Wissen & Technik: Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird - PressFrom - Deutschland

Wissen & TechnikWenn die Natur zum Kriegsopfer wird

12:15  14 august  2019
12:15  14 august  2019 Quelle:   dw.com

Skurrile Natur: Ehepaar kann tagelang sein Haus nicht verlassen - weil immer wieder Möwen angreifen

Skurrile Natur: Ehepaar kann tagelang sein Haus nicht verlassen - weil immer wieder Möwen angreifen Es erinnert an "Die Vögel": Seit Tagen harren Roy and Brenda P. in ihrem Haus aus - weil sie jedes Mal von aggressiven Möwen attackiert werden, wenn sie es verlassen. Die Behörden konnten ihnen nicht helfen. Draußen lauerte das Grauen: "Ich kann nicht vor die Tür gehen. Sobald ich das Haus verlasse, sind da diese beiden Vögel und lassen mir keine Chance. Es ist wirklich furchteinflößend", so klagt Roy P. dem britischen "Telegraph" sein Leid. Seine Ehefrau Brenda und er sind seit Tagen Gefangene der besonderen Art: Ein Möwenpärchen hält sie in Schach.

Wim Zwijnenburg hat mit eigenen Augen gesehen, wie Kriege die Natur verwüsten. Er arbeitet für die niederländische Friedensorganisation PAX, die Umweltzerstörungen in Kriegen weltweit beobachtet und analysiert. Zuletzt hat sich Zwijnenburg mit der Situation im Irak und in Syrien beschäftigt.

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird . Ärzte ohne Grenzen: "Fast jeder sechste Ebola-Infizierte ist unter fünf".

Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt. Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht.

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird © PAX/W. Zwijnenburg Brennende Ölquellen im Irak: In Brand gesteckt vom „Islamischen Staat

Giftstoffe aus Bomben sickern ins Grundwasser und machen Menschen krank. Raketen treffen Raffinerien und verseuchen den Boden mit Öl. Kämpfer zerstören Wälder und vernichten so die Lebensgrundlage des Gegners. Im Krieg wird der Schutz der Umwelt zur Nebensache. Doch das kann langfristige Folgen haben – und in Friedenszeiten zu neuen Problemen führen.

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Die Redaktion empfiehlt. Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird . Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht. (10.08.2019).

Wenn wir atmen, wandern die verschiedenen Duftmoleküle, die wir dabei aufnehmen durch den engen Eingang der Nase in die sogenannte Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird 10.08.2019. Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt.

"Krieg und Umwelt passen nicht zusammen", sagt der emeritierte Völkerrechtsprofessor Manfred Mohr im DW-Gespräch. "Kriege oder militärische Konflikte beeinträchtigen die Umwelt immer mehr oder weniger schwer." Seit Jahrzehnten diskutieren Wissenschaftler und Politiker darüber, wie Natur und Tierwelt im Fall eines Kriegs geschützt werden können.

Bis Freitag arbeitet die Völkerrechtskommission der Vereinten Nationen an möglichen Ansätzen zur Lösung des Problems.

Öl, Schutt und Gestank

Wim Zwijnenburg hat mit eigenen Augen gesehen, wie Kriege die Natur verwüsten. Er arbeitet für die niederländische Friedensorganisation PAX, die Umweltzerstörungen in Kriegen weltweit beobachtet und analysiert. Zuletzt hat sich Zwijnenburg mit der Situation im Irak und in Syrien beschäftigt.

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Retro-Bike in Karbon-Optik - BMW R nineT Black Diamond Carbon von Ilmberger Ilmberger Carbon hat eine umgebaute BMW R nineT in Karbon-Optik vorgestellt. Die sogenannte Black Diamond Carbon wird auf den BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen zu sehen sein. © Ilmberger Carbon Ilmberger Carbon ist bekannt dafür, edle Bikes noch etwas schärfer zu machen. Bereits in der Vergangenheit hat das Unternehmen aus Bayern vor allem aus Karbon gefertigte Bauteile für Motorräder von BMW, Ducati, Honda und vielen anderen Herstellern entwickelt. Auch diverse Show-Bikes wurden bereits auf die Räder gestellt. Eines dieser Bikes ist die hier vorgestellte BMW R nineT Black Diamond Carbon.

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird 09.08.2019. Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt. Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht.

Auch wenn die letzten Häuser des Dorfes nur wenige Meter entfernt stehen, höre ich nichts außer Natur : lärmende Vögel, säuselnden Wind und den Bach. Mehr Umwelt & Wissenschaft. Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird . Ärzte ohne Grenzen: "Fast jeder sechste Ebola-Infizierte ist unter fünf".

