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Wissen & TechnikForscher gegen Schaffung von Designer-Babys

12:50  14 märz  2019
12:50  14 märz  2019 Quelle:   msn.com

Droht dem Vater der Gen-Babys die Todesstrafe?

Droht dem Vater der Gen-Babys die Todesstrafe? Droht dem Vater der Gen-Babys die Todesstrafe?

Der chinesische Forscher He Jiankui wird heftig kritisiert, weil er wohl das Genom von Babys manipuliert hat. Ihm gehe es nicht um die Schaffung von Designer - Babys , sondern um Heilung von Krankheiten. Zudem kündigte He nach Angaben Winnackers an, seine Daten überprüfen zu lassen.

Trotz scharfer weltweiter Empörung hat der chinesische Forscher He Jiankui seine Arbeit verteidigt, die zur Geburt der weltweit ersten genetisch veränderten Babys geführt haben soll. Ihm gehe es nicht um die Schaffung von Designer - Babys , sondern um Heilung von Krankheiten.

Biowissenschaftler und Ethiker aus sieben Ländern fordern einen weltweiten befristeten Verzicht auf die Schaffung von Designer-Babys mit gentechnischen Methoden wie der Genschere Crispr/Cas9.

Forscher gegen Schaffung von Designer-Babys © Foto: Mark Schiefelbein/AP In einem Labor im chinesischen Shenzhen wird eine Embryo behandelt.

Bevor die Sicherheit der Technik nicht erwiesen und damit zusammenhängende ethische und gesellschaftliche Fragen nicht geklärt seien, sollten alle Nationen von der klinischen Anwendung solcher Keimbahneingriffe absehen. Dazu solle es ein weltweites Moratorium geben, schlagen die Wissenschaftler im Fachmagazin «Nature» vor. Unter einem Moratorium versteht man einen vertraglich vereinbarten oder gesetzlich angeordneten Aufschub.

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Ein Designerbaby nach Bauplan – für 140.000 Dollar. Während in Deutschland sogar die Pränataldiagnostik in der Kritik steht, können Paare in den USA Babys im Labor züchten und von Leihmüttern austragen lassen.

Forscher He Jiankui will die ersten genetisch veränderten Babys der Welt erschaffen haben. Foto: Mark Schiefelbein/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH. Ihm gehe es nicht um die Schaffung von Designer - Babys , sondern um Heilung von Krankheiten.

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Ausschlaggebend für ihren Aufruf sei unter anderem die Geburt zweier Babys im vergangenen Jahr gewesen, deren Genom der chinesische Wissenschaftler He Jiankui manipuliert haben will, erläutern die Forscher. Zu den Initiatoren des Moratoriums gehören Pioniere der Crispr-Forschung wie Emmanuelle Charpentier, die Direktorin des Berliner Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, und Feng Zhang vom Broad Institute in Cambridge (USA).

Deutsche Experten begrüßen den Vorstoß grundsätzlich, sind aber vor allem hinsichtlich des konkreten Vorgehens auch skeptisch. «Der Vorstoß ist ehrenwert und es ist ihm Erfolg zu wünschen», sagte etwa der Medizinrechtler Jochen Taupitz von den Universitäten Heidelberg und Mannheim. «Die politisch-praktische Umsetzung dürfte allerdings sehr schwierig sein.»

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