Welt & Politik Coronavirus in Deutschland: Merkel mahnt zur Rücksicht auf unsichere Menschen

21:05  26 mai  2021
21:05  26 mai  2021 Quelle:   sueddeutsche.de

Ein Rücktritt mit Folgen : Was der Fall Giffey für den Bund bedeutet

  Ein Rücktritt mit Folgen : Was der Fall Giffey für den Bund bedeutet Die Kanzlerin betrübt, die SPD ringt um Glaubwürdigkeit, im Fall Giffey geht es auch um den richtigen Kurs. Das Familienressort wird nun nebenher mit regiert. © Foto: imago images/photothek Kanzlerin Angela Merkel bedauert den Rücktritt von Franziska Giffey Ganz am Ende gibt es dann doch noch einen Rücktritt im letzten Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel, sieht man vom Wechsel Ursula von der Leyens auf den Posten der EU-Kommissionschefin ab. Insgesamt aber ist es Merkel nun schon zum dritten Mal passiert, dass einer ihrer Minister oder Ministerinnen wegen einer Plagiatsaffäre zurücktritt.

• Bundeskanzlerin Merkel ruft dazu auf, schwächere Menschen bei Öffnungen nicht außer Acht zu lassen.

Merkel in Berlin © AFP Merkel in Berlin

• Das RKI meldet am Mittwoch die niedrigsten Infektionszahlen seit Monaten.

• Gesundheitsminister Jens Spahn will Kindern und Jugendlichen die Corona-Impfung notfalls auch ohne die Empfehlung der Ständigen Impfkommission ermöglichen.

• Eine Studie besagt, dass Kinder weniger Aerosole ausstoßen als Erwachsene.

• Christian Drosten plädiert angesichts der indischen Variante für ein schnelles Durchimpfen der Bevölkerung.

Die aktuellen Meldungen zum Coronavirus weltweit.

Merkel: Deutschland, um "Gemeinsamkeiten" auf Russland mit US

 Merkel: Deutschland, um Berlin (AP) - Kanzlerin Angela Merkel zu diskutieren, sagte Donnerstag, dass Deutschland "notwendige Gemeinsamkeit" mit den USA über die Beziehungen zu Russland nach Präsident Joe Bidingen diskutieren wird, um sich nicht zu bestrafen Das Unternehmen überwacht ein Pipeline-Projekt Russland-Deutschland, das Washington widersetzt.

Merkel mahnt zur Rücksicht auf unsichere Menschen

Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht sich bei den Öffnungen im Land auch Rücksichtnahme auf unsichere Menschen. Viele sorgten sich, wenn es mancherorts eng und überfüllt sei. Doch auch diese Menschen müssten eine Chance haben, im öffentlichen Leben dabei zu sein. "Da müssen wir auch auf die achten, die nicht so tough und so stark sind", sagte Merkel bei einer Videokonferenz mit ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Denn auch diejenigen müsste.

Merkel warnte auch davor, Kinder beim Aufholen der Lernrückstände durch die Corona-Krise zu überfordern. Das Aufholpaket der Bundesregierung, an dem sich auch die Bundesländer finanziell beteiligen sollen, sehe daher neben Mitteln für Lernstandserhebungen und Nachhilfe auch Geld für Sozialarbeit vor. (26.05.2021)

Merkel will Putin auf Mutmaßungen zu Verwicklung in Ryanair-Vorfall ansprechen

  Merkel will Putin auf Mutmaßungen zu Verwicklung in Ryanair-Vorfall ansprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will Russlands Präsident Wladimir Putin auf Mutmaßungen ansprechen, sein Land sei in die erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine in Belarus verwickelt. "Dass es ein enges Verhältnis zwischen Belarus und Russland gibt, das ist bekannt", sagte Merkel.Belarus hatte am Sonntag eine Ryanair-Maschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius unter dem Vorwand einer Bombendrohung und mit einem Kampfjet zur Zwischenlandung in Minsk gezwungen. Dort wurden der im Exil lebende Oppositionelle Roman Protassewitsch und seine aus Russland stammende Freundin Sofia Sapega festgenommen.

