Welt & Politik Coronavirus weltweit: USA messen erneut Höchstwert für Corona-Infektionen

08:50  30 oktober  2020
08:50  30 oktober  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

Coronavirus in Deutschland: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

  Coronavirus in Deutschland: Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Für inländische Reisende gelten nach einem Gerichtsbeschluss auch in Mecklenburg-Vorpommern keine Beherbergungsbeschränkungen mehr.• Ein Gericht kippt die Beherbergungsbeschränkungen für inländische Reisende in Mecklenburg-Vorpommern.

10.) ihre bisherigen Höchstwerte bei den Corona -Neuinfektionen. Die Zahl der Neuinfektionen in Die USA verzeichnen bis jetzt etwa 8,63 Millionen bestätigte Infektionen – das ist ein Rekord. Das Land zählt zu den wenigen Ländern weltweit , die bisher keine Coronavirus - Infektionen bestätigt

Coronavirus : Nachrichten und Information zum SARS CoV 2, den Symptomen, Schutzmaßnahmen und dem weltweiten Kampf gegen die Pandemie. Offiziell gibt es fünf Corona-Zweitinfektionen weltweit . Der neueste Fall wurde in den USA dokumentiert Die Zahl der Corona - Infektionen steigt.

• Die höchsten Werte werden in für Trump wichtigen Swing States gemessen.

Ein Test-Zentrum in Sioux Falls, South Dakota. Die USA verzeichnen mehr Corona-Infektionen als je zuvor. © REUTERS Ein Test-Zentrum in Sioux Falls, South Dakota. Die USA verzeichnen mehr Corona-Infektionen als je zuvor.

• Lockdown für zwei Millionen weitere Menschen in England.

• Frankreich bestätigt fast 48 000 Neuinfektionen, Spanien verlängert den nationalen Notstand bis Mai 2021.

• Griechenland verhängt über drei Städte im Norden und der Mitte des Landes einen Lockdown.

• Polen registriert mit mehr als 20 000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchststand.

Die aktuellen Meldungen aus Deutschland im Überblick

Markus Söder: Geht's jetzt ein bisschen leiser?

  Markus Söder: Geht's jetzt ein bisschen leiser? Zu forsch, dazu Pannen und Hotspots in Bayern: Der als Krisen-Bezwinger gefeierte Markus Söder verliert nicht nur bei Konservativen an Unterstützung. Nun schwenkt er um © Christof Stache/​Getty Images Markus Söder im Landtag in München Dass er dieses Tempo, diese Lautstärke, nicht ewig würde aufrechterhalten können, war eigentlich klar: Zu Beginn der Corona-Krise war Markus Söder vorangaloppiert. Kraftvoll, selbstbewusst, ohne Zaudern. Ein politisches Urvieh eben, neben dem die 15 übrigen Landeschefs noch ein bisschen blasser aussahen.

Coronavirus -Pandemie: Erneut starker Anstieg von Infizierten und Todesfällen im Iran. Derweil meldete China am Donnerstag erneut nur wenige neue Coronavirus - Infektionen . Der Bereich misst einen Durchmesser von rund eineinhalb Kilometern und umschließt die Kleinstadt New

+++ Corona -News +++ Merkel warnt vor erneuten Grenzschließungen in Europa. Nach den USA und Indien verzeichnet Brasilien die meisten Infektionen mit dem Coronavirus - es sind über 5,4 Die Vereinten Nationen haben weltweit mehrere Zehntausend Mitarbeiter, dazu kommen die Mitarbeiter

USA messen erneut Höchstwert für Corona-Infektionen

Die USA haben am Donnerstag so viele neue Corona-Infektionen registriert wie noch nie. Es seien mehr als 91 000 Fälle hinzugekommen, ergab eine Zählung der Nachrichtenagentur Reuters. Der bisherige Tagesrekord wurde am 23. Oktober mit 84 169 Fällen gemeldet. Weltweit hält Indien mit 97.894 Infektionen den Höchstwert für registrierte Neuinfektionen an einem einzelnen Tag.

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Gesundheitsminister Jens Spahn: "Bei manchen Regeln fragt man sich: Passt das eigentlich zueinander?"

