Welt & Politik Nahostkonflikt: USA verurteilen Erdoğan für "antisemitische" Äußerungen

08:50  19 mai  2021
08:50  19 mai  2021 Quelle:   sueddeutsche.de

Diese neue Behandlung könnte für Fettleibigkeit heilig sein, sagt Studie

 Diese neue Behandlung könnte für Fettleibigkeit heilig sein, sagt Studie Turkish Präsident Recep Tayyip Erdogan möchte "eine internationale Schutzwaffe" an Gaza schicken, um die israelischen Verteidigungskräfte gegen die Hamas entgegenzuwirken. © von Washington Examiner "Präsident Erdogan sagte, die internationale Gemeinschaft sollte auch Israel einen starken und abschreckenden Lektion geben", sagte die Direktion der türkischen Präsidenten in einer -Zusammenfassung von Erdogans neuestem Gespräch mit dem russischen Präsidenten Vladimir Putin.

Nahostkonflikt : USA nennen Recep Tayyip Erdoğans Israel - Äußerungen »antisemitisch«. »Die Vereinigten Staaten verurteilen die jüngsten antisemitischen Äußerungen von Präsident Erdoğan über das jüdische Volk auf das Schärfste und schätzen sie als verwerflich ein«, erklärte der Sprecher des Außenministeriums in Washington, Ned Price, am Dienstag.

USA bieten Israel Unterstützung für eine Waffenruhe an. Nahostkonflikt : In Israel halten die Kämpfe zwischen militanten Palästinensern und dem Die Polizei habe "einzelne israel -feindliche, antisemitische Parolen" aufgezeichnet und werde diese Steinmeier verurteilt antisemitische Demonstrationen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verurteilte die Ereignisse in Deutschland.

• Das US-Außenministerium wirft dem türkischen Präsidenten Erdoğan antisemitische Äußerungen vor.

Erdoğan hat Israel als terroristisches Land bezeichnet. © Mustafa Kamaci/AP Erdoğan hat Israel als terroristisches Land bezeichnet.

• Die Kämpfe zwischen Israels Militär und der Hamas dauern weiter an.

• Nachdem Tausende Palästinenser gegen die Angriffe der israelischen Armee im Gazastreifen demonstriert haben, kommt es zu einer Schießerei an einem israelischem Kontrollpunkt bei Ramallah.

• Mehr als 52 000 Palästinenser haben durch die Luftangriffe ihr Zuhause verloren.

USA verurteilen Erdoğan für "antisemitische" Äußerungen

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hat sich seit Mitte April zugespitzt. Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Newsblog.

Die 128-Milliarden-Dollar-Frage: Devisenschwund setzt Erdogan unter Druck

  Die 128-Milliarden-Dollar-Frage: Devisenschwund setzt Erdogan unter Druck Die türkische Opposition fordert Details zum Verbleib einer großen Geldsumme. Die Erklärungsversuche sind widersprüchlich. © Foto: Mikhail Klimentyev/imago images Recep Tayyip Erdogan und sein Schwiegersohn Berat Albayrak, ehemals Finanzminister. Die türkische Regierung hat die meisten Medien und die Justiz des Landes unter ihrer Kontrolle – und doch wird Präsident Recep Tayyip Erdogan eine unangenehme Frage nicht los. „Wo sind die 128 Milliarden Dollar?“ fragen die Opposition aber auch Wähler von Erdogans Partei AKP. So sehr sich der Präsident auch bemüht, er kann der Frage nicht entkommen.

Nahostkonflikt . : USA starten Vermittlungsversuch. Die USA bemühen sich intensiv um Deeskalation im Gaza- Konflikt . Wie die US-Botschaft in Israel am Freitagabend mitteilte, landete der Spitzendiplomat Hady Amr auf dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz, hat Attacken auf Synagogen und andere antisemitische Übergriffe in Deutschland scharf kritisiert. "Hass, Hetze und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden, jüdische Symbole und Einrichtungen sind absolut inakzeptabel und niemals zu rechtfertigen.

