Wissen & Technik: Uralte menschliche DNA in skandinavischen Kaugummis gefunden - Aus 10.000 Jahre altem Kaugummi kann man jetzt DNA gewinnen - PressFrom - Deutschland

Wissen & TechnikUralte menschliche DNA in skandinavischen Kaugummis gefunden

12:15  16 mai  2019
12:15  16 mai  2019 Quelle:   msn.com

Mannheim: Höhere Bußgelder für Zigarettenkippen & Kaugummis

Mannheim: Höhere Bußgelder für Zigarettenkippen & Kaugummis Wer in Mannheim beim Wegwerfen von Zigarettenstummeln, Pappbechern oder Kaugummis erwischt wird, muss künftig mit Strafen in Höhe von bis zu 200 Euro rechnen. Es ist ein Problem, mit dem viele deutsche Städte kämpfen: Arglos weggeworfene Zigarettenkippen, Kaffee-Pappbecher, Kaugummis. Sie sehen nicht nur unschön aus, sondern schaden auch der Umwelt. Aus diesem Grund hat Mannheim die Bußgelder extrem erhöht. In Zukunft müssen die Mannheimer in der Innenstadt ("Planken") mehr bezahlen, wenn sie ihre Zigarettenstummel auf die Straße werfen und dabei erwischt werden: Statt bisher 20 Euro müssen Bürger 75 Euro Strafe zahlen.

Uralte menschliche DNA in skandinavischen Kaugummis gefunden © Foto: Natalija Kashuba Forscher der Universität Stockholm sind bei der Analyse von rund 10.000 Jahre alten Kaugummis, auf menschliche DNA gestoßen. Natalija Kashuba/Stockholm University

Forscher haben in 10.000 Jahre alten Kaugummis aus Schweden menschliches Erbgut entdeckt und analysiert. Es handle sich um die ältesten sequenzierten DNA-Stücke von Menschen aus Skandinavien, berichtete die Universität Stockholm am Mittwoch.

Sie stammten von zwei Frauen und einem Mann. Das skandinavische Forscherteam präsentiert die Studie im Fachjournal «Communications Biology».

Gefunden wurden die Kaugummis aus Birkenrindenpech bereits in den frühen 90er Jahren in Huseby-Klev nördlich von Göteborg, wo es in der frühen Mittelsteinzeit Jäger und Fischer gab. Doch damals existierten noch nicht die technischen Möglichkeiten, alte menschliche DNA zu analysieren. Es seien zudem einige wenige Knochen dieses Alters erhalten, doch die hätten für archäogenetische Studien nicht genügend DNA, berichteten die Forscher.

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Eine bisher unbekannte und winzige menschliche Spezies wurde in einer Höhle entdeckt Forscher haben auf der philippinischen Insel Luzon eine neue, ausgestorbene Menschenart entdeckt. Die 67.000 Jahre alten Knochen unterscheiden sich von denen aller bisher gefundener Menschenarten. Zwergähnliche Verwandte des Menschen Vor zwölf Jahren fanden Forscher die ältesten menschlichen Knochen, die je auf den Philippinen gefunden wurden. Damals wurde ein Mittelfußknochen gefunden, der auf ein Alter von 67.000 Jahren datiert wurde. Doch zu welcher menschlichen Spezies der Knochen gehörte, blieb ein Rätsel — bis heute.

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Die Ergebnisse der jetzigen Untersuchungen zeigten, dass die Menschen, deren DNA gefunden wurde, eine enge genetische Verwandtschaft zu anderen Jägern und Sammlern in Schweden und zu weiteren frühen mittelsteinzeitlichen Populationen aus dem eiszeitlichen Europa aufweisen. Ihre Werkzeuge waren jedoch mit einer Technik herstellt, die aus dem heutigen Russland stammte. Die Verbindungen der Menschen zu den Regionen hatten Forscher schon vermutet, die Genanalyse habe diese nun bestätigt.

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Prozess wegen Doppelmordes an zwei Skandinavierinnen beginnt in Marokko In Marokko beginnt heute der Prozess um den Mord an zwei skandinavischen Touristinnen. Wie aus dem Verteidigungsministerium verlautete findet er in Salé statt, nahe der Hauptstadt Rabat. Die Staatsanwaltschaft geht von einem terroristischen Hintergrund der Tat aus und hat 24 Menschen angeklagt, darunter auch einen Schweizer. Die vier Hauptverdächtigen sollen nach Behördenangaben eine Terrorzelle gebildet haben, die sich an der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) orientiert habe. Im Kontakt zu IS-Kämpfern, etwa in Syrien oder im Irak, hätten sie aber nicht gestanden. Die beiden Rucksacktouristinnen waren Mitte Dezember enthauptet worden.

«DNA aus diesen alten Kaugummis hat nicht nur ein enormes Potenzial, um die Herkunft und Bewegung der Menschen vor langer Zeit nachzuvollziehen, sondern auch, um Einblicke in ihre sozialen Beziehungen, Krankheiten und Lebensmittel zu erhalten», sagte Mitautor Per Persson vom Museum für Kulturgeschichte in Oslo.

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