Welt & PolitikDiese Aktion fördert den Hass

16:25  06 dezember  2018
16:25  06 dezember  2018 Quelle:   sueddeutsche.de

Starke Aktion: Busfahrerin lässt Mann umsonst mitfahren und setzt dann noch einen drauf

Starke Aktion: Busfahrerin lässt Mann umsonst mitfahren und setzt dann noch einen drauf Starke Aktion: Busfahrerin lässt Mann umsonst mitfahren und setzt dann noch einen drauf

Die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) (oder nur Aktion Sühnezeichen), besonders im englischsprachigen Ausland auch unter Action Reconciliation/Service For Peace (ARSP) bekannt, ist eine deutsche Organisation der Friedensbewegung.

" Aktion Sühnezeichen Friedensdienste ist seit langem wahrhaft eindrucksvoll tätig nicht nur in Israel, sondern in hohem Maß auch in Polen, anderen Teilen Europas und den USA. Aktives Gedenken an die Schrecken des NS verbindet sich bei ASF zukunftsweisend mit der Motivation junger Menschen

Diese Aktion fördert den Hass © dpa Die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2018 in Sachsen ARCHIV - 03.09.2018, Sachsen, Chemnitz: Zuschauer stehen wâÄ°hrend des Konzerts unter dem Motto ´#wirsindmehrª auf dem Parkplatz vor der Johanniskirche. (zu dpa ´Die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2018 in Sachsenª vom 03.12.2018) Foto: Sebastian Willnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das "Zentrum für politische Schönheit" meint, es habe mit der Enttarnung von Rechten sein Ziel erreicht. Aber Radikalsein, auch in der Kunst, bedeutet in der Gegenwart, dem Hass zu widerstehen.

Kunst kann, sie muss radikal sein. Indem sie immer wieder bis an die Schmerzgrenzen geht, konfrontiert sie die Betrachter und damit auch ganze Gesellschaften mit dem Verdrängten und Übersehenen. Wenn sie niemanden mehr stört, von allen entweder goutiert oder ignoriert wird, hat sie ihre Funktion verloren. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass ein Werk schon deshalb gut und wichtig ist, weil es für Aufruhr sorgt. Die Frage ist auch: Was passiert da, wie genau funktioniert eine künstlerische Intervention? Und wie ist sie zu beurteilen?

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Das geplante Mahnmal "Würzburger Aumühle" wird vom Freistaat mit knapp 32.000 Euro gefördert . Vom Würzburger Güterbahnhof "Aumühle" aus wurde in den Jahren 39 Kommunen in Unterfranken haben bereits angekündigt oder zugesagt, sich an dem Projekt "DenkOrt gegen Hass " zu beteiligen.

Heute mal mein Kommentar zu Mert Matans berühmten “Gay Prank” Video, in dem er nach einem Fake-Outing von seinem Vater ordentlich eine kassiert. Ich finde

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Das neueste Werk der Künstlergruppe "Zentrum für Politische Schönheit" funktioniert im Appell an niedere Instinkte, es feuert den Hang zur Ausgrenzung und Denunziation an. Anfang der Woche veröffentlichten die Aktionisten die Website www.soko-chemnitz.de, auf der - angeblich - in einem "Katalog der Gesinnungskranken" Hunderte "Drückeberger vor der Demokratie" namentlich und zum Teil auch mit Bild auffindbar waren; gemeint waren die rechten Demonstranten von Chemnitz. Nutzer sollten weitere Namen melden und auch die Arbeitgeber der Betroffenen informieren, weil der Verfassungsschutz in Sachsen versage. Das alles kam ohne jede Ironie oder Selbstdistanz aus. Jetzt ist die Website wieder abgeschaltet. Die Aktionskünstler behaupten, sie seien am Ziel angelangt, denn sie hätten in der Zwischenzeit ihre Datensammlung deutlich erweitert durch all jene Internetnutzer aus der rechten Szene, die auf der Seite ängstlich den eigenen Namen und die von Verwandten und Freunden gesucht hätten.

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Die Aktion Mensch fördert Dienste und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Gefördert werden personenorientierte Angebote zur Unterstützung und Beratung, Angebote zur allgemeinen Lebensgestaltung sowie Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten (wie Integrationsunternehmen).

Die Aktion endete für ihn blutig. Ein Polizist steigt aus und fordert nach seinem Ausweis. Lejeune entgegnet: „Ich werde hier blutig geschlagen, nur weil ich Erdogan unterstütze.“

Gedeckt von der Kunstfreiheit sollen die Mittel den Zweck heiligen - und befördern am Ende nicht die politische Schönheit, sondern das politisch Hässliche, nämlich den Hass, die Entgrenzung und die Selbstgerechtigkeit, sogar die Anmaßung, Leute in Sippenhaft zu nehmen für die Überzeugungen von deren Verwandten und Bekannten. Wer auf der Website vermeintliche Gesinnungstäter anprangerte, mochte sich auf der richtigen Seite fühlen: Er oder sie ist ja gegen Nazis und gegen jene Sicherheitsbehörden, welche die Gesellschaft nicht vor rechter Gewalt schützen. Politisch verändern wird sich dadurch allerdings gar nichts ­ - außer, dass die Aktion Verfolgungsfantasien auf der anderen Seite nährt und so womöglich noch politisch Unentschlossene in die Arme der Rechten treibt.

Eine demokratische politische Kultur dagegen kann nur retten, wer sie lebt. Wer die Regeln des Diskurses wahrt und argumentiert, wer analysiert und scharf kritisiert anstatt zu verhöhnen, abzukanzeln, zum Abschuss freizugeben. Radikalsein bedeutet in der Gegenwart, dem Hass zu widerstehen.

Und die Kunst? Die war oft dann besonders gut, wenn sie ihr Publikum nicht bediente mit dem wohligen Gefühl moralischer Überlegenheit. Sondern wenn sie es dazu brachte, sich nicht nur vor der Welt, sondern auch vor sich selbst zu erschrecken.

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