Aber dieser Konflikt ist komplex und denkbar ungeeignet für schnelle Positionierungen. Für eine differenzierte, informierte, kluge, gerne auch in der Sache hart geführte, unterm Strich aber respektvolle Diskussion bedarf es eines umfassenden Wissens, und zwar sowohl der historischen als auch der aktuellen Politik, und des Willens, möglichst objektiv auf die Lage zu schauen. Und wenn es einen Konflikt gibt, bei dem es nun wirklich kein Schwarz und kein Weiß gibt, dann ist es dieser.

Das US-Außenministerium wirft dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan antisemitische Äußerungen vor und verurteilt sie scharf. Die Vereinigten Staaten fänden sie "verwerflich", sagte ein Sprecher. In der Erklärung werden keine konkreten Äußerungen genannt, aber Erdoğan hatte sich in der Vergangenheit mehrfach mit deutlichen Worten geäußert. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars nannte er israelische Militärangriffe in einem Teil des Gazastreifens ein "Massaker" und bezeichnete Israel als "terroristisches" Land. Zuvor hat er Israels Kampagnen in Gaza mit den Gräueltaten der Nazis gegen Juden verglichen.

Der Sprecher des Außenministeriums sagte in der Erklärung: "Wir fordern Präsident Erdoğan und andere türkische Führer auf, keine aufwieglerischen Bemerkungen zu machen, die zu weiterer Gewalt führen könnten." Gemeinsam mit den USA solle die Türkei "an der Beendigung des Konflikts zu arbeiten. Antisemitische Sprache hat nirgendwo Platz." (19.05.2021)

Solidarität bei jüdischem Gottesdienst in Berlin

  Solidarität bei jüdischem Gottesdienst in Berlin Nach antisemitischen Vorfällen haben Vertreter der Bundespolitik einen Sabbat-Gottesdienst besucht. Israel und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland versicherten sie dabei ihre Solidarität. © Markus Schreiber/AP Photo/picture alliance Solidaritätsgottesdienst im Jüdischen Bildungszentrum Chabad Bei dem Solidaritätsgottesdienst des Berliner Jüdischen Bildungszentrums Chabad sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD): "In ganz Israel, besonders in Jerusalem und Tel Aviv, üben Extremisten Gewalt aus. Dieser Terror macht fassungslos und wütend.

Die Polizei habe "einzelne israel -feindliche, antisemitische Parolen" aufgezeichnet und werde diese Tonaufnahmen jetzt auswerten und auf ihre Strafbarkeit überprüfen, kündigte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss an. Washington ist der engste Verbündete Israels . Die USA arbeiteten "unermüdlich für ein Ende der Feindseligkeiten" und einen "dauerhaften Frieden", betonte UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield. Ist Israel schon für einen Waffenstillstand bereit? Nach einer Woche Angriffen zwischen Israel und Palästina könnte sich ein Waffenstillstand anbahnen.

Die USA haben an Israel appelliert, für die Sicherheit von Journalisten zu sorgen. "Wir haben den Israelis direkt gesagt, dass die Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes von Journalisten und unabhängigen Medien eine vorrangige Pflicht ist", erklärte am Samstag die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki. Erdoğan beschuldigt Biden im Nahostkonflikt . Warnungen vor Bürgerkrieg in Israel . Polizei verfolgt antisemitische Parolen. Israels Armee tötet hochrangigen Militärkommandeur in Gaza.

Keine Anzeichen für eine Waffenruhe in Nahost

Trotz internationaler Aufrufe zur Beendigung der seit mehr als einer Woche andauernden Kämpfe haben das israelische Militär und radikale Palästinenser ihre Angriffe auch in der Nacht zum Mittwoch fortgesetzt. Die israelische Luftwaffe bombardierte erneut Ziele im Gazastreifen. Häuser mehrerer Hamas-Kämpfer, die als Kommandozentren oder Waffenlager genutzt gedient hätten, seien zerstört worden, erklärte das israelische Militär.

