Wissen & TechnikMobilität 2021: Die heißesten Debatten

14:16  12 oktober  2021
14:16  12 oktober  2021 Quelle:   pressfrom.com

Nicht zuletzt die Flutkatastrophe Mitte Juli hat dafür gesorgt, dass Mobilität 2021 zu einem heiß debattierten Thema geworden ist. Wegen der furchterregenden Klimaprognosen und der weltweiten Pandemie wird immer mehr Menschen klar, dass sich an unserem Verständnis von nachhaltigem Leben etwas ändern muss – und zwar am besten schon gestern. Einer der größten Faktoren, die das Klima beeinflussen und in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht gebracht haben, ist die Mobilität, oder anders gesagt: unsere Fortbewegungsmittel und unser Verständnis davon, welche Folgen unsere persönlichen Entscheidungen bezüglich der Mobilität für unsere Zukunft haben.

Klimaschutz ist unser aller Angelegenheit und stellt nicht nur Deutschland, sondern die gesamte Welt aktuell vor die bis dato wohl größte Herausforderung. Eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam meistern können, gemeinsam und mit der Anstrengung jedes einzelnen. Und kaum ein Faktor spielt dabei wohl eine größere Rolle als unsere Fortbewegungsmittel.

Zu Hause statt unterwegs

Ein Trend, der in den letzten Monaten an Fahrt aufgenommen hat, ist der Umstieg auf Heimarbeit und das Erledigen von Alltagsgeschäften im Internet. Selbst Freizeitvergnügen bekommt man heute auch online. Während vor einigen Monaten die Heimarbeit viele Menschen vor eine unerwartete Herausforderung stellte und großen Widerstand erzeugte, hat inzwischen ein Bild von Akzeptanz und Wertschätzung der Home-Office-Möglichkeit Einzug gehalten. Viele von uns sind sogar froh, nicht mehr jeden Tag ins Büro fahren zu müssen, Zeit in Staus zu vergeuden und die Nerven bei Zugverspätungen zu verlieren.

Und auch im Freizeitsektor hat sich einiges geändert. Egal ob Kultur, Sport oder Spiel, inzwischen ist wirklich fast alles auch zu Hause möglich. Anstatt beispielsweise ins Museum fahren zu müssen, können Sie einen virtuellen Rundgang buchen, einem klassischen Ausflug ins Casino wird ein Besuch in einer Online Spielhalle gegenübergestellt.

Und dabei ist nicht nur bezüglich der Anreise eine Erleichterung entstanden. In vielen Fällen gibt es außerdem besondere Angebote für Online Besucher, so dass im virtuellen Casino beispielsweise alle 50 Freispiele ohne Einzahlung für deutsche Spieler angeboten werden, womit Sie nicht nur sofort, sondern sogar ohne Verlustrisiko im Casino spielen können. Ein Ding der Unmöglichkeit in traditionellen Spielhallen, das für Besucher virtueller Casinos längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

Was sagt der Mobilitätsmonitor von 2021?

Doch zurück zur Debatte über Mobilität und den dahinter liegenden Fakten. Schauen wir auf den Mobilitätsmonitor 2021 zur aktuellen Lage in Deutschland. Gemessen wird hier das Mobilitätsverhalten, die Einstellung der Bevölkerung zu diesem Thema und auch die erlebten Zusammenhänge zwischen Klimaproblematik und Mobilität aus Sicht der Deutschen. Was bleibt, ist vor allem eines: die Hoffnung, dass Einschränkungen der individuellen Mobilität verhindert werden können. Doch ist das der richtige Ansatz? Die Verantwortung abzugeben und darauf zu hoffen, dass man selbst möglichst wenige Einschränkungen hinnehmen muss? Sollten wir stattdessen nicht aktiv nach Möglichkeiten suchen, um persönlich zum Klimaschutz beizutragen?

Dies sind Fragen, die dem zweiten großen Thema bezüglich Klimaschutz und Mobilität, dem technologischen Fortschritt, gegenüberstehen. Technologischer Fortschritt wird derzeit von rund 60% der Bevölkerung als essentieller Faktor für den Klimaschutz gesehen, der das Potential hat, Umweltbelastungen stark zu reduzieren.

Doch auch die Corona-Pandemie hat einen erheblichen Einfluss auf unser Mobilitätsverhalten, und zwar nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig, wie das Jahr 2021 gezeigt hat. Trotz der Lockerungen reisen auch weiterhin mehr als 60% der Menschen weniger als zuvor, rund 30% greifen vermehrt auf das Fahrrad zurück und lassen das Auto häufiger stehen. Auch bei Auslands- und Flugreisen gibt es einen klaren Rückgang von jeweils rund 50%. Vielversprechende Tendenzen, die sich laut Experten allerdings möglicherweise in den nächsten ein bis zwei Jahren schon wieder verflüchtigen könnten.

