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Wissen & TechnikWeltgeschichte: Service statt Geiz-ist-geil-Mentalität: Was Shopping in Japan so besonders macht

15:35  16 september  2019
15:35  16 september  2019 Quelle:   handelsblatt.com

In Japan ist der überarbeitete Mazda2 schon zu haben

In Japan ist der überarbeitete Mazda2 schon zu haben Optisch und technisch überarbeitet kann das Mazda2 Facelift in Japan bereits bestellt werden. >> Mehr zum Thema NeuheitenAuffälligste Veränderung ist der Wabengitterkühlergrill im Stil des neuen Mazda3.Außerdem gibt es neue 16-Zoll-Leichtmetallräder Bislang liegen ausschließlich Informationen zur japanischen Variante des Kleinwagens vor. Allzu sehr ......dürfte sich diese aber nicht von dem Modell für den europäischen Markt unterscheiden.Ein neues Vordersitz-Design soll den Japanern zufolge Müdigkeitserscheinungen minimieren.

„ Geiz ist geil “ war ein Werbeslogan der Elektronikhandelskette Saturn in Deutschland, Österreich, der Schweiz und anderen europäischen Ländern. Er wurde ab Oktober 2002 im Rahmen einer länger laufenden Werbekampagne in Printmedien, im Rundfunk und im Fernsehen eingesetzt.

Das einzige, was in Japan wirklich sehr teuer ist, ist Obst. Das liegt vor allem daran, dass Obst mehr Dekoration Im selbst gemachten Bento sind oft Mini Hackbällchen aus Schwein oder Geflügel. Trotzdem ist der Fleischkonsum in Japan nur mit unserem Fischkonsum vergleichbar, der

Weltgeschichte: Service statt Geiz-ist-geil-Mentalität: Was Shopping in Japan so besonders macht © Bloomberg In Japan wird Effizienz ganz anders definiert als in Deutschland – auch beim Einkaufen.

Mehr Personal, mehr Service, weniger Warteschlangen: In Japan herrscht eine vollkommen andere Einkaufsmentalität. In Fernost steht der Kunde im Fokus.

Heimaturlaube sind immer wieder ein Kulturschock für mich – wenn es ums Einkaufserlebnis geht. Beim Karstadt Sporthaus in Bremen kümmerte sich dieses Mal kein Verkäufer um mich, als ich nach Fußballschuhen suchte. Die einzige Fachkraft auf der Etage fühlte sich offenbar mit dem Bestücken der Regale ausgelastet.

Selbst beim Abkassieren wurde gegeizt. Die Kassen auf den Etagen waren geschlossen, nur die im Erdgeschoss besetzt. Ach, und beim Aldi hieß es wieder einmal Schlange stehen. Denn der Konzern spart zum Wohle der Preisminimierung und Profitmaximierung am Personal.

Hahn: "Ich war geil drauf"

Hahn: Mit dem Last-Minute-Sieg gegen die Reserve von Borussia Dortmund sorgte Rot-Weiss Essen direkt für einen furiosen Auftakt zur neuen Regionalligasaison. Alexander Hahn avancierte dabei mit seinem lässig verwandelten Elfmeter zum Helden des Abends. Ein Sonderlob von Cheftrainer Christian Titz erhielten aber vor allem die zahlreichen Zuschauer. © imago images Siegtorschütze beim 2:1 Erfolg gegen Dortmund II: Alexander Hahn. Erst in der 96. Minute wurde die Partie durch einen strittigen Strafstoßpfiff entschieden, den Schiedsrichter Martin Ulankiewicz zugunsten der Essener auslegte.

"Die Geiz - ist - geil - Mentalität ist überwunden." Auf dem Sektor der Lebensmittel und Drogerieartikel stagniere der Marktanteil der Discounter seit drei Jahren. Der Lebensmittelhandel und die Drogeriemärkte verzeichneten laut GfK im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 154

"Die Leute haben eine furchtbare Geiz - ist - geil - Mentalität , die fahren mit ihrem SUV bei Lidl und Aldi vor und kaufen ein Netz Orangen für 99 Cent - und denen ist Sie machte zunächst eine Ausbildung als Kosmetikerin, ging der Liebe wegen ein paar Jahre nach Frankfurt und arbeitete dort in einer

Diese Erlebnisse riefen mir wieder einmal ins Bewusstsein, dass Effizienz in Japan offenbar ganz anders definiert wird als in Deutschland. Nicht aus Anlegersicht als Kapitaleffizienz, sondern aus der Sicht der Kunden. Die Geiz-ist-geil-Todesspirale, die aus meiner fernen Warte mit zum Niedergang der Einkaufskultur in Deutschland beigetragen hat, wird in Japan zum Glück noch nicht goutiert.

