Wissen & Technik: Mit der Hitze kommen die Mücken - PressFrom - Deutschland

Wissen & TechnikMit der Hitze kommen die Mücken

19:16  23 april  2019
19:16  23 april  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

Mediziner alarmiert: Klimawandel lockt Mücken und Zecken nach Norden

Mediziner alarmiert: Klimawandel lockt Mücken und Zecken nach Norden Der Klimawandel ermöglicht das Vordringen tropischer Mücken nach Norden - auch nach Deutschland. Damit steigt die Gefahr für Krankheitserreger. © Foto: James Gathany/CDC/Centers for Disease Control and Prevention/dpa Eine weibliche Asiatische Tigermücke (Aedes albopicts). Krankheiten, die durch Mücken oder Zecken übertragen werden, könnten in den kommenden Jahrzehnten in Europa häufiger auftreten. Das Verbreitungsgebiet der Überträger etwa von Dengue-Fieber, Leishmaniose oder Chikungunya vergrößere sich rapide, mahnen Forscher.

Mit ihm kommen natürlich auch die vielen schönen Dinge der heißen Jahreszeit- Aber leider auch die enorme Hitze und aktuell auch noch ein weiteres Problem. Nach dem Hochwasser haben die Menschen in den betroffenen Gebieten mit Gestank und Stechmücken zu kämpfen.

Hallo es fängt ja jetzt mit der Hitze an und da kommen natürlich auch die Mücken -.- Letztes Jahr bin ich durch unser ganzes Hausgeschlendert um einen Platz zu finden wo keine Mücken sind , doch vergeblich Ich HASSE Mücken so dreist Das sie mich stechen stört mich nicht

Mit der Hitze kommen die Mücken © dpa Gelbfiebermücken könnten in den nächsten Jahrzehnten auch nach Deutschland einwandern.

• Forscher haben untersucht, wie die Erderwärmung die Ausbreitung von Mücken begünstigt, die gefährliche Tropenkrankheiten übertragen.

• Eine halbe Milliarde Menschen zusätzlich könnten durch steigende Temperaturen in die Reichweite von asiatischen Tigermücken und Gelbfiebermücken rücken.

• Europa zählt zu den Regionen, in denen sich die Mücken wohl besonders stark ausbreiten werden.

Mücken sind die übelsten Menschenkiller des Tierreichs. Die blutsaugenden Insekten übertragen Viren und andere Krankheitserreger: Dengue, Chikungunya, Zika, West-Nil-Virus, Gelbfieber, Malaria. Mit dem Klimawandel hat nun eine große Migration der Mücken begonnen, sie finden in vielen neuen Regionen gute Lebensbedingungen. In Karlsruhe und anderen Orten Süddeutschlands zum Beispiel haben Experten schon 2017 und 2018 asiatische Tigermücken gefunden, die vermutlich von südlich der Alpen eingeschleppt wurden.

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Was lockt Mücken an? Mücken nehmen das Kohlendioxid wahr, das wir mit der verbrauchten Atemluft ausscheiden, und zwar über mehr als 30 Meter hinweg. Die Hitze zerstört die Proteine, die den Juckreiz auslösen. Spucke, die viele gegen Mückenstiche verwenden, bringt zwar keine Heilung.

Mit der Hitze kommen auch die MückenFoto: Moment/Getty Images. „Dieses Frühjahr hat zwar spät angefangen, dafür aber mit Wucht: Es wurde ganz schnell warm Hat die Hitze was mit Klimawandel zu tun? Das ist anzunehmen. Höchsttemperaturen, Dürre, Starkregen, Sturm – all das sind Symptome

Der Klimawandel dürfte diesen und anderen Stechtieren in den kommenden Jahrzehnten in vielen Regionen der Welt sozusagen einen roten Teppich ausrollen. Laut einer neuen Hochrechnung könnte fast eine Milliarde Menschen mehr als bisher den Tropenkrankheiten ausgesetzt sein, die die Arten Aedes albopictus (Tigermücke) und Aedes aegypti (Gelbfiebermücke) übertragen. Das berichten Wissenschaftler um Sadie Ryan von der University of Florida in Gainesville.

