Wissen & Technik: Forscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen - PressFrom - Deutschland

Wissen & TechnikForscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen

10:50  12 juli  2019
10:50  12 juli  2019 Quelle:   msn.com

„Es hat uns umgehauen“: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung

„Es hat uns umgehauen“: Forscher bohren 300 Meter tiefes Loch in der Antarktis und machen überraschende Entdeckung Die Ozeane sind die Gebiete unseres Planeten, die noch zum Großteil unerforscht sind, obwohl sie die größte Fläche der Erde bedecken. Am wenigsten erforscht sind die eisigen Gewässer der Antarktis. Dabei könnten die Erkenntnisse darüber ein Schlüssel zum Verständnis des Klimawandels und des Anstieges des Meeresspiegels sein. Darum hat ein neuseeländisches Forscherteam ein Loch durch das Eis gebohrt, das den Wissenschaftlern Aufschluss über die Geschichte der Antarktis geben könnte. Was in der Antarktis passiert, ist auch für uns relevant Die Antarktis ist weit entfernt von Deutschland und die Ausmaße des Eises sind kaum vorstellbar.

Satellitenmessungen Meeresspiegel steigt immer schneller. Die Erhöhung des Meeresspiegels Diese zeigen, dass die Pegel in den vergangenen Jahren schneller angestiegen sind als bisher angenommen. Bei ihrer neuen Kalkulation gingen die Forscher um Steve Nerem nun davon aus

Forscher haben den Anstieg der Ozeane seit dem Jahr 1900 neu berechnet - und das Ergebnis Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht vor allem Bewohner von Inselstaaten, die oft nur wenige Meter über dem Ich wollte schon im ersten Affekt die Wertsachen auf den Dachboden bringen.

Der Hamburger Meereskundler Detlef Stammer hat zusammen mit einem internationalen Forschungsteam ein neues Konzept zur Berechnung des möglichen Meeresspiegelanstiegs erarbeitet. Erstmals werden dabei physikalische Prozesse beim Abschmelzen des Landeises in Grönland und der Antarktis berücksichtigt. «Mit dem neuen Konzept können wir viele Missverständnisse zum Thema, auch in der Fachliteratur, auflösen und zu tragfähigen Aussagen kommen», sagte der Direktor des Centrums für Erdsystemwissenschaften und Nachhaltigkeit.

Forscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen © Foto: Liu Shiping/XinHua/Archivbild Ein Eisberg, der vom Forschungsschiff «Xue Long» aus fotografiert wurde, schwimmt im Südpolarmeer.

Stammer geht es darum, den maximal möglichen Anstieg des Meeresspiegels zu berechnen. Der Weltklimarat IPCC habe nur einen Mittelwert angenommen. Für die Planung in betroffenen Küstenregionen sei aber der maximal mögliche Wert viel wichtiger.

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Geologe der Uni Trier: Deutscher Forscher in chilenischem Nationalpark vermisst Er wollte ein wissenschaftliches Gerät in Patagonien reparieren. Jetzt wird ein deutscher Forscher vermisst. Sein Biwak wurde verlassen gefunden. © Foto: Francisco Negroni/EFE/dpa Ein Forscher hatte im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien ein Magnetometer reparieren wollen - nun wird er vermisst. Ein deutscher Forscher ist im äußersten Süden von Chile ums Leben gekommen. Die Leiche des Mannes sei am Freitag in einem See im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Forstbehörde CONAF der Deutschen Presse-Agentur. Der Wissenschaftler wurde seit Tagen vermisst.

Anstieg des Meeresspiegels in den letzten 24.000 Jahren: Besonders vermerkt ist der „Schmelzwasserpuls 1A“, eine wenige hundert Jahre andauernde Übergangsphase zur heutigen Warmzeit, in welcher der Meeresspiegel alle 20 bis 25 Jahre um einen Meter anstieg .

Der Klimawandel lässt den Meeresspiegel ansteigen . Doch wie verteilt sich das zusätzliche Wasser? Verblüffende Erkenntnis der Forscher : Schwächelt der

Eine Zahl kann Stammer noch nicht nennen. Sein Konzept sei nur ein «Framework» (Rahmenwerk) für weitere Berechnungen, sagte er. Der maximal mögliche Wert könne jedoch über der Schätzung des IPCC liegen. Dieser hatte zuletzt einen wahrscheinlichen Anstieg bis zum Ende des Jahrhunderts um 52 bis 98 Zentimeter vorausgesagt.

