Welt & Politik Graf Lambsdorff kritisiert Merkels Nein zu Beteiligung an Militärschlag

11:55  13 april  2018
11:55  13 april  2018 Quelle:   sueddeutsche.de

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Die FDP kritisiert Kanzlerin Merkel für ihr Nein zu einer deutschen Beteiligung an einem möglichen Militärschlag in Syrien. Lambsdorff sagte, er finde es in der aktuellen Situation richtig, wenn Deutschland an der Seite der westlichen Partner stehe.

Merkel : Keine Beteiligung an Militärschlag gegen Syrien. Lambsdorff kritisiert Merkels Haltung zu Syrien, Wolfgang Kerler, ARD Berlin, 13.04.18 09:31 Uhr | audio. Top 5.

Graf Lambsdorff hat Kanzlerin Merkel im Bundestag kritisiert. © dpa Graf Lambsdorff hat Kanzlerin Merkel im Bundestag kritisiert.

• Noch ist unklar, ob und wann es nach dem mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz im syrischen Duma zu einem amerikanischen Militärschlag gegen Syrien kommt.

• Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Graf Lambsdorff kritisiert allerdings das pauschale Nein von Kanzlerin Merkel an einer Beteiligung.

• Unions-Fraktionschef Kauder nennt den Konflikt zwischen Russland und den USA "besorgniserregend".

Der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Graf Lambsdorff hat die klare Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel an eine deutsche Beteiligung an einem Militärschlag in Syrien kritisiert. "Ich finde es bedauerlich, dass die Bundeskanzlerin in ihrer Äußerung sofort jede Unterstützung an dieser Stelle ausgeschlossen hat", sagte der Außenpolitiker im Bundestag. "Sollten unsere Partner Unterstützung brauchen und eventuell anfordern, dann sollte das zumindest nicht von vorneherein ausgeschlossen sein."

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US-Präsident Trump droht mit einem Militärschlag in Syrien. Die Kanzlerin verurteilt zwar den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen und richtet unterstützende Worte an die Verbündeten - doch eine "Moralische Unterstützung" ja, Beteiligung an Militäraktionen nein : Bundeskanzlerin Merkel .

Ihre Meinung zu: Krieg in Syrien: Lambsdorff kritisiert Merkels Haltung. "Deutschland beteiligt sich nicht an einem Militärschlag in Syrien - diese Aussage der Kanzlerin findet die FDP "bedauerlich". Mit dieser aussage hat der Graf genau deutlich gemacht wie die FDP zu den Menschen in In diesem Punkte nun allerdings doch. Eine deutsche Beteiligung an einem Krieg, egal wo, ist ganz klar

Die Nato-Verbündeten USA, Frankreich und Großbritannien erwägen einen militärischen Vergeltungsschlag gegen Syrien für den mutmaßlichen Giftgas-Einsatz in der Stadt Duma. Merkel (CDU) hat eine Beteiligung der Bundeswehr am Donnerstag klar ausgeschlossen. Auch Außenminister Heiko Maas (SPD) hat betont, dass ein militärisches Eingreifen Deutschlands nie Thema gewesen sei. Er betonte aber auch, dass sich der Westen in dieser Frage nicht auseinanderdividieren lassen dürfe und deutete damit eine mögliche politische Unterstützung eines Militärschlags an.

Lambsdorff sagte, er finde es in der aktuellen Situation richtig, wenn Deutschland an der Seite der westlichen Partner stehe. "Wenn Frankreich, Großbritannien und Amerika der Meinung sind, in einer solchen Situation ein militärisches Signal senden zu müssen, dann ist das vor dem Hintergrund dieses fürchterlichen Chemiewaffenangriffs eine Entscheidung, die wir als Freie Demokraten auch nachvollziehen können."

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„ Graf # Lambsdorff kritisiert Merkels Nein zu Beteiligung an # Militärschlag “ http # Lambsdorff bei #AnneWill: #Trump muss lernen, dass er kein Monarch ist, der Grenzen schließen kann. Aber # Merkel darf gegen Gesetz öffnen?pic.twitter.com/5ONjmNf51s.

