Welt & Politik Kultusministerkonferenz: Die Angst vor dem Herbst

17:16  28 juli  2021
17:16  28 juli  2021 Quelle:   zeit.de

Coronavirus-Newsblog für Bayern: Söder lehnt neuen Lockdown ab

  Coronavirus-Newsblog für Bayern: Söder lehnt neuen Lockdown ab Erstmals nennt der Ministerpräsident eine Größenordnung, ab der es angesichts vieler Geimpfter neue Einschränkungen geben könnte. Gesundheitsminister Holetschek zeigt sich offen für kostenpflichtige Corona-Tests. In Bamberg gilt wieder Maskenpflicht im Unterricht.• In Stadt und Landkreis Bamberg müssen Schüler ab der fünften Klasse von Montag an wieder Masken im Unterricht tragen, weil die Inzidenz zum dritten Mal in Folge über 25 lag.

Das Schuljahr beginnt – nun soll alles besser werden. Doch wird es das auch? Eine Umfrage unter den Kultusministern zeigt: Es gibt noch viele Unsicherheiten.

Können die Schulen offen bleiben? © Julian Stratenschulte/​dpa Können die Schulen offen bleiben?

In der kommenden Woche beginnt in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein das neue Schuljahr. Andere Länder folgen in den Wochen darauf. Nach über einem Jahr Pandemie haben Lehrerinnen und Bildungsexperten, erschöpfte Eltern und vereinsamte Schüler und Schülerinnen große Hoffnungen: Das nächste Schuljahr soll besser werden als das letzte – das Unterrichten von Angesicht zu Angesicht soll wieder Alltag sein.

Martin Clunes 'Manhunt, um nach ITV zurückzukehren Dieser Herbst

 Martin Clunes 'Manhunt, um nach ITV zurückzukehren Dieser Herbst Martin Clunes' 'Manhunt' wird in diesem Herbst nach ITV zurückkehren. © Bang Showbiz Martin Clunes in Merkount 'MARHUNT II: Die Nachtstalker', ein vierteiliges Drama über die reale Geschichte der Polizeiverfolgung eines seriellen Vergewaltigers, der Tausende von Londoner hinterlassen hat, die in Angst leben, werden luft ITV In diesem Herbst hat der Sender angekündigt. -Clunes wird erneut als DCI Colin Sutton und die neue Saison stern, die auf den Tagebüchern von Sutton basiert.

Gleichzeitig bereitet die Delta-Variante Virologen, Politikern und der Bevölkerung Sorge. Besonders bei der Gruppe der 15- bis 35-Jährigen steigen die Zahlen deutlich an. Schon ist von einer vierten Welle die Rede. Damit wächst die Unsicherheit: Droht wieder Homeschooling und Wechselunterricht? Haben die Schulen die Zeit genutzt, um sich mit Luftfiltern auszustatten? Was wurde veranlasst, um Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit zu geben, in den Ferien verpassten Stoff nachzuholen? Und wie werden sie nach den Ferien aufgefangen? Wir haben bei den 16 Kultusministerien nachgefragt.

​​Drohen wieder Schulschließungen?

Bei dieser Frage sind sich alle Kultusministerien einig: Niemand möchte eine erneute Schulschließung oder zurück zum Wechselunterricht. Thüringen betont sogar, dass man die Schulen auch bei höheren Inzidenzen offen halten wolle. Aber Unsicherheit bleibt – natürlich. Ein Großteil der Bundesländer verweist auf die Dynamik des Pandemiegeschehens, alles andere wäre "unseriös", schreibt das Hamburger Schulministerium. Niemand wisse schließlich, wie sich die Varianten entwickeln und ob die Fallzahlen wieder steigen werden. Und so behalten sich manche Länder vor, im Fall dramatisch steigender Zahlen, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitzt, Schulen möglichst nur regional wieder zu schließen, wie das bayerische Schulministerium ankündigt, oder den Wechselunterricht anzuordnen, wie es aus Sachsen oder Hessen heißt.

hier ist, wenn 'Angst, Walking Dead' und 'The Walking Tote: Welt jenseits' wird dieser Herbst zurücksenden

 hier ist, wenn 'Angst, Walking Dead' und 'The Walking Tote: Welt jenseits' wird dieser Herbst zurücksenden © Ryan Green / AMC Sherry und Dwight werden wieder auf der Saison Seven von "Angst Twd" sein. Ryan Green / AMC AMC kündigte Rücksendungen für seine beiden "The Walking Dead" Spinoffs in San Diego Comic-Con am Samstag an. "Twd: World Beyondy" wird am Sonntag, dem 3. Oktober, dem 3. Oktober um 10 Uhr, seine endgültige, zweite Saison. "Furcht Twd" wird am Sonntag, dem 17. Oktober 17 um 9 Uhr, seine siebte Saison premiere. Besuchen Sie die Homepage des Insiders für weitere Geschichten .

