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Wissen & TechnikDas Schwarze Loch in unserer Galaxie verhält sich plötzlich ungewöhnlich — und Forscher sind ratlos

17:00  13 august  2019
17:00  13 august  2019 Quelle:   businessinsider.de

Forscher haben Anzeichen dafür entdeckt, dass unsere Milchstraße mit einer anderen Galaxie kollidiert ist

Forscher haben Anzeichen dafür entdeckt, dass unsere Milchstraße mit einer anderen Galaxie kollidiert ist Forscher haben Anzeichen dafür entdeckt, dass unsere Milchstraße mit einer anderen Galaxie kollidiert ist

Schwarze Löcher gehören zum festen Inventar der Science-Fiction-Literatur. Tatsächlich gibt es im Universum kaum einen extremeren Ort. Diese Massemonster verschlucken alles, was ihnen zu nahe kommt: Licht ebenso wie Gas, Staub und sogar ganze Sterne.

Die Schwarzen Löcher in den Zentren der Galaxien sind super massive schwarze Löcher . Daneben gibt es in jeder Galaxie noch unzählige andere schwarze Löcher die durch die Explosion von größeren Sternen entstehen. Unsere Sonne ist zu klein. Sie wird nicht zu einem schwarzem Loch .

Das Schwarze Loch in unserer Galaxie verhält sich plötzlich ungewöhnlich — und Forscher sind ratlos © Bereitgestellt von Business Insider Inc


Im Zentrum der Milchstraße liegt eine Quelle von Radiowellen, bei der es sich nach derzeitigem astronomischen Kenntnisstand um ein massereiches Schwarzes Loch handelt, das den Namen Sagittarius A* (Sgr A*) trägt. Wenn es heißes Gas und Staub verschlingt, sendet die Materie Infrarotstrahlung aus – auf Teleskopaufnahmen leuchtet Sagittarius A* daher als heller Punkt in der Milchstraße. Das Zentrum dieses Schwarzen Lochs galt allerdings bislang als wenig aktiv, mit nur minimalen Helligkeitsschwankungen.

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Kürzlich haben Astronomen jedoch festgestellt, dass Sgr A* plötzlich für eine kurze Zeit 75-mal heller als gewöhnlich geworden ist, bevor es wieder mit seiner eigentlichen Intensität leuchtete. Es war die intensivste Infrarotstrahlung, die Forscher jemals von dem Schwarzen Loch ausgehend gemessen haben. Ihre bisherigen Ergebnisse zu den Ursachen werden demnächst in der Fachzeitschrift „The Astrophysical Journal Letters“ veröffentlicht und können vorab in dem Online-Wissenschaftsarchiv ArXiv eingesehen werden.

Zeitraffer-Video zeigt helles Leuchten eines Schwarzen Lochs

„Ich war zuerst ziemlich überrascht und dann sehr aufgeregt“, sagte der Astronom Tuan Do von der University of California in Los Angeles im Gespräch mit der Wissenschaftsseite „Science Alert“.

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„Das Schwarze Loch war so hell, dass ich es zunächst für den Stern S0-2 hielt, weil ich Sgr A * noch nie so hell gesehen hatte. Mit weiteren Bildern war jedoch klar, dass die Quelle variabel war und somit ein Schwarzes Loch sein musste. Ich wusste fast sofort, dass mit dem Schwarzen Loch wahrscheinlich etwas Interessantes los ist.“

Do und sein Team beobachteten das galaktische Zentrum an vier Abenden zu Beginn dieses Jahres von dem Keck-Observatorium auf Hawaii aus. Das seltsame Aufleuchten haben die Wissenschaftler am 13. Mai beobachtet und in einem Zeitraffer-Video erfasst und damit rund zwei Stunden auf wenige Sekunden verkürzt.

Der hell leuchtende Punkt direkt am Anfang des Videos sind heiße Gase und Staub, die um Sgr A * wirbeln und damit Infrarotstrahlung erzeugen, die als Leuchten wahrgenommen wird. Normalerweise flackert Sgr A * nur leicht und in längeren Abständen auf.

Das helle Aufleuchten des Schwarzen Lochs weist vermutlich darauf hin, dass etwas zu nahe an sein Zentrum gelangte und von ihm verschlungen wurde.

Forscher suchen nach Ursache für das Aufleuchten des Schwarzen Lochs

Was genau das gewesen sein könnte, dazu haben die Forscher derzeit zwei Theorien. Eine davon ist die Begegnung mit G2, einer Gaswolke, bei der es sich vermutlich um einen frisch verschmolzenen Stern handelt, die sich im Jahr 2014 an Sgr A* annäherte und die Begegnung fast unbeschadet überstanden hat. Und das, obwohl Astronomen vorhergesagt hatten, dass das massive Schwarze Loch G2 zerreißen würde. Nun ziehen es die Astronomen zumindest in Erwägung, dass das plötzliche helle kosmische Leuchten im Mai eine verzögerte Reaktion gewesen sein könnte.

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Für ein intermediäres Schwarzes Loch spricht jedenfalls, dass die Forscher keine Infrarot- und keine Röntgenstrahlung nachweisen konnten, durch die sich größere Schwerkraftmonster verraten. Der Forscher schätzt, dass es 100 Millionen Schwarze Löcher in unserer Galaxie geben könnte.

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Die zweite Möglichkeit betrifft den Stern S0-2, der sich im Herzen der Milchstraße befindet und Sgr A* in einer elliptischen Umlaufbahn umkreist. Rund alle 16 Jahre nähert sich S0-2 dem Schwarzen Loch bis auf 17 Lichtstunden an – was extrem nah ist. Im vergangenen Jahr war es wieder soweit.

„Eine der Möglichkeiten besteht darin, dass der Stern S0-2, als er im vergangenen Jahr in die Nähe des Schwarzen Lochs kam, die Art und Weise, wie Gas in das Schwarze Loch strömt, verändert hat und es nun mehr Gas verschlingt, was zu mehr Variabilität geführt haben könnte“, sagte Do gegenüber „Science Alert“.

Um mehr darüber herauszufinden, müssen die Wissenschaftler jedoch noch mehr Daten auswerten. In den kommenden Wochen sollten weitere Beobachtungen vom Keck-Observatorium aus stattfinden, bevor das galaktische Zentrum demnächst bei Nacht von der Erde aus nicht mehr sichtbar ist.

Zudem haben viele andere Teleskope in den vergangenen Monaten das galaktische Zentrum beobachtet, deren Aufnahmen dabei helfen könnten, der Ursache für das Leuchten auf den Grund zu gehen. „Ich bin gespannt auf ihre Ergebnisse“, schreibt Do auf Twitter.

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