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Der Wert hänge ganz stark von der Zeitskala ab, betonte Stammer. «In den nächsten 50 Jahren kann das Eis der Westantarktis nicht vollständig abschmelzen. Das funktioniert physikalisch in dieser Zeitspanne nicht», sagte der Professor. «Aber in 100 Jahren wäre dies rein theoretisch möglich.» Also müsse dieses Risiko in die Berechnung des maximalen Anstiegs einfließen.

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Auf der Erde passiert gerade etwas, das seit 800.000 Jahren nicht mehr passiert ist — Forscher fürchten tödliche Konsequenzen Noch nie war so viel Kohlendioxid in unserer Atmosphäre wie jetzt: Das Mauna Loa Observatorium auf Hawaii hat für den April einen durchschnittlichen Wert von 410 Molekülen auf eine Million Teilchen in der Luft gemessen. Der Wert wird dadurch bedeutsam, dass es die höchste Co2-Konzentration der letzten 800.000 Jahre ist. Wir wissen das durch Eiskernbohrungen in der Antarktis und in Grönland. Der dort über die Jahrtausende gefallene Schnee hinterlässt auch immer Abdrücke der jeweiligen Atmosphäre. Durch Bohrungen in die Tiefe können Forscher so quasi in die Vergangenheit reisen und die Zusammensetzung der Atmosphäre beurteilen. Das geht bis zu einer Tiefe von etwa 3.

Der Meeresspiegel könnte viel stärker und schneller ansteigen als bisher erwartet. Quelle: dpa. Die Bundesregierung schließt offenbar nicht aus, dass der Meeresspiegel an Nord- und Ostsee deutlich Die Ausdehnung des Wassers durch die Temperatur lässt sich dabei noch recht einfach berechnen .

Sie wollen den Politikern nun neue Erkenntnisse als Entscheidungshilfe zusammenstellen. Vor allem sie haben Forscher im Blick, wenn sie den weltweiten Anstieg der Meeresspiegel in Folge des Ein Anstieg der Meeresspiegel um mehr als einen Meter könnte katastrophale Folgen etwa für China

Zurzeit lernten die Wissenschaftler sehr viel hinzu. So hätten die US-Klimaforscher Robert DeConto und David Pollard ihren alarmierenden Bericht von 2016 kürzlich widerrufen. Damals hatten sie vor einem Anstieg um 1,50 Meter bis zum Ende des Jahrhunderts gewarnt. Erst seit kurzem könnten Wissenschaftler die Eismasse Grönlands und der Antarktis genauer abschätzen.

Die Wechselwirkungen beim Abschmelzen seien kompliziert, sagte Stammer. Die große Eismasse habe eine Anziehungskraft auf das Wasser wie der Mond. Wenn es komplett abschmelzen würde, könnte der Meeresspiegel rund um Grönland auch um ein bis drei Meter fallen. Der kompensierende Effekt würde sich eher im tropischen Bereich bemerkbar machen.

Auch der Meeresboden und die Küsten würden sich heben und senken. Seit der letzten Eiszeit hebe sich etwa Skandinavien sehr viel schneller, weil der Druck der Masse fehle und der Erdmantel unter der Erdkruste anfange zu fließen. «Das alles sind offene Fragen», sagte Stammer. Ihr neues Konzept haben die Forscher im Fachjournal «Earth's Future» veröffentlicht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Arbeit des Teams in den nächsten drei Jahren mit sechs Millionen Euro.

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Die systematische Aufzeichnung des Meeresspiegels begann im 19. Jahrhunderts neue Bedeutung erlangt. Der Klimawandel wurde zu einem zentralen Thema der Forschung und „Damals schrieb man sie aber in der Regel nicht einem Anstieg des Wassers zu, sondern einem Absinken der Küste.

Der Meeresspiegel könnte höher steigen als erwartet: Gletscher der Westantarktis schwinden unaufhaltsam, warnen Forscher . In den bisherigen Berechnungen des Weltklimarats zum Anstieg der Meeresspiegel sei das Phänomen nicht ausreichend berücksichtigt.

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