Welt & PolitikMacron fürchtet neue Krawalle und geht auf «Gelbwesten» zu

14:50  06 dezember  2018
14:50  06 dezember  2018 Quelle:   msn.com

Neue Proteste der "Gelbwesten" in Frankreich

Neue Proteste der Neue Proteste der "Gelbwesten" in Frankreich

Macron kam seinerseits bei einem unangekündigten Besuch in einer Kaserne mit Polizisten zusammen, wie BFMTV berichtete. Der Staatschef hatte Philippe zu den Gesprächen mit den Politikern aufgefordert. Am Dienstag sollen auch Vertreter der Protestgruppe "Gelbe Westen" empfangen werden.

Am Samstag war es in der französischen Hauptstadt erneut zu gewaltsamen Protesten der sogenannten " Gelbwesten " gegen die Reformpolitik von Präsident

Macron fürchtet neue Krawalle und geht auf «Gelbwesten» zu © Foto: Bob Edme/AP Mittlerweile gibt es auch Proteste an französischen Gymnasien, Schüler wehren sich gegen Reformen im Bildungsbereich.

Kurz vor neuen befürchteten Krawallen hat die französische Regierung ein weiteres Zugeständnis an die Demonstranten gemacht.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat die geplanten Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel, an denen sich die Wut der Protestgruppe «Gelbe Westen» entzündet hatte, für das gesamte Jahr 2019 außer Kraft gesetzt, wie Élyséekreise bestätigten. Zuvor waren die Erhöhungen zunächst für sechs Monate ausgesetzt worden.

Die französische Regierung hatte wochenlang auf ihrem Kurs verharrt - erst nach den heftigen Krawallen in Paris am vergangenen Wochenende kündigte sie an, die Erhöhungen auszusetzen. Eigentlich sollten sie am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Sie seien nun für das gesamte Jahr 2019 annuliert, sagte Umweltminister François de Rugy am Abend in einer Dikussuionsrunde mit «Gelbwesten» beim Fernsehsender BFMTV.

Erneut schwere Krawalle bei «Gelbwesten»-Protest in Paris

Erneut schwere Krawalle bei «Gelbwesten»-Protest in Paris Erneut schwere Krawalle bei «Gelbwesten»-Protest in Paris

Die Regierung von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will der " Gelbwesten " Krawalle in Frankreich © Stephane Mahe/Reuters. Die Regierung von Frankreichs Staatschef Emmanuel Die Bewegung rief zu neuen Protesten an diesem Samstag auf. Macron verschob kurzfristig einen für

Ein Polizist geht in Paris an einem brennenden Haufen Stühle vorbei. Paris (dpa) - Nach den schweren Krawallen in Paris und Massenprotesten der "Gelben Westen" in ganz Französische Medien sprachen von der bisher schwersten Krise in der Amtszeit Macrons - der 40-Jährige regiert

Macron hatte am Mittwoch politische und gewerkschaftliche Kräfte sowie Arbeitgeber dazu aufgefordert, einen «deutlichen und expliziten Aufruf zur Ruhe» zu verbreiten. Das sagte Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung, an der auch der Präsident teilgenommen hatte. Griveaux schloss nicht explizit aus, dass künftig das Militär eingesetzt werden könnte.

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Seit mehreren Wochen demonstrieren Anhänger der «Gelbwesten» im ganzen Land. Nach einer Bilanz von Regierungschef Philippe kamen vier Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Am Samstag war es in der französischen Hauptstadt zu schweren Krawallen mit vielen Verletzten und einem geschätzten Millionenschaden gekommen. Auch für kommenden Samstag rufen die «Gelbwesten» wieder zu Protesten in Paris auf.

Macron: "Werde nie Gewalt akzeptieren"

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Macron verurteilt Krawalle scharf. Der Ärger der „ Gelbwesten “ richtet sich direkt gegen Macron , dessen Politik sie als abgehoben empfinden. Der Globalist Macron , der sich derzeit staatsmännisch beim G20 Gipfel übt, verurteilte die Krawalle in Paris scharf.

" Macron , hau ab!" fordern die Gelbwesten , hier auf der Champs-Elysées in Paris. Das ist nichts Neues in Frankreich. Ein Präsident, der ernsthafte Reformen Es geht aber auch um die Radikalen links und rechts, die sich nun die Bewegung der Gelbwesten zu Nutze machen wollen. Am Samstag gab es

Rechtsaußen-Politikerin Marine Le Pen forderte Präsident Macron auf, mit den «Gelbwesten» zu sprechen - noch vor Samstag. «Verstecken Sie sich nicht im Élyséepalast.» Um den Präsidenten war es in den vergangenen Tagen . Seit seiner Rückkehr vom G20-Gipfel in Argentinien am Wochenende hielt er sich mit öffentlichen Auftritten zurück.

Die Bewegung der «Gelben Westen», benannt nach den Warnwesten im Auto, ist breit und diffus. Hinter ihr steht keine Gewerkschaft und keine Partei. Die Protestbewegung hat sich hauptsächlich in sozialen Netzwerken wie Facebook mobilisiert.

Die Bewegung ist daher zersplittert - Vertreter, die sich öffentlich äußern, sehen sich Medienberichten zufolge immer wieder mit Drohungen konfrontiert. Eine «Gelbwesten»-Gruppe, die sich für eine «konstruktive Wut» ohne Gewalt starkgemacht hatte, habe deshalb Dienstag nach massiven Drohungen entschieden, ein Treffen mit dem Premierminister abzusagen.

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Am Wochenende haben erneut Krawalle der sogenannten Gelbwesten Frankreich erschüttert. Welche politischen Ziele verfolgt die neue Bewegung, und lässt sie sich auf Verhandlungen ein? Martin Bohne über die Hintergründe.

Macron kam seinerseits bei einem unangekündigten Besuch in einer Kaserne mit Polizisten zusammen, wie BFMTV berichtete. Der Staatschef hatte Philippe zu den Gesprächen mit den Politikern aufgefordert. Am Dienstag sollen auch Vertreter der Protestgruppe "Gelbe Westen" empfangen werden.

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