  • Video: Wie zuverlässig sind Schnelltests?

RKI meldet erstmals seit Oktober bundesweite Inzidenz unter 50

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder den politisch relevanten Wert von 50 unterschritten. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl binnen sieben Tagen gemeldeter Neuinfektionen je 100 000 Einwohner am Mittwoch bundesweit bei 46,8 (Vortag: 58,4; Vorwoche: 72,8). Zwar hatte sich die Sieben-Tage-Inzidenz Mitte Februar kurzzeitig schon einmal im Bereich knapp über 50 bewegt. Doch dann kam die dritte Welle. Zuletzt unterhalb der 50er-Schwelle hatte der Wert im Herbst gelegen: bei 48,6 am 20. Oktober 2020.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2626 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von Mittwochmorgen 5.23 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 11 040 Ansteckungen gelegen. Allerdings können die Daten durch Feiertagseffekte verzerrt sein.

Merkel Stände und Blätter Boris Johnson und Joe Bides Klimaabkommen "Auf einem Messerrand"

 Merkel Stände und Blätter Boris Johnson und Joe Bides Klimaabkommen © Getty Angela Merkel Vor dem COP26-Klimawandel-Gipfel später in diesem Jahr hatte die -Regierung , eine globale Vereinbarung zu stimmen Klimawandelregeln, aber der deutsche Kanzler weigert sich, dies inmitten Deutschlands Vertrauen in der Kohlenstoffemissionsbranche zu tun. Mit dem Vereinigten Königreich, der den COP26-Gipfel beherbergt, möchte die Regierung ein obligatorisches Abkommen, um Unternehmen bis 2025 in strenge Regeln zu binden.

Die Zahl der Todesfälle hat sich am Mittwoch im Vergleich zum selben Tag der Vorwoche nur leicht von 284 auf 270 verändert. Seit Beginn der Pandemie sind in Deutschland 87 726 Menschen im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der erfassten Corona-Fälle liegt bei 3 656 177. Die tatsächliche Fallzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,78 (Vortag: 0,84). Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

  • Digitaler Impfnachweis - Der Pass, der Türen und Grenzen öffnet

Spahn beharrt auf Corona-Schutzimpfung für Jugendliche

Die Ständige Impfkommission (Stiko) tendiert gegenwärtig dazu, nach der noch für Mai erwarteten EU-Zulassung des Biontech-Vakzins keine allgemeine Impfempfehlung für Zwölf- bis 15-Jährige auszusprechen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Dänemark half uns beim Spionage auf Europa-Beamten - Bericht

 Dänemark half uns beim Spionage auf Europa-Beamten - Bericht Denmarks Secret Service half den US-Spion in den europäischen Politikern, einschließlich der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ab 2012 bis 2014, dänischer Medienbericht. © Reuters Angela Merkel wurde angeblich von der US-Intelligenz gezielt der mit der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) zusammengefugten Verteidigungsintelligenz (FE), um Informationen zu sammeln, laut einem Bericht durch dänische Sender Danmarks Radio.

Gesundheitsminister Jens Spahn setzt allerdings weiterhin auf Corona-Schutzimpfungen für ältere Kinder und Jugendliche, notfalls auch ohne die allgemeine Stiko-Empfehlung. In der Sendung "Frühstart" bei ntv sagte der CDU-Politiker: "Im Lichte dieser Empfehlung können dann die Eltern mit ihren Kindern, den Ärztinnen und Ärzten die konkreten Entscheidungen treffen, ob jemand geimpft wird oder nicht." Dies sei eine individuelle Entscheidung.

Der Hersteller Biontech/Pfizer hat eine Zulassung seines Präparats ab zwölf Jahren bei der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) beantragt. Mit einer Entscheidung wird noch bis Ende Mai gerechnet. Die Stiko behält sich aber eigene Klärungen für eine mögliche Impfempfehlung vor. Ihr Mitglied Rüdiger von Kries erwartet derzeit nicht, dass es eine allgemeine Impfempfehlung für alle Kinder geben wird.

