Welt & Politik Die USA und Südkorea verzichten auf Manöver während Olympia

12:21  05 januar  2018
12:21  05 januar  2018 Quelle:   dpa.de

Nordkorea: Kim Jong Un will Kommunikationskanal mit Südkorea wiederherstellen

  Nordkorea: Kim Jong Un will Kommunikationskanal mit Südkorea wiederherstellen Die Kommunikationsleitung soll wiederhergestellt werden.Hintergrund ist ein Gesprächsangebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un vom Montag. Südkorea hatte daraufhin vorgeschlagen, in der nächsten Woche ein Treffen auf hoher Ebene in Panmunjom abzuhalten. Es soll dabei um eine Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang im Februar und die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen gehen.

Seoul/Washington (dpa) - Auf seine Drohungen mit dem "Atomwaffenknopf" im Konflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein Entspannungssignal folgen lassen.

Top-Thema – Lektionen. Olympia ohne Russland. Zum ersten Mal in der olympischen Geschichte darf ein Land wegen Dopings nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Russische Athleten müssen im Februar 2018 in Südkorea unter neutraler Flagge starten.

US-Präsident Donald Trump und Südkoreas Präsident Moon Jae In bei einem Treffen mit Soldaten im südkoreanischen Pyeongtaek. © Foto: Andrew Harnik/Archiv US-Präsident Donald Trump und Südkoreas Präsident Moon Jae In bei einem Treffen mit Soldaten im südkoreanischen Pyeongtaek.

Auf seine Drohungen mit dem «Atomwaffenknopf» im Konflikt mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump überraschend ein Entspannungssignal folgen lassen.

Mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In vereinbarte er, dass die Streitkräfte der USA und Südkoreas keine gemeinsamen Manöver während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang im nächsten Monat abhalten. Das teilten Moons Büro sowie das Weiße Haus nach einem Telefonat der beiden mit.

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Südkorea und die USA haben ein gemeinsames Militärmanöver begonnen An der jährlichen Übung Foal Eagle nehmen rund 11500 US-Soldaten und 290000 südkoreanische Soldaten teil, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte Das Manöver sollte eigentlich schon im Februar beginnen

Diese hatten sie wegen Olympia verschoben. Nordkorea wertet die Manöver normalerweise als Provokation. Die USA und Südkorea hatten aber vereinbart, während der Olympischen Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang und der Paralympics auf gemeinsame Militärübungen zu verzichten .

Die Manöver lösen regelmäßig Protest aufseiten des isolierten kommunistischen Regimes im Norden aus, das den USA Angriffsvorbereitungen unterstellt. Washington und Seoul bestreiten das. Pentagon-Sprecher Robert Manning erklärte, das Verteidigungsministerium unterstütze die Entscheidung von Präsident Trump, die gemeinsamen Übungen mit Südkorea zu verschieben.

Nach dem jüngsten Test einer neuen nordkoreanischen Interkontinentalrakete hatte der UN-Sicherheitsrat erst vor Weihnachten die Sanktionen gegen das Land noch mal verschärft. Pjöngjang hatte angegeben, mit der Rakete das gesamte US-Festland erreichen zu können.

Beide Präsidenten erklärten, «alles dafür zu tun, dass die Olympischen Spiele in Pyeongchang sicher und erfolgreich ausgerichtete werden». Trump habe außerdem bekräftigt, eine Delegation nach Pyeongchang zu schicken, einschließlich «seiner Familie», hieß es aus Moons Büro. Das Weiße Haus bestätigte lediglich, dass Trump eine Abordnung schicken wolle.

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  Nordkorea: Immerhin wird geredet Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist erstmals auf die Entspannungssignale von Südkoreas Präsident Moon eingegangen. Das kann eine Chance sein – und eine Falle. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist erstmals auf die Entspannungssignale von Südkoreas Präsident Moon eingegangen. Das kann eine Chance sein – und eine Falle.