Für den Fall einer Rückkehr zu Homeschooling oder Wechselunterricht geben sich alle Länder optimistisch: Schulen könnten schließlich auf den Erfahrungsschatz des vergangenen Schuljahres zurückgreifen, schreibt das bayerische Schulministerium; die technische Ausstattung sei besser, die Konzepte für den Distanzunterricht seien vorhanden und würden stetig weitergeschrieben. Nur wenige Länder werden allerdings dabei so konkret wie Bremen: Alle Schülerinnen und alle Lehrkräfte seien dort mit einem digitalen Endgerät ausgestattet, heißt es vom Stadtstaat, und arbeiteten verbindlich mit einer webbasierten Plattform. Eine Fortbildungsoffensive in puncto Digitalisierung habe sichergestellt, dass die Lehrkräfte vorbereitet seien, schreibt das Bremer Schulministerium.

Wie sollen die Schulen offen gehalten werden?

Die Strategie der Bundesländer, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten, hat sich im Vergleich zum vergangenen Schuljahr nicht groß geändert: Alle setzen auf regelmäßiges Testen und Lüften, in manchen Bundesländern, wie in Hamburg, herrscht Maskenpflicht während des Unterrichtes, in anderen, wie in Sachsen, wurde die Maskenpflicht aufgehoben. In Hessen besteht sie zwar weiter – aber nicht im Unterricht und im Freien. Schleswig-Holstein verpflichtet seine Schüler und Schülerinnen in den ersten drei Wochen des Schuljahres zur Maskenpflicht in den Innenräumen – gleichzeitig müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, sich zweimal die Woche testen. Nordrhein-Westfalen geht beim Testen noch einen Schritt weiter. Das Land setzt auf die verlässlicheren PCR-Pooltests, die sogenannten Lolli-Tests – ein altersgerechtes Testverfahren für die Grundschulen, die zweimal die Woche durchgeführt werden sollen. Auch andere Bundesländer erwägen das. Hamburg etwa startet dazu ein Pilotprojekt.

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Ein Vorteil im Vergleich zum vergangenen Schuljahr ist natürlich: Ein Großteil der Lehrkräfte ist geimpft. Zahlen zur Impfquote nannte die Kultusministerkonferenz auf Anfrage nicht, aber den Kultusministerien zufolge wurde das Impfangebot gut angenommen. Ein Impfprogramm für Schüler und Schülerinnen indes gibt es nicht. Sie können sich zwar grundsätzlich seit der Aufhebung der Priorisierung ab zwölf Jahren impfen lassen, die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt dies aber nur in Ausnahmefällen, etwa bei Kindern mit Vorerkrankungen. In Mecklenburg-Vorpommern geht man allerdings gezielt auf Schüler zu: Hier können 62.000 Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren in der zweiten Schulwoche über mobile Impfteams geimpft werden. Eine zusätzliche Möglichkeit, die Schulen sicherer zu machen, sind Luftfilter. Doch da besteht teils großer Nachholbedarf.

Wie sind die Schulen mit Luftfiltern ausgestattet?

Lange war nicht klar, wie sinnvoll die Luftfilter zum Schutz der Kinder vor Ansteckungen tatsächlich sind – nun empfahl das Umweltbundesamt sie doch. Finanziert werden soll die flächendeckende Versorgung unter anderem mit finanzieller Unterstützung des Bundes: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat 200 Millionen Euro bundesweit versprochen. Dies reiche aber nicht für eine flächendeckende Versorgung, kritisierte der Lehrerverband, dafür bräuchte es 1,5 Milliarden Euro. Das Problem ist der Zeitdruck und die Logistik. Experten und auch die herstellenden Unternehmen halten es daher für unrealistisch, dass alle Schulen deutschlandweit bis nach den Sommerferien mit Luftfiltern ausgestattet werden können – selbst wenn das Geld des Bundes unbürokratisch und schnell abgerufen werden kann. 

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Im Vorteil sind die Bundesländer, die schon vor der Zusage des Bundes auf eigene Faust Luftfilteranlagen bestellt hatten – wie zum Beispiel Bayern. Hier wurden bisher 14.000 Luftfilter angeschafft, das Ziel sind weitere 60.000. Aber auch in anderen Bundesländern ist die Quote vergleichsweise hoch: In Bremen etwa sind 60 Prozent der Schulen bisher versorgt – und die Sommerferien sollen dazu genutzt werden, zu prüfen, ob noch weitere eingebaut werden können. In Berlin hingegen werden nur etwa 30 Prozent der Schulen ausgestattet. Hamburg plant bis zu den Herbstferien, Luftfilter für all jene Räume anzuschaffen, die nicht gut gelüftet werden können. Genaue Zahlen der in Anschaffung befindlichen Luftfilter liegen nicht vor. Schulministerien etwa in Sachsen und in Schleswig-Holstein verweisen auf die Kommunen und Schulträger für genauere Zahlen. 

