Wissen & TechnikWarum sich viele Chefs wie Bernd Stromberg verhalten

12:05  03 mai  2019
12:05  03 mai  2019 Quelle:   msn.com

Neue Zweifel an Spendenliste der AfD: Offenbar viele Strohleute auf Weidels Namenslieste

Neue Zweifel an Spendenliste der AfD: Offenbar viele Strohleute auf Weidels Namenslieste Auf der angeblichen Spenderliste stehen nach Informationen von NDR, WDR und SZ offenbar viele Strohleute. Die sollen sich zum Großteil auch noch gut kennen. Die AfD-Spendenaffäre weitet sich offenbar aus: Die angebliche Spenderliste im Fall um Fraktionschefin Alice Weidel besteht offenbar fast ausschließlich aus Strohleuten aus Deutschland, Spanien und einem Geschäftsmann aus Belgien. Das berichten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR. Die komplette Liste liege ihnen vor. Demnach seien mindestens zwölf der 14 Spender untereinander verwandt oder befreundet, einige der Namen stehen auch auf anderen Spenderlisten.

Warum sich viele Chefs wie Bernd Stromberg verhalten © DPA In guter Gesellschaft weil kein leuchtendes Beispiel für gelungene Mitarbeiterführung: Bernd Stromberg

Dass Mitarbeiterjahresgespräche oft Humbug sind, wusste schon Bernd Stromberg. Und die Ergebnisse einer Studie des Personaldienstleisters Randstad geben ihm recht. Und zeigen, was sich ändern muss.

„Beliebtheit ist ja auch überschätzt. Als Chef kannst du gar nicht immer beliebt sein. Ausgeschlossen. Jedenfalls nicht zu Lebzeiten.“ Diese, vom Seriencharakter Bernd Stromberg, kundgetane Weisheit aus dem Büroalltag nehmen zumindest in Deutschland offensichtlich noch immer zu viele Vorgesetzte wörtlich.

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Dabei ist doch längst klar: Die Beziehung zwischen Arbeitnehmern und Vorgesetzten sollte offen, vertrauensvoll und für beide Seiten motivierend sein. Fakt ist aber wohl auch: Viele, die den Alltag in diversen deutschen Unternehmen kennen, können über derartige Idealvorstellungen nur müde lächeln.

Viele nehmen Kritik persönlich

Und dann kann es auch nicht verwundern, wenn Studien herausfinden, dass das Feedback durch Vorgesetzte den Arbeitnehmern in Deutschland „nicht den gewünschten motivierenden Effekt“ bringe, sondern vielmehr häufig sogar Unsicherheit und schlechte Laune.

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In vielen deutschen Unternehmen ist Feedback noch echte Mangelware. (Grafik: Randstad)

Das zumindest ist das zentrale Ergebnis des Arbeitsbarometers des Personaldienstleisters Randstad, für das in Deutschland 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus verschiedenen Branchen befragt worden sind. 30 Prozent der Befragten wissen offenbar nicht, wie sie auf Feedback reagieren sollen. 24 Prozent beziehen negative Bewertungen nicht auf ihre Arbeit, sondern nehmen sie persönlich. Zudem fühlen sich 21 Prozent nach eigenen Angaben „unwohl“, wenn sie Rückmeldung von Führungskräften erhalten.

Regelmäßiges, konkretes Feedback wichtig

Kein gutes Feedback also für das Feedback der Chefs. Andreas Bolder, der bei Randstad den klingenden Titel Director Group Human Resources trägt, schlussfolgert aus derartigen Studienergebnissen, dass viele Unternehmen „noch weit von einer positiven Feedback-Kultur entfernt sind“: „In Deutschland berichten 35 Prozent der befragten Arbeitnehmer, dass in ihrem Unternehmen nur einmal im Jahr ein Mitarbeitergespräch stattfindet. Bei 32 Prozent gibt es nicht einmal das. Monatliches oder wöchentliches Feedback ist offenbar äußerst selten. Aber Feedback geben und erhalten, sind Fähigkeiten, die zur Normalität werden müssen. Dazu reicht ein Mitarbeitergespräch pro Jahr kaum aus.“

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Damit sich die Situation in Zukunft verbessern möge, macht Randstad ein paar Vorschläge: Untersuchungen würden zeigen, dass Feedback dann effektiver werde, wenn zwischen dem Ereignis und der Rückmeldung an den Mitarbeiter wenig Zeit liege. Wenn Führungskräfte stattdessen ein volles Jahr lang Material für ein kritisches Mitarbeitergespräch sammeln, wirke das „eher demotivierend als konstruktiv“. Daher sollten Chefs versuchen, „auf verschiedenen Wegen“ und vor allem häufiger „mit konkretem Bezug zu einer Situation“ Rückmeldung zu geben.

Gesucht: Dialog auf Augenhöhe

Grundsätzlich sei Feedback ein wichtiges Tool für Führungskräfte, um die Mitglieder eines Teams zu motivieren und weiterzuentwickeln, heißt es von Randstad. Richtig eingesetzt, helfe es Mitarbeitern dabei, einzuschätzen, wo sie mit ihrer Leistung und ihrem Engagement stehen, ihre eigenen Fähigkeiten auszubauen und sich besser einzubringen. Dazu gehöre, regelmäßig auf sie zuzugehen, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen und den Dialog auf Augenhöhe zu suchen.

Feedback sei zudem keine Einbahnstraße und Rechtfertigungsdruck sei schädlich, sagt Andreas Bolder: Grundsätzlich sollte man es als Chef „verstärkt auch bei positiven Ereignissen einsetzen“: Das unterstütze die Eigenständigkeit der Mitarbeiter und verstärke die Akzeptanz von kritischen Rückmeldungen.

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