Wissen & Technik Mobilität neu denken – das sind die Fortbewegungsarten des 21. Jahrhunderts

15:25  08 dezember  2021
15:25  08 dezember  2021 Quelle:   top10.pro

Corona in Deutschland : Das Coronavirus dominiert seit Januar 2020 den Alltag in Deutschland – die Chronik

  Corona in Deutschland : Das Coronavirus dominiert seit Januar 2020 den Alltag in Deutschland – die Chronik Der Alltag wird für Geimpfte durch 2G- und 3G-Regeln immer leichter. Erste Lockerungen treten in Kraft. Die Zusammenfassung der aktuellen Lage und der Entscheidungen seit Ausbruch von Covid-19. © dpa Die Corona-Entwicklung und aktuelle Zahlen in Deutschland in der Zusammenfassung: Vom aktuellen Stand bis zum ersten Lockdown 2020. Weltweit steigt die Zahl der Infizierten - aber langsamer. In Deutschland werden zwar immer neue Ansteckungs- und Todesfälle durch das Coronavirus bekannt. Es gibt eine Art Rückkehr zur Normalität, aber nur mit Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln.

Mobilität ist eines der großen Gesellschaftsthemen unserer Zeit. Gerade in Ballungszentren, in denen teilweise mehr Autos als Menschen vorhanden sind und in denen Platz äußerst begrenzt ist, sollten neue Formen der Mobilität gedacht werden. Aber auch bundesweit bieten neue Mobilitätskonzepte die Möglichkeit, die Umwelt zu schonen, Geld zu sparen und einen hohen Fahrkomfort zu genießen. Was die Mobilität des 21 Jahrhunderts ausmacht und welche Faktoren hierbei zu bedenken sind, erklärt dieser Artikel.

Mobilität neu denken – das sind die Fortbewegungsarten des 21. Jahrhunderts © AKrebs60 / pixabay.de Mobilität neu denken – das sind die Fortbewegungsarten des 21. Jahrhunderts

Umstieg auf Elektrofahrzeuge und Wasserstoffantriebe

Mobilität 2021: Die heißesten Debatten

Mobilität 2021: Die heißesten Debatten Nicht zuletzt die Flutkatastrophe Mitte Juli hat dafür gesorgt, dass Mobilität 2021 zu einem heiß debattierten Thema geworden ist. Wegen der furchterregenden Klimaprognosen und der weltweiten Pandemie wird immer mehr Menschen klar, dass sich an unserem Verständnis von nachhaltigem Leben etwas ändern muss – und zwar am besten schon gestern.

Vieldiskutiert sind Autos mit alternativen Antrieben. Insbesondere Elektroautos und Wasserstofffahrzeuge spielen schon heute eine wichtige Rolle am Markt. Diese dienen einerseits dem Umweltschutz und unterstützen andererseits die Gesundheit der Menschen in einer Stadt oder einem Dorf. Wenn weniger Schadstoffe ausgestoßen, Feinstaub verursacht und Reifenabrieb erzeugt werden, nehmen wir weniger schädliche Komponenten über die Atemluft auf.

Um neue Technologien zu einem Erfolgskonzept zu machen, ist jedoch noch viel Arbeit nötig. So muss beispielsweise die Infrastruktur geschaffen werden, um Elektrofahrzeuge schnell und überall aufladen zu können. Es ist wichtig, den Menschen ihre Reichweitenangst zu nehmen und sicherzustellen, dass man auch mit Elektrofahrzeugen möglichst weit kommt. Wasserstofffahrzeuge sind nur dann umweltfreundlich, wenn sie mit grünem Wasserstoff arbeiten. Entsprechend müssen neue Strategien gefunden werden, um umweltfreundlichen Wasserstoff zu gewinnen. Nicht zuletzt ist der Ausbau der erneuerbaren Energien unverzichtbar. Wenn der Strom, mit dem Elektrofahrzeuge aufgeladen werden, durch fossile Brennstoffe gewonnen wird, ist das kein Vorteil für die Umwelt.

Kagermann: Umbau der Mobilität kann Beschäftigung steigern

  Kagermann: Umbau der Mobilität kann Beschäftigung steigern Der Chef der Regierungskommission zur Zukunft der Mobilität, Henning Kagermann, ist optimistisch, dass der klimaneutrale Umbau des Verkehrs unter dem Strich mehr Arbeitsplätze schafft als vernichtet. «Per saldo glaube ich, dass wir am Ende sogar mehr Jobs haben», sagte Kagermann am Mittwoch in Hamburg bei der Präsentation des Abschlussberichts der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM). Die größte Herausforderung sei allerdings das Thema Qualifizierung der Beschäftigten.

