Welt & PolitikRegierung einigt sich mit Industrie auf Diesel-Nachrüst-Kompromiss

20:40  08 november  2018
20:40  08 november  2018 Quelle:   dw.com

Ryanair einigt sich bei Tarifverhandlungen mit Verdi

Ryanair einigt sich bei Tarifverhandlungen mit Verdi Ryanair einigt sich bei Tarifverhandlungen mit Verdi

Sie schlugen und quälten Flüchtlinge: Nun müssen sich 32 Wachleute in einem Mammutprozess verantworten. Die Vorfälle offenbaren die mangelnde Kontrolle privater Sicherheitsdienste, sagt Sicherheitsforscher Helge Regierung einigt sich mit Industrie auf Diesel - Nachrüst - Kompromiss .

Kampf gegen Fahrverbote : Fauler Diesel - Kompromiss . Wer glaubt, der Ärger der Besitzer von Dieselfahrzeugen lege sich , wenn nun in ausgewählten Städten einige wenige Autokäufer für empfindliche Vermögensverluste teilweise „entschädigt“ werden, täuscht sich .

Die Bundesregierung und große Autoproduzenten haben sich beim Diesel-Problem und der umstrittenen Nachrüstung älterer Autos mit Katalysatoren auf einen Kompromiss verständigt. Das teilte Verkehrsminister Scheuer mit.

Regierung einigt sich mit Industrie auf Diesel-Nachrüst-Kompromiss © picture-alliance/dpa/K.J. Hildenbrand Der Tankdeckel eines Autos mit Dieselmotor

Nach einem Treffen mit Spitzenvertretern der Autobranche sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin: "Wir haben mit den deutschen Herstellern ein konstruktives Ergebnis erzielt." Im Vordergrund stehe weiter die Umtauschaktion der Hersteller von Alt-Autos in sauberere Fahrzeuge. Volkswagen und Daimler seien bereit, die verbliebenen älteren Autos dann für bis zu 3000 Euro mit Katalysatoren nachrüsten zu lassen.

Werbebrief an Diesel-Halter: Kraftfahrt-Bundesamt löst „erhebliche Irritationen“ bei ADAC-Mitgliedern aus

Werbebrief an Diesel-Halter: Kraftfahrt-Bundesamt löst „erhebliche Irritationen“ bei ADAC-Mitgliedern aus Werbebrief an Diesel-Halter: Kraftfahrt-Bundesamt löst „erhebliche Irritationen“ bei ADAC-Mitgliedern aus

Kompromisse nach langer Tagung: Die Regierung einigt sich bei Diesel und Zuwanderung. Einzelheiten würden die zuständigen Leserbrief schreiben. Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E -Mail-Adresse an.

Die Bundesregierung ist zufrieden mit ihrem Diesel - Kompromiss . Doch von denjenigen, die in der Praxis mit den drohenden Fahrverboten zu kämpfen haben, kommt Kritik. Die richtet sich in erster Linie an die Autokonzerne, die sich zum Teil massiv gegen die Umsetzung der Pläne wehren.

Laut Scheuer lehnt das BMW weiter ab, will aber mit der gleichen Summe die Halter der älteren Diesel unterstützen - etwa beim Neukauf eines Autos. Die Angebote gelten nur für Halter in den 15 Städten, die am stärksten mit Schadstoffen belastet sind.

Das könnte Sie auch interessieren

Bischöfe beraten über Missbrauch, Flüchtlinge, Hebammenkunde


Die Maßnahme richteten sich an Kunden, die keine "Umtauschprämien" von Herstellern nutzen und auf sauberere Autos umsteigen, erläuterte Scheuer. Die Hersteller wollten jedem Kunden ein Angebot machen, um mobil zu bleiben.

Nachrüstsätze erst in drei Jahren

Derzeit gebe es noch keine genehmigten Katalysator-Nachrüstsätze für Euro-5-Fahrzeuge, fügte der Minister nach fünfstündigen Verhandlungen hinzu. Daher könne auch eine Nachrüstung erst nach 2020 greifen. "Zur Zeit kann keiner sagen, wie teuer Hardware-Nachrüstung überhaupt wird", sagte der CSU-Politiker. Da technische Lösungen "leider nicht kurzfristig am Markt verfügbar" seien, gebe es auch "noch kein Preisschild".