Kaufhäuser in Japan leisten sich noch Personal, das sich für die Kunden interessiert. Betrete ich ein Areal, werde ich rasch gefragt, was ich denn suche. Und mein Discounter um die Ecke hat eine Batterie von zwölf Kassen aufgereiht. Selbst die Pfennigfuchser im Einzelhandel tun alles, um das Einkaufserlebnis kurzweilig – sprich zeitökonomisch – effizient für die Kundschaft zu gestalten.

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Freigiebigkeit ist ein integraler Bestandteil der großartigen Islamischen Kultur. In einer Zeit in der der Islam angegriffen wird, ist es so wichtig wie nie

Geiz ist geil sagte Saturn vor einiger Zeit in ihrer Werbung. Doch Geiz in unserem Hobby zerstört dieses. Die Schließung des Tabletop Shops und der VLog von

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Lange Wartezeiten will niemand den Kunden zumuten, nicht einmal in den rund um die Uhr geöffneten Mini-Supermärkten, den Convenience Stores. Kaum bildet sich der Hauch einer Schlange, wird prompt eine weitere Kasse bemannt. Nur zum Mittagsessen kann es in Filialen, die eine Monopolstellung in einem der riesigen Bürohochhäuser Tokios haben, zur Reihenbildung kommen.

Und das Rezept zieht, obwohl Lebensmittel in Japan teurer sind als in Deutschland. Denn erstens haben die Japaner keine Wahl. Zweitens erhalten sie weitaus bessere Ware als in Deutschland und insgesamt ein besseres Gefühl beim Einkauf.

Auch bei Restaurants wirkt sich der Drang der Japaner aus, den Kunden zu gefallen. Der Restaurantführer Guide Michelin hat in Tokio mehr Sterne vergeben als in ganz Frankreich. Selbst in normalen Restaurants tafelt man in der Regel vorzüglich. Ich pflege zu sagen: Wenn man mal in Japan enttäuscht wird, dann in der Regel auf einem hohen Niveau.

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Mit der „ Geiz ist geil “- Mentalität kann ich ebenso wenig anfangen wie mit der „Scheiß egal“-Haltung. Was ich aber überhaupt nicht nachvollziehen Vielleicht doch nicht so bescheuert – und schmecken tut es überraschenderweise auch. Statt Schnitzel kommt mittags vielleicht mal eine Poké Bowl auf

„ Geiz ist geil “ war gestern. Heute ziehen immer mehr Bundesbürger gesunde und fair gehandelte Lebensmittel den billigen vor, zeigt eine neue GfK-Studie. Die „ Geiz - ist - geil “- Mentalität ist in keinem anderen Land so stark ausgeprägt wie in Deutschland. Das betrifft auch den Einkauf im Supermarkt.

Als einen wichtigen Grund für den Unterschied zwischen japanischer und deutscher Servicekultur sehe ich ein grundsätzlich anderes Verständnis. In Deutschland gibt es das Sprichwort „Der Kunde ist König“. Und genauso werden die Kunden inzwischen oft auch behandelt: durch Weggucken oder -ducken, solange es eben geht.

Denn allem Anschein nach ist tief in unsere historische Erinnerung eingebrannt, dass dem Volk höhere Steuern, Kriegsdienst oder andere Mühsal drohen, wenn der Monarch ruft. Und dann will er womöglich auch noch die Preise drücken, weil er es für ein Privileg hält, ihm dienen zu dürfen. Da ist es nur rational, den Kunden zu meiden.

