Welt & Politik Tötung von iranischem Atomphysiker: Der Schattenkrieg im Nahen Osten

16:05  28 november  2020
16:05  28 november  2020 Quelle:   sueddeutsche.de

92 Punkte mit 15: Das ist die neue NBA-Attraktion

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Nach der Ermordung eines wichtigen iranischen Atomphysikers hält Teheran an seinem Atomprogramm fest. Der Weg von Mohsen Fachrisadeh werde jetzt erst recht noch intensiver fortgesetzt, so der iranische Atomchef Ali-Akbar Salehi. Die UNO ruft indes zur Zurückhaltung auf.

Der bekannte iranische Atomphysiker und Raketenexperte Mohsen Fakhrizadeh-Mahabadi ist nach Angaben des iranischen Verteidigungsministeriums infolge eines Anschlags nahe der Hauptstadt Teheran ums Leben gekommen.

Das Attentat auf Mohsen Fakhrizadeh ist ein neuer Höhepunkt eines verdeckten Krieges. Irans Führung beschuldigt Israel und fordert eine "entschlossene Bestrafung". Viel hängt nun vom Kurs des künftigen US-Präsidenten Biden ab - und von Trumps verbleibenden Tagen.

  Tötung von iranischem Atomphysiker: Der Schattenkrieg im Nahen Osten © NIR KAFRI/AFP

Der Schattenkrieg im Nahen Osten

Das Jahr begann mit einem Donnerschlag im Nahen Osten: Am 3. Januar tötete eine US-Drohne am internationalen Flughafen von Bagdad Qassem Soleimani. Der General der iranischen Revolutionsgarden befehligte die Quds-Brigaden, jene Einheit, die für die Auslandseinsätze des Regimes im Irak, in Libanon, Syrien oder Jemen verantwortlich ist und auch für Terroranschläge in anderen Ländern. Das Jahr neigt sich mit dem Tod eines ähnlich bedeutenden Revolutionsgardisten dem Ende zu: Mohsen Fakhrizadeh.

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Das iranische Verteidigungsministerium sprach bei Bekanntgabe der Nachricht von einem "Märtyrertod". Außenminister Dschawad Sarif berichtete von "ernstzunehmenden Hinweisen" auf eine Beteiligung Israels. Zunächst gab es jedoch keine Klarheit, wer hinter dem Anschlag steckt.

Iranischer Atomphysiker getötet Irans Armee droht mit »fürchterlicher Rache« – Uno mahnt zur Zurückhaltung. Für das Attentat auf den iranischen Atomwissenschaftler Mohsen Fakhrizadeh gibt Iran Israel die Schuld – und kündigt Vergeltung an. Der Uno-Generalsekretär warnt vor einer Eskalation

Soleimani war der Architekt der iranischen Strategie, in der Region mit Hilfe verbündeter Milizen einen Schattenkrieg zu führen, vor allem im Irak, in Syrien und Libanon, aber auch zunehmend in Jemen. Er war das Mastermind hinter der "Achse des Widerstands" gegen Israel und die USA.

Maximaler Druck, maximaler Widerstand

Und die treibende Kraft hinter der zunehmend aggressiven Reaktion Teherans auf den Ausstieg Donald Trumps aus dem Atomabkommen im Mai 2018 und die "Kampagne des maximalen Drucks" mit der drastischen Verschärfung der amerikanischen Öl- und Finanzsanktionen. Das Regime in Teheran nannte seine Antwort "Kampagne des maximalen Widerstands".

Fakhrizadeh bezeichneten westliche Geheimdienstler als "Vater der iranischen Bombe" oder auch Teherans Oppenheimer, ein Verweis auf J. Robert Oppenheimer, der im Zweiten Weltkrieg im Zuge des geheimen Manhattan-Projekts in den USA die Entwicklung der ersten Atomwaffen leitete. Fakhrizadeh fiel nach Angaben der Regierung in Teheran am Freitag einem Anschlag auf sein Auto zum Opfer. Seit Ende der achtziger Jahre leitete er laut der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA verschiedene Projekte, die "Relevanz für die Entwicklung eines nuklearen Sprengkörpers haben" - eine sehr zurückhaltende Beschreibung des militärischen Atomprogramms.