Am frühen Mittwoch beschoss die israelische Artillerie auch Ziele im südlichen Gazastreifen, wie Augenzeugen berichteten. Militante Palästinenser feuerten Raketen auf die Städte Aschdod, Aschkelon und Beerscheba ab, Tausende Menschen suchten dort in Luftschutzkellern Zuflucht. Zusammenstöße flammten auch im besetzten Westjordanland auf, wo nach Angaben des Militärs israelische Streitkräfte einen Palästinenser erschossen, der sie mit einem Gewehr und improvisiertem Sprengstoff angreifen wollte. Ein weiterer Palästinenser wurde von israelischen Streitkräften bei einer Demonstration im Westjordanland getötet, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Das Militär erklärte, die Soldaten seien unter Beschuss geraten und hätten zurückgeschossen.

Nahostkonflikt: Erdogan nennt Israel "Terrorstaat"

  Nahostkonflikt: Erdogan nennt Israel Die Gewalt zwischen der Hamas und Israel nimmt kein Ende. Kritiker meinen: Erdogan gießt Öl ins Feuer, um sich als islamischer Führer zu inszenieren und innenpolitisch zu punkten. © picture-allliance/AP/B. Ozbilici Provided by Deutsche Welle Während viele Staats- und Regierungschefs hinsichtlich der Eskalation in Israel möglichst diplomatisch auftreten und beide Seiten zur Deeskalation auffordern, hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine klare Haltung eingenommen: Wie schon öfter in der jüngsten Vergangenheit bezeichnet der türkische Präsident Israel als "Terrorstaat" und "unmoralisch".

Die Polizei habe "einzelne israel -feindliche, antisemitische Parolen" aufgezeichnet und werde diese Tonaufnahmen jetzt auswerten und auf ihre Strafbarkeit überprüfen, kündigte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss an. Washington ist der engste Verbündete Israels . Die USA arbeiteten "unermüdlich für ein Ende der Feindseligkeiten" und einen "dauerhaften Frieden", betonte UN-Botschafterin Linda Thomas-Greenfield. Ist Israel schon für einen Waffenstillstand bereit? Nach einer Woche Angriffen zwischen Israel und Palästina könnte sich ein Waffenstillstand anbahnen.

Israel und die USA haben mit Empörung auf antisemitische Äußerungen von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas reagiert. Netanyahu sagte dazu: "Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, den schlimmen Antisemitismus von Abu Mazen zu verurteilen ." Es sei an der Zeit, dass dieser Antisemitismus von der Erdoberfläche verschwinde. Das israelische Außenministerium warf Abbas am Mittwoch vor, "religiösen und nationalistischen Hass gegen das jüdische Volk und Israel " zu schüren.

Israel kündigte eine Fortsetzung seiner Offensive gegen die Hamas und den Islamischen Dschihad an. Ein israelischer Militärsprecher räumte ein, dass die Gruppen mit geschätzten 12 000 Raketen und Mörsergranaten "immer noch genug Raketen zum Feuern haben".

Die israelische Armee erklärte, dass von der im Gazastreifen herrschenden Hamas und anderen radikalen Palästinensergruppen seit Ausbruch der Kämpfe mehr als 3450 Raketen auf Israel abgefeuert worden seien. Das Militär habe mit Luftangriffen und Artilleriefeuer etwa 160 Extremisten getötet. Die Behörden im Gazastreifen sprechen von 217 getöteten Palästinensern, darunter 63 Kinder. Mehr als 1400 Menschen seien verwundet worden. In Israel sind den Behörden zufolge zwölf Menschen getötet worden, darunter zwei Kinder. (19.05.2021)

  • Raketen Marke Eigenbau: der Hamas ist es gelungen, ihr Waffenarsenal nach dem Krieg von 2014 auszubauen

Schießerei an israelischem Kontrollpunkt bei Ramallah

An einem israelischen Kontrollpunkt nahe Ramallah im besetzten Westjordanland haben sich am Dienstag nach Augenzeugenberichten militante Palästinenser und israelische Solaten ein Feuergefecht geliefert. Dabei wurde nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums in Ramallah ein Mensch getötet; mehrere Dutzend weitere wurden durch Schüsse verletzt. Nach Angaben der israelischen Armee wurden auch zwei Soldaten verletzt. Bewaffnete Palästinenser sollen laut Darstellung der israelischen Armee das Feuer auf Soldaten und einen Kommandeur am Posten eröffnet haben.

