Wissen & Technik: Faktencheck: War die Mondlandung echt oder gefaked? - PressFrom - Deutschland

Wissen & TechnikFaktencheck: War die Mondlandung echt oder gefaked?

12:45  11 juni  2019
12:45  11 juni  2019 Quelle:   ksta.de

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Das Internet ist voll von Nachrichten - doch die sind nicht immer richtig. Faktenchecken wird also immer wichtiger. Was Sie als User selbst tun können Doch die Summe, die die Gemüter so erregte, war falsch, von Faktencheck -Experten bald widerlegt. Das Fotos des Busses aber geisterte weiter

Die Verschwörungstheorien zur Mondlandung gehen davon aus, dass die Mondlandungen in den Jahren 1969 bis 1972 nicht stattgefunden haben (oft geht es nur um

Faktencheck: War die Mondlandung echt oder gefaked? © dpa 20. Juli 1969: Apollo 11-Astronaut Edwin "Buzz" Aldrin steht neben der US-Flagge auf dem Mond.

Zugegeben, es ist noch immer unfassbar: Menschen flogen zum Mond, fuhren dort Auto und spielten sogar Golf. Der 20. Juli 1969 – die Landung der ersten von sechs bemannten Mondmissionen - ist ein Meilenstein in der Geschichte der Menschheit. 50 Jahre später bezweifeln immer noch manche, dass Menschen auf dem Erdtrabanten waren. Sie glauben, die Aufnahmen seien im Studio entstanden. Die zehn wichtigsten Argumente:

1. Behauptung: Die „wehende“ Flagge

Die „wehende“ US-Flagge ist das anschaulichste Beispiel für die angeblich gestellte Mondlandung. Da auf dem Mond kein Wind bläst, dürfe die Fahne nicht wehen, monieren Kritiker. Allerdings: Die Bewegungen des Stoffes, der an einer Querstrebe hängt, stammen von keiner Brise, sondern von Erschütterungen des Fahnenmastes - etwa beim Einstecken oder Ausrichten, wie Ralf Jaumann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betont. Da der Mond keine Atmosphäre hat, wird das Wackeln des Stoffes kaum gebremst.

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2. Behauptung: Fußabdrücke im Mondstaub

Viele Bilder zeigen Spuren der Raumfahrer im Mondstaub. Wie kann der knochentrockene Staub die Form halten, fragen Kritiker. Urs Mall vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung erklärt die gute Bindung vor allem mit der Konsistenz des extrem feinen Mondstaubs. Dessen Bausteine seien nie durch Wind oder Wasser abgeschliffen worden, kantig geblieben und hafteten daher besonders gut aneinander.

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3. Behauptung: Zu niedrige Hüpfer

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Die Theorie hält sich seit Jahrzehnten schon hartnäckig: Die US-Amerikaner sind 1969 gar nicht auf dem Mond gewesen. Was ist dran? Harald Lesch ordnet ein.

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Die Sprünge der Astronauten auf der Mondoberfläche seien zu niedrig, wenden Zweifler ein. Angesichts der geringen Gravitation – etwa ein Sechstel der irdischen Schwerkraft – hätten die Raumfahrer meterhoch springen können. Mall führt die niedrigen Hüpfer vor allem auf die etwa 85 Kilogramm schweren Raumanzüge und die eingeschränkte Beweglichkeit zurück. Jaumann ergänzt, es sei nicht um hohe Sprünge gegangen. Aus Sicherheitsgründen hätten sich die Raumfahrer mit kleinen Hüpfern oder Trippelschritten bewegt.

4. Behauptung: Mangelnde Haftung des Mondfahrzeugs

Die Astronauten fuhren mit Fahrzeugen über den Mond. Angesichts der geringen Schwerkraft hätten die Rover aus den Kurven rutschen müssen, meinen Zweifler. Die Fliehkraft hängt jedoch insbesondere von Radius und Geschwindigkeit ab. Das Höchsttempo der Fahrzeuge lag laut Nasa bei etwa 15 Kilometern pro Stunde. Das entspricht – bei ähnlichem Untergrund – rechnerisch etwa der Fliehkraft, die ein irdisches Auto bei gleichem Radius mit 37,5 Stundenkilometern hätte. Dass die Astronauten die Kurven mit Vollgas fuhren, ist äußerst unwahrscheinlich.

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«Hubble»-Bild mit 265.000 Galaxien Astronomen haben rund 7500 Einzelaufnahmen des «Hubble»-Weltraumteleskops zu einem Panoramabild mit 265.000 Galaxien kombiniert. Das Bild enthält Beobachtungen aus 16 Jahren, wie das europäische «Hubble»-Informationszentrum in Garching bei München erläuterte. Manche der Galaxien sind so weit entfernt, dass ihr Licht mehr als 13 Milliarden Jahre zu uns unterwegs war. Sie sind damit zu einer Zeit zu sehen, als das Weltall erst 0,5 Milliarden Jahre alt war. So lässt sich anhand des Panoramas die Geschichte der Galaxienentstehung von damals bis heute verfolgen.

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5. Wiederkehrende „Kulissen“

Ähnlichkeiten der Mondlandschaft auf verschiedenen Bildern gelten als Beleg dafür, dass im Studio stets gleiche Kulissen verwendet wurden. Allerdings verwundern wiederkehrende Motive nicht, schließlich machten die Astronauten an ihren Landestellen Tausende Fotos aus verschiedenen Perspektiven, wie Mall erläutert. Zudem betont er, dass sich die Landschaften an den Landestellen ohnehin stark ähneln - auch weil markante optische Elemente wie auf der Erde fehlten.

