähler-Fragen

  Trump und Biden stellen sich Wähler-Fragen Ein Fernsehabend als Sinnbild für den Wahlkampf: Statt in einem Raum gemeinsam vor Publikum auf drängende Fragen zu antworten, treten Donald Trump und Joe Biden bei konkurrierenden Veranstaltungen auf. © Jim Watson/Brendan Smialowski/AFP/Getty Images Provided by Deutsche Welle Nach der Absage ihres TV-Duells wegen der zurückliegenden Corona-Infektion von Donald Trump haben sich der US-Präsident und sein Herausforderer Joe Biden zeitgleich in zwei Fernsehsendern Fragen von Wählern gestellt. Knapp drei Wochen vor der Wahl am 3.

COVID - 19 . US-Präsident Donald Trump hat in einem Brief an WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus seine Kritik an der Organisation deutlich verschärft - und diese zugleich gewarnt: Sollte sich die Weltgesundheitsorganisation innerhalb der kommenden 30 Tage nicht zu "wesentlichen

Europa hat inzwischen mehr Corona-Tote zu beklagen als die USA. Doch vor allem die dramatische Entwicklung in Europa gibt Anlass zu der Befürchtung, dass sich die Ausbreitung von Covid - 19 nicht streng kausal nach den Plänen linker oder rechter, sozialdemokratischer oder konservativer Politiker

83.000 Menschen haben sich in den USA zuletzt binnen eines Tages mit dem Coronavirus angesteckt, täglich sterben Hunderte Infizierte. Präsident Donald Trump spielt das Risiko derweil weiter herunter.

  Donald Trump verharmlost erneut Covid-19: © TOM BRENNER / REUTERS

US-Präsident Donald Trump will trotz einer neuen Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen keine besondere Gefahr durch das Virus erkennen. "Ich hatte es, hier bin ich", sagte Trump mit Bezug auf seine Covid-19-Erkrankung bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat North Carolina. "Und jetzt sagen sie, dass ich immun bin."

Der Präsident war Anfang Oktober für drei Tage im Walter-Reed-Militärhospital nördlich von Washington behandelt worden. Dabei wurde ihm unter anderem ein noch experimentelles Antikörper-Medikament verabreicht, das er als "Heilmittel" bezeichnete. Bei Tausenden Landsleuten verlief Covid-19 derweil weniger glimpflich: Bis Samstag starben mehr als 224.000 Amerikaner an der Krankheit.

-Konservative stehen vor dem moralischen Dilemma von Impfstoffen, Behandlungen aus fötalen Gewebezellen

-Konservative stehen vor dem moralischen Dilemma von Impfstoffen, Behandlungen aus fötalen Gewebezellen Der Wettlauf um die Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungen für COVID-19 hat ein langjähriges Dilemma für religiöse Konservative neu hervorgehoben: Ein Großteil der Spitzenforschung beruht auf der Verwendung von Material aus menschlichem fötalem Gewebe - etwas, gegen das sie jahrelang gekämpft haben. © Universal Images Group über Getty Images, DATEI Ein koloriertes Sonogramm zeigt einen menschlichen Fötus nach 12 Wochen Entwicklung.

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem US-amerikanischen Fernsehsender ABC angedeutet, dass er wisse, wer tatsächlich für die Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich ist. Konkrete Namen wollte er aber nicht nennen.

Bekannt für seine unberechenbare Politik und seine verbalen Provokationen, hält Donald Trump Den unverhohlenen Hass seiner Gegner, vor allem der Intellektuellen, scheint er sogar zu genießen. Nach seinem Aufenthalt im Krankenhaus im Zuge seiner Covid - 19 -Erkrankung ist Donald Trump

Die Wähler stünden nun vor der Wahl "zwischen einem Trump-Super-Boom und einem Biden-Lockdown", sagte der Präsident der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Die USA seien auf dem Weg aus der Krise.

"Covid, Covid, Covid, Covid, Covid"

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA an einem Tag stieg zuletzt auf mehr als 83.000 - der bisher höchste Wert. Trump führte die Entwicklung darauf zurück, dass mehr als früher getestet werde. "Wenn wir halb so viel testen würden, wäre die Zahl halb so hoch."

