Welt & Politik Polizei führt Aktivisten in Hongkong ab

14:45  27 oktober  2020
14:45  27 oktober  2020 Quelle:   dw.com

-Demonstrantin in Hongkong 14 Monate in China festgehalten

-Demonstrantin in Hongkong 14 Monate in China festgehalten Eine prominente Demonstrantin in Hongkong trat zum ersten Mal seit 14 Monaten öffentlich auf und berichtete den Medien, dass sie auf dem chinesischen Festland festgehalten worden war. © Getty Images Alexandra Wong, von ihren Protestkollegen "Grandma Wong" genannt, gab am Samstag eine emotionale Pressekonferenz. Alexandra Wong, 64, erhielt den Spitznamen "Grandma Wong" und wurde bei Protesten oft mit einer britischen Flagge dargestellt.

Die Aktivisten fordern jedoch den Rücktritt der Hongkonger Regierungschefin Carrie Lam, freie Wahlen sowie eine unabhängige Untersuchung der Polizeigewalt bei den Also eine Meldung aus Hong Kong über eine erfolgreiche Razzia - und , ach ja, demonstrien tun die in Hong Kong wohl immer noch.

Die Polizei will illegale Essbuden schließen, Aktivisten stellen sich ihr in den Weg. Der Streit eskalliert. Vermummte Aktivisten legen Feuer und werfen Steine, Beamte antworten mit Schlagstöcken und Tränengas: In Hongkong ist in der Nacht zum Dienstag eine Polizeiaktion außer

Einer von ihnen wollte im US-Konsulat Asyl beantragen. Wenige Meter vor seinem Ziel griffen die Sicherheitsbehörden zu.

Provided by Deutsche Welle © Isaac Lawrence/AFP Provided by Deutsche Welle

Der Student Tony Chung (Archivbild) ist in einem Café in unmittelbarer Nähe des US-Konsulats von Beamten des neuen Hongkonger Sicherheitsbüros abgeführt worden. Der 19-Jährige habe in der diplomatischen Vertretung um Asyl bitten wollen, teilten Mitglieder der Demokratiebewegung mit. Außer Chung wurden noch zwei weitere Aktivisten in Gewahrsam genommen.

Alle drei waren bereits vor mehreren Wochen festgenommen und dann gegen Kaution wieder freigelassen worden. Sie hatten sich öffentlich für die Unabhängigkeit Hongkongs von China ausgesprochen.

Ein Netzwerk von 1.300 Websites, Zeitungen, die versuchen, die Lücke geschlossener lokaler Nachrichtenagenturen zu schließen, sollen eine von republikanischen Aktivisten und PR-Firmen bezahlte Pay-for-Play-Operation sein.

 Ein Netzwerk von 1.300 Websites, Zeitungen, die versuchen, die Lücke geschlossener lokaler Nachrichtenagenturen zu schließen, sollen eine von republikanischen Aktivisten und PR-Firmen bezahlte Pay-for-Play-Operation sein. © Getty Images Das Nachrichtennetzwerk wuchs von etwa 300 Websites von Juni bis Oktober letzten Jahres auf fast 1.300, da die lokalen Zeitungen weiterhin landesweit geschlossen werden. Getty Images Ein Netzwerk von 1.300 Websites, die versuchen, die Lücke geschlossener lokaler Zeitungen zu schließen, ist angeblich eine "Pay-for-Play" -Operation, die von republikanischen Aktivisten und PR-Firmen bezahlt wird, berichtete die New York Times am Sonntag.

Hongkonger Demokratie- Aktivisten haben schwere Vorwürfe gegen die Polizei und die Regierung in der chinesischen Sonderverwaltungszone erhoben. Hongkong habe sich "von einer modernen globalen Stadt in einen Polizeistaat mit Polizeigewalt" verwandelt, sagte Joshua Wong am Rande

Hunderte Aktivisten haben sich derzeit in der Polytechnischen Uni verschanzt. Sie bräuchten "eine Basis, um unser Material zwischenzulagern und uns nachts Tatsächlich riefen Aktivisten in den Onlinenetzwerken für Montag zu einer "Dämmerungsaktion" auf. "Stehen Sie früh auf, zielen Sie

Hebel in Gesetzesform


Video: Alarmstufe "dunkelrot" in München: Ab jetzt gelten diese verschärften Regeln (SAT.1)

Grundlage für das Vorgehen der Behörden gegen die Demokratiebewegung ist das von China Ende Juni erlassene umstrittene Sicherheitsgesetz für die frühere britische Kronkolonie. Es richtet sich gegen Aktivitäten, die Peking als subversiv, separatistisch oder terroristisch ansieht. Dies ist der bisher stärkste Eingriff in Hongkongs Autonomierechte, die bei der Übergabe an China festgeschrieben wurden. Kritiker sehen in dem Gesetz den Versuch, unliebsame Meinungen zu unterdrücken und Menschenrechte wie Demonstrationsfreiheit auszuhebeln.

Protest gegen die © May James/AFP/Getty Images Protest gegen die

Mehrere prominente Anhänger der Demokratiebewegung haben Hongkong wegen des Sicherheitsgesetzes bereits verlassen. Zwölf Aktivisten, die Ende August versucht hatten, per Schnellboot nach Taiwan zu fliehen, wurden von der chinesischen Küstenwache aufgegriffen. Sie befinden sich seither auf dem chinesischen Festland in Haft.

In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Deutschland erstmals seit Inkrafttreten des Gesetzes einem Flüchtling aus der chinesischen Sonderverwaltungszone Asyl gewährt hatte. Es handelt sich um eine 22 Jahre alte Studentin, die bereits im vergangenen November in die Bundesrepublik gekommen war.

jj/ww (dpa, afp)

Polizei in Hongkong hält drei Personen nach nationalem Sicherheitsgesetz fest .
Von Jessie Pang © Reuters / JAMES POMFRET DATEIFOTO: Der Unabhängigkeitsaktivist Tony Chung ist in einer Straße in Hongkong, China, abgebildet. HONGKONG (Reuters) - Polizei in Hongkong am Am Dienstag wurden drei Personen nach dem umstrittenen nationalen Sicherheitsgesetz der Stadt wegen des Verdachts der Veröffentlichung von Inhalten festgenommen, um andere zum Austritt aus China anzuregen.

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