Kurioses Streitgespräch im ZDF: Moderatorin lässt Verkehrsminister kalt auflaufen

Kurioses Streitgespräch im ZDF: Moderatorin lässt Verkehrsminister kalt auflaufen Kurioses Streitgespräch im ZDF: Moderatorin lässt Verkehrsminister kalt auflaufen

Die Koalition hat sich auf Maßnahmen geeinigt , mit denen die Bürger auch im Falle von Fahrverboten "ihre Mobilität erhalten können." Was im Beschlusspapier des Koalitionsausschusses steht - der Überblick. Städte: Das Papier nennt 14 "besonders belastete Städte", das sind München, Stuttgart

Der Diesel - Kompromiss der Bundesregierung sorgt bei vielen Verbrauchern für Unsicherheit: Kann Bild © picture-alliance/dpa. Der Diesel - Kompromiss der Bundesregierung sorgt bei vielen Zählt er zu den ausländischen Autobauern, so daß von vornherein diese von der Regierung vereinbarten

Die große Koalition hatte im Kampf gegen Fahrverbote von Dieselautos in Städten wegen der Stickoxid-Belastung (NOx) Anfang Oktober ein Paket aus Umtauschprämien für neuere Autos und die sogenannte Hardware-Nachrüstung auf Kosten der Industrie beschlossen. Während die Hersteller Kaufanreize für abgasärmere Fahrzeuge anboten, weigerten sich die Hersteller, die kompletten Kosten für die Nachrüstung von Dieseln der Euro-5-Norm zu übernehmen.

BMW bleibt beim Nein

Nach dem sogenannten Diesel-Gipfel wandte sich BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich erneut gegen die Nachrüstung älterer Dieselautos. "Eine Hardware-Nachrüstung trägt - wenn überhaupt - viel zu spät zur Verbesserung der Luftqualität bei", erklärte er in Berlin. Serienreife Nachrüstsysteme seien selbst bei einem beschleunigten Zulassungsverfahren durch das Kraftfahrt-Bundesamt frühestens 2021 verfügbar. Das sei nicht sinnvoll. Um die Luft in Städten rasch zu verbessern, favorisiere BMW eine Verjüngung der Flotte. Denn dies sei - neben der bereits laufenden Software-Aktualisierung - die aktuell einzig verfügbare Maßnahme mit Breitenwirkung.

Blatt - EU will in Brexit-Gesprächen Nordirland-Kompromiss anbieten

Blatt - EU will in Brexit-Gesprächen Nordirland-Kompromiss anbieten Blatt - EU will in Brexit-Gesprächen Nordirland-Kompromiss anbieten

Nachdem mehrere Gesprächsrunden der Regierung zum Diesel ohne Ergebnis blieben, verständigten sich die Koalitionsspitzen in der Nacht zum Dienstag nach stundenlangen Beratungen auf ein Konzept: Es sieht zum einen Umtauschprämien der Industrie in 14 besonders mit NOx-belasteten Regionen vor.

Die Industrie bewege sich bereits, sagte am Morgen Umwelt-Staatssekretär Florian Pronold im Deutschlandfunk. Außerdem geht es darum, wer nach dem Einbau eines Nachrüst -Sets haftet und darum, in welchen Regionen den Autofahrern Nachrüst -Angebote gemacht werden.

Der Daimler-Konzern verwies darauf, dass die Hardware-Lösung vom Kraftfahrt-Bundesamt zertifiziert sein müsse. Zudem müsse sie die Besitzer der Fahrzeuge zur Einfahrt in die mit Fahrverbot belegten Städte berechtigen.

Scheuer hatte vor dem Treffen Bewegung von den Autoherstellern gefordert. Die Branche habe einen "riesigen Nachholbedarf", Vertrauen zurückzugewinnen und ihr Image zu verbessern, hatte er bei einer Veranstaltung des Autoverbandes VDA gesagt. In vielen Städten werden vor allem wegen Diesel-Abgasen Schadstoff-Grenzwerte überschritten. kle/uh (rtr, dpa)

Mehr auf MSN

Roms Staatsverschuldung: Profianleger meiden Italien und sorgen sich um Europa.
Roms Staatsverschuldung: Profianleger meiden Italien und sorgen sich um Europa

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

Das ist interessant!