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Iranischer Atomphysiker und Raketenspezialist ermordet. 27.11.2020, 18:05 Uhr | dpa. Iran zufolge zufolge wurde der Atomphysiker "von Terroristen" in seinem Wagen angeschossen und schwer verletzt. Er sei später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Foto: Uncredited/Fars News

Atomprogramm. Iranischer Atomphysiker ermordet. Mohsen Fachrisadeh war Mitglied der Revolutionsgarden und Experte für Raketentechnologie. Er wurde bei einem Anschlag in einem Vorort von Teheran erschossen. Die iranische Regierung macht Israel verantwortlich.

Der verdeckte Krieg wird nochmals befeuert

Die Tötungen dieser beiden herausragenden Figuren des iranischen Regimes zeigen die Verwundbarkeit Irans, sind aber nur die makabren Höhepunkte eines verdeckten Krieges in der Region, der durch das Attentat noch einmal befeuert wird. Der Oberste Führer der Islamischen Republik, Ayatollah Ali Khamenei, forderte am Samstag eine "entschlossene Bestrafung" der Täter und ihrer Hintermänner. Präsident Hassan Rohani kündigte an, die iranische Nation werde "zu gegebener Zeit" auf den Tod Fakhrizadehs reagieren und nicht auf die "zionistische Verschwörung" hereinfallen. Wie zuvor schon Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, der von "Staatsterrorismus sprach", machte er Israel verantwortlich.

Schon im Sommer hatte es eine Reihe mysteriöser Explosionen in Iran gegeben, die sich am plausibelsten mit Sabotage durch Geheimdienste erklären lassen. Im Juni flog auf dem Militärstützpunkt Parchin nahe der Hauptstadt ein Gebäude in die Luft, das mit dem Programm zum Bau ballistischer Raketen in Verbindung stand. Die Iraner sprachen von einer "Gasexplosion", amerikanische und israelische Geheimdienstler dementierten, damit etwas zu tun zu haben.

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TEHERAN/NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der Ermordung eines hochrangigen iranischen Atomphysikers und Schuldzuweisungen Teherans an die Adresse Israels hat UN-Generalsekretär António Guterres Zurückhaltung angemahnt.

In der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran ist der wichtigste Atomwissenschaftler des Landes, Mohsen Fachrisadeh, getötet worden. „Vater des iranischen Atomprogramms“ | Höchster iranischer Atomphysiker getötet. Das Auto des Wissenschaftlers Mohsen Fachrisadeh (63) nach dem Anschlag

Eine Explosion zerstörte im Juli auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage Natans eine Halle, in der iranische Wissenschaftler Zentrifugen entwickelten. © Wana News Agency/VIA REUTERS Eine Explosion zerstörte im Juli auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage Natans eine Halle, in der iranische Wissenschaftler Zentrifugen entwickelten.

Wenige Tage später zerstörte eine Explosion auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage Natans eine Halle, in der iranische Wissenschaftler an der Entwicklung neuer, leistungsstärkerer Gaszentrifugen arbeiteten. Mit diesen Maschinen lässt sich das spaltbare Uran-Isotop 235 konzentrieren - für Kraftwerksbrennstäbe auf drei bis fünf Prozent, für Atomwaffen auf mehr als 90 Prozent. Die iranische Regierung sprach bald selbst von Sabotage.

Iran setzt auf asymmetrische Attacken

Iran indes versucht, über von den Revolutionsgarden gesteuerte oder unterstützte Milizen amerikanische Ziele in der Region zu attackieren, Israel oder arabische US-Verbündete zu treffen, allen voran Saudi-Arabien. Am Dienstag erst feuerten die Huthi-Milizen aus Jemen eine Art Marschflugkörper auf Öl-Anlagen des saudischen Staatskonzerns Aramco bei Dschiddah. Riad antwortete am Freitag mit schweren Luftangriffen auf Jemens Hauptstadt Sanaa.