6. Behauptung: Fehlende Fadenkreuze auf den Bildern

Die Linsen der Hasselblad-Kameras der Astronauten enthielten Fadenkreuze - etwa um Distanzen besser einschätzen zu können. Diese Fadenkreuze scheinen an manchen Stellen hinter Objekten zu verschwinden, was Kritiker als Fotomontage deuten. Bei näherem Hinsehen zeigt sich oft, dass die Kreuze durchaus da, aber vor dunklem Hintergrund kaum erkennbar sind. Allerdings, so Jaumann, wurden später auch bearbeitete Bilder veröffentlicht.

7. Behauptung: Keine Sterne am Himmel

Auf den Bildern der Astronauten sind am Himmel keine Sterne zu sehen. Die Astronauten betraten den Erdtrabanten tagsüber – ein Mondtag dauert zwei Wochen. Auf den Bildern ist der Kontrast zwischen der grellen Mondoberfläche und dem dunklen Himmel viel zu stark, als dass lichtschwache Pünktchen am Firmament sichtbar wären.

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Experte: Kopfhörer vor allem bei Straßenlärm gefährlich Ob beim Joggen, Radfahren oder beim Spazierengehen: Kopfhörer auf den Ohren gehören heutzutage fast schon zum guten Ton. Doch gerade in lauten Großstädten kann das dauerhafte Tragen gesundheitsschädlich sein. «Zu Hause startet man meist noch mit einer gesunden Lautstärke, dreht dann auf der Straße aber auf, um den Umgebungslärm zu übertönen», sagt Michael Deeg, Sprecher des Deutschen Berufsverbands der Hals-Nasen-Ohrenärzte. «Langfristig können Hörschäden die Folge sein, die sich nicht mehr behandeln lassen», so Deeg im Vorfeld des Tages gegen Lärm am 24. April.

Sechs Stunden später, um 3.56 Uhr und 20 Sekunden betrat Armstrong als Erster den Erdtrabanten. Michael Collins war der Dritte bei dem Projekt. Er hatte den unspektakuläreren Job: er kreist im "Mutterschiff" um den Mond und hielt den Kontakt zur Erde und den beiden Mondbesuchern.

Der Begriff Mondlandung bezeichnet im Rahmen der Raumfahrt eine kontrollierte Landung eines von Menschen hergestellten Flugkörpers (Lander) auf dem Erdtrabanten Mond. Seit den 1950er-Jahren kam es zwischen den USA und der Sowjetunion zum sogenannten Wettlauf ins All.

8. Behauptung: Der Schattenwurf passt nicht

Dass Schatten auf den Bildern in verschiedene Richtungen verlaufen oder gestaucht sind, führen Kritiker auf verschiedene Lichtquellen zurück. Grund dafür sind laut Mall vor allem Unebenheiten der Mondoberfläche. Dadurch können Schatten länger, kürzer oder verzerrt erscheinen.

9. Behauptung: Fehlender Landekrater

Unterhalb der Landekapseln sieht man keinen Landekrater und kaum Staub. Kein Wunder, sagt Jaumann: Die Landestellen seien nicht senkrecht, sondern seitlich angeflogen worden. Die Triebwerke hatten demnach nicht die Kraft, Krater in das feste Mondgestein zu brennen.

10. Behauptung: Tödliche Strahlung

Beim Hin- und Rückflug waren die Besatzungen vor allem im Van-Allen-Gürtel, einem die Erde umgebenden Strahlungsring, erhöhter Teilchenstrahlung von der Sonne ausgesetzt. Diese Belastung hätte Stunden angedauert und tödlich sein können, wenden Kritiker ein. Mall schätzt die Dauer für die Durchquerung des Van-Allen-Gürtels auf etwa eine Stunde, wobei die Crew durch die Aluminium-Hülle der Raumkapsel geschützt war. Die Astronauten waren demnach zwar erhöhter Strahlung ausgesetzt, aber die Dosis war überschaubar. Die Nasa habe die Flugbahn der Missionen so gelegt, dass die intensivsten Strahlungsbereiche umflogen wurden.

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Mondgestein als Beleg

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa selbst äußert sich zu Fälschungstheorien grundsätzlich nicht. Doch sie hat vor einigen Jahren Bilder der Mission „Lunar Reconnaissance Orbiter“ (LRO) veröffentlicht. Die Raumsonde hatte Aufnahmen von Apollo-Landestellen in hoher Auflösung zur Erde gefunkt. Auch wenn sie hartnäckige Zweifler nicht umstimmen mögen – die Bilder zeigen neben zurückgelassenen Instrumenten die Spuren der Rover und sogar Fußspuren der Astronauten.

Zudem, so Jaumann und Mall, hätten Tausende Mitarbeiter an den sechs Missionen mitgewirkt. „Fälschungen über Jahrzehnte geheimzuhalten, halte ich für sehr schwierig“, sagt Mall. Außerdem ein eindeutiger Beleg: die über 380 Kilogramm Mondgestein, die die Astronauten zur Erde mitbrachten. Im Gegensatz zu den – erst später entdeckten – Mondmeteoriten, die auf die Erde fielen, wurden diese Brocken nicht durch ihre Reise durch die Erdatmosphäre verändert. (dpa)

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