Autos leasen statt kaufen

Nutzen statt besitzen ist das neue Motto. Heutzutage ist es nicht mehr zwingend erforderlich, ein eigenes Auto zu besitzen, um mobil und unabhängig zu sein. Deswegen greifen immer mehr Menschen auf das Auto-Leasing zurück. Hier verbleiben die Fahrzeuge grundsätzlich im Besitz des Leasinganbieters und werden von den Leasingnehmern lediglich genutzt. Ebenso gewinnen Carsharing-Services immer mehr an Popularität. Hier kann bei Bedarf ein Fahrzeug genutzt werden, ohne selbst eines besitzen zu müssen.

Die Zahl der Fahrzeuge muss vor allem in Ballungszentren gesenkt werden. Hier gibt es schon heute viel zu wenig Platz, um die vorhandenen Fahrzeuge zu parken und unterzubringen. Außerdem könnten die Räume, die heute für Parkplätze genutzt werden, alternativen Einsatzmöglichkeiten zugeführt werden. Das Ziel muss somit darin bestehen, dass jeder auf ein Auto zugreifen kann, wenn er es benötigt, aber nicht eines rumstehen hat, wenn er dies nicht tut.

Der Weg in die CO2-Neutralität - Nachbericht zun Kongress zur Mobilität der Zukunft

  Der Weg in die CO2-Neutralität - Nachbericht zun Kongress zur Mobilität der Zukunft Der auto motor und sport-Kongress beschäftigt sich seit Jahren mit der Mobilität der Zukunft. Diesmal drehte sich fast alles um die Dekarbonisierung und darum, was das für die Mobilität bedeutet. © Maximilian Balazs Der Klimawandel schreitet voran, ist gesellschaftlich wie auch politisch in aller Munde. Gerade bei der Bundestagswahl war das Thema präsent. Passend dazu ging in diesem Jahr auch der auto motor und sport-Kongress im Zeichen der Klimaziele über die Bühne: Nachhaltigkeit hoch, CO2-Bilanz schnell runter – so lautete die Devise.

Der ÖPNV muss ausgebaut werden.

Eine erfolgreiche Mobilitätswende ist ohne den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nicht vorstellbar. Viele Menschen geben schon heute an, dass sie auf Bus, Bahn und U-Bahn umsteigen würden, wenn die Preise günstiger wären und es mehr Verbindungen gäbe. Auch die Taktung spielt eine wichtige Rolle bei der Frage, wie attraktiv der ÖPNV auf die Menschen ist.

Hierbei ist es wichtig, nicht nur die Städte und Ballungszentren im Auge zu haben. Die Menschen in den ländlichen Regionen brauchen ebenfalls attraktive Alternativen zum Auto, wenn sie umweltfreundliche Fortbewegungsmittel nutzen sollen. Das bedeutet unter anderem, die Zahl der Verbindungen und Bahnhöfe zu erhöhen und sicherzustellen, dass man nachts nicht ewig auf eine Bahn oder einen Bus warten muss. Durch eine Harmonisierung von Straßenverkehr und Schienenverkehr ließe sich eine Menge Geld einsparen und für mehr Effizienz und umweltfreundliche Mobilität sorgen.

Autonomes Fahren sorgt für Sicherheit

Bei der Durchführung einer Mobilitätswende dürfen nicht nur Umweltfaktoren berücksichtigt werden. Ebenso entscheidend ist es, die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Hierfür stehen viele unterschiedliche Technologien bereit. Eine besonders populäre ist das autonome Fahren. Hier gelingt die Fahrt ausschließlich mittels Sensoren, KI und Algorithmen. Der Faktor Mensch, der häufig genug mit Müdigkeit, Überforderung, Stress oder Selbstüberschätzung einhergeht, kann so ausgeblendet werden.

