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Welt & Politik Corona weltweit: USA wollen offenbar 500 Millionen Biontech-Impfdosen spenden

02:40  10 juni  2021
02:40  10 juni  2021 Quelle:   sueddeutsche.de

Asiens Coronavirus-Varianten als globales Problem

  Asiens Coronavirus-Varianten als globales Problem Bei einer globalen Ausbreitung könnten Impfstoffe ihre Wirksamkeit verlieren und selbst die neugebildeten Antikörper könnten uns nicht mehr schützen. Deshalb müssen die richtigen Vakzine global zur Verfügung stehen. © DesignIt/Zoonar/picture alliance Genomsequenzierungen sind wichtig, um das mutierte Virus effektiv bekämpfen zu können Laut den Genomdatenbanken wie z.B. nextstrain.org sind mittlerweile mehr als 1000 verschiedenen Mutationen des SARS CoV-2 Virus bekannt. (Die vier gefährlichsten Varianten, die "Variants of Concern" (VOC), wurden nach den Ländern bezeichnet, in denen sie erstmals entdeckt wurden.

• Das Weiße Haus habe sich mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt und werde 500 Millionen Dosen Impfstoff kaufen und spenden, berichten US-Medien.

Das Weiße Haus soll sich mit Pfizer und Biontech geeinigt haben und will offenbar 500 Millionen Impfdosen kaufen, um sie zu spenden. © AP Das Weiße Haus soll sich mit Pfizer und Biontech geeinigt haben und will offenbar 500 Millionen Impfdosen kaufen, um sie zu spenden.

• Einem Entwurf für den G-7-Gipfel zufolge wollen EU und USA zwar keine Patente aussetzen, aber Exporthürden für Impfstoffe und Medikamente abbauen.

• Die Innengastronomie darf in Frankreich und Belgien wieder öffnen.

• Das EU-Gericht kippt den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe für die deutsche Condor.

2,4 Milliarden Dollar für Corona-Impfkampagne

  2,4 Milliarden Dollar für Corona-Impfkampagne Ziel übertroffen: Bei einer Geberkonferenz für die Corona-Impfinitiative COVAX kam mehr Geld zusammen als erwartet. Fraglich bleibt allerdings, ob arme Länder tatsächlich schnell mehr Impfdosen erhalten. © Mamyrael/AFP In Madagaskars Hauptstadt Antananarivo werden Impfdosen von AstraZenica verladen Die internationale Corona-Impfinitiative COVAX (COVID-19 Vaccines Global Access) hat bei einer virtuellen Geberkonferenz 2,4 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) an zusätzlichen Mitteln eingesammelt - rund 400 Millionen Dollar mehr als erhofft.

Aktuelle Corona-Meldungen aus Deutschland.

USA wollen offenbar 500 Millionen Biontech-Impfdosen spenden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weiße Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete unter anderem die Washington Post unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Den Berichten zufolge dürfte US-Präsident Joe Biden das Vorhaben vor oder beim G-7-Gipfel im südwestenglischen Cornwall verkünden, an dem er während seiner ersten Auslandsreise als Präsident teilnimmt. Laut New York Times sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

Kampf gegen Corona: Kann COVAX sein Impfziel erreichen?

  Kampf gegen Corona: Kann COVAX sein Impfziel erreichen? Die internationale Initiative COVAX versucht, Corona-Impfstoffe für ärmere Länder zu beschaffen. Erst kürzlich haben Geberländer erneut Milliarden von Impfdosen zugesagt. Dennoch bleibt das Projekt schwierig. © Andreea Campeanu/Getty Images Impfungen im Südsudan: Viele afrikanische Länder sind mit Impfstoffen unterversorgt Seit Monaten appelliert die WHO an die reichen Staaten, Impfdosen gegen das Coronavirus an die internationale Impfinitiative "COVID-19 Vaccines Global Access", kurz COVAX, abzugeben - bisher mit eher mäßigem Erfolg.

Die Impfkampagnen gehen in den einzelnen Ländern der Welt im Vergleich in höchst unterschiedlichem Tempo voran. In den USA haben bereits mehr als 171,7 Millionen der rund 330 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als 140,4 Millionen Menschen sind voll geimpft.