Wahrscheinlich werde die Stiko lediglich eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche mit bestimmten chronischen Erkrankungen aussprechen, berichtet das RND. Grund sei unter anderem eine unbefriedigende Datenlage, die es nicht erlaube, die Folgen einer Corona-Erkrankung für Kinder und Jugendliche gegen mögliche Risiken durch eine Impfung abzuwägen.

Wenn die EMA den Biontech-Impfstoff ab zwölf Jahren zulasse, dann sei er laut Spahn eben auch für die Altersgruppe der Zwölf- bis 15-Jährigen zugelassen. Schon vor Beginn der Sommerferien solle den ersten Kindern und Jugendlichen dann ein Impfangebot gemacht werden, erklärte er. "Wenn die Zulassung da ist, werden wir dann nach und nach - nicht allen auf einmal - Kindern und Jugendlichen über zwölf Jahren ein Angebot machen, sich impfen zu lassen."

Frage nach Dänemark: Warum könnten die USA angeblich laugen?

 Frage nach Dänemark: Warum könnten die USA angeblich laugen? Kopenhagen, Dänemark (AP) - Schwedens Verteidigungsminister möchte, dass Dänemark erklärt, warum der ausländische Geheimdienst des Landes den Vereinigten Staaten angeblich den europäischen Führern, einschließlich der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, vor mehr als sieben Jahren half.

Eine Impfung als Voraussetzung zur Teilnahme am Präsenzunterricht lehnte der Gesundheitsminister jedoch ab: "Ich sehe nicht, dass wir eine verpflichtende Impfung haben werden für den Schulbesuch." ( 26.05.2021)

  • Deutschlands Kassenärzte kommen mit der Arbeit nicht mehr nach

Kinder verbreiten weniger Aerosole als Erwachsene

Das hat eine Untersuchung der Charité und der TU Berlin. "Kinder im Grundschulalter emittierten beim Sprechen eine Anzahl von Partikeln in der Größenordnung wie Erwachsene beim Atmen, und beim Singen emittierten sie ähnlich viele Partikel wie Erwachsene beim Sprechen", sagt Dirk Mürbe, Direktor der Klinik für Audiologie und Stimmheilkunde (Phoniatrie) an der Charité. Die Anzahl der Aerosole, die für das Übertragen des Coronavirus relevant sind, hänge dabei stark von der Lautstärke ab. Der Befund könne nicht nur bei der Entscheidung für Präsenzunterricht an Schulen eine Rolle spielen, sondern auch für die Arbeit von Kinderchören.

Mürbe zufolge bedeutet das aber nicht, dass Schulunterricht oder Chorproben und -konzerte unabhängig von der Infektionslage und ohne Beschränkungen sein können. Allerdings sei je nach äußeren Umständen wie Größe des Raumes, Anzahl und Aufenthaltsdauer der Kinder sowie den Lüftungskonzepten mehr möglich als bisher praktiziert.

Bislang fokussierten sich Untersuchungen zum Ausstoß von Aerosolen vor allem auf Erwachsene. Nun wurden sie laut Mürbe erstmals bei acht- bis zehnjährigen Grundschülern mittels Laserpartikelzähler in einem Reinraum gemessen. Konkret ging es um 15 Mädchen und Jungen des Staats- und Domchores Berlin und des Mädchenchores der Sing-Akademie Berlin. Für diese Altersgruppe ist vorerst kein Impfschutz absehbar. Bei den Kindern wurden Emissionsstärken unter anderem bei Ruheatmung, Sprechen, Singen und Rufen bestimmt und mit den Werten von 15 Erwachsenen verglichen. Die Ergebnisse der Untersuchung sind bislang noch in keiner Fachzeitschrift veröffentlicht. Sie sollen aber in ein Hygienekonzept der Dresdner Philharmonie einfließen, um den Kinderchor wieder zu ermöglichen. (26.05.2021)

Eishockey: Chancenwucher und Pfostenpech: DEB-Team bangt um Viertelfinaleinzug - Der Ticker zum Nachlesen

  Eishockey: Chancenwucher und Pfostenpech: DEB-Team bangt um Viertelfinaleinzug - Der Ticker zum Nachlesen Bei der Eishockey-WM in Lettland verliert Deutschland das vorletzte Gruppenspiel gegen die USA. Trotz Überlegenheit und vieler Chancen kassiert das DEB-Team die dritte Niederlage in Serie. Der Ticker zum Nachlesen © Bereitgestellt von SPOX Deutschland trifft bei der Eishockey-WM heute auf die USA. Nach der dritten Niederlage in Folge muss die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Riga um den Viertelfinaleinzug bangen. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm verlor gegen die USA 0:2 (0:0, 0:1, 0:1) und benötigt im letzten Vorrundenspiel am Dienstag (19.

