Wissen & TechnikForscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen

10:50  12 juli  2019
10:50  12 juli  2019 Quelle:   msn.com

Geologe der Uni Trier: Deutscher Forscher in chilenischem Nationalpark vermisst

Geologe der Uni Trier: Deutscher Forscher in chilenischem Nationalpark vermisst Er wollte ein wissenschaftliches Gerät in Patagonien reparieren. Jetzt wird ein deutscher Forscher vermisst. Sein Biwak wurde verlassen gefunden. © Foto: Francisco Negroni/EFE/dpa Ein Forscher hatte im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien ein Magnetometer reparieren wollen - nun wird er vermisst. Ein deutscher Forscher ist im äußersten Süden von Chile ums Leben gekommen. Die Leiche des Mannes sei am Freitag in einem See im Nationalpark Torres del Paine in Patagonien entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Forstbehörde CONAF der Deutschen Presse-Agentur. Der Wissenschaftler wurde seit Tagen vermisst.

Hamburger Wissenschaftler wollen mit einem neuen Analysemodell zu einer fundierteren Berechnung kommen. Stammer geht es darum, den maximal möglichen Anstieg des Meeresspiegels zu berechnen . Der Weltklimarat IPCC habe nur einen Mittelwert angenommen.

Regionales Klimadebatte Hamburger Forscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen . In der Klimadebatte spielt der Anstieg des Forscher haben den Anstieg der Ozeane seit dem Jahr 1900 neu berechnet - und das Ergebnis Der Anstieg des Meeresspiegels bedroht vor allem

Der Hamburger Meereskundler Detlef Stammer hat zusammen mit einem internationalen Forschungsteam ein neues Konzept zur Berechnung des möglichen Meeresspiegelanstiegs erarbeitet. Erstmals werden dabei physikalische Prozesse beim Abschmelzen des Landeises in Grönland und der Antarktis berücksichtigt. «Mit dem neuen Konzept können wir viele Missverständnisse zum Thema, auch in der Fachliteratur, auflösen und zu tragfähigen Aussagen kommen», sagte der Direktor des Centrums für Erdsystemwissenschaften und Nachhaltigkeit.

Forscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen © Foto: Liu Shiping/XinHua/Archivbild Ein Eisberg, der vom Forschungsschiff «Xue Long» aus fotografiert wurde, schwimmt im Südpolarmeer.

Stammer geht es darum, den maximal möglichen Anstieg des Meeresspiegels zu berechnen. Der Weltklimarat IPCC habe nur einen Mittelwert angenommen. Für die Planung in betroffenen Küstenregionen sei aber der maximal mögliche Wert viel wichtiger.

"Absurdes Unterfangen": Forscher schlagen künstliche Beschneidung der Antarktis vor

Um den Anstieg des Meeresspiegels einzudämmen, wollen sie Eis vom Südpol entfernen. Die Forscher finden ihren Vorschlag selbst absurd. Aber was ist dran? © Foto: Hilke Segbers/dpa/tmn Der Meeresspiegel steigt, weil Eismassen schmelzen. Eine "Beschneidung" der Antarktis könnte das verhindern – so die Theorie. New York, Shanghai und Hamburg unter Wasser, weil der Westantarktische Eisschild langfristig ins Meer rutscht und den Meeresspiegel um drei Meter ansteigen lässt. Das Szenare lässt aufhorchen.

Regionales Klimadebatte Hamburger Forscher wollen Anstieg des Meeresspiegels neu berechnen . Die Meeresspiegel steigen. Ein Grund dafür ist das Schmelzen der Gletscher. Forscher haben mit Satelliten kartiert, wie viel Eis verlorengegangen ist.

Satellitenmessungen Meeresspiegel steigt immer schneller. Die Erhöhung des Meeresspiegels beschleunigt sich, berichten Klimaforscher unter Berufung auf Satellitendaten. Diese zeigen, dass die Pegel in den vergangenen Jahren schneller angestiegen sind als bisher angenommen.

Eine Zahl kann Stammer noch nicht nennen. Sein Konzept sei nur ein «Framework» (Rahmenwerk) für weitere Berechnungen, sagte er. Der maximal mögliche Wert könne jedoch über der Schätzung des IPCC liegen. Dieser hatte zuletzt einen wahrscheinlichen Anstieg bis zum Ende des Jahrhunderts um 52 bis 98 Zentimeter vorausgesagt.