Die Bundestagswahl als Entscheidungspunkt in der Mobilitätsdebatte

Die politische Landschaft Deutschlands sieht das Thema Mobilität sehr gegensätzlich. Die Entscheidung bei der Bundestagswahl diesen September wird somit einen großen Einfluss auf die Mobilitätspolitik und damit auf den Beitrag Deutschlands zum Klimawandel haben. Die Ansichten reichen von starken Einschränkungen bei Tempolimits über die Förderung von Lastenrädern und dem Ausbau der Radwege bis hin zu einer völligen Beibehaltung der aktuellen Situation der individuellen Mobilität. Ob sich ohne Änderungen in diesem Sektor jedoch die Klimaziele Deutschlands verwirklichen lassen werden, ist fraglich.

Mindestens ebenso wichtig ist allerdings die Frage nach Ausbau und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, der insbesondere in städtischen Gebieten für eine große Entlastung der Verkehrslage sorgen kann. Auch Staus können dadurch reduziert werden und somit einen positiven Klimaeffekt erzeugen. Eines steht in jedem Falle fest: Die Wahl des Bundestags wird in puncto Mobilität viel verändern.

Die heißesten Debatten zur Mobilität im Überblick

Einige wenige Punkte stehen auf der langen Liste der klimarelevanten Diskussion ganz oben. Mobilität ist einer dieser Punkte, der wiederum in diverse Fragen und Probleme unterteilt werden kann. Die wichtigsten Ansätze bezüglich Mobilität und Klimaschutz sind Folgende:

Die Förderung von Lastenrädern

Eine grandiose Idee in urbanen Gebieten, eher weniger sinnvoll jedoch für Bewohner ländlicher Gegenden, die von dieser Idee alles andere als begeistert sind. Fakt ist jedoch: Der Großteil der Bevölkerung lebt im urbanen Raum und würde durch die Förderung von Lastenrädern einen Anreiz erhalten, auf klimafreundlichen Transport zu setzen.

Tempolimits für Klimaschutz

Mindestens ebenso wichtig wie der Umstieg zu alternativen Transportmitteln können auch Tempolimits sein. Insbesondere bei sehr hohen Geschwindigkeiten entstehen unverhältnismäßig hohe Umweltbelastungen. Nicht zuletzt deshalb fordert die SPD ein Tempolimit von 130 km/h, wie es auch in einigen anderen EU-Ländern bereits vorgeschrieben ist. Die Grünen gehen sogar noch ein Stück weiter und streben eine Verringerung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h auf 30 km/h in Ballungszentren an. Erfreut sind davon wohl die wenigsten Deutschen. Fraglich ist jedoch, ob sich Einschränkungen in unser Leben vermeiden lassen, soll der aktuelle Klimatrend umgekehrt oder zumindest aufgehalten werden.

E-Autos als Zukunftstrend

Nicht nur in der Politik gehören E-Autos zu den heiß diskutierten Themen. Die zur Verfügung stehenden Technologien werden stets ausgereifter, ermöglichen immer weitere Strecken ohne Aufladung und einen insgesamt einfacheren Zugang zu Elektroautos, deren Tankstellen und Werkstätten. Sind E-Autos also tatsächlich die Fortbewegungsmittel der Zukunft?

Nicht ohne Grund findet man in den wichtigsten Auto-Zeitschriften und Informationsportalen jede Menge Informationen zum Thema E-Mobilität. Dieser Trend könnte sich laut Experten tatsächlich als große Wende im Automobilmarkt entpuppen und vor allem Unternehmen voranbringen, die diesen Trend bereits frühzeitig erkannt und entsprechend gehandelt haben.

Der Weg in die CO2-Neutralität - Nachbericht zun Kongress zur Mobilität der Zukunft .
Der auto motor und sport-Kongress beschäftigt sich seit Jahren mit der Mobilität der Zukunft. Diesmal drehte sich fast alles um die Dekarbonisierung und darum, was das für die Mobilität bedeutet. © Maximilian Balazs Der Klimawandel schreitet voran, ist gesellschaftlich wie auch politisch in aller Munde. Gerade bei der Bundestagswahl war das Thema präsent. Passend dazu ging in diesem Jahr auch der auto motor und sport-Kongress im Zeichen der Klimaziele über die Bühne: Nachhaltigkeit hoch, CO2-Bilanz schnell runter – so lautete die Devise.

usr: 14
Das ist interessant!