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"Menschen sind sehr gut darin, Viecher und ihre Pathogene über den Globus zu bewegen", sagt Ryan. Die Forscher betrachten dabei verschiedene Fälle: Einerseits geht es um die Jahre 2050 und 2080, andererseits um vier vom Weltklimarat IPCC entworfene Szenarien, wie schlimm die globale Erwärmung wird, vom maximal gebremsten Klimawandel im Szenario RCP2.6, das die Pariser Ziele und die Zwei-Grad-Grenze sicher einhält, bis zum komplett ungebremsten Szenario RCP8.5.

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Hier kommen die besten fünf! Ein Mückenstich ist zwar ungefährlich, der mit ihm einhergehende Juckreiz kann einen aber in den Wahnsinn treiben. In der Küche findet man viele Hausmittel gegen Mücken , mit denen Sie die Plagegeister nicht nur loswerden, sondern die auch bei Stichen helfen.

Mit Vitamin B gegen Mücken ? Dazu kommt , dass wir als Befürworter von Open-Source-Technologien an einen freien Know-how-Transfer glauben. Denn wir sind der Überzeugung, dass geteiltes Wissen die doppelte Wirkung hat.

Tiger- und Gelbfiebermücken werden in 30 Jahren in ganz Deutschland heimisch sein

Demnach finden die Tigermücken in 30 Jahren in praktisch ganz Deutschland im Sommer ein bis drei Monate eine Heimat, selbst unter maximal gebremsten Klimaszenarien. Gelbfiebermücken können sich hingegen nur im Nordosten und Südwesten, also vor allem in Brandenburg und Baden-Württemberg, etwa einen Monat lang halten. Selbst solche kurzen Zeiträume stellen eine Gefahr dar, warnen die Wissenschaftler, beide Arten können sich geradezu explosionsartig vermehren und dann einen akuten Ausbruch von Erkrankungen auslösen. Sollten die Temperaturen hingegen stärker steigen als im besten denkbaren Fall, finden die Mücken auch bessere Bedingungen. Im schlimmsten Fall verbreiten die Insekten fast die Hälfte jedes Jahres ihre Erreger-Fracht.

Überhaupt steht Europa (aufgeteilt in West, Mitte und Ost) ganz oben in der Hitliste der Regionen, welche die meisten neuen Opfer haben könnten: je nach Szenario und Zeitraum sind es 150 bis 470 Millionen bei den Gelbfieber- und 230 bis 440 Millionen bei den Tigermücken. Nur Ostafrika kommt bei den Gelbfiebermücken auch auf einen der ersten drei Plätze in der Zuwachs-Statistik. Dort gibt es dann in der gleichen Größenordnung wie in Mitteleuropa 50 bis 90 Millionen potenziell neu zu infizierende Menschen.

Sollte der Klimawandel praktisch ungebremst weiterlaufen, dann dürfte es für die Tigermücken in manchen Weltgegenden schon wieder zu heiß werden. Sie vertragen nur gut 29 Grad Celsius, danach funktioniert die Weitergabe von Krankheitserregern nicht mehr so gut. Das führt dazu, dass bei RCP8.5 in großen Teilen von Südostasien, Afrika und im Amazonasbecken die Infektionsraten durch Aedes albopictus sinken. Das sollte man aber nicht für eine gute Nachricht halten, warnt Colin Carlson von der Georgetown University in Washington DC: "Jedes Szenario, in dem es zu heiß für die Weitergabe des Dengue-Erregers wird, enthält andere und ähnlich gefährliche Veränderungen im Gesundheitssektor."

400 Einsatzkräfte: Blitzeinschlag führt zu Waldbrand in Osthessen.
Ein sieben Hektar großes Waldgebiet in Hessen steht in Flammen. Die Löscharbeiten dauern an. © Foto: dpa Flammen lodern im Seulingswald im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. 400 Einsatzkräfte waren an den Löscharbeiten beteiligt. Ein Blitzeinschlag während eines Unwetters hat vermutlich zu einem weiteren Waldbrand geführt, diesmal im hessischen Seulingswald. Betroffen von dem am Mittwochabend ausgebrochenen Brand sei ein etwa sieben Hektar großes Waldgebiet in der Nähe der Autobahn A4, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

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