Welt & Politik: Klimaaktivistin: CDU-Generalsekretär Ziemiak erntet harte Kritik für Spott über Greta Thunberg - PressFrom - Deutschland

Welt & PolitikKlimaaktivistin: CDU-Generalsekretär Ziemiak erntet harte Kritik für Spott über Greta Thunberg

13:21  11 februar  2019
13:21  11 februar  2019 Quelle:   handelsblatt.com

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Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg auf Twitter verspottet. Dafür erntete der CDU - Generalsekretär massiv Kritik . Greta Thunberg findet deutschen Kohlekompromiss „absurd“ - Oh, man kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit

Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg auf Twitter verspottet. Dafür erntete der CDU - Generalsekretär massiv Kritik . Greta Thunberg findet deutschen Kohlekompromiss „absurd“ - Oh, man kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit

Klimaaktivistin: CDU-Generalsekretär Ziemiak erntet harte Kritik für Spott über Greta Thunberg © dpa Der CDU-Generalsekretär hat eine emotionale Debatte weiter befeuert.

„Arme Greta!“, ein verschämter Emoji und „pure Ideologie“: Ziemiak schießt auf Twitter gegen die 16-jährige Schwedin. Oppositionspolitiker gehen ihn daher scharf an.

Greta Thunberg könnte es inzwischen gewohnt sein, in sozialen Netzwerken persönlich angegangen zu werden. Die 16-jährige Schwedin avancierte mit einem vielbeachteten Auftritt beim Weltwirtschaftsforum in Davos zur Leitfigur des Kampfs gegen den Klimawandel. Das hat ihr gerade beim Kurznachrichtendienst Twitter viel negative Reaktionen beschert.

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„Arme Greta “ – Ziemiak spottet über Klimaaktivistin Thunberg . CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte sein Eintrag mehr als 1500

CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er "Arme Greta !". Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte

Am Wochenende kam mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak ein prominenter Kritiker hinzu. „Greta Thunberg findet deutschen Kohlekompromiss ‚absurd‘“, schrieb der 33-Jährige am Samstagmorgen und bezog sich dabei auf ein Gespräch der Klimaaktivistin mit der Nachrichtenagentur dpa. „Deutschland will bis 2038 Kohle verbrennen. Das ist absolut absurd. Und die Leute denken, das wäre etwas Gutes“, hatte die Schülerin in Hinblick auf den jüngst beschlossenen deutschen Kohleausstieg gesagt.

„Oh, man... kein Wort von Arbeitsplätzen, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit. Nur pure Ideologie“, kommentierte der CDU-Politiker in seinem Tweet weiter und nutzte zur Verdeutlichung seiner Gemütslage das Emoji, was einen verschämt lachenden Affen darstellt, der sich mit den Händen die Augen zuhält.

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CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. Nur pure Ideologie", schrieb er auf Twitter. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er "Arme Greta !". Dafür erntete Ziemiak Hohn

CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak äußert sich auf Twitter ziemlich herablassend über die junge Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihre Kritik an Deutschland. Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte sein Eintrag mehr als 1500 Kommentare.

Tatsächlich hat Thunberg das nicht erwähnt, was nicht verwundert, da die junge Schwedin grundsätzlich dafür kämpft, dass ihre Generation überhaupt eine Zukunft in einem stabilen Ökosystem hat. „Deutschland hat eine unglaubliche Chance und eine unglaubliche Verantwortung dabei, damit aufzuhören, Kohle zu verbrennen. Würde Deutschland das tun, würde das ein deutliches Signal an die Welt senden, dass wir uns in einer Krise befinden und dass wir mit solchen Sachen aufhören müssen“, lautet der vollständige Kontext ihrer Aussage. Die Signalwirkung des Kohleausstiegs hatte kürzlich auch Handelsblatt-Energieexperte Jürgen Flauger entsprechend kommentiert.

Ziemiak schloss seinen Beitrag mit einem spöttischen „Arme Greta!“ und bediente sich dabei eines Bilds, was Thunbergs Gegner auch bei Twitter als Hauptkritikpunkt nutzen: Die Schülerin werde von Lobbyisten instrumentalisiert und als öffentlichkeitswirksame Gallionsfigur missbraucht. In diesen Kritiken schwingt in der Regel auch der Vorwurf mit, Thunbergs Vater würde die 16-Jährige aufgrund ihres Asperger-Syndroms nicht ausreichend schützen. Auffällig ist, dass diese Stimmen oft aus einem rechten bis rechtsextremen Umfeld stammen.