Was haben die Länder unternommen, damit die Schüler und Schülerinnen in den Ferien verpassten Stoff nachholen konnten?

Viele Bundesländer setzen auf Sommerschulen, die aber grundsätzlich freiwillig sind. Wie das konkret aussieht, unterscheidet sich im Einzelfall aber sehr: In Baden-Württemberg zum Beispiel gehen unter anderem Lehramtsstudierende und pensionierte Lehrkräfte in die Schulen und bieten dort Förderstunden an. In Niedersachsen arbeitet das Land mit außerschulischen Partnern zusammen, die Räume zum Lernen anbieten. Berlin setzt ebenfalls auf externe Nachhilfeinstitute, die Kurse für Schülerinnen und Schüler anbieten. In Hessen werden in den Sommerferien Lernangebote von den Schulen selbst gemacht. Viele Ferienangebote etwa aus Hamburg konzentrieren sich auf die Förderung in den Kernfächern Mathe, Deutsch und Englisch. 

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 Student Doctor zeigt, was soziale Angst wirklich aussieht © © zur Verfügung gestellt von Daily Mail Mailonline-Logo Die verräterischen Anzeichen von sozialer Angst wurden von einem Trainee-Arzt aufgebaut - und eines ist so subtil, dass er ein Niesen erstickt. Zachery Dereniowski ist ein kanadischer Medizinstudent an der Universität von Sydney, wo er sich auf psychische Gesundheit spezialisiert hat und seine Freizeit ausgibt, wie er auf dem Thema Pädagogische Tiktok -Videos filmen.

Den Kultusministerien zufolge werden die Sommerschulen und Förderstunden gut angenommen, genaue Teilnahmezahlen liegen jedoch noch nicht vor. Aus Berlin zum Beispiel heißt es, die Nachfrage sei größer als das Angebot. Nur in Sachsen spricht man sich offen gegen Sommerschulen aus. Die Kinder bräuchten Zeit zum Durchatmen, schreibt das Kultusministerium. Eine Ausnahme macht Sachsen nur beim Schwimmunterricht – die Schwimmkurse, die auch viele andere Bundesländer anbieten, finden schon während der Sommerferien statt.

Viele Bildungsexperten sehen die Förderung, die nicht mit dem Unterricht verzahnt ist, kritisch: Um zu wissen, wie man einen Schüler oder eine Schülerin fördern kann, müsse man ihren Leistungsstand, ihre Geschichte und ihren Hintergrund kennen. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung vieler Schulen, dass die Freiwilligkeit ein Problem sein könnte: Nicht immer würden so die Kinder erreicht, die die Nachhilfe dringend bräuchten.

Das Kultusministerium im Saarland hat explizit nicht das Ziel, den Lernstoff aufzuholen. Bei den Angeboten außerhalb der Schulzeit, etwa den Ferienangeboten, gehe es vor allem darum, dass Schülerinnen und Schüler wieder positive Erlebnisse in der Gruppe haben und spielerisch gemeinsam lernen. "Wir wollen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, wieder wie Kinder und Jugendliche zu leben und Erfahrungen zu machen, die für ihre Entwicklung und ihr Wohlbefinden sehr wichtig sind", heißt es aus dem Saarland. Lernrückstände sollten vor allem während der Schulzeit in der Schule angegangen werden. Ähnlich formuliert es Thüringen: "Es geht darum, nach einer langen Zeit der Distanz das Miteinander und die Stärken der Kinder wieder zu stärken." In vielen Antworten der anderen Schulministerien schwingt diese Einsicht ebenfalls mit, dass der Lernstoff von einem Schuljahr nicht in den Ferien aufgeholt werden kann.

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 Sydney-Hebamme Mit der emotionalen Entschuldigung für neue Mütter in Pandemie © zur Verfügung gestellt von Daily Mail Mailonline Logo Eine Sydney-Hebamme hat eine herzliche Nachricht an neue Mütter gepostet, deren Geburtsleute von der laufenden Ausbruch der Stadt betroffen war. One ihre Facebook-Seite Claire DevonPort hat 'eine Hebamme's entschuldigt', in der sie verzweifelt hat, um eine Hebamme zu werden ", damit es so ist, dass es so ist".

Wie sollen die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien unterstützt werden?