Autofreie Innenstädte: Die Umkehr beim Verkehr und wie sich unsere Mobilität verändert

  Autofreie Innenstädte: Die Umkehr beim Verkehr und wie sich unsere Mobilität verändert Fahrerlose E-Busse, lautlose Flugtaxis: Für die Mobilität gibt es Möglichkeiten.Alle Bahnreisenden sind gleichberechtigt, auch wenn sie täglich nur mit der S-Bahn oder dem Rhein-Ruhr-Express aus dem Umland nach Köln pendeln. Ihre Abo-Tickets gelten grundsätzlich für alle Züge. Pro Jahr dürfen sie sich zwei Wochen aussuchen, in denen sie bundesweit kostenlos fahren. Alle Zulaufstrecken aus der Eifel nach Köln sind saniert und elektrifiziert. Zwischen Köln und Düsseldorf gibt es keine überfüllten Züge mehr.

Des Weiteren ist es durch einen Fokuswechsel von der Straße hin zur Schiene möglich, für mehr Sicherheit zu sorgen. So würde es weniger Unfalltote pro Jahr geben und auch schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder oder ältere Menschen wären geschützt. Es kommt darauf an, den Verkehr nicht mehr nur aus einem Blickwinkel heraus zu betrachten, sondern alle Teilnehmer in den Blick zu nehmen und zu berücksichtigen.

Individualverkehr mit dem Fahrrad

Es ist sinnvoll, für ein gut ausgebautes Netz an Radwegen zu sorgen, damit die individuelle Mobilität mit Fahrrad ebenfalls ansprechend und sicher ist. Die Menschen werden nämlich nur dann mit dem Fahrrad zu Arbeit, zu Familienbesuchen oder auf Ausflüge fahren, wenn sie ihre Ziele schnell, sicher und bequem erreichen. Viele Metropolen gehen bereits mit gutem Beispiel voran und entwickeln sich zu richtigen Fahrradstädten. Das ist für die Gesundheit der Menschen, die Umwelt und das Verkehrsaufkommen in den Städten gleichermaßen hilfreich. Hierfür ist es aber erforderlich, Radwege zu bauen, Autos und vor allem LKW sicherer zu machen und zum Beispiel Ladestationen für E-Bikes in großer Zahl zu installieren.

Die Infrastruktur von morgen schon heute aufbauen

Damit die Menschen in der Zukunft von einer funktionalen und umweltfreundlichen Mobilität profitieren können, müssen die Menschen in der Gegenwart Investitionen tätigen. Es ist zwingend erforderlich, die Infrastruktur in allen Bereichen auszubauen. Aktuell liegt ein großer Fokus auf dem Straßenverkehr, es wäre aber wichtig, auch das Schienennetz und die Zahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge und E-Bikes auszubauen.

Zudem ist eine moderne Mobilität nur mit zeitgemäßer Technologie vorstellbar. Entsprechend ist es wichtig, Geld in die Hand zu nehmen und in die Forschung zu investieren. Vor allem die Digitalisierung bietet zahlreiche Möglichkeiten, um neue Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen. Es ist daher zwingend erforderlich, eine neue Form der Wissenschaftsfinanzierung zu finden und dafür zu sorgen, dass Geld für die Entwicklung sinnvoller Technologien zur Verfügung steht.

Fazit

Wir leben in spannenden Zeiten, die von massiven Veränderungen im Bereich der Mobilität geprägt sind. Insbesondere Elektrofahrzeuge und das autonome Fahren disruptieren unsere Art uns fortzubewegen massiv. Es ist wichtig, sich auf diese neuen Gegebenheiten einzustellen und umweltfreundliche, sichere und moderne Fahrzeuge zu entwickeln und einzusetzen. Dies funktioniert jedoch nur durch klare rechtliche Rahmenbedingungen, genügend Geld für Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau der Infrastruktur in allen Verkehrsbereichen.

Wissing will bei Pkw auf Elektromobilität setzen .
Welche Rolle sollen synthetische Kraftstoffe bei Autos sorgen? Aussagen des neuen Verkehrsministers Volker Wissing sorgen für Aufsehen. Die Union sieht einen Kurswechsel.«Wenn wir schnell CO2 reduzieren wollen, müssen wir sie stärker nutzen. Wir wollen die Klimaschutzziele im Verkehrsbereich einhalten.» Die Elektromobilität im Pkw-Bereich sei dafür ein wichtiger Baustein. Gleiches gelte aber auch für Strom basierte Kraftstoffe - nicht nur im Flugverkehr, auch im Schiffsverkehr, bei Nutzfahrzeugen und in den Pkw-Bestandsflotten. «Jeder Beitrag zur CO2-Reduktion ist wichtig», so Wissing. Mobilität müsse sich auch künftig «technologieoffen» weiterentwickeln.

usr: 1
Das ist interessant!