Wissen & Technik: Elf Hochschulen ausgezeichnet - das sind die deutschen Exzellenz-Universitäten - PressFrom - Deutschland

Wissen & TechnikElf Hochschulen ausgezeichnet - das sind die deutschen Exzellenz-Universitäten

19:45  19 juli  2019
19:45  19 juli  2019 Quelle:   sueddeutsche.de

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Elf Hochschulen ausgezeichnet - das sind die deutschen Exzellenz-Universitäten © picture alliance / Bildagentur-online/Joko

Die Entscheidung ist gefallen: Elf Universitäten dürfen sich künftig mit dem Exzellenz-Status schmücken. Acht gehen leer aus. Studierende übten im Vorfeld Kritik am Wettbewerb.

Elf deutsche Universitäten und Universitätsverbünde dürfen künftig den begehrten Titel "Exzellenzuniversität" tragen. Ein Gremium aus Wissenschaft und Politik kürte am Freitag in Bonn nach einem langen Auswahlverfahren die besten Hochschulen, die sich jetzt auf viel Extra-Geld freuen können. Denn der Titel "Exzellenzuniversität" geht einher mit zusätzlichen staatlichen Fördergeldern in Millionenhöhe.

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Eine neue Studie zeigt, warum Kinder an deutschen Schulen nicht richtig auf die Zukunft vorbereitet werden Die Digitalisierung bringt nicht nur neue Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt mit sich, sondern auch Herausforderungen. Um sich diesen stellen zu können ist zumindest ein Mindestmaß an digitaler Bildung notwendig. Für Schulen bedeutet dies, dass sie die Schülerinnen und Schüler fit für die digitale Zukunft machen müssen. Doch wie soll das gehen, wenn mehr als die Hälfte der Lehrkräfte sich den digitalen Anforderungen selbst nicht gewachsen sieht? Eine Studie der Maastricht University und der Plattform „Studitemps“ zeigt, dass nur 45 Prozent der Studierenden sich auf die digitalen Anforderungen des Berufslebens vorbereitet fühlen.

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Folgende Universitäten beziehungsweise Verbünde wurden ausgewählt: Die Rheinisch-Westfälische Technische Universität Aachen, der Berliner Verbund aus Freier Universität, Humboldt-Universität und Technischer Universität, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Technische Universität Dresden, die Universität Hamburg, die Universität Heidelberg, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Konstanz, die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München und die Eberhard Karls Universität Tübingen. Die Universität Köln hat ihren Titel als "Exzellenzuniversität" verloren.

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Erdogan will Geschlechtertrennung an Universitäten Beim G20-Gipfel in Japan hat der türkische Präsident das Prinzip der "Frauen-Universitäten" für sich entdeckt. Jetzt möchte er diese auch in der Türkei einführen. Doch die Idee stößt auf große Empörung. Der türkischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan machte bei einer Rede im Rahmen des G20-Gipfels in Osaka eine kontroverse Aussage. Die Rede enthielt eine Passage, in der er das japanische Bildungssystem für seine Geschlechtertrennung an manchen Universitäten lobte. Die 80 Frauen-Universitäten in dem fernöstlichen Land seien "eine sehr wichtige Sache". Er könne sich ähnliche Schritte auch in der Türkei vorstellen.

Die Förderung als "Exzellenzuniversität" beginnt am 1. November dieses Jahres und läuft für mindestens sieben Jahre. Die ausgewählten Hochschulen und Verbünde bekommen Fördergelder von jeweils 10 bis 28 Millionen Euro im Jahr. Drei Viertel davon kommen vom Bund, ein Viertel jeweils vom Bundesland, in dem die Hochschulen ihren Sitz haben.

Die Entscheidung verkündete Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Bonner Wissenschaftszentrum. 17 Hochschulen und zwei Hochschulverbünde waren in das Rennen um den Titel gegangen. Die Ergebnisverkündung, die per Livestream übertragen wird, wollten viele Hochschulen mit einem Public Viewing verfolgen.

Die ausgewählten "Exzellenzuniversitäten" erhalten über mindestens sieben Jahre eine millionenschwere Förderung des Staates. Mit dem Wettbewerb sollen die Universitäten im Spitzenbereich international sichtbarer werden.

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„Unfug“: Mit dieser neuen Idee sorgt Erdogan für große Empörung in der Türkei Wirbel um die Aussagen von Recep Tayyip Erdogan im Rahmen einer Abschlusszeremonie für Studenten in Ankara: Wie das türkische Nachrichtenportal „T24“ berichtet, lobte der türkische Staatspräsident in einer Rede die 80 Universitäten in Japan, in denen ausschließlich Frauen zugelassen sind. Die Unis seien eine „sehr wichtige Sache“, ein ähnliches Modell sei für ihn auch in der Türkei denkbar. Erdogan war zuletzt im Rahmen des G20-Gipfels zu Besuch in Osaka und offenbar stark angetan von den Frauen-Universitäten des Landes — so sehr, dass er in seiner Rede den Türkischen Hochschulrat (YÖK) direkt aufforderte, ein ähnliches Modell in der Türkei einzuführen.

2006 wurde der Titel "Exzellenzuniversität" zum ersten Mal verliehen. Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern sollte Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen fördern und damit den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken. Seit Januar 2019 wird die Förderung unter dem Namen Exzellenzstrategie weitergeführt, dabei stellen Bund und Länder im Verhältnis 75 zu 25 pro Jahr 533 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Entscheidung über den Status als "Exzellenzuniversität" war die letzte Stufe im Wettbewerb. Um sich als Exzellenzuni bewerben zu können, müssen Hochschulen mindestens zwei "Exzellenzcluster" vorweisen können. Das sind fachübergreifende Forschungsprojekte, die eigene Fördermittel erhalten.

Über die Förderungen für die Cluster wurde bereits im vergangenen Herbst entschieden. 63 Universitäten waren zuvor mit 195 Antragsskizzen ins Rennen gegangen. Aus den Anträgen wählten Wissenschaftler, Landesminister und die Bundesministerin im vergangenen September 57 als förderwürdig aus. Nur 17 der 63 Unis erhielten Förderungen für zwei Cluster und konnten ins Rennen um den Elitetitel gehen.

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Studierende üben Kritik

Während Hochschulen und das Land am Freitag gespannt auf die Vergabe der millionenschweren Titel der "Exzellenzuniversitäten" warteten, haben Studenten den Wettbewerb kritisiert. "Einige Universitäten freuen sich über die zusätzlichen Mittel und den Titel, viele werden leer ausgehen", warnten die Studentenvertretungen aus Freiburg, Heidelberg und Tübingen, deren Hochschulen allesamt ins Rennen um die renommierte Auszeichnung gegangen sind. "Es ist Zeit, diesem sinnlosen Wettbewerb für die Zukunft ein Ende zu setzen. Wir fordern ein Ende der Exzellenzstrategie", sagte zudem Clemens Ernst von der Verfassten Studierendenschaft der Uni Freiburg.

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