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Wissen & Technik„Es hat uns umgehauen“: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung

13:35  18 juni  2019
13:35  18 juni  2019 Quelle:   businessinsider.de

„Es hat uns umgehauen“: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung

„Es hat uns umgehauen“: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung Die Ozeane sind die Gebiete unseres Planeten, die noch zum Großteil unerforscht sind, obwohl sie die größte Fläche der Erde bedecken. Am wenigsten erforscht sind die eisigen Gewässer der Antarktis. Dabei könnten die Erkenntnisse darüber ein Schlüssel zum Verständnis des Klimawandels und des Anstieges des Meeresspiegels sein. Darum hat ein neuseeländisches Forscherteam ein Loch durch das Eis gebohrt, das den Wissenschaftlern Aufschluss über die Geschichte der Antarktis geben könnte. Was in der Antarktis passiert, ist auch für uns relevant Die Antarktis ist weit entfernt von Deutschland und die Ausmaße des Eises sind kaum vorstellbar.

300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende EntdeckungDie Ozeane sind die Gebiete unseres Planeten, die Forscher haben unter dem Eis der Antarktis eine Entdeckung gemacht Das ist interessant! *NSYNC: Sie schwelgen in Erinnerungen.

Lest auch: „ Es hat uns umgehauen “: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung Was genau die Foscher nun bei ihrer ersten Erkundung des Sees entdecken werden, ist also noch völlig ungewiss. Die Laborauswertung der Proben wird

„Es hat uns umgehauen“: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung © Dmytro Pylypenko/Shutterstock

Die Ozeane sind die Gebiete unseres Planeten, die noch zum Großteil unerforscht sind, obwohl sie die größte Fläche der Erde bedecken. Am wenigsten erforscht sind die eisigen Gewässer der Antarktis.

Dabei könnten die Erkenntnisse darüber ein Schlüssel zum Verständnis des Klimawandels und des Anstieges des Meeresspiegels sein. Darum hat ein neuseeländisches Forscherteam ein Loch durch das Eis gebohrt, das den Wissenschaftlern Aufschluss über die Geschichte der Antarktis geben könnte.

Was in der Antarktis passiert, ist auch für uns relevant

Die Antarktis ist weit entfernt von Deutschland und die Ausmaße des Eises sind kaum vorstellbar. Dennoch ist das Ross-Schelfeis, das größte Schelfeisgebiet der Antarktis, auch für Europa von Bedeutung. Die Eismasse, die an manchen Stellen bis zu 3.000 Meter dick ist, reicht tief in das Wasser hinein, wo sie in Kontakt mit warmen Meeresströmungen kommt. Die schwimmenden Schelfe „halten eine sehr große Menge Eis zurück“, sagte Meeresbiologe und Expeditions-Teilnehmer Craig Stevens im Gespräch mit „National Geographic“. Schmilzt es, würde der weltweite Meeresspiegel um über drei Meter ansteigen. Forscher befürchteten, dass dieser Prozess bereits im Gang ist.

Columbia-Forscher entdecken überraschende Strukturen unter dem Eis der Antarktis

Columbia-Forscher entdecken überraschende Strukturen unter dem Eis der Antarktis Das Ross-Schelfeis in der Antarktis ist mit einer Fläche von rund 480.000 Quadratkilometern fast so groß wie Spanien und damit das größte Schelfeis der Welt. Ein Forscherteam des Columbia University’s Lamont-Doherty Earth Observatory veröffentlichte kürzlich eine Studie zu dem Rosetta-Ice-Forschungsprojekt, das über mehrere Jahre hinweg im Ross-Eisschelf durchgeführt wurde. Bei dem Projekt konnten die Wissenschaftler eine uralte tektonische Grenze zwischen der Ost- und der Westantarktis ausmachen und anhand von Messungen zeigen, welchen Einfluss die dadurch entstehenden Meeresströmungen auf das Eisschmelzen in der Antarktis haben.

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Um Aufschluss zu erhalten, wurden eine Kamera und diverse Mess-Instrumente durch ein 300 Meter tiefes Loch ins Wasser gelassen. Diese sollten für zwei Jahre Daten ermitteln und übertragen. „Es ist wichtig, diese Meeresströmungen zu verstehen. Wenn wir den Kreislauf missverstehen, dann verstehen wir auch das Schmelzen nicht“, so Stevens.

Antarktis-Forscher: „Es hat uns umgehauen!”

Christina Hulbe, Glaziologin und Co-Leiterin der Expedition, konnte kaum glauben, was die ersten Messergebnisse brachten: Die Forscher dachten, das Eis würde in 300 Meter Tiefe bereits schmelzen, doch stattdessen konnten sie beobachten, wie das Meereswasser gefror. Das erklärt, wieso das Ross-Schelfeis als besonders stabil gilt. „Es hat uns umgehauen“, sagte sie.

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In der Antarktis erscheint immer wieder ein mysteriöses Loch — Forscher haben eine Theorie, woher es kommt Von mysteriösen Eisbeben bei Nacht über heiße Quellen bis hin zu blutroten Wasserfällen wartet die Antarktis immer wieder mit neuen, unerforschten Naturspektakeln auf, die Wissenschaftler vor Rätsel stellen. Eines dieser Phänomene ist ein riesiges Loch, das Forscher inmitten der kalten Weiten am Südpol unseres Planeten entdeckt haben. Lest auch: Unter dem Eis der Antarktis machen Forscher einen Fund, der das größte Rätsel der Menschheit lösen könnte Erstmals beobachtet wurde das seltsame Phänomen im Jahr 1970, als Satellitenaufnahmen des eisigen Kontinents gemacht wurden.

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Dennoch ist bei den Ergebnissen Vorsicht geboten: Auf lange Sicht betrachtet ist das Schelf alles andere als stabil, vermuten die Wissenschaftler. 1998 fand Mikro-Paläontologe Reed Scherer Kieselalgen-Überreste im Eis, welche wesentlich jünger waren als erwartet. Scherer kam zu dem Schluss, dass das Schelf „in den letzten Millionen Jahren immer wieder kam und ging“, zuletzt womöglich vor „120.000 Jahren, als die Temperaturen zuletzt so warm waren wie heutzutage“. Auswertungen von Proben der aktuellen Expedition können Hinweise darauf geben, wann das Ross-Schelfeis in der Antarktis zuletzt ein offenes Meer war.

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