Welt & Politik Trumps "Drecksloch-Äußerung": Afrikanische Staaten fordern Entschuldigung

08:45  13 januar  2018
08:45  13 januar  2018 Quelle:   dw.com

Trumps Anwälte fordern Verbot von Enthüllungsbuch über den US-Präsidenten

  Trumps Anwälte fordern Verbot von Enthüllungsbuch über den US-Präsidenten Nach der Veröffentlichung brisanter Auszüge aus einem Enthüllungsbuch über US-Präsident Donald Trump wollen dessen Anwälte das Erscheinen des Buches verhindern. Wolffs Buch "Fire and Fury: Inside the Trump White House" (Feuer und Wut: In Trumps Weißem Haus) soll am Dienstag erscheinen. Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte zu den Vorabauszügen erklärt, diese seien voll mit "falschen und irreführenden Darstellungen von Personen, die keinen Zugang oder Einfluss im Weißen Haus haben". Trumps Anwälte sprachen ebenfalls von Verleumdung.

54 afrikanische Staaten fordern nun eine offizielle Entschuldigung des US-Präsidenten - die Aussage sei rassistisch und fremdenfeindlich. Verbale Ausfälle: Trump bestreitet " Drecksloch "- Äußerung (12.01.2018).

Nach einer abfälligen Bemerkung über Haiti, El Salvador und afrikanische Staaten hat sich US-Präsident Donald Trump in privaten Afrikanische Botschafter fordern Entschuldigung . Trump selbst meinte die " Drecksloch "- Äußerung dem Vernehmen nach nicht rassistisch.

Die afrikanischen Vertreter bei den Vereinten Nationen haben sich zu einer Dringlichkeitssitzung über die angebliche Äußerung von US-Präsident Trump getroffen. Der soll im Zusammenhang mit unerwünschter Migration in die USA von "Drecksloch-Ländern" gesprochen haben. Die 54 UN-Botschafter erklärten, sie seien "äußerst erschüttert über die empörenden, rassistischen und fremdenfeindlichen Bemerkungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten", über die Medien umfangreich berichtet hätten. Sie forderten Trump auf, sich für die Bezeichnung "Drecksloch-Länder" zu entschuldigen und sie zu widerrufen.

Twitter will Konten von Staatsführern nicht sperren

  Twitter will Konten von Staatsführern nicht sperren Der Kurznachrichtendienst Twitter will Konten von Staats- und Regierungschefs auch bei umstrittenen Äußerungen nicht sperren. © REUTERS/Brendan McDermid/File Photo Twitter will Konten von Staatsführern nicht sperren Derartige Politiker hätten einen besonderen Status, teilte Twitter am Freitag mit und wehrte sich damit gegen Forderungen, das Konto von US-Präsident Donald Trump stillzulegen. Würden die strittigen Tweets gelöscht, würden wichtige Informationen zurückgehalten, welche die Menschen erfahren und über die sie debattieren müssten, erklärte das Unternehmen.

gegen sich aufgebracht: 54 afrikanische Staaten forderten Trump am Freitag auf, sich für die Bezeichnung " Drecksloch -Länder" zu entschuldigen und Trumps mutmaßliche Äußerung sei " nicht nur verletzend ( ) für Menschen afrikanischen Ursprungs in den USA, sondern zweifellos auch für

Nach seiner Äußerung über „ Drecksloch “- Staaten schlägt dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump ein Sturm der Entrüstung auch aus den eigenen Reihen Die Afrikanische Union verurteilt „rassistische und fremdenfeindliche Bemerkungen“ und fordert eine Entschuldigung Trumps .

Keine einzelne Bemerkung

Die Botschafter beklagen in diesem Zusammenhang eine grundsätzliche Entwicklung in Washington. Sie seien "besorgt über den anhaltenden und wachsenden Trend der US-Regierung gegenüber Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft, den Kontinent und Farbige zu verunglimpfen".

Trump hatte zwei Insidern zufolge am Donnerstag bei einem Treffen mit US-Senatoren die Frage aufgeworfen, warum die USA Einwanderer aus Haiti und Afrika ins Land lassen sollen und in diesem Zusammenhang von "Drecksloch-Ländern" gesprochen. Der Präsident selbst bestritt die Wortwahl.

Kritik von vielen Seiten

  Trumps © Provided by Deutsche Welle

Mehrere afrikanische Politiker bezeichneten Trump nach den Berichten über seine Bemerkung als Rassisten. Die Außenminister von Botswana und Senegal bestellten die US-Botschafter ein. Auch das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen erklärte, Trumps Äußerungen seien ohne Zweifel rassistisch.

fab/ie (rtr, afp)

Führende Ökonomen fordern radikale Reformen in der Eurozone .
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