  Gesundheitsminister Jens Spahn: In Deutschland wurde ein neuer Höchstwert für nachgewiesene Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages erreicht: Nach Angaben des RKI vom Donnerstag (22. Oktober 2020) meldeten die Gesundheitsämter 11.287 neue Fälle. Die Sorge vor einem erneuten Herunterfahren des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens wird somit stetig größer. Doch Gesundheitsminister Jens Spahn (40) gab jüngst Entwarnung. "Einen zweiten Lockdown, so wie er immer gemeint wird, sehe ich nicht", erklärte er im Interview auf Jodel. © Bereitgestellt von BUNTE.

Mehr als 365'000 Menschen sind bisher weltweit an der Lungenkrankheit Covid-19 und ihren Folgen gestorben. Südkorea hat die Beschränkungen für Menschen in der Millionenmetropole Seoul wieder verschärft, nachdem das Coronavirus in einem Verteilzentrum erneut ausgebrochen ist.

Coronavirus -Liveticker Coronavirus : Alle Karten und Zahlen. Corona - Infektionen auf Rekordhoch – Gesundheitsämter stoßen ans Limit. Nach Auskunft der Behörden dürften die Höchstwerte im Frühling allerdings viel höher gewesen sein, weil sie mangels ausreichender Tests nicht erfasst wurden.

Neben den Neuinfektionen nehmen auch die Todesfälle und Krankenhausaufenthalte zu. Zum dritten Mal im Oktober starben am Donnerstag binnen 24 Stunden mehr als 1000 Menschen mit dem Virus. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Todesopfer in den USA auf 229 000.

Zu den aktuell am härtesten betroffenen US-Bundesstaaten gehören die im Präsidentschaftswahlkampf heiß umkämpften Ohio, Michigan, North Carolina, Pennsylvania und Wisconsin. Hier könnte sich entscheiden, ob der republikanische Präsident Donald Trump eine zweite Amtszeit erhält oder der demokratische Herausforderer Joe Biden sein Nachfolger wird. Die Wahl findet am 3. November statt.

Lockdown für zwei Millionen weitere Menschen in England

Wegen rapide steigender Corona-Neuinfektionen müssen sich zwei Millionen weitere Menschen in England auf Beschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen. Betroffen sei die Region West Yorkshire, für die ab Montag die höchste Stufe in einem dreistufigen Warnsystem der Regierung gelten solle, teilten Behördenvertreter am Donnerstagabend mit. Danach müssen die meisten Pubs und einige Geschäfte schließen, die Menschen dürfen sich in ihren Wohnungen nicht mit Mitgliedern anderer Haushalte treffen.

Corona-Neuinfektionen nehmen weltweit rasch zu

  Corona-Neuinfektionen nehmen weltweit rasch zu Weltweit haben sich schon mehr als 42 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, mehr als 1,1 Millionen Infizierte sind gestorben. In Europa verschärfen viele Staaten die Anti-Corona-Schutzmaßnahmen. © Rick Bowmer/AP Photo/picture-alliance Medinische Fachkräfte in einem Corona-Testzentrum in Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah Die Zahl der Corona-Neuinfektionen weltweit steigt und steigt. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind mehr als 42 Millionen Menschen Träger des neuartigen Coronavirus. Täglich werden weitere Negativrekorde gemeldet.

Corona-Fälle weltweit . Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da? Die folgende Grafik zeigt, wie viele Neuinfektionen ausgewählte Länder im Schnitt Wer mehr testet, findet auch mehr Corona - Infektionen . Deshalb müsse man sich keine Sorgen wegen steigender Fallzahlen machen.

Wie viele bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus gibt es aktuell und wie haben sich diese Zahlen seit Januar entwickelt? Wie viele Patienten sind genesen und wie viele an den Folgen der Coronavirus - Infektion gestorben? Mehrmals täglich werden die Karten mit Daten aktualisiert, die die

Die Gegend mit den Großstädten Leeds und Bradford gesellt sich zu weiten Teilen Nordenglands, in denen bereits Beschränkungen gelten.

Die britische Regierung von Premierminister Boris Johnson will einen landesweiten Lockdown vermeiden und setzt auf regionale Maßnahmen, um Ausbrüchen Herr zu werden. Doch wenden wissenschaftliche Berater ein, dass Sperrmaßnahmen für das ganze Land womöglich der einzige Weg seien, um die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu erlangen. Vorläufige Ergebnisse einer fortlaufenden Großstudie zur Pandemie in England deuten darauf hin, dass sich jeden Tag rund 96 000 Menschen anstecken. Die Zahl der Neuinfektionen in dem Landesteil verdoppele sich alle neun Tage.