Die US-Regierung hat bislang zugesagt, bis Ende Juni 80 Millionen Impfstoffdosen mit anderen Staaten zu teilen. Vergangene Woche hatte das Weiße Haus Details zur Verteilung der ersten 25 Millionen Dosen veröffentlicht. Mindestens 75 Prozent davon, knapp 19 Millionen Dosen, sollen demnach über das Impfprogramm Covax vergeben werden. Die verbleibendenden rund 25 Prozent, etwa 6 Millionen Dosen, will die US-Regierung direkt an Länder abgeben: etwa an die Nachbarländer Kanada und Mexiko sowie Indien und Südkorea. (09.06.2021)

  • Corona-Pandemie: Wie weltweites Impfen gelingt (SZ Plus)

EU und USA wollen offenbar Exporthürden für Impfstoffe aufweichen

Die EU und die USA wollen Exporthürden bei der Ausfuhr von Corona-Impfstoffen und Medikamenten gegen das Virus verringern. Das geht Reuters zufolge aus einem gemeinsamen Entwurf für den G-7-Gipfel hervor. Das Dokument kann allerdings noch geändert werden. Zuvor haben Entwicklungsorganisationen die reichen Industrieländer aufgefordert, im Kampf gegen die Pandemie die Patente für Impfstoffe befristet freizugeben. Auch US-Präsident Joe Biden brachte diesen Vorschlag vor einiger Zeit ein. Doch er findet sich in dem Entwurf nicht mehr wieder.

Impfstoffspende der USA: Plötzlich spendabel

  Impfstoffspende der USA: Plötzlich spendabel Die globale Impfstoffverteilung lief lange so: Die Reichen kaufen gierig, die Ärmeren gehen leer aus. Nun spenden die USA großzügig – aber nicht allein aus Nächstenliebe. © Brendan Smialowski/​AFP/​Getty Images US-Präsident Joe Biden will 500 Millionen Impfdosen in der Welt verteilen. Joe Biden hat eine große Bestellung aufgegeben: 500 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs von BioNTech/Pfizer kaufen die USA – und wollen sie gar nicht für sich, sondern an fast 150 Länder verteilen lassen, die sonst kaum an die rettenden Vakzine kommen.

Stattdessen soll eine gemeinsame Taskforce darüber wachen, dass Lieferketten offengehalten und "unnötige Export-Beschränkungen" vermieden werden. Tenor des Papiers ist es, dass freiwilliges Teilen von Technologie wichtig ist, um die Produktion hochzufahren.

Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben ( G 7) aus USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Italien und Japan kommen von Donnerstag bis Sonntag im britischen St Ives in Cornwall zusammen. Der Kampf gegen Covid-19 ist eines der zentralen Themen des Gipfels. Kritiker warfen Deutschland und dem G-7-Gastgeber Großbritannien vor, den Vorstoß von Joe Biden zur vorübergehenden Freigabe der Impfpatente blockiert zu haben. (09.06.2021)

  • Patente allein reichen nicht, um alle zu impfen

Video: 1,6 Millionen Impfdosen fehlen: Biontech liefert später (ItsinTV)

Innengastronomie darf in Frankreich und Belgien wieder öffnen

In Frankreich und Belgien gibt es Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen vor allem in der Innengastronomie. Erstmals seit sieben Monaten dürfen französische Cafés und Restaurants ihre Innenbereiche wieder öffnen, ein Test wird von Gästen nicht verlangt. Ähnliches gilt ab Mittwoch auch in Belgien.

Gipfeltreffen in Cornwall: G7-Staaten wollen ärmeren Ländern eine Milliarde Impfdosen bereitstellen

  Gipfeltreffen in Cornwall: G7-Staaten wollen ärmeren Ländern eine Milliarde Impfdosen bereitstellen Die G7 kommt zu ihrem ersten Gipfel seit Beginn der Pandemie zusammen. Gleich zu Beginn setzen die Teilnehmerstaaten ein Zeichen im Kampf gegen Corona. © Foto: dpa/AP/Ajit Solanki Coronaimpfung in Indien Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die G7-Gruppe westlicher Wirtschaftsmächte ärmeren Staaten mit einer Milliarde Impfdosen helfen. Dies solle sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoff möglich werden, teilte die britische Regierung in der Nacht zum Freitag mit. Die Staats- und Regierungschefs wollen demnach auch einen Plan ausarbeiten, um die Impfstoffproduktion auszuweiten.

Der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre in Frankreich wird um zwei Stunden auf 23 Uhr verschoben. Zudem dürfen Fitnessstudios und Freizeitparks wieder öffnen.