Völkerrecht im Nahostkonflikt: Das Recht auf Selbstverteidigung hat Grenzen

  Völkerrecht im Nahostkonflikt: Das Recht auf Selbstverteidigung hat Grenzen Dass Israel sich gegen Angriffe verteidigen darf, steht außer Frage. Doch auch wer in den Krieg zieht, muss sich an Regeln halten. © Mahmud Hams/​AFP/​Getty Images Israelischer Luftangriff auf Gaza Stadt Dennis R. Schmidt lehrt internationale Beziehungen an der Swansea University in Wales und ist dort Director of Postgraduate Research im Fachbereich Politics and Cultural Studies.

Es war das erste Mal in dem Konflikt, dass militante Palästinenser im besetzten Westjordanland Schusswaffen einsetzten. Zur Schießerei kam es, nachdem Tausende Palästinenser im Zentrum von Ramallah gegen die Militärangriffe Israels auf den Gazastreifen demonstriert hatten und einige Hundert von ihnen anschließend zu dem Kontrollpunkt marschiert waren. Im Zuge der Proteste legten zahlreiche arabische Israelis und Palästinenser im Westjordanland am Dienstag die Arbeit nieder. Es gab Aufrufe zu einem "Tag des Zorns". (18.05.2021)

  • Netanjahu hat den Zorn der arabischen Minderheit im Land unterschätzt, erklärt Historiker Daniel Mahla im Interview

Neun Tage Kämpfe: Zehn Tote in Israel durch Raketen der Hamas

Der Konflikt mit dem Beschuss israelischer Städte durch militante Palästinenser und israelischen Angriffen gegen Ziele im Gazastreifen geht mittlerweile in die zweite Woche. Das Gesundheitsministerium in Gaza bezifferte die Zahl der Toten seit Beginn der Eskalation auf 213.

Mehr als 3000 Raketen hat die radikalislamiche Hamas inzwischen auf Israel abgefeuert. Einige gingen noch auf dem Gebiet des Gazstreifens zu Boden, andere schlugen auf israelischem Gebiet ein. Zehn Menschen in Israel wurden durch die Angriffe getötet. Mehr als 90 Prozent der Raketen fängt das israelische Luftabwehrsystem Iron Dome ab. (18.05.2021)

Tlaib Ally, ehemalige Sanders Sailer Surrogat, sagt: "Hören Sie an, den Antisemitismus"

 Tlaib Ally, ehemalige Sanders Sailer Surrogat, sagt: ein ehemaliger Kampagnen-Surrogat für Sen. Bernie Sanders , I-VT., Und Verbündeter auf " Squad " -MITTLING REP. Rashida TLAIB , D-Mich., Sagte den Leuten auf Social Media, um den Verurteilungs--Anti-Semitismus aufzuhören. " Comedian und Aktivistamer Zahr nannte auf "Aktivisten und Führer", die sich gegen "Terrorismus" und anti-jüdische Rhetorik aussprechen, um "Antisemitismus" in einem Video aufhören, das Samstag auf sein Twitter-Konto gepostet hat.

  • Nahostkonflikt: Alena Jabarine teilt auf Instagram Eindrücke aus palästinensischer Perspektive (jetzt)

Mehr als 52 000 Palästinenser im Gazastreifen haben Zuhause verloren

Mehr als 52 000 Palästinenser haben durch die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen nach Angaben der Vereinten Nationen ihr Zuhause verloren. Etwa 450 Gebäude seien zerstört oder stark beschädigt worden, sagte der Sprecher des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) Jens Laerke am Dienstag. Darunter seien sechs Krankenhäuser und neun Gesundheitszentren. Etwa 47 000 der Vertriebenen hätten Zuflucht in von den Vereinten Nationen betriebenen Schulen gesucht.