  • Hauptsache Lockdown: Wie andere Länder die zweite Corona-Welle in den Griff bekommen (SZ Plus)

Frankreich und Spanien melden neue Höchstwerte

Frankreich meldete am Donnerstag knapp 48 000 neue Positiv-Tests, die bisher höchste Zahl an Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Damit sind in dem Land insgesamt fast 1,3 Millionen Infektionen und 36 020 Todesfälle bekannt.

Lockdown Light: Ladet euch endlich die verdammte Corona-App herunter!

  Lockdown Light: Ladet euch endlich die verdammte Corona-App herunter! Das Infektionsgeschehen in Deutschland gerät zunehmend außer Kontrolle. Jeder sollte jetzt mithelfen, wo er kann. Dazu gehört neben Maske und Abstandsgeboten zuallererst endlich die Corona-Warn-App! © t3n Corona-Warn-App. Jetzt passiert wohl doch, was Wirtschaft und Politik unbedingt vermeiden wollten. Ob man es nun Lockdown nennen will oder nicht, das öffentliche Leben wird erneut merklich heruntergefahren. Die Gesundheitsämter sind überlastet. Die Infektionsketten lassen sich in vielen Fällen nicht mehr nachvollziehen.

Im Zweifel macht der Arzt oder ein Testzentrum einen Corona -Test, der Ihnen Klarheit bringt. Abstand halten, Hände waschen, Masken tragen und Lüften verhindern nicht nur eine Verbreitung des neuen Coronavirus , sie helfen auch Laut Weltgesundheitsorganisation starben weltweit mehr als

Das Coronavirus verbreitet sich um die Welt. Lesen Sie alle aktuelle Nachrichten zum Thema auf SZ.de. Corona und Reisen Impfung Atemschutzmasken Corona -App. Alles Wichtige zu Covid-19. Weltweit haben sich Millionen Menschen mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert, das

Schon am Mittwoch verkündete die Regierung deshalb einen neuen Lockdown, der bereits Freitag beginnen soll. Bürger dürfen sich demnach nicht mehr ohne Weiteres frei bewegen. Menschen können auf die Straße gehen, wenn sie arbeiten, wichtige Einkäufe erledigen, einen Arzt aufsuchen oder frische Luft schnappen wollen - müssen dafür dann aber eine Bescheinigung ausfüllen.

Präsident Macron will das Land mit seinen 67 Millionen Menschen aber nicht so weit lahmlegen wie noch während des Lockdowns im Frühjahr. Die Wirtschaft soll so weit wie möglich weiterlaufen; die Menschen sollen arbeiten, aber möglichst von zu Hause aus. Anders als im Frühjahr sollen die Schulen geöffnet bleiben. Bars, Restaurants und "nicht unentbehrliche Geschäfte" müssen jedoch schließen.

Reisen in andere Regionen des Landes sind ebenfalls nicht ohne Weiteres möglich - für die Rückkehr aus den Herbstferien soll es am Wochenende aber Ausnahmen geben. Die Maßnahmen sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet.

Auch in Spanien erreichte die Zahl an Neuansteckungen mit 23.580 am Donnerstag den höchsten Tageswert seit dem Beginn der Pandemie. Insgesamt gibt es damit knapp 1,2 Millionen bekannte Infekionen und 35 466 Todesfälle im Land.

Angesichts dieser Entwicklung hat das spanische Parlament am Donnerstag entschieden, den nationalen Corona-Notstand noch bis Mai 2021 zu verlängern. Auf Antrag der linken Minderheitsregierung unter Pedro Sánchez billigten die Abgeordneten in Madrid eine ebenso umstrittene wie lange Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes. Bei der Debatte vor der Abstimmung hatte Gesundheitsminister Salvador Illa vor "sehr schweren Monaten" gewarnt. Man müsse "zum Wohle aller vereint handeln", forderte er.

Week 8 der Deutschen: EQ verbaselt Touchdown

  Week 8 der Deutschen: EQ verbaselt Touchdown Am 8. Spieltag der NFL-Saison stehen zwei deutsche Profis auf dem Platz. Während Jakob Johnson einen Touchdown ermöglicht, verpasst Equanimeous St. Brown seine ersten NFL-Punkte.Wie schon in den vergangenen Wochen waren lediglich nur zwei der drei Deutschen im Einsatz.