  • Kinder in der Pandemie: Die Vergessenen

Drosten: "So schnell wie möglich durchimpfen"

Bei den Corona-Impfungen sieht Christian Drosten Deutschland nach anfänglichen Schwierigkeiten auf gutem Weg. Daher müsse man "irgendwann über den Sommer zu einer anderen Betrachtung der Bedrohungslage" kommen, sagte der Virologe der Berliner Charité am Dienstag im NDR-Podcast "Coronavirus-Update". Derzeit befinde sich das Land in einer Übergangsphase. Zwar seien Öffnungen in der Außengastronomie kein großes Problem, allerdings widersprach Drosten Darstellungen, denen zufolge die Infektionszahlen allein wegen der nun höheren Temperaturen zurückgingen. Man dürfe nicht glauben, dass Eindämmungsmaßnahmen nun überflüssig seien.

Mit Blick auf die indische Corona-Variante B.1.617 betonte Drosten: "Man muss einfach so schnell wie möglich durchimpfen. Das ist das Beste, was man machen kann." Eine Studie zeigte kürzlich, dass die mRNA-Impfstoffe nach zweifacher Impfung gut gegen eine Erkrankung mit der indischen Variante schützen. Was deren Ausbreitung betrifft, gebe es jedoch viele Unwägbarkeiten. Experten vermuten eine um bis zu 50 Prozent erhöhte Ansteckungsfähigkeit im Vergleich zur britischen Variante. Drosten verwies aber auf eine Reihe möglicherweise verzerrender Faktoren in den Daten aus Großbritannien. So sei die aktuelle Situation in dem Land eine andere als Ende 2020, als die Mutante B.1.1.7 aufkam. Damals habe sich die Winterwelle aufgebaut, während nun die dritte Welle stark abgebremst worden sei und viele Menschen einen Impfschutz hätten. B.1.617 sei zudem massiv aus Indien eingetragen worden - und man wisse leider, dass der Impffortschritt sozial ungleich verlaufe.

Bestätigt in seinen Annahmen sieht sich Drosten, was die Ansteckungsfähigkeit von Kindern angeht. Eine vor etwa einem Jahr zu diesem Thema herausgebrachte Studie war damals stark kritisiert worden. Der Virologe und ein Team an der Charité haben die Studie inzwischen in der Datenbasis stark verbreitert, überarbeitet und im namhaften Fachblatt Science veröffentlicht. Der Eindruck, dass Kinder genauso infektiös sein können wie Erwachsene, habe sich verfestigt.

Merkel und Macron fordern in Spionageaffäre Aufklärung

  Merkel und Macron fordern in Spionageaffäre Aufklärung In der Spionageaffäre um Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA in Europa haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Aufklärung durch die USA und Dänemark gefordert. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der dänische Geheimdienst der NSA bei Lauschangriffen gegen Merkel und andere europäische Spitzenpolitiker geholfen haben soll. Dänemarks Auslands- und Militärgeheimdienst FE habe der NSA die Nutzung einer geheimen Abhörstation in der Nähe von Kopenhagen ermöglicht, berichteten der Dänische Rundfunk (DR) und weitere europäische Medien.