Überhaupt werde in den Medien ständig über das Virus geredet. "Macht man den Fernseher an: "Covid, Covid, Covid, Covid, Covid", beschwerte sich der Präsident.

Tatsächlich wird auch in den USA inzwischen deutlich mehr getestet als noch während der ersten Welle der Corona-Pandemie. Dennoch ist der zuletzt deutliche Anstieg der Fallzahlen ein Alarmsignal - zumal die USA bereits jetzt das Land mit den weltweit meisten Todesopfern durch Corona-Infektionen sind. Zuletzt starben an einem Tag mehr als 900 Menschen mit Sars-CoV-2.

Trumps Kampagne ist verzweifelt, da er immer wieder Strategien wiederverwendet, die gegen Hillary Clinton gewirkt haben, aber nicht auf Joe Biden landen. Berichten zufolge hat

 Trumps Kampagne ist verzweifelt, da er immer wieder Strategien wiederverwendet, die gegen Hillary Clinton gewirkt haben, aber nicht auf Joe Biden landen. Berichten zufolge hat © MANDEL NGAN / AFP über Getty Images -Präsident Donald Trump am Ende einer Kundgebung in Carson City Nevada am 18. Oktober 2020. MANDEL NGAN / AFP über Getty Images Das Trump-Kampagnenteam ist besorgt, dass die Angriffe von Präsident Donald Trump auf Joe Biden keine Verbindung herstellen, berichteten The New York Times und The Associated Press .

US-Präsident Donald Trump hat massive Einreisebeschränkungen verfügt, um «radikale islamische Trump und Covid - 19 Das sieht die Verfassung vor, wenn der Präsident nicht mehr kann. mehr. Ziel der Maßnahme sei es , durch neue gründliche Überprüfungsmechanismen sicherzustellen, dass keine

US-Präsident Donald Trump hat seine erste Reaktion auf die Gewalt bei der Rassisten-Kundgebung in Charlottesville vehement verteidigt. 19 Menschen wurden verletzt. "Nicht alle von diesen Menschen waren Neonazis, glauben Sie mir . Beim besten Willen waren nicht alle von ihnen Vertreter

Nach der Präsidentenwahl am 3. November werde man davon nichts mehr hören, behauptete Trump. Zu Trumps Auftritt kamen mehrere Tausend Anhänger. Viele von ihnen trugen keine Masken und hielten auch keinen Abstand.

Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden hatte Trump für seine Aussagen zum Coronavirus zuletzt scharf attackiert. "Wie mein Großvater sagen würde: 'Der Typ hat nicht mehr alle Tassen im Schrank', wenn er glaubt, dass wir über den Berg sind", sagte Biden. "Es wird schlimmer, und er lügt uns weiterhin über die Gegebenheiten an."

Biden macht Wahlkampfevent als Drive-In

"Es wird ein dunkler Winter, wenn wir jetzt nicht unseren Kurs ändern", sagte der Demokrat nun laut Reuters bei einem Wahlkampfevent in Pennsylvania. Zu seinem Drive-In-Auftritt kamen die Anhänger in eigenen Autos, um mögliche Coronavirus-Infektionen zu vermeiden oder zumindest einzugrenzen.

Trump machte sich indes über das Konzept lustig. "Da waren so wenige Autos, ich hab noch nie so ein Publikum gesehen", sagte Trump. "Es war nur eine winzige, winzige kleine Gruppe. Man konnte die Autos hören: hup hup."

Trump hatte zuletzt mitgeteilt, dass er seine Stimme bereits jetzt abgegeben habe. Er suchte dafür ein Wahllokal in einer Bibliothek in West Palm Beach im Bundesstaat Florida auf. "Ich habe für einen Typen namens Trump abgestimmt", sagte Trump vor Fernsehkameras.

Wie viel Wasser braucht es, um 30 gemeinsame Gegenstände zu schaffen? .
Präsident Donald Trump versuchte immer wieder, den demokratischen Rivalen Joe Biden wegen kontroverser politischer Positionen anzugreifen, die Biden während der zweiten und letzten -Präsidentendebatte nicht innehatte Donnerstag Nacht. Er behauptete fälschlicherweise, Biden wolle eine nationale Sperrung verhängen, um COVID-19 zu kontrollieren, Fracking zu verbieten und die private Krankenversicherung abzuschaffen.

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