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Der Wert hänge ganz stark von der Zeitskala ab, betonte Stammer. «In den nächsten 50 Jahren kann das Eis der Westantarktis nicht vollständig abschmelzen. Das funktioniert physikalisch in dieser Zeitspanne nicht», sagte der Professor. «Aber in 100 Jahren wäre dies rein theoretisch möglich.» Also müsse dieses Risiko in die Berechnung des maximalen Anstiegs einfließen.

Satelliten-Aufnahmen zeigen eine verheerende Entwicklung in der Arktis

Satelliten-Aufnahmen zeigen eine verheerende Entwicklung in der Arktis Wissenschaftler sind sich einig: Wegen schmelzender Eismassen auf der ganzen Welt und wegen der steigenden Temperaturen steigt der globale Meeresspiegel beständig. Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese These zu überprüfen. Aufgrund von Gezeiten, Wind, Wellen, Strömungen, Salzgehalt und Erdanziehungskraft unterscheidet sich die Höhe des Meeresspiegels von Region zu Region. Zum Beispiel liegt der durchschnittliche Wasserspiegel im Indischen Ozean bei Sri Lanka um bis zu 105 Meter tiefer als im globalen Durchschnitt.

Klima-Studie : Forscher wollen Antarktis künstlich beschneien. Teile der Antarktis künstlich beschneien, um den Anstieg des Meeresspiegels einzudämmen – das skizzieren Forscher in einer Studie.

Ein Anstieg der Meeresspiegel um mindestens ein Meter ist neuen Forschungsdaten zufolge in den kommenden hundert bis 200 Jahren unvermeidlich. Nasa- Forscher Tom Wagner sagte, wenn die Eisschichten schnell in sich zusammenfielen, sei sogar ein Anstieg des Meeresspiegels um drei

Zurzeit lernten die Wissenschaftler sehr viel hinzu. So hätten die US-Klimaforscher Robert DeConto und David Pollard ihren alarmierenden Bericht von 2016 kürzlich widerrufen. Damals hatten sie vor einem Anstieg um 1,50 Meter bis zum Ende des Jahrhunderts gewarnt. Erst seit kurzem könnten Wissenschaftler die Eismasse Grönlands und der Antarktis genauer abschätzen.

Die Wechselwirkungen beim Abschmelzen seien kompliziert, sagte Stammer. Die große Eismasse habe eine Anziehungskraft auf das Wasser wie der Mond. Wenn es komplett abschmelzen würde, könnte der Meeresspiegel rund um Grönland auch um ein bis drei Meter fallen. Der kompensierende Effekt würde sich eher im tropischen Bereich bemerkbar machen.

Auch der Meeresboden und die Küsten würden sich heben und senken. Seit der letzten Eiszeit hebe sich etwa Skandinavien sehr viel schneller, weil der Druck der Masse fehle und der Erdmantel unter der Erdkruste anfange zu fließen. «Das alles sind offene Fragen», sagte Stammer. Ihr neues Konzept haben die Forscher im Fachjournal «Earth's Future» veröffentlicht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Arbeit des Teams in den nächsten drei Jahren mit sechs Millionen Euro.

Steinzeit-Bootsbaustelle mit Technologie, die seit Tausenden von Jahren nicht mehr gesehen wird Von Unterwasserarchäologen entdeckt

 Steinzeit-Bootsbaustelle mit Technologie, die seit Tausenden von Jahren nicht mehr gesehen wird Von Unterwasserarchäologen entdeckt © Maritime Archaeological Trust Ein Taucher inspiziert die neu entdeckte Plattform. Die Steinzeit-Bootsbaustelle könnte die älteste der Welt sein. Vor der britischen Küste wurde eine Steinzeit-Bootsbaustelle mit technologischen Entwicklungen entdeckt, von denen nicht angenommen wurde, dass sie seit Tausenden von Jahren entwickelt wurden. Die Stelle, die 36 Fuß unter Wasser liegt, wurde 2005 von Archäologen entdeckt. Bisher wussten Experten jedoch nicht, wofür die Struktur verwendet wurde.

Der Siegener Wissenschaftler Sönke Dangendorf hat die natürlichen Schwankungen des Meeresspiegels neu berechnet . Wir haben uns die regionalen Pegel der Nordsee angeschaut - wie stark der Meeresspiegel angestiegen ist und wie groß die kausale Unsicherheit dieses Anstiegs ist.

Da der Klimawandel das Eis der Polarregionen schmelzen lässt, steigt der Meeresspiegel . Die Forscher hätten nicht nur neue Messdaten verwendet, sondern diese auch sehr gründlich ausgewertet. Extremmodelle berechnen Anstieg um bis zu 1,70 Meter.

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