Die Studie untermauert auch die Annahme, dass ein relativ kleiner Teil der Infizierten für besonders viele Ansteckungen sorgt. Wie Drosten schilderte, gibt es in allen Altersgruppen, auch bei Kindern, Infizierte mit außergewöhnlich hohen Viruslasten. In der Studie betraf dies etwa neun Prozent der untersuchten Fälle. In "erheblichem Umfang" befänden sich darunter Menschen, die im gesamten Krankheitsverlauf maximal milde Symptome bekommen. Auch Menschen ohne Krankheitsanzeichen seien darunter. In Anbetracht der Ansteckungsgefahr durch gesund wirkende Infizierte betonen die Wissenschaftler in ihrem Fazit die Bedeutung von Maßnahmen wie Abstandhalten und Maskentragen. "Das Maximum der Virus-Ausscheidung liegt ein bis drei Tage vor dem Symptombeginn", sagte Drosten. Gerade deshalb sei das Virus so schwer zu kontrollieren. ( 26.05.2021)

  • Tourismus in Pandemie-Zeiten: Urlaub mit Hindernissen

Türkische Gemeinden kritisieren Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Kritik auf sich gezogen mit der Aussage, dass Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan zu einem Anstieg der Corona-Zahlen im vergangenen Sommer geführt hätten. Albaniens Ministerpräsident Edi Rama und die Türkische Gemeinde in Deutschland zeigten sich empört.

"Es ist ein Skandal, dass ein deutscher Minister den Balkan öffentlich anprangert und damit auch Menschen mit Migrationshintergrund abwertet", sagte Ministerpräsident Rama der Bild-Zeitung. "Ich werde nicht zulassen, dass Albanien als Risikobereich für Urlaubsreisen dargestellt wird, es gibt keine Zahlen, die dies belegen." Spahn wolle so nur "eine offensichtlich schlechte Bilanz" verteidigen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Serhat Ulusoy, sagte, Spahn stelle "ganze Bevölkerungsgruppen unter Generalverdacht" und öffne "Stigmatisierungen Tür und Tor". Er wolle "Wahlkampf um jeden Preis und auf dem Rücken von Menschen" machen. "Die zweite Welle ist hausgemacht und gutes Corona-Management sieht anders aus."

Spahn hatte in einem Interview gesagt, dass "Auslandsreisen, häufig Verwandtschaftsbesuche in der Türkei und auf dem Balkan, phasenweise rund 50 Prozent der Neuinfektionen ausgelöst" hätten. Das müsse in diesem Jahr verhindert werden. Er wolle daher frühzeitig Vereinbarungen mit der Türkei über Tests bei der Ein- und Ausreise schließen. ( 25.05.2021)

  • Wonach sich der Impftermin jetzt entscheidet (SZ Plus)

Altmaier will Wirtschaftshilfen über 30. Juni hinaus verlängern

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) verspricht den Unternehmen, die staatlichen Corona-Hilfen über den bislang geplanten 30. Juni hinaus zu verlängern. "Ich sage Ihnen zu: Wir werden das so lange fortführen, wie es eine nennenswerte Zahl von Unternehmen gibt, die unter den Spätfolgen von Corona nach wie vor leiden", sagt Altmaier der Bild.

Bis zu welche Datum die Hilfen verlängert würden, müsse in der Bundesregierung noch diskutiert werden. "Ich würde es eigentlich gerne bis Ende des Jahres verlängern, weil ich weiß, dass viele Geschäfte eine Zeit lang brauchen werden, um das alles wieder aufzuholen." Voraussetzung der Hilfe bleibe, dass der Umsatz mindestens 30 Prozent unter dem Vorjahr liege. Dann könne man bestimmte Fixkosten angeben und andere Leistungen erhalten. ( 25.05.2021)

  • Bundesverband der Deutschen Industrie greift Corona-Politik der Regierung an

Merkel und Macron fordern in Spionageaffäre Aufklärung .
In der Spionageaffäre um Abhöraktionen des US-Geheimdienstes NSA in Europa haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Aufklärung durch die USA und Dänemark gefordert. Am Wochenende war bekannt geworden, dass der dänische Geheimdienst der NSA bei Lauschangriffen gegen Merkel und andere europäische Spitzenpolitiker geholfen haben soll. Dänemarks Auslands- und Militärgeheimdienst FE habe der NSA die Nutzung einer geheimen Abhörstation in der Nähe von Kopenhagen ermöglicht, berichteten der Dänische Rundfunk (DR) und weitere europäische Medien.

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