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"Es ist ein komplexer Konflikt", sagt der Forscher zum Bürgerkrieg in Syrien. Seit über acht Jahren wird dort gekämpft, viele Menschen starben. Fast zwölf Millionen Syrer mussten ihre Heimat verlassen. Der Krieg beeinträchtigt auch Ökosysteme und die Landwirtschaft .

"Es gibt dort verschiedene Ebenen von Umweltzerstörung", sagt Zwijnenburg. Die Ölindustrie in Syrien sei Ziel massiver Angriffe geworden. In manchen Regionen hätten sich Ölteppiche ausgebreitet. Die belasten die Natur extrem. "Im Nordosten Syriens schwimmt das Öl sogar auf den Flüssen", erklärt Zwijnenburg. "Zum Glück liegen die meisten großen Raffinerien nicht in der Nähe von bewohnten Gebieten."

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Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird 09.08.2019. Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt. Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht.

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird . Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt. Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht. Außerirdisches Leben.

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird © PAX/W. Zwijnenburg Umweltverschmutzung im Nordosten Syriens: Ein Ölteppich treibt auf einem Fluss

Neben der Ölindustrie sei auch die Wasserinfrastruktur stark getroffen worden, erklärt Zwijnenburg: "Aufbereitungsanlagen wurden angegriffen, sodass viele Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser mehr haben." Dadurch fehle es dann auch an Wasser für die Landwirtschaft. Bauern fahren weniger Erträge ein, das wirkt sich auf die Lebensmittelversorgung in den Regionen aus.

Zusätzlich sei die staatliche Steuerung in anderen Bereichen teils zusammengebrochen. Müll sammelt sich in den Straßen. Niemand weiß wohin mit den Überresten zerstörter Häuser. "Irgendetwas muss mit den Millionen Tonnen Schutt passieren", sagt Zwijnenburg.

"Oft ist dieser aber mit Schwermetallen oder giftigen Stoffen vermischt." Die Menschen würden mittlerweile ihren Müll sogar verbrennen, doch nicht ohne einen Preis für die Umwelt: "Viele beschweren sich über die Luftverschmutzung und den Gestank."

Ausgangspunkt Vietnamkrieg

Das alles sind keine neuen Probleme. Im Vietnamkrieg, der 1975 zu Ende ging, wurden besonders schwerwiegende Schäden für die Natur bewusst eingesetzt. Auf Anordnung von Präsident John F. Kennedy versprühte die amerikanische Luftwaffe damals tonnenweise Entlaubungsmittel. Das sogenannte "Agent Orange" sollte die Wälder lichten und Reisfelder zerstören. Die USA wollten ihren Gegnern Verstecke und Nahrungsgrundlage nehmen.

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Von Natur aus ist ihre Haut recht dunkel, aber sie hat riesige weiße Flecken auf dem ganzen Körper und im Gesicht. Das Model hat die Flucht nach vorne angetreten Menschen mit Vitiligo fallen auf – vor allem natürlich, wenn die weißen Flecken an Körperstellen aufrauchen, die für jeden sichtbar sind.

Auch wenn die Unterschiede oft groß erscheinen, gibt es etwas, was Veganer, Vegetarier und Fleischesser verbindet. Es ist rund, etwas kleiner als eine Murmel und hat eine Ärzte ohne Grenzen: Kinder und Jugendliche Opfer der Ebola-Epidemie im Kongo. Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird .

Später wurde bekannt, das "Agent Orange" hochgiftiges Dioxin enthielt. Es kontaminierte die Böden und führte zu Missbildungen bei Neugeborenen. Obwohl medizinische Studien das Gegenteil zeigen, bestreiten die USA bis heute, dass die Erkrankungen im Zusammenhang mit "Agent Orange” standen.

"Die absichtliche Umweltzerstörung für militärische Zwecke ist zum Glück mittlerweile geächtet durch die ENMOD-Konvention von 1976", erklärt Völkerrechtler Mohr. Auf Anregung der Sowjetunion erarbeiteten die Vereinten Nationen nach dem Vietnamkrieg dafür erste Regeln für den Umgang mit der Natur in Kriegen. Die ENMOD-Konvention verbietet gezielte militärische Eingriffe in natürliche Abläufe der Natur. 77 Staaten haben die Vereinbarung unterschrieben, auch die USA.