In beiden Ländern sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz: In Frankreich liegt sie der Johns Hopkins University zufolge aktuell bei 72, in Belgien bei 80. (09.06.2021)

  • Kolumne La Boum: Touristen kommen zurück nach Paris und Taschendiebe haben wieder was zu tun

EU-Gericht kippt Genehmigung von Corona-Hilfen für Condor

Ryanair hat vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG; früher: Gericht Erster Instanz) einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für die deutsche Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission, welche die Beihilfe genehmigt hatte. Die Entscheidung der Brüsseler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg. Praktisch hat das aber zunächst keine Folgen: Die Wirkung des Urteils wurde ausgesetzt, bis die EU-Kommission einen neuen Beschluss gefasst hat.

Deutschland hatte im April 2020 die Beihilfe zugunsten von Condor in Brüssel angemeldet. Dabei ging es um zwei staatlich abgesicherte Darlehen mit vergünstigtem Zinssatz im Umfang von 550 Millionen Euro. Hintergrund waren Schäden durch Streichung oder Verschiebung von Flügen wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie. Der Billigflieger Ryanair klagte gegen die Freigabe durch die Kommission. Das Unternehmen moniert unter anderem Verletzungen des freien Dienstleistungsverkehrs. Der Fall Condor ist einer von vielen, in denen Ryanair gegen staatliche Corona-Hilfen für Konkurrenten vorgeht. Bisher hatte der Kläger in einigen Fällen Erfolg, in anderen aber nicht. (09.06.2021)

G-7-Gipfel in Cornwall: Johnson: Beziehung zu den USA ist "unzerstörbar"

  G-7-Gipfel in Cornwall: Johnson: Beziehung zu den USA ist Nach dem ersten Zusammentreffen mit US-Präsident Joa Biden lobte der britische Premier das Verhältnis der beiden Länder. Den Begriff "special relationship" wolle er aber nicht gebrauchen. Die G-7-Staaten planen, eine Milliarde Impfdosen zur Verfügung zu stellen.• Die G-7-Staaten wollen eine Milliarde Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen, was die Entwicklungsorganisation Oxfam als zu wenig erachtet.

  • Luftverkehr: Mehr Fluggäste, mehr Flüge

USA bereiten Lockerungen ihrer Reisewarnungen vor

Das US-Außenministerium bereitet eine Lockerung seiner Reisewarnungen vor. Diese würden die entsprechenden jüngsten Schritte der Seuchenschutzbehörde CDC widerspiegeln, sagt ein Ministeriumsvertreter. Die CDC lockerten am Montag für 61 Staaten ihre Empfehlungen. Deutschland, Österreich und die Schweiz fallen nunmehr unter die dritte von vier Warnstufen: Reisende sollen für einen kompletten Impfschutz sorgen, wer diesen nicht hat, soll auf nicht dringend notwendige Reisen verzichten.

In den USA sind bislang annähernd 600 000 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Binnen 24 Stunden wurden 15 920 Menschen positiv auf das Virus getestet, seit Ausbruch der Pandemie sind es damit 33,54 Millionen. Die USA weisen bei Infektions- und Totenzahlen weltweit die höchsten Werte auf. (08.06.2021)

  • Reiseziele 2021: Die große Sehnsucht (SZ Plus)

New York plant großes Post-Corona-Konzert im Central Park

Zum Ende der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie plant die US-Ostküstenmetropole New York ein Konzert für Zehntausende Besucher im Central Park. Die für den 21. August geplante Show mit 60 000 Menschen soll von Star-Producer Clive Davis hochkarätig besetzt werden und Teil einer Festwoche werden, berichtet die New York Times. "Dieses Konzert wird eine einmalige Gelegenheit sein", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Noch ist nicht klar, wer auftreten wird. Davis denkt der New York Times zufolge aber über acht Interpreten in einer dreistündigen Show nach.

Die Stadt, der nachgesagt wird, dass sie nie schläft, war in den USA besonders schwer von der Pandemie getroffen worden. Das öffentliche Leben kam weitgehend zum Stillstand. Zuletzt war die Zahl der neuen Covid-Fälle aber gesunken. (08.06.2021)

  • Thomas Brussig in der SZ-Serie "Was folgt": Warum wir einen Corona-Gedenktag brauchen (SZ Plus)

Coronavirus in Deutschland: Spahn: Maskenpflicht draußen kann entfallen .
Der Gesundheitsminister plädiert dafür, die Maskenpflicht schrittweise zu lockern. Auch andere Politiker fordern die Länder auf, die Regeln zu ändern. Die bundesweite Inzidenz sinkt dem RKI zufolge auf 16,6.• Die bundesweite Inzidenz sinkt auf 16,6.

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