Oppositionsführer Pablo Casado von der konservativen Volkspartei (PP) wies die lange Verlängerung als "juristischen Verstoß" zurück. Casado hatte zur "Rettung des Weihnachtsgeschäfts" einen Notstand nur bis Mitte Dezember gefordert. Bei der Abstimmung setzte sich die Regierung aber mit großer Mehrheit durch. Sánchez hatte bereits am Sonntag fast im ganzen Land eine zweiwöchige nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen.

Im Rahmen des Notstandes kündigen derweil immer mehr Regionen eine Abriegelung ihres Territoriums an. Am Donnerstag taten das auch Katalonien mit der Metropole Barcelona, Madrid sowie Kantabrien. Damit haben bereits 12 der 17 "Autonomen Gemeinschaften" eine Absperrung für bis zu zwei Wochen beschlossen. Die betroffenen Menschen dürfen ihre Region nur mit triftigem Grund verlassen - etwa, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren.

  • Italien und Frankreich zurück im Ausnahmezustand

Lockdown in drei nordgriechischen Städten

Die griechische Regierung hat einen Lockdown für die Städte Thessaloniki, Larisa und Rodopi in Mittel- und Nordgriechenland angeordnet. Wie bereits beim Ausbruch der Pandemie im Frühjahr müsse Griechenland härter und schneller Maßnahmen ergreifen als andere Länder, um das Schlimmste zu verhindern und den Druck auf das Gesundheitssystem zu mindern, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis.

Die Maßnahmen ähneln jenen in Deutschland; so sollen beispielsweise Kinder weiterhin zur Schule gehen, aber Versammlungen sind verboten und Restaurants müssen geschlossen bleiben. Am Freitag will die Regierung weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verkünden.

Check-in in Restaurants und mehr: Corona-Warn-App soll neue Funktionen bekommen

  Check-in in Restaurants und mehr: Corona-Warn-App soll neue Funktionen bekommen Die Corona-Warn-App erhält in den nächsten Wochen und Monaten weitere Funktionen. Sie sollen den Funktionsumfang erweitern und Nutzer stärker dazu anhalten, positive Testergebnisse zu melden. © t3n Corona-Warn-App. Während die Corona-Warn-App zurzeit auf Version 1.5.1 (Android) respektive 1.5.3 (iOS) läuft, soll die Anwendung bis Ende November auf Version 1.7 gebracht werden. Bis Ende Februar sei nach Informationen des Portals Business Insider mit Version 1.10 zu rechnen. Mit den Updates sollen zahlreiche neue Funktionen einziehen – unter anderem sollen Check-ins bei Restaurantbesuchen bequemer werden.

Griechenland war im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher verhältnismäßig schwach von Corona betroffen, doch in den vergangenen Wochen schnellten die Zahlen in die Höhe. Dennoch erziele man bisher bessere Ergebnisse als andere Länder, sagte Mitsotakis. "Ich würde sagen, dass wir rund zwei bis drei Wochen hinter der Entwicklung zurückbleiben, die andere europäische Länder derzeit erleben."

Erstmals wurden diese Woche in Griechenland binnen 24 Stunden mehr als 1500 neue Corona-Fälle verzeichnet. Das Land mit seinen etwa elf Millionen Einwohnern zählt seit Ausbruch der Pandemie gut 34 000 Infektionsfälle und 603 Tote. Zum Vergleich: Das einwohnermäßig ähnlich große Bundesland Baden-Württemberg verzeichnet insgesamt rund 75 000 Infektionen und fast 2000 Todesfälle. Die griechische Regierung hatte zu Beginn der Pandemie schnell reagiert und etwa Schulen noch vor anderen EU-Staaten geschlossen.

  • Welche Regeln für Urlaub im Ausland gelten

Polen registriert mehr als 20 000 Corona-Neuinfektionen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 20 000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 20 156 neue Fälle hinzu, die meisten davon (etwa 2633) in der Region Großpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum starben 301 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 18 820 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5149 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat etwa 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft.

  • Corona-Pandemie: Es geht an die Nerven (Videokolumne)

Fauci rechnet frühestens im Januar mit einem Impfstoff

In den USA wird es nach Ansicht des renommierten Immunologen Anthony Fauci vor Januar keinen Corona-Impfstoff geben. Klinische Studien für zwei experimentelle Impfstoffe seien weit fortgeschritten, die Erteilung einer Notfallzulassung durch die Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA sei jedoch nicht vor Januar zu erwarten, sagte Fauci am Mittwoch in einer Videoschalte mit dem Fachmagazin Jama Network. Fauci sagte, "es könnte Januar sein, es könnte später sein, das wissen wir nicht".