FDP kritisiert Merkels Entscheidung. Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff kritisierte die klare Absage der Bundeskanzlerin. Maas will politisch unterstützen. Die Bundesregierung hat nach Angaben von Außenminister Heiko Maas (SPD) nie eine Beteiligung an einem Militärschlag in

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) bezeichnete die Konfrontation der Großmächte USA und Russland im Nahen Osten als "besorgniserregend". "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder in einem Kalten Krieg mit immer neuen Brandherden landen", sagte Kauder der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die EU müsse sich in der Weltpolitik mehr engagieren. Sie sei derzeit "viel zu wenig präsent", sagte Kauder. Gregor Gysi, Präsident der Europäischen Linken, sieht keine Rechtfertigung für einen Militärschlag gegen Syrien. Indem man ohne eine Untersuchung des mutmaßlichen Giftgasangriffs Syriens Machthaber Baschar al-Assad und Russland die Schuld gebe, werde "einfach ein Vorurteil gepflegt, und das soll man dann glauben", sagte Gysi in der ZDF-Sendung "maybrit illner".

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hingegen sagte, er habe den Beweis dafür, dass Chemiewaffen eingesetzt worden seien - und das von der syrischen Regierung.

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FDP-Politiker Lambsdorff kritisiert derweil Merkels Haltung zum Militärschlag in Syrien. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Beteiligung an einer militärischen Vergeltung für den angeblichen Giftgaseinsatz in der syrischen Stadt Duma ausgeschlossen.

Mehr zum Thema - Merkel schließt Beteiligung an Militärschlag gegen Syrien aus. FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff kritisierte die Zurückhaltung. "Ich finde es bedauerlich, dass die Bundeskanzlerin in ihrer Äußerung sofort jede Unterstützung an dieser Stelle

Downing Street: Chemiewaffeneinsatz "nicht unbeantwortet" lassen

Ein Militäreinsatz gegen Syrien ist trotz anhaltender Drohungen offensichtlich noch nicht beschlossen. Trumps Sprecherin Sarah Huckabee Sanders erklärte: "Wir werten weiter Geheimdiensterkentnisse aus und sind in engen Abstimmungen mit unseren Partnern und Alliierten." Trump telefonierte noch in der Nacht zum Freitag mit der britischen Premierministerin Theresa May. In einer Mitteilung der Downing Street hieß es, Trump und May seien sich einig, dass der Einsatz von Chemiewaffen durch das syrische Militär "nicht unbeantwortet" bleiben könne und dass ein weiterer Einsatz von Chemiewaffen durch das Assad-Regime verhindert werden müsse. Was genau damit gemeint ist, blieb offen.

Bei einem am Samstag gemeldeten Giftgasangriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma in Ost-Ghouta sollen nach unterschiedlichen Angaben zwischen 42 und 85 Menschen getötet worden sein. Ermittler der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) sind auf dem Weg nach Syrien. Sie sollen dort am Samstag mit Untersuchungen beginnen.

Als Option für eine Reaktion gelten gezielte Raketenangriffe auf ein Objekt oder mehrere ausgewählte Ziele. Sehr heikel daran wäre, dass in Syrien stationierte russische Truppen getroffen werden könnten. Syriens Schutzmacht Russland weist die Vorwürfe gegen Damaskus zurück.

Wie die USA und Russland hinter den Kulissen noch verhandeln .
Wie die USA und Russland hinter den Kulissen noch verhandeln • Ein möglicher Angriff der USA, Frankreichs und Großbritanniens auf Ziele in Syrien hat Sorgen vor einer direkten militärischen Konfrontation der Amerikaner mit der Atommacht Russland geweckt.• Russlands UN-Botschafter Wassili Nebensja sagt, er könne einen Krieg zwischen den USA und seinem Land "nicht ausschließen".• Tatsächlich sprechen die Länder aber noch auf Generalsabsebene miteinander.• Es gibt eine Standleitung zwischen dem russischen und dem amerikanischen Militär, um Zwischenfälle in Syrien zu vermeiden.

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