Die meisten Länder haben bereits Aufholprogramme nach den Ferien aufgelegt. Thüringen ist zum Beispiel noch in der Planung. Die Programme klingen in der Theorie gut. Fast alle Bundesländer kündigen an, die Summe, die sie vom Bundesprogramm "Aufholen nach Corona" bekommen, aufzustocken. Zwei Milliarden Euro zahlt der Bund insgesamt, mit einer Milliarde sollen Lernrückstände bekämpft werden, die andere soll in soziale Aktivitäten fließen. Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Sachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Sachsen-Anhalt kündigen an, die Summe, die ihnen vom Bund zusteht, mindestens zu verdoppeln. Nordrhein-Westfalen gibt beispielsweise an, etwa 215 Millionen Euro vom Bund zu erhalten und noch mal dieselbe Summe draufzulegen, also insgesamt 430 Millionen Euro auszugeben. Bayern stehen 158 Millionen Euro zu, das Land legt selbst nur 52 Millionen Euro drauf.

Die Förderpakete setzen sich oft aus mehreren Bausteinen zusammen. Erstens soll mehr Personal helfen: FSJler oder Lehramtsstudierende sollen im Unterricht oder am Nachmittag die Lehrkräfte dabei unterstützen, Schüler und Schülerinnen zu fördern. Manche Länder kündigen auch an, ein Extrabudget für Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter bereitzustellen. Niedersachsen will zum Beispiel zehn Millionen Euro für rund 175 Schulsozialarbeiterinnen ausgeben, die sich besonders um Schülerinnen und Schüler kümmern, die nicht mehr zu erreichen waren. Auch Brandenburg will mit Landesmitteln zusätzliche Lehrkräfte und Pädagoginnen finanzieren, unter anderem 250 Freiwilligendienststellen. Die genaue Planung für Sozialarbeiterstellen ist noch nicht abgeschlossen. 

Zweitens werden über die Bundesmittel in allen Bundesländern Kooperationen finanziert, um Lernrückstände aufzuholen – etwa mit Nachhilfeinstituten, Volkshochschulen oder Mentorenprogrammen. Digitale Programme können dabei genauso zum Einsatz kommen wie analoge. Hessen etwa startet eine Kooperation mit Sofatutor, einem digitalen Lernprogramm, das bisher eher Eltern für ihre Kinder bezahlt haben. Bremen und Rheinland-Pfalz engagieren unter anderem die Lernpaten von Haydee!. Gefördert werden aber häufig nicht nur Nachhilfe in Mathe, Lesetraining oder Kurse in Deutsch als Zweitsprache, sondern auch andere Angebote wie Bewerbungstrainings, Musikschulen, Theaterbesuche oder Schwimmunterricht.

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Manche Bundesländer investieren das Geld – drittens – auch in spezielle Förderangebote im Ganztagsprogramm. So will Sachsen zum Beispiel die Mittel für Ganztagsangebote um 15 Millionen Euro auf rund 63 Millionen Euro aufstocken. 

Bevor Aufholprogramme eingesetzt werden, sollte es eigentlich auch eine Bestandsaufnahme geben, wie groß die Lücken tatsächlich sind. So kündigen beispielsweise Bremen und Baden-Württemberg an, zu Beginn des neuen Schuljahres Lernstandstests durchzuführen. Baden-Württemberg und Hamburg hatten entsprechende Daten auch schon 2020 erhoben. Damals hatten die Fünftklässler in Baden-Württemberg im Schnitt einen Monat Lernstoff verpasst. In Bremen sollen nicht nur der Lernstand, sondern auch die psycho-emotionale Verfasstheit sowie die körperlich-motorischen Fähigkeiten der Kinder untersucht werden. Andere Länder wie Sachsen setzen auf die Lehrer und Lehrerinnen, die die Schülerinnen kennen und selbst feststellen sollen, wer besondere Hilfe braucht. 

Ein Problem der Aufholangebote könnte darin bestehen, dass das Geld auf alle Schulen und Schüler und Schülerinnen gleichmäßig verteilt wird – unabhängig davon, wie groß der Bedarf ist. Außerdem sind die Angebote der Kooperationspartner und am Nachmittag in der Regel freiwillig, wie die Sommerschulen – weshalb das Risiko hoch ist, dass gerade die Kinder und Jugendlichen, die besondere Unterstützung brauchen, gar nicht erreicht werden. Aus Hamburg heißt es etwa: "Die Förderangebote stehen grundsätzlich allen Schülern offen, sollen sich aber auf die rund 20 Prozent schwächeren Kinder und Jugendlichen konzentrieren." Umfragen zeigen jedoch, dass vor allem diejenigen Schülerinnen und Schüler beziehungsweise deren Eltern sich um Zusatzangebote bemühen, die ohnehin leistungsbewusst sind.

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