"Parallel dazu gab es Regelungsversuche im humanitären Völkerrecht", sagt Mohr. Darin sei festgelegt worden, dass "Kriegsführende die Umwelt möglichst umweltschonend behandeln" müssen. Außerdem habe jeder das Menschenrecht auf eine gesunde Umwelt, sagt Mohr. Somit gibt es bereits zahlreiche Regelungen, die eine gezielte Zerstörung der Natur- und Tierwelt in Kriegen verhindern sollen. Doch nicht alle Staaten hielten sich daran. So setzten irakische Truppen 1991 im Ersten Golfkrieg 700 kuwaitische Ölquellen in Brand. Es dauerte Monate, die Feuer zu löschen - eine Katastrophe für die Umwelt.

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Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird 09.08.2019. Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt. Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht. Datum 28.02.2014.

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird 09.08.2019. Bewaffnete Konflikte töten nicht nur Menschen, sondern zerstören auch massiv die Umwelt. Die Vereinten Nationen arbeiten an Lösungen, um die Natur im Krieg zu schützen. Wissenschaftlern weltweit reicht das nicht.

Eine neue Genfer Konvention

Die Völkerrechtskommission der Vereinten Nationen arbeitet daran, dass so etwas nicht nochmal passiert. Noch bis zum 9. August sitzen die 34 unabhängigen Rechtsexperten in Genf zusammen. Sie haben 28 Prinzipien verabschiedet, um Umweltzerstörungen im Krieg zu verhindern.

Darin heißt es zum Beispiel, dass die natürliche Umwelt nicht angegriffen werden dürfe. Damit das klappt, sollten Schutzzonen definiert werden, die im Krieg verschont werden. Außerdem müssten bei jedem Angriff die Folgen für die Natur berücksichtigt werden. Staaten müssten daher auch für die Zerstörung der Natur nach einem Krieg aufkommen.

Aber vielen Kritikern sind die bisherigen Regelungen zu zahnlos. In einem offenen Brief fordern derzeit 24 Wissenschaftler aus aller Welt einen besseren Schutz der Umwelt im Kriegsfall. Einer von ihnen ist José Brito von der Universität im portugiesischen Porto.

"Wir rufen die Kommission auf, die Idee einer fünften Genfer Konvention zu bedenken”, sagt Brito der DW. Die bisherigen vier Konventionen würden nur die Rechte von Menschen im Krieg beinhalten. "Eine fünfte Konvention stünde für den Schutz der Umwelt.”

Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird © PAX/W. Zwijnenburg Gefährlich für die Gesundheit: Menschen in Syrien bauen sich eigene kleine Ölraffinerien

"Es ist ein ehrenwerter Versuch”, meint Völkerrechtler Manfred Mohr. Doch eine neue Konvention sei schlicht und einfach nicht nötig: "Es gibt schon genug Regeln, man muss sie nur durchsetzen.” Schon jetzt könnten Kriegsparteien für Umweltschäden zur Verantwortung gezogen werden, sagt Mohr. Es passiere nur viel zu selten.

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Oft ernähren sich die Konfliktparteien von dem, was die Natur bietet, einschließlich bedrohter Tierarten, oder sie verkaufen Elfenbein, um Waffen zu finanzieren. Um in einer solchen Situation wilde Tiere und die Natur zu schützen, braucht es ganz besondere Menschen. Luis Arranz ist einer von ihnen.

Auch wenn das Klonen technisch sehr simpel erscheint, ist es in der Praxis recht kompliziert. Die Fehlerquote ist sehr hoch: Nur aus wenigen Promille bis Prozent der so erzeugten Eizellen entwickeln sich gesunde Embryonen, die schließlich auch Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird 09.08.2019.

Außerdem seien die Staaten der Welt derzeit nicht bereit, eine neue Genfer Konvention zu verabschieden: "Gegenwärtig ist die politische Lage so, dass wir kaum große neue Regelungen finden können.” Vor allem Länder, die aktuell Kriege führen, würden sich nicht plötzlich bereit erklären, für entstandene Umweltschäden aufzukommen. Das würde die Kosten für den Kriegseinsatz in die Höhe treiben, so Mohr.

Für viele Jahre zerstört

Egal ob durch eine Reihe von Prinzipien oder eine neue Genfer Konvention - für die Zukunft sei es besonders wichtig, dass das Thema Umweltzerstörung im Krieg mehr Aufmerksamkeit bekomme, meint Wim Zwijnenburg von PAX. "Es hat oft keine hohe Priorität.” Daher sei es auch schwierig, Geld für den Wiederaufbau und die Erneuerung der Natur nach Konflikten zu bekommen.

Auch für die betroffenen Menschen sei mehr internationales Interesse für das Problem gut. "Die Regierung in den Kriegsländern hilft ihnen nicht dabei, die Probleme zu lösen.” Oft dauere es Jahre bis die Natur und damit die Lebensgrundlage der Menschen sich erholt habe.

Autor: Patrick Große

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