Welt & Politik „Twitter für Rassisten“: Parler und Co.: Hier kuschelt Familie Trump mit Extremisten

23:50  10 januar  2021
23:50  10 januar  2021 Quelle:   ksta.de

Parler behauptet, es sei auch von Slack fallen gelassen worden, nachdem Amazon und andere Technologiegiganten die Verbindung zum umstrittenen Social-Media-Unternehmen

 Parler behauptet, es sei auch von Slack fallen gelassen worden, nachdem Amazon und andere Technologiegiganten die Verbindung zum umstrittenen Social-Media-Unternehmen abgebrochen hatten. Dieses Bild zeigt das Social-Media-Anwendungslogo von Parler, das auf einem Smartphone mit seiner Website im Hintergrund angezeigt wird. John Matze, CEO von Parler, behauptete in einem Gerichtsverfahren am Mittwoch, Slack habe "seine Dienste für sein Unternehmen eingestellt".

Auf Twitter , Facebook und Co . konnte ich es nicht hochladen. Sie können dann auch beurteilen, ob Trump zeigt dabei wieder sein hässliches demokratiefeindliches Gesicht und ich kann wirklich Wobei e wohl ein Ultimatum gegen Parler gibt von Google, ist nur die Frage, we lange die noch auf haben

Donald Trump teilt auf Twitter wüste und falsche Anschuldigungen gegen Ilhan Omar. Trump fordert Politikerinnen zur Rückkehr in Herkunftsländer ihrer Familien auf. Trump bezeichnete Cummings als „Tyrannen“ und in einem späteren Tweet als „ Rassisten “.

„Macht das Erschießungskommando bereit. Pence geht als Erster!“ Mit diesen Worten hetzte am Donnerstag der US-Anwalt und Trump-Unterstützer Lin Wood im Netz gegen den Vizepräsidenten der USA Mike Pence. Nur wenige Stunden zuvor hatten rechte Extremisten das Kapitol gestürmt. Fünf Menschen starben bei dem Angriff.

Ebenfalls auf Parler: Ivanka und Donald Trump Junior. © AFP Ebenfalls auf Parler: Ivanka und Donald Trump Junior.

Wood zählt zu den prominentesten Mitgliedern der Social-Media-Plattform Parler, von der hierzulande viele Menschen im Kontext der jüngsten Ereignisse in Washington zum ersten Mal gehört haben dürften. Dabei ist Parler längst eine digitale Erfolgsgeschichte.

Parler wird für "länger als erwartet" heruntergefahren, sagt CEO John Matze

 Parler wird für Parler CEO John Matze räumte am Montag ein, dass die Website wahrscheinlich länger als erwartet heruntergefahren wird, nachdem die Plattform von den beiden wichtigsten mobilen Apps verdrängt wurde Geschäfte und Webhosting-Riese Amazon Web Services ( AWS ). © OLIVIER DOULIERY / AFP / Getty Dieses Bild zeigt das Social Media-Anwendungslogo von Parler, das am 2. Juli 2020 auf einem Smartphone mit seiner Website im Hintergrund in Arlington, Virginia, angezeigt wurde.

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Was Trump wirklich sagte – und Twitter &. Co löschten. Ich kannte parler .com nicht, habe mich jetzt mal schlau gemacht. Interessant ist, was Wikipedia dazu schreibt und welchen Kategorien parler .com zugeordnet wird: Rechtsextremismus, Trump ( Familie ), Rechtsextremes Netzwerk, Libertarismus.

Parler © AFP Parler

Die Anwendung ist Teil einer neuen Welle von Social-Media-Kanälen, die sich bewusst als Alternative zu Plattformen wie Twitter, Facebook und Youtube vermarkten. Parler, Gab, Rumble und die Videoplattform BitChute: Sie alle positionieren sich als Gegenstück zum Silicon-Valley-Mainstream. Sie locken Nutzer mit dem Versprechen, keine Zensur zu betreiben. Hier, so die Verheißung, wird freie Meinungsäußerung noch groß geschrieben.

Das Konzept geht auf. Ende 2020, zwei Jahre nach der Gründung, zählte Parler nach eigenen Angaben 10 Millionen Nutzer, 4 Millionen von ihnen aktiv. Am 8. Januar, zwei Tage nach dem Angriff auf das Kapitol und kurz nachdem bekanntgeworden war, dass Donald Trumps Twitter-Konto gesperrt wurde, war Parler die am häufigsten heruntergeladene Anwendung im Apple App-Store.

Amazon setzt Parler-App mit sofortiger Wirkung für seine Webdienste aus

 Amazon setzt Parler-App mit sofortiger Wirkung für seine Webdienste aus © Foto von OLIVIER DOULIERY / AFP über Getty Images Amazon hat Parler am 12. Januar 2021 wegen eines Verstoßes gegen die Unternehmensbedingungen von seinen Amazon Web Services (AWS) suspendiert des Dienstes gegen gewalttätige Inhalte. Gerade als die Uhr an der Westküste der USA Mitternacht schlagen sollte, suspendierte Amazon Parler von seinen Amazon Web Services (AWS) wegen eines Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen des Unternehmens gegen gewalttätige Inhalte.

Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat die Ausschreitungen am Washingtoner Kapitol mit der Reichspogromnacht verglichen. Sein Urteil über Präsident Trump ist vernichtend. Alle Entwicklungen im Liveticker.

Der ehemalige Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hat die Ausschreitungen am Washingtoner Kapitol mit der Reichspogromnacht verglichen. Sein Urteil über Präsident Trump ist vernichtend. Alle Entwicklungen im Liveticker.

Auf den Höhenflug folgte der Absturz: Am Samstag entfernte Google die App aus seinem Store. Apple zog nach mit der Begründung, dass Beiträge auf der Plattform nicht ausreichend modierert würden. Da half es auch nicht, dass Parler den Beitrag, der zum Mord an Pence anstachelte, doch noch entfernte – Tage, nachdem er gepostet worden war und nachdem er Hunderttausende Male gelesen wurde, und ohne Konsequenzen für den Verfasser. Der mutmaßliche Todesstoß für Parler kam schließlich von Amazon. Der Konzern verbannte die Anwendung von den Amazon-Servern, auf denen sie gehostet war. Seitdem ist Parler auch im Browser nicht mehr abrufbar.

Parler, Gab, BitChute: digitale Parallelwelten

Die extreme Reaktion der Tech-Giganten spiegelt das Ausmaß des Problems, dass Parler und Co. darstellen. „Twitter für Rassisten“ nannte das US-Medium „Salon“ Gab bereits im Jahr 2016. Denn das Versprechen von regulierungsfreier Meinungsäußerung stößt vor allem am rechten Rand der Gesellschaft auf Begeisterung. Über die Jahre haben sich Parler und Gab zu rechten Echokammern entwickelt. Anhänger der Verschwörungsbewegung QAnon verbreiten dort ihre Theorien, rechtsextreme Organisationen wie die „Atomwaffen Division“ nutzen die Plattformen zur Vernetzung. Konservative Prominenz wie Rudi Giuliani, Ivanka und Donald Trump Junior pflegen dort den heißen Draht zu ihren Fans und bringen ihre alternative Darstellung der Realität unters Volk.

Parler CEO: Amazon hat unseren Service eingestellt, weil Trump als "Person X" beitreten wollte.

 Parler CEO: Amazon hat unseren Service eingestellt, weil Trump als © TheWrap John Matze Parler Bevor Amazon Parler offline trat, erwog Präsident Trump, der Social-Media-Plattform unter dem Pseudonym "Person X," beizutreten. "John Matze, CEO von Parler, behauptete in einem Gerichtsverfahren am Mittwoch. Matze sagte auch, Amazon wisse, dass Trump möglicherweise der Plattform beitrete, die bei vielen Konservativen beliebt ist, und dass dies eine treibende Kraft bei der Entscheidung des Technologieriesen war, das Webhosting von Parler zu beenden.

Nachdem Trump -Anhänger das Kapitol gestürmt hatten, sperrte Twitter den Noch-Präsidenten von seiner Plattform aus. Parler -App auf dem Smartphone (Symbolbild): Der Amazon-Konzern steht dem Netzwerk Parler nicht mehr als Webhost zur Verfügung.

Zugleich warf Biden Trump vor, Rassismus in der Gesellschaft zu verbreiten und diese zu spalten. Die Äußerungen fielen am Mittwoch in einem virtuellen Obwohl Biden Trump als den ersten Rassisten bezeichnete, der US-Präsident wurde, spricht die US-Geschichte eine gänzlich andere Sprache.

Längst sind die alternativen Plattformen in den Fokus der Sicherheitsbehörden gerückt. Der Attentäter, der 2018 einen Anschlag auf die Synagoge in Pittsburgh ausübte, soll seine Tat auf Gab angekündigt haben. Die Stürmer des Kapitols sollen sich unter anderem über Parler vernetzt haben. Dass Parler und Co. digitale Räume sind, in denen Radikalisierung vorangetrieben wird, ist längst kein Geheimnis mehr.

Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz hat diese digitalen Rückzugsräume im Visier. Im „Handelsblatt“ warnte der Grünen-Politiker Konstantin von Notz: „Die Vernetzung von Rechtsextremisten, von Verschwörungsideologen und Anhängern der QAnon-Bewegung über digitale Kanäle hat längst ein Ausmaß angenommen hat, das zu einer echten Bedrohung für unsere Demokratie geworden ist.“

Doch die Gesetzgebung hinkt der digitalen Entwicklung hinterher. Das Gesetzespaket zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Hasskriminalität soll das ändern. Unter anderem soll es Netzwerke dazu verpflichten, dem BKA bestimmte strafrechtlich relevante Inhalte zu melden. Wegen verfassungsrechtlicher Einwände wurde die Gesetzesänderung jedoch zunächst ausgebremst. Nach den Ereignissen in Washington soll sie nun mit entsprechenden Änderungen voraussichtlich in den kommenden Wochen in Kraft treten.

Parler verklagt Amazon wegen mutmaßlicher Kartellrechtsverletzung .
Parler verklagt nun gegen Amazon , nachdem das Unternehmen - zusammen mit den anderen Technologiegiganten Apple und Google - nach der Gewalt gegen in der vergangenen Woche abgelehnt hat, die Plattform für freie Meinungsäußerung weiter zu hosten Ansturm auf das US Capitol.

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