Fast 20.000 Neuinfektionen in Deutschland

  Fast 20.000 Neuinfektionen in Deutschland Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen erreicht einen neuen Höchstwert. Das Robert Koch-Institut meldet 19.900 Neuinfektionen. Aufgrund der vielen Corona-Tests sind die Labore stark ausgelastet - mit Folgen. © picture-alliance/dpa/S. Hoppe Provided by Deutsche Welle Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis zum 1. November) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.

Die am weitesten fortgeschrittenen klinischen Studien sind Fauci zufolge jene für die Impfstoffe des Biotech-Unternehmens Moderna und die Studie von Pfizer. Der Pharmariese arbeitet mit dem Mainzer Unternehmen Biontech zusammen. Für eine Notfallzulassung der FDA müssten die Daten der Hersteller die Verträglichkeit und die "anhaltende Wirksamkeit" ihres Impfstoffs belegen, sagte Fauci.

Faucis Äußerung steht im Widerspruch zu Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der wiederholt in Aussicht gestellt hat, dass es noch vor Jahresende einen Impfstoff geben werde. Kritiker werfen Trump vor, die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffs für seinen Wahlkampf zu instrumentalisieren.

Fauci leitet das Nationale Institut für Infektionskrankheiten (NIAID) und ist Mitglied der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Er gilt als integrer und unabhängiger Experte, der sich auch nicht scheut, Trump in wissenschaftlichen Belangen zu widersprechen.

Weltweit befinden sich mehrere experimentelle Impfstoffe in großen klinischen Studien. Eine Notfallgenehmigung der FDA entspräche noch keiner regulären Zulassung, deren Hürden deutlich höher sind. Mit der ersten Genehmigung könnte zum Beispiel aber bereits das Impfen von Angehörigen von Risikogruppen und medizinischem Personal beginnen.

  • Die Hoffnung auf einen Covid-19-Impfstoff wächst (SZ Plus)

Fast 4000 Neuinfektionen in Portugal

Portugal hat einen Rekord an Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Binnen 24 Stunden seien in dem Land mit 10,3 Millionen Einwohnern 3960 Ansteckungen erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch in Lissabon mit. Wegen der rapide steigenden Zahlen berief Ministerpräsident António Costa für Samstag eine Sondersitzung seines Kabinetts ein. Dabei werde man über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten, teilte die sozialistische Regierung mit. Die Lage sei "kritisch", sagte der für Gesundheit zuständige Staatssekretär António Lacerda Sales.

In dem lange Zeit vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommenen Land wurden bereits insgesamt fast 130 000 Infektionen verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, kletterte am Mittwoch um 24 auf 2395.

Reisewarnung für gesamte Türkei ab 9. November

Die Bundesregierung setzt die Reisewarnung für die ganze Türkei wegen der Corona-Pandemie zum 9. November wieder in Kraft. Die bisher bestehende Ausnahmeregelung für die Touristenregionen Aydın, Izmir, Muğla und Antalya am Mittelmeer würden nur noch bis zum 8. November gelten, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch in seinen Reisehinweisen für die Türkei im Internet mit.

Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung Anfang August nach langem Drängen der türkischen Regierung aufgehoben. Voraussetzung dafür war ein spezielles Tourismus- und Hygienekonzept, zu dem die Vorlage eines negativen Corona-Tests bei Ausreise zählt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Die Tests sind von den Rückreisenden auf eigene Kosten zu veranlassen (zwischen 15 und 30 Euro).

Die vier Urlaubsregionen in der Türkei sind im Moment die einzigen außerhalb Europas, für die nicht vor Reisen gewarnt oder von ihnen abgeraten wird.

Die Deutschen sind nach den Russen die zweitwichtigste Urlaubergruppe an den türkischen Mittelmeerstränden. Im vergangenen Jahr kamen etwa fünf Millionen Touristen aus Deutschland in Türkei. Die Türkei ist für deutsche Urlauber das drittbeliebteste Reiseland nach Spanien und Italien.