In Japan wird der Kunde selbst im Volksmund anders gesehen. Ein Sprichwort erhebt ihn zu einem Gott. Dabei denken die Japaner allerdings nicht an jenen allmächtigen, strafenden Alleinherrscher jüdisch-christlich-islamischer Glaubenswelten, sondern an die vielen Gottheiten ihrer Naturreligion Shinto. Und deren Gunst versucht man sich durch besonders zuvorkommendes Verhätscheln zu sichern. Sonst wenden sich die ausgesuchte Gottheit womöglich genauso wie die verwöhnten japanischen Kunden rasch gelangweilt ab.

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Deutsche „ Geiz ist geil “- Mentalität hat ausgedient. Besonders erstaunlich: Der Preis ist laut Nielsen auf den dritten Rang der wichtigsten Faktoren bei der Abwägung der Kaufentscheidung abgerutscht, die sprichwörtliche schwäbische Hausfrau geht als Ideal in Rente.

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Eine andere Lebensweisheit beschreibt den Kunden noch treffender – und zwar als Schatz. Und jeder weiß, dass man sich besonders anstrengen muss, um einen Schatz zu heben. Sonst schnappt womöglich ein noch eifrigerer Rivale den Reichtum weg. Und dieser Drang, mit aus westlicher Sicht absurd hohem Aufwand Kunden zu gewinnen und zu halten, zieht sich quer durch die Gesellschaft.

„Kundenzufriedenheit auf Kosten der Gewinne“

Mit diesem Eindruck stehe ich beileibe nicht allein. An Baustellen stünden oft mehrere Sicherheitsleute, die mit Fahnen in der Hand den Fuß- oder Autoverkehr regelten, beschreibt Marcel van Aelst, der niederländische Präsident der japanischen Luxushotelkette Okura Nikko Hotel Management, eines seiner Aha-Erlebnisse.

Zuerst dachte er, dass dieser Personalaufwand pure Verschwendung sei. Doch auf den zweiten Blick gewann der Manager, der jahrzehntelang beim Okura Hotel Karriere gemacht hat, einen anderen Eindruck: „Vielleicht führt der Aufwand dazu, dass sich die Passanten sicherer fühlen.“

Dieses Prinzip sieht er flächendeckend am Werk. „In Japan spielt Kundenzufriedenheit eine größere Rolle“, meint er. Dieses Kriterium habe für ihn daher in seinem Geschäft Priorität, „selbst auf Kosten der Gewinne.“ Andere Wirtschaftsteilnehmer sehen das ähnlich.

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„Die Geiz - ist - geil - Mentalität verhindert qualitativ hochwertige Produkte“, sagt Huxdorff. Statt nur aufs Geld zu achten, sollten Verbraucher möglichst regional Besonders heimtückisch sind Pestizide aus der Gruppe der Cholinesterase-Hemmer, die das Nervensystem für andere Gifte anfälliger machen .

Denn Japans Käufer haben Alternativen, besonders im Hotel- und Restaurantgewerbe. Nicht von ungefähr werden diese Segmente als „Wassergeschäft“ bezeichnet: Selbst ein gutes Geschäft kann abrupt zwischen den Fingern zerrinnen, wenn sich die Mode ändert oder die eigene Qualität nachlässt.

Industriekunden gelten zwar als loyaler als der japanische Endkunde. Doch auch das Geschäft mit Unternehmenskunden diktiert hohe Anforderungen, an die sich ausländische Unternehmen besser anpassen, wenn sie Geschäfte machen wollen. Weil viele japanische Kunden sich nur kleine Lager leisteten, liefere sein Unternehmen viel kleinere Losgrößen und die dafür häufiger als in anderen Ländern der Welt, erklärt ein deutscher Manager.

Manchmal treiben die Ansprüche der Kunden und der Drang, diese zu befriedigen, fast schon absurde Blüten. „Der Lack von Fässern in Japan ist manchmal besser als der von Autos in Indien“, witzelt der Manager. Denn in Japan komme es manchmal schon zu Beschwerden, wenn Fässer mit Chemikalien Kratzer hätten. Die haben zwar keinen Einfluss auf die Qualität des Produkts. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass Kunden gerne umfassende Exzellenz erwarten. Und bislang versuchen viele Verkäufer noch, selbst extreme Wünsche zu befriedigen.

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