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CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er „Arme Greta !“. Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte

CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er „Arme Greta !“. Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte

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Viel Gegenwind für Ziemiak

Doch wo der Schwedin bereits an anderer Stelle auf Twitter viel Zuspruch zuteil wurde, schlägt auch Ex-JU-Chef Ziemiak eine Welle der Entrüstung entgegen. Oppositionspolitiker lassen kein gutes Haar am noch frischen CDU-Generalsekretär. „Es ist schon absurd, sich als Generalsekretär der stärksten deutschen Partei an einem 16 jährigen Mädchen abzuarbeiten, welches massiver rechter Hetze ausgesetzt ist“, hielt der Linken-Bundestagsabgeordnete Niema Movassat als direkte Antwort dagegen. „Wie wäre es sich a.) über das politische Engagement zu freuen und b.) der rechten Hetze entgegen zu treten?“, fragte er Ziemiak direkt.

„Eine 16jährige mit Vision & Weitblick gebasht von einem Generalsekretär mit Realitätsverweigerung. Guten Morgen #Groko Politik“, erweiterte der Grünen-Abgeordnete Alexander Tietz-Latza die Kritik auf die gesamte Bundesregierung. Konstantin von Notz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, schloss sich offensiv Thunbergs Standpunkt an: „Lieber Paul, der Graben zwischen Greta und Dir, liegt in ihrer Fähigkeit zu verstehen, dass die #Klimakrise nicht irgendein abstraktes Szenario ist.“

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CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er "Arme Greta !". Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte

CDU - Generalsekretär Paul Ziemiak hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wegen ihrer Kritik am deutschen Kohleausstieg angegriffen. Neben einem Affen mit zugehaltenen Augen ergänzte er "Arme Greta !". Dafür erntete Ziemiak Hohn und Spott . Innerhalb weniger Stunden hatte

Die langjährige Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast holte ebenfalls zum Schlag aus: „Sie werfen das einer 16 Jährigen vor, dass sie auch mal an die Zukunft ihrer Generation denkt angesichts der Probleme die sie erben? Das ist sowas von gefühlskalt + unchristlich!“, warf sie Ziemiak vor. Dem sprang daraufhin der CDU-Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke zur Seite: „Nein das wirft @PaulZiemiak ihr nicht vor. Der #Kohleausstieg ist aber nicht nur eindimensional zu betrachten. Dazu gehört eben ein wenig mehr, wenn man ihn ordentlich abwickeln will.“ Die Debatte zog sich noch mehrere Tweets weiter.

Die Antworten der Grünen-Politiker erreichten bisher Tausende Likes, allerdings steht auch Ziemiaks Ausgangstweet bei mehr als 2.000 Unterstützungsbekundungen. Bis zum frühen Montagmorgen sammelten sich mehr als 2.700 Antwortbeiträge unter dem Tweet. Eine der meist-geliketen Antworten stammt derweil vom Handelsblatt selbst. „Deutschland verfehlt die eigenen Klima-Ziele. Und der CDU-Generalsekretär kritisiert eine 16-Jährige, die das kritisiert. Ist das der neue Politikstil der CDU? Armer @PaulZiemiak!“, twitterte Chefredakteur Sven Afhüppe und fand dafür mehr als 1.000 Unterstützer.

Dass die Debatte emotional und oft nicht ganz sachlich verläuft, liegt in der Natur des Kurznachrichtendienstes Twitter. „Wie kann man in so relativ jungen Jahren schon ein so alter weißer Mann sein? Du bist die Vergangenheit!“ polterte etwa ein Twitter-Nutzer gegen Ziemiak. Insgesamt hat sich eine hitzige Debatte entsponnen, die oftmals an dem Punkt kristallisiert, an dem es um die Grundsätze geht: hohe Milliardenkosten für den Kohleausstieg gegen beim Klimawandel geht es ums Überleben aller.

Der Tweet zeigt, wie aufgeladen der öffentliche Diskurs beim Thema Klimaschutz ist, was auch daran liegt, dass die wissenschaftlichen Fakten dazu oft als „Klimalüge“ verleugnet werden. Nicht zuletzt von US-Präsident Donald Trump und in Deutschland von Teilen der AfD.

Vielleicht kann zumindest auf Twitter eine Prise Humor die Schärfe nehmen und den Blick auf Sachthemen lenken. „Hey Paulematz- merkste jetzt selbst, gell?“ kommentierte etwa Karikaturist Ralph Rute. Mehr als 2.600 Menschen fanden, dass damit genug gesagt ist.

Klimaaktivistin: CDU-Generalsekretär Ziemiak erntet harte Kritik für Spott über Greta Thunberg © dpa Gallionsfigur der jungen Protestbewegung gegen den Klimawandel.

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