Welt & Politik Deutscher in Türkei zu Haftstrafe verurteilt

15:25  14 september  2018
15:25  14 september  2018 Quelle:   dw.com

Maas hofft auf Verbesserung der Türkei-Beziehungen

  Maas hofft auf Verbesserung der Türkei-Beziehungen Maas hofft auf Verbesserung der Türkei-Beziehungen"Ich hoffe mal, dass das der Anfang gewesen ist. Der Anfang dafür, dass das, was in der Vergangenheit gewesen ist, wirklich auch der Vergangenheit angehört", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in der ARD. "Dass wir in Zukunft die Probleme, die wir miteinander haben, offen miteinander besprechen, aber auch nach Lösungen suchen – und das konstruktiv." Maas hatte am Mittwoch seinen türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu und Präsident Recep Tayyip Erdogan getroffen. Maas sprach dabei auch das Thema von in der Türkei inhaftierten Deutschen an. Er wollte sich aber nicht näher zum Inhalt der Gespräche äußern.

Er sagt, er wollte nur wandern - die Justiz dagegen bezeichnet den Mann aus Hessen als Terroristen. Bundeswirtschaftsminister Altmaier ist noch in Ein Gericht in der Provinz Simak hat den seit März in der Türkei inhaftierten Patrick K. aus Gießen zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt .

Patrick K. aus Gießen wurde in der Türkei zu sechs Jahren und drei Monaten Haft wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verurteilt . Der 29-Jährige

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Das Muster ist bekannt. Auch diesmal lautet der Vorwurf gegen einen deutschen Staatsbürger: "Verbreitung von Terrorpropaganda". Der Mann soll sich in sozialen Medien geäußert haben.

In der Türkei ist ein deutscher Staatsbürger zu drei Jahren und eineinhalb Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das bestätigte sein Anwalt der Deutschen Presse-Agentur. Er kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

Zuvor hatte der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" über den Fall berichtet. Demnach handelt es sich um den Hamburger Taxifahrer Ilhami A. Er sei schuldig befunden worden, in sozialen Medien Propaganda für eine Terrororganisation verbreitet zu haben.

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Der Deutsche Ilhami A. ist in der Türkei wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe von drei Jahren und eineinhalb Monaten verurteilt worden. Das bestätigte sein Anwalt Ercan Yildirim. Zuerst hatten der NDR, WDR und die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Der Deutsche Ilhami A. ist in der Türkei wegen Terrorpropaganda zu einer Haftstrafe von drei Jahren und eineinhalb Monaten verurteilt worden. Das bestätigte sein Anwalt Ercan Yildirim am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Yildirim legte Berufung ein.

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Noch frei - aber nur in der Türkei

Laut dem Medienbericht wurde die Strafe zunächst ausgesetzt. Der 46-Jährige konnte also die Haftanstalt verlassen, doch darf er nicht aus der Türkei ausreisen.

Der Rechercheverbund hatte Mitte August berichtet, dass Ilhami A. bei einem Besuch seiner Mutter in seinem Heimatdorf Saribasak festgenommen worden sei, nachdem er sich auf Facebook kritisch zur türkischen Regierung geäußert hatte.

Überraschend schnell vor Gericht

Die Verurteilung von Ilhami A. erfolgte ungewöhnlich schnell, da Verdächtige in der Türkei oft monatelang in Untersuchungshaft sitzen, bevor Anklage erhoben wird. Das Auswärtige Amt hatte unlängst mitgeteilt, noch sechs Deutsche säßen aus politischen Gründen in türkischen Gefängnissen ein. Ihre Inhaftierung belastet seit Jahren das deutsch-türkische Verhältnis.

jj/stu (dpa, afp)

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