"Die Schweiz ist jetzt ein Hotspot auf europäischem Gebiet"

Die Schweiz hat nach stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen neue Beschränkungen für das öffentliche und soziale Leben verhängt. Bars und Restaurants müssen abends um 23 Uhr schließen, Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sowie sportliche und kulturelle Freizeitaktivitäten mit mehr als 15 Personen sind untersagt, wie der Bundesrat in Bern am Mittwoch erklärte. Tanzlokale werden völlig geschlossen, die Maskenpflicht wird ausgedehnt. Die Maßnahmen gelten ab Donnerstag und sind zeitlich unbefristet.

Am Mittwoch hatten die Schweiz und Liechtenstein 8616 Neuinfektionen in 24 Stunden verzeichnet, erneut ein deutlicher Anstieg in den zwei Ländern mit zusammen rund 8,6 Millionen Einwohnern. 28 Prozent aller Corona-Tests waren positiv. Zur Ergänzung der bereits jetzt voll ausgelasteten Laborkapazitäten von rund 30 000 PCR-Tests am Tag sollen ab kommender Woche auch 50 000 Antigen-Schnelltests pro Tag bereitstehen.

Einreisende müssen nur noch in Quarantäne, wenn sie aus einem Gebiet kommen, dessen sogenannte 14-Tages-Inzidenz - die Zahl der neu gemeldeten Coronavirus-Fälle pro 100 000 Einwohner in dem Zeitraum - mehr als 60 Fälle über dem der Schweiz liegt. Am Mittwoch lag der Wert in der Schweiz und Liechtenstein bei 762,5, in Deutschland im Vergleich dazu laut EU-Gesundheitsagentur ECDC bei 156,2. "Die Schweiz ist jetzt ein Hotspot auf europäischem Gebiet", sagte Bundesrat Alain Berset. Bis jetzt galten in der Schweiz noch sehr lockere Regelungen. So waren seit Anfang des Monats theoretisch Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen erlaubt.

Missliche Entscheidungen in der Schweiz

Von der Leyen: "Nicht die Zeit, lockerzulassen"

Einen Tag vor dem geplanten Videogipfel der EU-Staats- und -Regierungschefs hat sich Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zu notwendigen weiteren Maßnahmen geäußert. Sie rief die Mitgliedsstaaten zu schärferem und zugleich besser koordiniertem Vorgehen gegen die Pandemie auf. "Wir sind alle gemeinsam in dieser Krise", erinnerte die Deutsche und mahnte, dass kein Mitgliedsland mit eigenmächtigem Vorgehen als Gewinner aus der Pandemie hervorgehen könne. Der Anstieg der Zahl der Neuinfektionen in der EU sei "alarmierend".

Von der Leyen betonte, dass das Teilen von Daten und Erkenntnissen ein wichtiger Schritt sei, um das Virus zu bekämpfen. Die Kommissionspräsidentin empfahl den Ausbau von Corona-Tests. Auch sei es wichtig, sich jetzt schon auf die Verteilung von kommenden Impfstoffen vorzubereiten.

Zudem müsse man sich Gedanken machen über den privaten Grenzverkehr. Es sei nicht hinnehmbar, dass Familien dauerhaft getrennt seien. Für dieses Problem müssten Lösungen gefunden werden.

Von der Leyen rief die Europäer zum Durchhalten auf. "Die Corona-Lage ist sehr ernst", sagte sie. "Wir sind tief in der zweiten Welle." Diesmal habe man es mit zwei Feinden zu tun: Dem Virus selbst - und einer zunehmenden Müdigkeit bei allen Vorsichtsmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. "Wir bringen alle seit Monaten Opfer", so von der Leyen. Viele Menschen zahlten wirtschaftlich und sozial einen hohen Preis. "Aber jetzt ist nicht die Zeit, lockerzulassen." Die Lage sei ernst; noch habe man es aber in der Hand, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Dazu müssten alle ihren Teil der Verantwortung übernehmen - auf regionaler und lokaler Ebene, auf nationaler sowie auf EU-Ebene.

  • Wie Australien, Japan und Israel das Virus schnell in den Griff bekommen haben. (SZ Plus)

Fast 20.000 Neuinfektionen in Deutschland .
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen erreicht einen neuen Höchstwert. Das Robert Koch-Institut meldet 19.900 Neuinfektionen. Aufgrund der vielen Corona-Tests sind die Labore stark ausgelastet - mit Folgen. © picture-alliance/dpa/S. Hoppe Provided by Deutsche Welle Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis zum 1. November) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.

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