Erste schwarze Schiedsrichter-Crew! NFL schreibt Geschichte

  Erste schwarze Schiedsrichter-Crew! NFL schreibt Geschichte Die NFL schreibt Geschichte! Erstmals leitet eine komplett mit schwarzen Schiedsrichtern besetzte Crew ein Spiel in der Liga. © Bereitgestellt von sport1.de Erste schwarze Schiedsrichter-Crew! NFL schreibt Geschichte Die NFL hat erstmals eine komplett mit schwarzen Schiedsrichtern besetzte Crew aufgeboten und damit ein Stück Football-Geschichte geschrieben.Das siebenköpfige Gespann um Referee Jerome Boger leitete am Montagabend den Sieg der Los Angeles Rams bei den Tampa Bay Buccaneers (27:24).

Wie bei der Drohnen- und Marschflugkörper-Attacke auf Aramco in Abqaiq und Khurais im September 2019, die Hunderte Millionen Dollar Schaden verursachte, dürften die Waffe mit iranischer Hilfe gebaut worden sein, wenn nicht gar die Revolutionsgarden den Einsatz kontrollierten. Am Mittwoch lief ein Tanker im Roten Meer vor der saudischen Küste auf eine Mine - ein Vorfall, der an ähnliche Sabotageaktionen in der Straße von Hormus und dem Golf von Oman erinnert, die vergangenes Jahr die Spannungen verstärkten. Die USA und andere westliche Länder sahen auch hier die Revolutionsgarden am Werk.

Luftangriffe auf Ziele in Libanon und Syrien

Im Juli und August bombardierte Israels Luftwaffe Ziele der Hisbollah in Libanon, nachdem es nach Angaben des Militärs Versuche geben hatte, das Grenzgebiet für eine Attacke auf israelische Soldaten zu infiltrieren und es beim zweiten Vorfall zu einem Schusswechsel gekommen war. Regelmäßig attackieren israelische Kampfjets zudem Einrichtungen der Revolutionsgarden in Syrien; alleine in der vergangenen Woche flogen sie drei Angriffswellen auf Ziele bei Damaskus und Albu Kamal an der Grenze zum Irak. Dabei sollen mehr als 20 Milizionäre getötet worden sein und auch Offiziere der Garden.

Dieser Schattenkrieg steht nun wieder an einem Punkt, an dem er in eine offene militärische Auseinandersetzung umschlagen könnte. Nach der Tötung Soleimanis begnügte sich Iran mit einem Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt im Irak, der vor allem symbolische Wirkung hatte. Wenig später aber schossen die Revolutionsgarden bei Teheran eine Passagiermaschine mit mehr als 180 Insassen ab, weil sie mit einem US-Angriff rechneten.

Irans Führung hat Gründe, auf die Amtsübergabe in Washington zu warten und auf ein besseres Verhältnis unter dem neuen Präsidenten Joe Biden zu hoffen. Präsident Rohani hatte sich noch am Mittwoch zuversichtlich gezeigt, dass die Probleme mit den USA unter Biden "einfach zu lösen" sein könnten, wenn der seine Wahlkampfversprechen einlöse und die USA zurück ins Atomabkommen führe. Allerdings wollen die Hardliner in Teheran keine Verständigung mit den USA, sondern sie aus der Region vertreiben. Zudem ist Donald Trump noch mehr als 50 Tage im Amt - und es ist völlig offen, was bis dahin noch passiert.

Schröder überrascht mit Forderung an Lakers .
Dennis Schröder ist neu bei den Los Angeles Lakers. Der deutsche Nationalspieler nimmt sich aber viel vor und stellt sogar eine Forderung. © Bereitgestellt von sport1.de Schröder überrascht mit Forderung an Lakers Dennis Schröder hat sich bei den Los Angeles Lakers einiges vorgenommen.Der deutsche Nationalspieler will bei seinem neuen Team nicht wie zuvor bei den Oklahoma City Thunder als Sixth Man ran, sondern als Starter. "Das war für mich Bedingung", machte der Point Guard im Gespräch mit der Hamburger Morgenpost deutlich.

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