Welt & PolitikBundestag beschließt Milliarden-Entlastung für Familien

21:41  08 november  2018
21:41  08 november  2018 Quelle:   msn.com

Personalnot in der Pflege - Bundestag beschließt Milliardenpaket

Personalnot in der Pflege - Bundestag beschließt Milliardenpaket Personalnot in der Pflege - Bundestag beschließt Milliardenpaket

Familien in Deutschland sollen um insgesamt knapp zehn Milliarden Euro entlastet werden. © Christof Stache/AFP/Getty Images. Jede Familie in Deutschland soll vom nächsten Jahr an 200 Euro und mehr zusätzlich in der Tasche haben: Das sieht ein Entwurf von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD)

Ein milliardenschweres Paket zur finanziellen Entlastung von Familien beschäftigt heute den Bundestag . Union und SPD wollen 2019 unter anderem das

Bundestag beschließt Milliarden-Entlastung für Familien © Foto: Jens Büttner Das Kindergeld steigt von Juli 2019 an um monatlich zehn Euro.

Dazu kommen ein höherer Kinderfreibetrag und ein höherer Grundfreibetrag bei der Steuer. Darüber hinaus werden die Einkommensteuertarife verschoben, um die Effekte der «kalten Progression» zu mindern.

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Das Gesetzespaket benötigt allerdings noch die Zustimmung des Bundesrats. Wenn auch die Länderkammer grünes Licht gibt, soll die Steuerbelastung von Familien um jährlich rund 9,8 Milliarden Euro sinken. So steigt der Kinderfreibetrag in zwei Stufen von 7428 auf 7812 Euro. Der Grundfreibetrag zur Sicherung des Existenzminimums wird ebenfalls in zwei Stufen von 9000 auf 9408 Euro erhöht.

Gabriel fordert Mindestrente für Geringverdiener

Gabriel fordert Mindestrente für Geringverdiener Gabriel fordert Mindestrente für Geringverdiener . "Wir brauchen ein einfaches Modell, das die Leute sofort verstehen", sagte Gabriel dem "Spiegel". Der frühere SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert die rasche Einführung einer Mi . "Wir brauchen ein einfaches Modell, das die Leute sofort verstehen", sagte Gabriel dem Magazin "Spiegel". Wer 40 Jahre und mehr Vollzeit gearbeitet habe, solle im Alter mindestens 1000 Euro Rente haben. Vor allem in Ostdeutschland bekämen viele aber oft deutlich weniger. "Da laufen uns die Leute in Scharen davon", fügte er hinzu.

Familien sollen nach den Plänen der Bundesregierung ab 2019 mehrere hundert Euro im Monat mehr im Geldbeutel haben. Union und SPD hatten deutliche Entlastungen im Koalationsvertrag vereinbart, einige der nun beschlossenen Maßnahmen gehen aber darüber hinaus.

Der Bundestag beschloss am Donnerstag eines der zentralen Vorhaben der großen Koalition, wonach die Arbeitgeber wieder die Hälfte des gesamten Beitrags zahlen müssen. Verbraucherschützer Vogel lobte die ebenfalls beschlossene Entlastung von Selbstständigen mit geringen Einkommen.

Während der SPD-Abgeordnete Michael Schrodi von einem «starken familienpolitischen Zeichen» sprach, kritisierte die Opposition die vorgesehenen Maßnahmen in der Debatte als nicht ausreichend - etwa weil Hartz-IV-Empfänger nicht davon profitierten. Lisa Paus von den Grünen beklagte, in Deutschland lebten drei Millionen Kinder in Armut - doch gerade deren Familien erhielten «nicht einen einzigen Euro» von der zugesagten Entlastungssumme.

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