In Südkorea begann heute das 10-tägige Militärmanöver gemeinsam mit amerikanischen Truppen. Die USA betonen seine defensive Natur, Pjöngjang wertet das Manöver als aggressive Machtdemonstration Washingtons und drohte mit einem Krieg.

Laut diesem sollen die USA und Südkorea auf weitere Manöver verzichten . Nordkorea werde im Gegenzug die Atom- und Raketentests einstellen. Der Vorschlag wird von den USA als unannehmbar bezeichnet. Die Vereinigten Staaten waren jedoch nicht in der Lage, ihren eigenen

Den südkoreanischen Angaben zufolge sicherte Trump auch seine Hilfe für den innerkoreanischen Dialog zu. Die USA würden Moon zu 100 Prozent unterstützen, wurde Trump zitiert. Moon hatte zuvor den USA vorgeschlagen, ihre Militärmanöver mit Südkorea zu verschieben.

Die Einigung Trumps und Moons folgt einer zaghaften Annäherung beider Staaten. Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache am Montag erklärt, er wolle eine Delegation zu den Winterspielen vom 9. bis zum 25. Februar entsenden. Südkorea hatte daraufhin ein Treffen in der nächsten Woche vorgeschlagen. Am Mittwoch hatten beide Seiten zum ersten Mal wieder seit knapp zwei Jahren eine zuvor abgeschaltete Kommunikationsleitung an der Grenze wieder in Betrieb genommen.

Die USA und Südkorea halten regelmäßig Militärübungen ab, um ihre Bereitschaft für einen Konflikt auf der koreanischen Halbinsel zu testen. Ihr großes, zweimonatiges Frühjahrsmanöver «Foal Eagle» fällt üblicherweise in die Monate März bis April. Im März folgen auf die Olympischen Spiele die Paralympischen Winterspiele. Ob das Manöver kurz danach beginnen wird, ist noch unklar.

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Die Streitkräfte der USA und Südkoreas wollen Anfang April ihre größten jährlichen Militärübungen beginnen, teilte das Die Manöver lösten in den vergangenen Jahren regelmäßig Proteste Nordkoreas aus, das den USA immer wieder Angriffsvorbereitungen unterstellt hatte.

Südkorea hält gemeinsam mit den USA eine große Militärübung im Osten des Landes ab. Nordkorea fühlt sich davon trotz eigener Raketentests provoziert. Klarheit könnten schon die nächsten Tage bringen. Denn die Streitkräfte der USA und Südkoreas haben mit ihrem alljährlichen Manöver „Ulchi

Im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffenprogramm hatte Trump noch am Dienstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter in Richtung Kim gedroht: «Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungertem Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe». «Aber er ist viel größer & mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!» Kim hatte in seiner Rede vom Montag seinerseits den USA gedroht, dass sein «Atomwaffenknopf immer auf seinem Schreibtisch» sei.

Trump schrieb die jüngste Annäherung beider Staaten seiner Position der Stärke zu. «Glaubt wirklich irgendjemand, Gespräche und Dialog zwischen Nord- und Südkorea würden weitergehen, wenn ich nicht standfest und stark wäre - willens, unsere totale «Macht» gegen den Norden einzusetzen?» twitterte Trump am Donnerstag - offensichtlich unter Bezug auf die atomare Bewaffnung der USA. Eine solche Einschätzung sei närrisch, meinte Trump - aber Gespräche seien eine gute Sache.

Tumor-Schock! Italienerin sagt Olympia ab .
Die italienische Skirennläuferin Elena Fanchini verpasst die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang/Südkorea wegen einer Tumorerkrankung. Fanchini an.Dies gab Italiens Skiverband FISI am Freitag bekannt. Für die 32-Jährige wäre es die vierte aufeinanderfolgende Olympia-Teilnahme gewesen. Der Tumor ist laut FISI heilbar.

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