Seit neun Tagen greifen sich israelisches Militär und radikale Palästinenser gegenseitig an. Trotz internationaler Forderungen nach einer Waffenruhe attackierte die israelische Luftwaffe auch am Dienstagmorgen den Gazastreifen. Militante Palästinenser feuerten ihrerseits Raketen aus dem Küstengebiet ab, die in Städten im Süden Israels Luftalarm auslösten. (18.05.2021)

  • Die Vorschriften des Völkerrechts sind nicht immer eindeutig, wie sich in Israel und Gaza zeigt

Biden unterstützt Waffenruhe im Nahostkonflikt

Im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hat sich US-Präsident Joe Biden für eine Waffenruhe ausgesprochen. Biden habe in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu am Montag seine Unterstützung für eine Waffenruhe zum Ausdruck gebracht, teilte das Weiße Haus mit. Der US-Präsident habe mit Netanjahu auch über dahingehende Bemühungen der Vereinigten Staaten gemeinsam mit Ägypten und anderen Partnern diskutiert.

Simin Jawabreh: "Palästinenser*innen werden entmenschlichend dargestellt"

  Simin Jawabreh: Rechte Politiker*innen kritisieren derzeit "importierten" Antisemitismus. Viele Deutsch-Palästinenser*innen fühlen sich ungehört. Eine davon ist Simin Jawabreh. © Paul Gäbler Simin Jawabreh ist Deutsch-Palästinenserin. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie es ist, in Deutschland für die Rechte von Palästinenser*innen zu kämpfen. Seit Wochen finden weltweit Demonstrationen für Palästina statt. In Deutschland kam es auf einigen davon zu antisemitischen Ausschreitungen.

Weiter hieß es in der Mitteilung, Biden habe seine Unterstützung für Israels Recht auf Selbstverteidigung bekräftigt. Zugleich habe er Israel ermutigt, "alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Schutz unschuldiger Zivilisten zu gewährleisten". Es war Bidens drittes Telefonat mit Netanjahu seit dem Wiederaufflammen der Gewalt. Erstmals seit seinem Amtsantritt vor knapp vier Monaten hatte Biden am Samstag auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gesprochen.

Bidens Regierung war in dem Konflikt zunehmend unter Druck geraten und hatte ihr Vorgehen am Montag gegen Kritik verteidigt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte, die Regierung sei der Ansicht, mit "stiller intensiver Diplomatie" aktuell am meisten erreichen zu können. In der vergangenen Woche hätten Regierungsmitarbeiter von Präsident Biden bis zu unteren Ebenen mehr als 60 Gespräche mit Vertretern Israels, der Palästinenser und vielen Partnern in der Region geführt. Es liefen viele Gespräche "hinter den Kulissen". Nicht zu jedem Aspekt dieser diplomatischen Bemühungen gebe es öffentliche Mitteilungen. (18.05.2021)

  • Warum Israel gezielt ein Medienhochhaus in Gaza zerstörte

Israel meldet Raketenbeschuss aus Libanon und feuert mit Artillerie

Aus Libanon sind nach Angaben des israelischen Militärs sechs Raketen in Richtung Israel abgefeuert worden. Sie seien aber allesamt auf libanesischen Boden gefallen, teilte die Armee am späten Montagabend mit. Als Reaktion habe das Militär mit Artillerie auf die Angreifer gefeuert.

Bei einer Protestkundgebung hatten sich zuvor Anhänger der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut mit den Palästinensern solidarisiert. Die Demonstranten schwenkten Fahnen der Palästinenser und der Hisbollah und riefen unter anderem "Tel Aviv, wir kommen". Die schiitische Hisbollah-Organisation ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbündet. Sie kontrolliert mit ihrer Miliz den Süden Libanons und damit die Grenze zu Israel, wo es immer wieder zu Spannungen kommt. Zuletzt hatte es 2006 einen Krieg zwischen der Hisbollah und Israel gegeben. (18.05.2021)

  • Die zweite Front: Droht ein Krieg mit der Hisbollah?

Erdogan eröffnet die Wahrzeichen-Mosque in Istanbul-Taksim-Square .
Istanbul, Türkei - Tausende Anbeter, die sich am Freitag in Istanbuls zentrales Taksim-Platz erwiesen, um die Einweihung von Präsident Recep Tayyip Erdogan einer imposanten und umstrittenen, neuen Moschee zu markieren. © Menschen, die Selfies vor dem ersten Freitagsgebeten vor der Taksim-Square-Moschee nehmen [Emre Cay ...

usr: 0
Das ist interessant!